Autor Thema: Personalabteilung reagiert nicht auf Fristen - wie verfahren?  (Read 1583 times)

Nem

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
  • Karma: +0/-0
Hallo,

ich habe Mitte März einen Antrag per Mail an die PA gesendet, Frist 31.03.
Ich habe eine Eingangsbestätigung bekommen mit dem Beisatz, dass die Rückmeldung bis 31.03. nicht erfolgen wird. Wann dies soweit sein soll wollte mir allerdings niemand sagen, eine schriftliche Anfrage dazu blieb bis heute unbeantwortet.
Was ist der (rechtlich) richtige Weg, wenn die PA einfach nicht reagiert?

Danke im Voraus für Hinweise.

Spid

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15,832
  • Karma: +2549/-5000
Wenn der Antrag einen Anspruch auslöst, kann dieser vor Gericht weiterverfolgt werden. Ansonsten besteht keine Rechtspflicht des AG, sich überhaupt mit Anträgen auseinanderzusetzen.

Lars73

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1,654
  • Karma: +613/-372
Was war es denn für ein Antrag?

Nem

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
  • Karma: +0/-0
Was war es denn für ein Antrag?
Höhergruppierung aufgrund neuer EGO

Wenn der Antrag einen Anspruch auslöst, kann dieser vor Gericht weiterverfolgt werden. Ansonsten besteht keine Rechtspflicht des AG, sich überhaupt mit Anträgen auseinanderzusetzen.
Also ist mein Empfinden, dass die Antwort "die Rückmeldung erfolgt nicht bis zur Frist" ein bisschen frech ist und nichtmal eine "Genefrist" enthält nur ein Empfinden aber völlig in Ordnung von Seiten der PA
 :o

Spid

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15,832
  • Karma: +2549/-5000
Wieso? Ein Antrag auf Höhergruppierung löst doch unmittelbar einen Anspruch aus, denn er führt unmittelbar mit Eingang beim AG die rückwirkende Höhergruppierung aus und führt auch unmittelbar zum Anspruch auf die entsprechende Vergütung für zurückliegende Abrechnungszeiträume, die von der Höhergruppierung betroffen sind. Du hättest schon längst Klage erheben können.

Nem

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
  • Karma: +0/-0
Aber irgendwer muss ja irgendwann über den Antrag entscheiden?!
Ich wollte halt in endlicher Zeit eine Rückmeldung, um dann ggf. Klage erheben zu können, falls die Begründung nicht schlüssig sein sollte.

clarion

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 525
  • Karma: +32/-214
Hallo setze doch eine Nachfrist und schreibe, dass Du wenn Du ohne Antwort bleibst Du Dich ab ab Datum des spätestens ab Erstantrag in EG xx eingruppiert bist (Hier kannst Du ggf. noch eine Begründung einfügen) und Du die Zahlung auf die höhere EG gerichtlich geltend machen wirst, wenn Du bis zum Datum x keine positive Rückmeldung erhältst.

Spid

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15,832
  • Karma: +2549/-5000
Aber irgendwer muss ja irgendwann über den Antrag entscheiden?!
Ich wollte halt in endlicher Zeit eine Rückmeldung, um dann ggf. Klage erheben zu können, falls die Begründung nicht schlüssig sein sollte.

Nein. Der Antrag entfaltet seine Wirkung unmittelbar, dem AG kommt keine Entscheidung zu.

Nem

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
  • Karma: +0/-0
Aber irgendwer muss ja irgendwann über den Antrag entscheiden?!
Ich wollte halt in endlicher Zeit eine Rückmeldung, um dann ggf. Klage erheben zu können, falls die Begründung nicht schlüssig sein sollte.

Nein. Der Antrag entfaltet seine Wirkung unmittelbar, dem AG kommt keine Entscheidung zu.

Wie ist das gemeint? Irgendwer (wer?) muss noch darüber befinden ob meine Tätigkeitsbeschreibung die neue EG rechtfertigt oder nicht und dies dann entsprechend begründen?
Das kann ja theoretisch nicht einfach durch mich und meinen Antrag passieren
Entschuldigung wenn die Frage ein wenig dümmlich ist aber ich begreife es nicht :)

WasDennNun

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,456
  • Karma: +260/-1059
Wie ist das gemeint? Irgendwer (wer?) muss noch darüber befinden ob meine Tätigkeitsbeschreibung die neue EG rechtfertigt oder nicht und dies dann entsprechend begründen?
Natürlich nicht, denn das spiegelt ja nur deine Rechtsmeinung wieder.
Genauso kann es aber auch nicht einfach durch irgendeinen anderen Angestellten des AGs passieren (z.B. Personaler), denn das spiegelt wiederum nur die Rechtsmeinung des AGs wieder.

Entscheiden welche du nach der neuen EGO hast, kann alleinig das Arbeitsgericht.

Und wenn dein AG so schlammpert ist, dass er sich noch keine Rechtmeinung gebildet hat (dafür hatte er ja über ein Jahr Zeit), dann musst du ja jetzt nicht mehr darauf warten, sondern kannst deine Rechtsmeinung umgehend von einem Gericht bestätigen lassen.

Spid

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15,832
  • Karma: +2549/-5000
Aber irgendwer muss ja irgendwann über den Antrag entscheiden?!
Ich wollte halt in endlicher Zeit eine Rückmeldung, um dann ggf. Klage erheben zu können, falls die Begründung nicht schlüssig sein sollte.

Nein. Der Antrag entfaltet seine Wirkung unmittelbar, dem AG kommt keine Entscheidung zu.

Wie ist das gemeint? Irgendwer (wer?) muss noch darüber befinden ob meine Tätigkeitsbeschreibung die neue EG rechtfertigt oder nicht und dies dann entsprechend begründen?
Das kann ja theoretisch nicht einfach durch mich und meinen Antrag passieren
Entschuldigung wenn die Frage ein wenig dümmlich ist aber ich begreife es nicht :)

Nein. Entweder ergibt sich eine höhere Entgeltgruppe und der Antrag entfaltet unmittelbar seine Wirkung oder es ergibt sich keine höhere Entgeltgruppe, dann kann aber auch kein Antrag gestellt werden.

WasDennNun

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,456
  • Karma: +260/-1059
Nein. Entweder ergibt sich eine höhere Entgeltgruppe und der Antrag entfaltet unmittelbar seine Wirkung oder es ergibt sich keine höhere Entgeltgruppe, dann kann aber auch kein Antrag gestellt werden.
Und die Entscheidung darüber ob sich eine höhere Entgeltgruppe ergibt hat nur ein Gericht, weder der AN noch der AG kann das Entscheiden.

Nem

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 10
  • Karma: +0/-0
Das heißt diese Neufassung der EGO führt zwangsläufig immer zu einer Gerichtsentscheidung, es sei denn der Personaler bestätigt einfach und der AN ist glücklich und bemüht kein Gericht?

Spid

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 15,832
  • Karma: +2549/-5000
Ja - wie jede andere Uneinigkeit der Parteien auch.

WasDennNun

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4,456
  • Karma: +260/-1059
Das heißt diese Neufassung der EGO führt zwangsläufig immer zu einer Gerichtsentscheidung, es sei denn der Personaler bestätigt einfach und der AN ist glücklich und bemüht kein Gericht?
Nein, das heißt, das bei Einstellung oder Änderungen der auszuübenden Tätigkeiten oder Änderungen der EGO es zwangsläufig zu einer Gerichtsentscheidung kommen muss, wenn die Meinung bzgl. der EG sich nicht decken.