Autor Thema: Sozial und Erziehungsdienst/Kündigung der Tätigkeitsmerkmale  (Read 9305 times)

Gramusel

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Aus dem Vorhaben, sich um die Eingruppierungen (insbesondere der Sozialarbeiter) zu kümmern ist natürlich nichts geworden. Wie immer ist man mit großen Vorhaben in die Verhandlung gegangen und hätte wirklich etwas bewegen können, stattdessen gewährt man pauschal Zulagen und 2+2 Tage.

Mit der Überarbeitung der Eingruppierung war man offensichtlich überfordert.  :-\


P.S Das klatschen hallt noch in meinen Ohren!!!!  :) :) :)

kommunalbeamter91

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Was ein Unsinn. Die 180€ Zulage bringt mehr als jede Höhergruppierung von S11b nach S 14 oder von S 14 nach S15. Die Zulage, die Anpassung der Stufenlaufzeiten und die 2 Urlaustage sind ein besseres Ergebnis als jede normale Tarifrunde bisher alle zwei Jahre hervorbringt...

afo

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Für Leiter gibt es keine Zulage und die älteren, erfahrenen Kolleginnen unter den Leitern in Stufe 6 haben auch nix von kürzeren  Stufenlaufzeiten.

Sozialarbeiter

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Trotzdem stellt die Verkürzung der Stufenlaufzeiten eine erhebliche Verbesserung der Tabelle als Solche dar.
Ich kann da Kommunalbeamter91 zu zustimmen. Das Ergebnis ist mehr als Solide. +180€, +2 Urlaubstage, + schnelle Stufenaufsteige machen für viele Kollegen über die Jahre über zehntausend Brutto Unterschied aus.

kommunalbeamter91

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Meine Partnerin S14/2 im Jugendamt feiert das Ergebnis auf jeden Fall. Neben der regulären Tariferhöhung im April sind die 180 im Juli schon ein guter Inflationsausgleich. Sie war vorher bei einem kirchlichen Träger und ist jeden Tag froh, dass sie in den kommunalen Dienst gewechselt ist. 

Karachobob

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Moinsen, also ich bin geteilter Meinung und habe mir auch die ganzen Kommentare der Betroffenen z.B. bei FB durchgelesen. Klar ist, ein Großteil dieser Personen hat ein falsches Bild von dem was überhaupt in Betracht kommt zu verhandeln. Das liegt aber auch en der Kommunikation seitens Verdi. Wenn ich mit der Belastung argumentiere, dann ist sind Zulagen, schnellerer Stufenaufstieg keine Entlastung. Die Gegenargumentation, dass diese zusätzlichen Urlaubstage vom Rest der Belegschaft ja aufgefangen werden müssen was wiederum eine Belastung erzeugt, halte ich für legitim. Die Zulage ist natürlich Inflationsgefährdet, also jedes Jahr weniger wert.

Für mich persönlich sind 2+2 ohne Probleme umzusetzen und gefällt mir sehr gut, dass es eine Wahlmöglichkeit gibt. Ich hätte mir mehr Arbeitsbereiche unter dem Label "schwierige Tätigkeit" gewünscht, denn da gibts doch einiges mehr. Ich haatte mehr Hoffung bei der Anpassung der Stufenlaufzeit. Ich fürchte das ich persönlich davon nicht profitiere, was sich in ca. 4250€ brutto pro Jahr auswirkt.

Hat jemand Details zu diesem Punkt?
Es soll ja ab 10/2024 angepasst werden. Aktuell ist es so das wir 3 Jahre in Stufe 2 verharren (anstatt 2) und 4 Jahre in Stufe 3 (anstatt 3). Ich erreiche direkt Anfang 2024 die Stufe 5. wenn dann nun 10 Monate später die Anpassung greift, habe ich das so verstanden, dass sich nur etwas ändert, wenn diese 2 Jahre einen direkten Stufenaufstieg bewirken würden. Also ich bin in Stufe 5 "Wartejahr" 1 plus 2 Jahre ergibt nicht Stufe 6 (5 Wartejahre) also keine Auswirkung. Alles bleibt gleich. Oder kommen diese 2 Jahre dann als Wartezeit obendrauf, so dass ich also Stufe 5 bin und mich im 3. Jahr befinde und somit schneller in die Stufe 6 aufsteige.

daseinsvorsorge

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Aus dem Vorhaben, sich um die Eingruppierungen (insbesondere der Sozialarbeiter) zu kümmern ist natürlich nichts geworden. Wie immer ist man mit großen Vorhaben in die Verhandlung gegangen und hätte wirklich etwas bewegen können, stattdessen gewährt man pauschal Zulagen und 2+2 Tage.

Mit der Überarbeitung der Eingruppierung war man offensichtlich überfordert.  :-\


P.S Das klatschen hallt noch in meinen Ohren!!!!  :) :) :)

WAS FÜR EIN TOTALER QUATSCH !!! SozialarbeiterInnen und SoziapädagogInnen erhalten z.B in S 14/Sufe 2 fast 5 % mehr- selbst in S14/Sufe 6 sind noch 3,7%.Das Ziel, im TVÖD mit EG 10 gleichgestellt zu sein, ist für S12/S14 fast für alle Stufen erreicht und wird sogar teilweise mit bis zu € 100,- mehr übertroffen.

Vor dem Hintergrund, dass meiner Schätzung nach vielleicht 20% organisiert sind und während der Streiks ca. 90% lieber in den JÄ, in den Schulen, in den Beratungstellen etc geblieben sind und "brav" gearbeitet haben, ein unfassbar gutes Ergebnis.

Und die Tarifergebnisse für die nächste Runde im Januar 2023 kommen noch on Top drauf- SO WHAT ??