Autor Thema: Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung  (Read 6787 times)

Newbie32

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Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« am: 02.06.2021 21:06 »
Hi zusammen,

ich hatte gestern ein VG im öffentlichen Dienst und am Ende fragte mich der fachliche Vorgesetzte, ob ich nicht wissen wolle, was ich verdienen werde und sagte dann, dass sie sich im Vorfeld Gedanken gemacht haben und mir die Stufe 3 anbieten können. Vorausgesetzt meine Erfahrung wird durch mein Arbeitszeugnis bestätigt. Im Vorfeld hatte ich mir zwar als Schmerzgrenze die Stufe 3 gesetzt, aber als er das Gehalt nannte, war das zum einen die Zahl, die laut Tabelle bis 31.03.21 galt (warum nicht die neue Zahl, die laut Rechner jetzt ab dem 01.04 gilt?) und zum anderen würde ich bei der Stufe 3 tatsächlich weniger verdienen als aktuell in der Privatwirtschaft und die Stufe 3 wirklich nur mit Bauchschmerzen annehmen wollen, weil das Gesamtpaket wohl beim ÖD ein wenig besser ist. Aber dennoch wer wechselt schon aus einem unbefristeten Verhältnis ohne Grund und Not in ein Verhältnis mit Risiko ohne dabei wenigstens gleich viel zu verdienen. Eher ist es doch so, dass man mindestens 10-20% mehr verdienen will, wenn man wechselt, zumal ich mich aktuell in der Firma auch unterbezahlt fühle, da meine letzte Gehaltserhöhung auch bereits zwei Jahre zurückliegt.

Darüber hinaus lief das Gespräch einfach so gut (und ich a priori dachte, dass sie mir von sich aus nur max. die Stufe 2 geben werden), dass ich dann spontan dachte, dass ich ja mal ein wenig verhandeln kann und nannte dann eine Zahl, die zwischen der Stufe 4 und Stufe 5 liegt. Also ca. 10% mehr als das was mir angeboten wurde. Ich habe das dann auch so selbstverständlich vorgetragen, weil der Vorgesetze an meiner Reaktion gemerkt hat als er die Zahl nannte, dass ich nicht wirklich zufrieden war mit der Stufe 3, denn er meinte nur: Sagen sie mal, wo müssen wir denn hin? Dann nannte ich eben diese Zahl und er schrieb sie sich auf. Ich habe mich quasi aufgefordert gefühlt eine Zahl zu nennen.5

Ich zeigte mich aber grundsätzlich natürlich verhandlungsbereit und dass ich grundsätzlich auch von den 10% ein wenig nach unten abweichen würde. Der Verantwortliche meinte dann nur, dass er das jetzt nicht entscheiden könne und schlug vor, dass wir über das Gehalt erneut reden, wenn es konkret wird und sie sich tatsächlich für mich entscheiden.

Ich habe jetzt oft gelesen, dass sie sich sehr schnell melden, wenn sie einen wollen, aber heute kam noch keine Kontaktaufnahme. Wahrscheinlich bin ich einfach zu ungeduldig, zumal ich nicht mal weiß wann die VGs zu Ende sind, bzw. haben sie mir auch keinen konkreten Zeitpunkt genannt, sondern einfach nur bis bald gesagt. Wie lange kann sowas dauern?

Meine Frage ist nun:
Habe ich zu hoch gepokert oder wie schätzt ihr die Situation ein? Vielleicht muss er das mit dem Gehalt intern nochmal besprechen und diese Schleife dauert eben seine Zeit, weil man die Verantwortlichen eben nicht sofort greifen kann.

Bzw. ist es vllt. auch möglich, dass sie mir einfach nur die Stufe 3 anbieten und hoffen, dass ich trotzdem annehme oder sagen sie lieber gleich ab, weil den Job jemand auch in Stufe 1 machen würde?

Kann ich am Freitag noch per E-Mail (bzw. ich habe eigentlich nur seine Telefonnummer) nachfassen und mitteilen, dass ich mir Gedanken gemacht habe und die Stufe 4 vollkommen OK wäre. Mit Stufe 3 will ich mich dennoch nicht zufriedengeben, andererseits reizt mich der neue AG und die Stelle schon ein wenig. Oder lieber einfach abwarten und auf sich beruhen lassen.

Ich freue mich auf Meinungen.
Vielen Dank.

PS: Es ist mit Sicherheit eine beliebte Stelle mit mehreren Bewerbern

Spid

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #1 am: 02.06.2021 21:31 »
Die Berücksichtigung förderlicher Zeiten über den Anspruch aus einschlägiger Berufserfahrung hinaus setzt tariflich tatbestandlich deren Vorhandensein sowie ein Personalgewinnungsproblem voraus.

WasDennNun

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #2 am: 03.06.2021 07:27 »
Kann ich am Freitag noch per E-Mail (bzw. ich habe eigentlich nur seine Telefonnummer) nachfassen und mitteilen, dass ich mir Gedanken gemacht habe und die Stufe 4 vollkommen OK wäre. Mit Stufe 3 will ich mich dennoch nicht zufriedengeben, andererseits reizt mich der neue AG und die Stelle schon ein wenig. Oder lieber einfach abwarten und auf sich beruhen lassen.
Wenn du eine Zahl zwischen Stufe 4 und 5 genannt hast (sie aber entweder Stufe 4 oder Stufe 5 zahlen können und nichts dazwischen), dann kannst du natürlich denen mitteilen, dass du für die Stufe 4 kommen würdest, aber nicht für die Stufe 3.
Das kann denen bei ihren internen Abstimmungsprozessen durchaus helfen.

Wenn du nicht weißt, wann das letzte VG ist, was erwartest du dann von denen?
Wir informieren nach Abschluss der VGs spätestens am Folgetag die Platz 1 Kandidaten telefonisch über den Ausgang, je nach Lage auch Platz 2,3.

Am Ende müsse sie begründen können, warum sie dich mit Stufe 4 und nicht jemanden anderes mit Stufe 3 oder Stufe 1 nehmen, sprich der zweitbeste muss quasi ungeeignet sein.

Lars73

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #3 am: 03.06.2021 07:44 »
Am Ende müsse sie begründen können, warum sie dich mit Stufe 4 und nicht jemanden anderes mit Stufe 3 oder Stufe 1 nehmen, sprich der zweitbeste muss quasi ungeeignet sein.

Im Hinblick auf die Bestenauswahl halte ich einen solchen Maßstab weder für zwingend noch für geboten. Allerdings wird recht oft so verfahren. M.E. reicht ein (erheblicher) Qualitätsunterschied zum nächsten gereihten Bewerber aus.
Ansonsten bekommt der letzte gereihte Bewerber (nach Absage der anderen) wegen des dann bestehenden Personalgewinnungsproblem die Stelle für Stufe 6 ;-)
« Last Edit: 03.06.2021 07:58 von Lars73 »

Spid

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #4 am: 03.06.2021 07:58 »
Da der ausgewählte Bewerber einen grundrechtsgleichen Anspruch auf die Besetzung der Stelle mit ihm erlangt, bedürfte  es einer besonders starken Begründung, warum man die Stelle nicht mit ihm besetzt.

WasDennNun

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #5 am: 03.06.2021 08:09 »
M.E. reicht ein (erheblicher) Qualitätsunterschied zum nächsten gereihten Bewerber aus.
Genau. Bei zwei einigermaßen gleich geeigneten, verliert der teurere.

Newbie32

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #6 am: 03.06.2021 08:54 »
Ok. Vielen Dank für die ganzen Antworten. Das hilft mir schon Mal weiter. Bin mir trotzdem noch unsicher ob ich nachfassen soll (vor allem telefonisch?) und sagen soll, dass  die Stufe 4 OK wäre. Kommt finde ich generell immer nicht so gut.

Ich hätte mich bei dem Gespräch einfach stärker an den Stufen orientieren sollen. Ich konnte Sie ja auswendig. Habe dann aber leider eben nicht gesagt z. B. die Stufe 4 wäre OK, sondern einfach ein Gehalt genannt, welches OK wäre bzw. Zahl, der wir uns nähern sollten, als er mich fragte wo wir hinmüssen. Er hat es glaube ich so aufgefasst, dass das mein aktuelles Gehalt ist an dem wir uns orientieren können.

Meine Frage ist eben, ob so ein interner Abstimmungsprozess dann einige Tage dauert oder ob der Vorgesetzte das quasi gleich am gleichen Tag besprechen kann bzw. muss er das erst besprechen, bevor er mir quasi telefonisch mitteilt, dass ich der Wunschkandidat bin?

Ich hatte einfach das Gefühl, dass der Gesprächspartner wahrscheinlich im Gespräch gemerkt hat, dass ich zu teuer sein könnte und am Ende dann quasi wissen wollte was ich verdiene, denn von selber hätte ich es nie angesprochen. Ich kenne es so, dass der AG damit erst um die Ecke kommt, wenn er interessiert ist. Und kenn es halt auch so aus der Privatwirtschaft, dass man da wirklich handelt, wenn da die erste Zahl um die Ecke kommt. Sei es im VG oder im Gehaltsgespräch und mir war es einfach zuwider, die Stufe 3 ohne verhandelt zu haben, einfach so zu akzeptieren, aber wahrscheinlich muss man das im ÖD einfach, weil das die Leute Schlange stehen und man dann einfach den nächsten nimmt.
Zu den förderlichen Zeiten. In einem Monat hätte ich dann genau 6 Jahre, die man evtl. als förderliche Zeiten gelten lassen könnte. Das ist einfach die gesamte Berufserfahrung, die ich nach dem Studium gesammelt habe. 1 Jahr davon im eigentlichen Sinne wahrscheinlich fachfremd, aber trotzdem im kaufmännischen Bereich (Finanzen) und 5 Jahre davon im Einkauf, die sie mir scheinbar als einschlägige Berufserfahrung anrechnen lassen wollen.
Ist damit überhaupt die Stufe 4 drin?

Es handelt sich um eine sehr große Kommune, wenn das bei der Entscheidungsfindung hilft und ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie z. B. gestern noch weitere VGs hatten. Von der Bewerbung bis zum VG sind auch fast 2 Monate vergangen und der fachliche Vorgesetzte hatte sich ca. 2 Wochen nach der Bewerbungsfrist bei mir per Telefon gemeldet und gemeint, dass sie mich auf jeden Fall kennenlernen wollen, aber es leider mit den Einladungen zu dem VG länger dauert, weil sie ein technisches Problem haben. Eine Woche später kam dann die Einladung. Ist das die Standardvorgehensweise?

Auch waren nur ca. 40 Min für das Gespräch veranschlagt und es dauerte am Ende dann ca. 50 Min. Wie gesagt, ich hatte bis zu Gehaltsverhandlung einfach ein sehr gutes Gefühl und meine Frage ist eben, ob ich mich dadurch einfach schon komplett rausgekickt habe? Die Zahl war jetzt auch nicht so hoch, dass sie komplett aus der Gruppe gefallen ist, sondern eben nur ca. 1,5 Stufen höher. Viel weniger hätte ich nicht fordern können, sonst wäre es lächerlich geworden. Ich meine, hier geht es um ein paar hundert Euro im Monat. Es geht um die E11. Ich dachte, wenn sie einen wirklich wollen, dann sollte das kein Problem sein. Ich wäre mit Sicherheit auch gesprächsbereit gewesen, so dass man sich bei der Mitte trifft, aber er wollte das in der großen Runde einfach nicht klären, weil da auch zwei weitere Teammitglieder im Gespräch waren, nehme ich an. Ich hatte eben keine Chance nochmal über das Gehalt zu reden bevor sie sich entscheiden. So wussten sie nur, dass die Stufe 3 weniger ist als das was ich aktuell habe und nicht zu welchen Konditionen ich final anfangen würde.  Das hat er eben „abgewürgt“ mit der Begründung, wir reden nochmal, wenn es so weit ist. Die Chance, sich wirklich darüber zu unterhalten hatte ich eben nicht und das wurmt mich ein wenig. Ich konnte natürlich sagen, dass ich andere Vorzuge habe bei der Stelle ( Sicherheit, Gemeinwohl, kürzerer Pendelweg) und dass mir grundsätzlich bewusst ist, dass ich keine Gehaltssteigerung analog zur Privatwirtschaft erwarten kann, aber zumindest in dem Rahmen das erhalte was ich davor auch hatte.  Das konnte ich noch anbringen, bevor er mich quasi abgewürgt hat. Kann natürlich auch sein, dass ich überhaupt nicht in Frage komme und er deshalb darüber nicht reden wollte oder er wirklich nicht darüber entscheiden kann. Er hätte einfach sagen können. Vielen Dank für das Gespräch, aber wir können Ihnen nur die Stufe 3 anbieten und wünschen Ihnen noch alles Gute.  Dann wüsste ich wenigstens Bescheid und würde mir keine Gedanken mehr machen. Ich hatte schon einige VGs in der Privatwirtschaft und wenn man merkt die Vorstellungen gehen zu weit auseinander, dann wird das sofort im Gespräch klar uns man wünscht sich alles Gute. Hier hatte ich das Gefühl eben nicht, weil alle so schön am Ende bis bald gesagt haben. Meinungen?


Kann mir noch einer sagen, warum er die Tabelle bis April als Grundlage nimmt? Ist die Tabelle ab April nur vorläufig oder wie darf ich das verstehen?

Eukalyptus

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #7 am: 03.06.2021 09:01 »
Im konkreten Fall:

Natürlich benötigt der Arbeitgeber noch etwas Zeit, um zu klären ob eine höhere Bezahlung möglich ist, bzw. ob man dazu willens ist. Insofern abwarten.

Auch einen Anruf würde ich nicht machen, denn: Was genau der Arbeitgeber anbietet, unterliegt seinem Willensbildungsprozess. Ich vermute dass er zunächst die Bewerber reiht, und wenn du an der Spitze sein solltest, dir z.B. Stufe 4 oder eben auch nur Stufe 3 anbietet. Dann kannst du dich entscheiden. Er wird dich nicht von vorneherein aussortieren, weil die Gehaltsvorstellung etwas höher ist als das erste Gehaltsangebot.

Mach die über die Tabelle keine Gedanken, du bekommst die gültige Tabelle. Welche das zu diesem Zeitpunkt dann auch immer sein sollte.

Spid

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #8 am: 03.06.2021 09:10 »
Es gibt mehr als 10.000 kommunale AG höchst unterschiedlicher Art und Größe. Es gibt weder „den“ öD noch „die“ Privatwirtschaft - oder erwartest Du, daß Gas-Wasser-Scheiße-Röhrich und Volkswagen die selben Prozesse haben? Warum sollte das dann bei Köln und Hallenberg der Fall sein?

WasDennNun

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #9 am: 03.06.2021 09:11 »
Meine Frage ist eben, ob so ein interner Abstimmungsprozess dann einige Tage dauert oder ob der Vorgesetzte das quasi gleich am gleichen Tag besprechen kann bzw. muss er das erst besprechen, bevor er mir quasi telefonisch mitteilt, dass ich der Wunschkandidat bin?
Das ist ja in jeder Behörde durchaus anders.
Wie gesagt:
Bei uns findet direkt nach dem letztem VG eine Gespräch statt, in dem die Reihung festgelegt wird, die dann unverbindlich den Wunschkandidaten mitgeteilt wird.
Bis dann was offizielle kommt, dauert es aber diverse Tage (weil entsprechende Gremien sich offiziell dazu äußern müssen.)
Und wenn es um freiwillige Zusatzleistungen geht, dann ist da oftmals noch ein weitere Wasserkopp, der da seinen Senf zu geben muss.

Mit 6 Jahren förderlicher Zeit ist gerade so die Stufe 4 möglich, die Stufe 5 jedoch nicht.
Damit hat sich das auch erledigt.

Also abwarten. Entweder sie melden sich mit der Info:
Wir können ihnen nur Stufe 4 anbieten oder mit der Info wir können ihnen nur Stufe 3 geben.
Oder sie sagen: Wir haben einen besseren Kandidaten gefunden.

Newbie32

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #10 am: 03.06.2021 13:15 »
Es ist also nicht so, dass man sich mit einer höheren Gehaltsvorstellung gleich ins Aus schießt und es wird unabhängig davon bewertet wer die Nummer 1 ist? Oder schauen sie sich das Gesamtpaket an? Wenn da einer ist der zwar schlechter ist aber auch mit der Stufe 1 zufrieden ist, nimmt man lieber diesen Bewerber?

Kann jemand hier einschätzen wie viele sich auf so eine Stelle bewerben und wie viele eingeladen werden? Kann es also sein, dass sich die VGs über mehrere Tage ziehen? Es handelt sich um eine Stelle bei der Stadtverwaltung und die Stadt ist in den Top 20 der größten Städten in Deutschland.

Bastel

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #11 am: 03.06.2021 13:22 »
Es ist also nicht so, dass man sich mit einer höheren Gehaltsvorstellung gleich ins Aus schießt und es wird unabhängig davon bewertet wer die Nummer 1 ist? Oder schauen sie sich das Gesamtpaket an? Wenn da einer ist der zwar schlechter ist aber auch mit der Stufe 1 zufrieden ist, nimmt man lieber diesen Bewerber?

Kann jemand hier einschätzen wie viele sich auf so eine Stelle bewerben und wie viele eingeladen werden? Kann es also sein, dass sich die VGs über mehrere Tage ziehen? Es handelt sich um eine Stelle bei der Stadtverwaltung und die Stadt ist in den Top 20 der größten Städten in Deutschland.

Natürlich kann sich das über mehrere Tage hinziehen... Es kommt auch auf die Bewerberzahl an. Eventuell warst du ja der Einzigste? Oder es werden noch 20 Behinderte eingeladen... Alles ist möglich.


blondie

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #12 am: 04.06.2021 10:49 »
Ich habe für den Personalrat schon an Gesprächen teilgenommen, die über 3 Tage gingen. Dabei hatten sich 2 Bewerber kurzfristig krank gemeldet und diese wurden eine Woche später eingeladen. Ist nicht die Regel,aber passiert.

Newbie32

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #13 am: 04.06.2021 13:07 »
Gespräch war am Dienstag und gestern war hier noch ein Feiertag. D.h. dass ich noch keinen ne Rückmeldung habe, ist wahrscheinlich noch OK. Oder meint ihr es ist schon zu viel Zeit für eine Kontaktaufnahme verstrichen?
Ich mein, ich bereue es nicht so gehandelt zu haben.Ich hätte definitiv nicht zur Stufe 3 ja sagen können und wenn sie nicht bereit sind sich ein wenig zu bewegen und einfach nur friss oder stirb sagen, dann habe ich halt Pech gehabt.

Organisator

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Antw:Bewerbungsgespräch Gehaltsverhandlung
« Antwort #14 am: 04.06.2021 14:34 »
Oder meint ihr es ist schon zu viel Zeit für eine Kontaktaufnahme verstrichen?

Das kommt auf dein Bauchgefühl an. Ich habe von Zusagen am selben Tag gehört oder auch von Zusagen nach mehreren Wochen. Wenn du meinst mal nachfragen zu wollen, wird es dann wahrscheinlich der richtige Zeitpunkt sein.