Tarifverhandlungen und die Inflation

Begonnen von Emmi87, 01.10.2021 08:33

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

MalZu

Zitat von: BAT in 12.04.2022 09:58
Ja. Mietwohnungswohnungsbau ist in der Regel eine Umverteilung von Unten nach Oben. Warum dies im gesamten Parteiensprektrum immer noch als förderlich angesehen wird, ist mir ein Rätsel.

.... weil sonst Leistungserbringer nicht mehr investierern; und der "Staat" Mrd für Wohnungsbau "ausgeben" müsste!
Liebe Grüße!

TVWaldschrat

Zitat von: MalZu in 12.04.2022 10:17
Zitat von: BAT in 12.04.2022 09:58
Ja. Mietwohnungswohnungsbau ist in der Regel eine Umverteilung von Unten nach Oben. Warum dies im gesamten Parteiensprektrum immer noch als förderlich angesehen wird, ist mir ein Rätsel.

.... weil sonst Leistungserbringer nicht mehr investierern; und der "Staat" Mrd für Wohnungsbau "ausgeben" müsste!
Liebe Grüße!

Reden wir hier noch von Angestellten im öD?

BAT

Zitat von: MalZu in 12.04.2022 10:17

.... weil sonst Leistungserbringer nicht mehr investierern; und der "Staat" Mrd für Wohnungsbau "ausgeben" müsste!
Liebe Grüße!

Warum soll der Staat mein Eigentum bezahlen?

Organisator

Zitat von: BAT in 12.04.2022 10:25
Warum soll der Staat mein Eigentum bezahlen?

Weil er sich davon einen Gemeinwohlzweck verspricht, im konkreten Fall die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für Dritte.

BAT

Zitat von: Organisator in 12.04.2022 10:43
Weil er sich davon einen Gemeinwohlzweck verspricht, im konkreten Fall die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für Dritte.

Mieten ist nicht günstig im Vergleich zum Eigentum.

WasDennNun

Zitat von: BAT in 12.04.2022 09:58
Ja. Mietwohnungswohnungsbau ist in der Regel eine Umverteilung von Unten nach Oben. Warum dies im gesamten Parteiensprektrum immer noch als förderlich angesehen wird, ist mir ein Rätsel.
Ich wurde nicht gefördert von irgendeiner Partei.
Ich habe gekauft und vermiete (auf h4 Niveau). Ganz einfach.
Andere vermieten Fahrräder oder Autos.
Genauso ist ja das Angestellt sein eine Umverteilung von unten nach oben.

WasDennNun

Zitat von: BAT in 12.04.2022 10:47
Zitat von: Organisator in 12.04.2022 10:43
Weil er sich davon einen Gemeinwohlzweck verspricht, im konkreten Fall die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für Dritte.

Mieten ist nicht günstig im Vergleich zum Eigentum.
Eben und ich frage mich warum sich so viele Menschen für das Mieten entscheiden (insbesondere beim Zinsniveau in den letzten 15 Jahre)
Selbst jetzt kann man sogar in Berlin eine Eigentumswohnung erwerben, die nicht teurer ist als Mieten.
kA warum die Menschen diesen Schritt nicht gehen.

BAT

Zitat von: WasDennNun in 12.04.2022 11:15

Eben und ich frage mich warum sich so viele Menschen für das Mieten entscheiden (insbesondere beim Zinsniveau in den letzten 15 Jahre)
Selbst jetzt kann man sogar in Berlin eine Eigentumswohnung erwerben, die nicht teurer ist als Mieten.
kA warum die Menschen diesen Schritt nicht gehen.

Mieten ist ja nur finanziell günstiger. Rechtlich steht man als Mieter inzwischen besser da als so manch Eigentümer.

Wo soll es ein unten und oben bei Beteiligung von juristischen Personen geben?

Organisator

Zitat von: WasDennNun in 12.04.2022 11:15
kA warum die Menschen diesen Schritt nicht gehen.

Weil Eigentum bindet und Mehrarbeit bedeutet.
Als Mieter kann ich ganz schnell die Wohnung kündigen und mir was schöneres suchen, wenn z.B. das Umfeld nervt. Weiterhin muss ich mich um Instandhaltung und Reparaturen keine Gedanken machen sondern kann einfach nach dem Vermieter rufen.

Mieten ist also viel flexibler und komfortabler als kaufen.

BAT

Zitat von: Organisator in 12.04.2022 11:55

Mieten ist also viel flexibler und komfortabler als kaufen.

Und dieses Upgrade ist zumindest in Bezug auf Sozialleistungen bzw. der allgemeinen politischen Diskussion zu Bedarfen nicht mehr zu akzeptieren.

WasDennNun

Zitat von: Organisator in 12.04.2022 11:55
Zitat von: WasDennNun in 12.04.2022 11:15
kA warum die Menschen diesen Schritt nicht gehen.

Weil Eigentum bindet und Mehrarbeit bedeutet.
Als Mieter kann ich ganz schnell die Wohnung kündigen und mir was schöneres suchen, wenn z.B. das Umfeld nervt. Weiterhin muss ich mich um Instandhaltung und Reparaturen keine Gedanken machen sondern kann einfach nach dem Vermieter rufen.

Mieten ist also viel flexibler und komfortabler als kaufen.
Richtig, aber auf der anderen Seite sind Mieter wütend, wenn die Miete erhöht ist.
Oder beim Umzug die Mieten so teuer sind.

also Rosinenpickerei?

Was ich nur damit sagen wollte ist, das mindestens 80% der Mieter die darüber jammern, dass sie kein Eigentum haben, es alleinig ihrem Unvermögen oder Unwillen zuzuschreiben haben und nicht der böse Markt der Hauptgrund ist.

BAT

Zitat von: WasDennNun in 12.04.2022 12:04

Was ich nur damit sagen wollte ist, das mindestens 80% der Mieter die darüber jammern, dass sie kein Eigentum haben, es alleinig ihrem Unvermögen oder Unwillen zuzuschreiben haben und nicht der böse Markt der Hauptgrund ist.

Nein, das würde ich denen nicht - oder nicht zu großen Teilen - zurechnen. Der Markt ist gerade im Mietrecht so stark reguliert, das es kein Markt ist. Zudem der Erwerb von Eigentum auch seitens des Staates stark erschwert wird.

was_guckst_du

...ausserdem soll es Menschengeben die

a) sich schlicht  keine Immmobilie leisten können
b) sich bewusst gegen ein Immobilie entscheiden
c) durch Wechselfälle des Lebens (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Tod eines Familienangehörigen...) eine Immobilie verkaufen mussten

etc. etc..
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Organisator

Zitat von: WasDennNun in 12.04.2022 12:04
Richtig, aber auf der anderen Seite sind Mieter wütend, wenn die Miete erhöht ist.
Oder beim Umzug die Mieten so teuer sind.

also Rosinenpickerei?

Was ich nur damit sagen wollte ist, das mindestens 80% der Mieter die darüber jammern, dass sie kein Eigentum haben, es alleinig ihrem Unvermögen oder Unwillen zuzuschreiben haben und nicht der böse Markt der Hauptgrund ist.

Wer das eine will, muss das andere mögen ;)

Der "böse" Markt ist sowohl im Bereich Eigentum also auch im Bereich Miete "böse". Insofern ist das Gras immer grüner auf der anderen Seite...

BAT

#314
Zitat von: was_guckst_du in 12.04.2022 12:58
...ausserdem soll es Menschengeben die

a) sich schlicht  keine Immmobilie leisten können
b) sich bewusst gegen ein Immobilie entscheiden
c) durch Wechselfälle des Lebens (Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Tod eines Familienangehörigen...) eine Immobilie verkaufen mussten

etc. etc..

Wäre bloss die Frage, ob so etwas drei Generationen nacheinander der Fall sein kann/ sollte. (Erbrecht) ;)

Alles andere hat mit einem falsch positionierten Markt und Gesetzgebung zu tun.

Nach einer Trennung mangelt es
a) an genug kleineren Eigentumswohnungen/Häusern und
b) verlangt der Staat noch ausgebiegig Steuer auf der Suche nach neuem, adäquatem Wohnraum.