Tarifrunde 2023

Begonnen von Jeans, 23.09.2022 17:07

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Nichtsdestotrotz

Zitat von: MasterOf in 15.04.2023 10:32
Zitat von: Nichtsdestotrotz in 15.04.2023 10:24
Eine kleine Leseempfehlung für's WE.

https://www.dbb.de/artikel/einigungsempfehlung-der-schlichtungskommission.html

Finde das gar nicht schlecht. Fraglich, wie das auf uns Beamte übertragen wird.

Kann ich nicht nachvollziehen. Dir ist durchaus bewusst, dass lediglich eine Tabellenwirksame Erhöhung und diese auch erst im März 2024, greifen wird? Hinzu mit einer Laufzeit von 24 Monaten?

Beamtix

Und für die Beamten würde das sicherlich nicht mindestens 340 Euro bedeuten. Das kann dann wegen des Abtandsgebotes nicht übernomnen werden. Ohne tabellenwirksame Erhöhung wird eine amtsangemessene Alimentation allerdings noch weiter in die Ferne rücken und zwar für alle Beamte.

emdy

Zitat von: MasterOf in 15.04.2023 10:32
Zitat von: Nichtsdestotrotz in 15.04.2023 10:24
Eine kleine Leseempfehlung für's WE.

https://www.dbb.de/artikel/einigungsempfehlung-der-schlichtungskommission.html

Finde das gar nicht schlecht. Fraglich, wie das auf uns Beamte übertragen wird.

ACH DU SCHEIẞE!! Für Beamte heißt das 5,5% auf 24 Monate. Die 200 Euro sind ja nach BMI Logik nicht übertragbar. Der nicht tabellenwirksame Rest sind verpuffende Almosen.

Ozymandias

Und Pensionäre sehen von den 3000 Euro auch keinen Cent.
Alles sehr unbrauchbar für Beamte. Wird einem nichts übrig bleiben, als beim BVerfG zu betteln.

Beamtix

Also, das ist so nah an der Post, dass es für verdi annehmbar ist?
Für dbb kann es das eigentlich nicht sein. Aber BMI kann sich freuen.

TheBr4in

#1220
Davon ausgehend, dass es die Erhöhung sowieso erst später im Jahr gegeben hätte, ist das Verschieben auf März 2024 fast wurscht. Die Einmalzahlung gleicht die verspätete Erhöhung aus. Ja, das ist nicht schön. Aber wie ich schon X Mal vorgerechnet habe, ist eine späte "hohe" tabellenwirksame Erhöhung besser als eine frühe niedrigere.

Die Tabellenwirksamkeit hängt nicht vom Zeitpunkt ab. Wir gehen also mit dem Ergebnis in die zukünftigen Verhandlungen. Und da sind mir 10,5% ab 1.3.24 lieber als weniger Erhöhung schon in diesem Jahr.

Wenn Verdi noch mehr rausstreiken kann, sehr gern. Aber als Basis finde ich den Vorschlag nicht sooo schlecht.

Was die Übertragbarkeit angeht: ich denke kaum, dass der DBB einen Abschluss akzeptieren würde der in großen Teilen nicht übertragbar wäre. Zumal handelt es sich ja nicht um eine Mindesterhöhung, sondern um einen Sockelbetrag. Dadurch wird der Abstand nicht so sehr verdichtet wie bei ersterem. Die mindestens 340€ dürften zudem fast gar nicht zur Anwendung kommen.

Falls das genau so auf Beamte übertragen werden würde, sähe das so aus:

A6 Stufe 4
Ab 1.7.23
2.749€ brutto
2.361€ netto + 220€ Inflationsausgleich
2.581€ (+9,31%)

Ab 1.3.24
2.749€ brutto + 200€ = 2.949€
x 1,055
= 3.111€ brutto (+362€ / 13,17%) (ca. 2.615€ netto)

A10 Stufe 6
Ab 1.7.23
4.057€ brutto
3.246€ netto + 220€ IA
3.466€ netto (+6,8%)

Ab 1.3.24
4.057€ brutto + 200€ = 4.257€
x 1,055
= 4.491€ brutto (+434€ / 10,7%) (ca. 3.525€ netto)


A14 Stufe 4
Ab 1.7.23
6.015€ brutto
4.414€ netto + 220€ IA
4.634€ netto (+5%)

Ab 1.3.24
6.015€ brutto + 200€ = 6.215€
x 1,055
= 6.557€ brutto (+542€ / 9,00%) (ca. 4.700€ netto)

Max

Ich bin schockiert.

2021   Inflation 3,1%    Tariferhöhung 1,4%
2022   Inflation 7,9%     Tariferhöhung 1,8%
1. Quartal 2023   Inflation 7,4-8,7%   Tariferhöhung Null % für 2023

12345

Zitat von: emdy in 15.04.2023 10:50
Zitat von: MasterOf in 15.04.2023 10:32
Zitat von: Nichtsdestotrotz in 15.04.2023 10:24
Eine kleine Leseempfehlung für's WE.

https://www.dbb.de/artikel/einigungsempfehlung-der-schlichtungskommission.html

Finde das gar nicht schlecht. Fraglich, wie das auf uns Beamte übertragen wird.

ACH DU SCHEIẞE!! Für Beamte heißt das 5,5% auf 24 Monate. Die 200 Euro sind ja nach BMI Logik nicht übertragbar. Der nicht tabellenwirksame Rest sind verpuffende Almosen.

Würdest Du mir das bitte erklären, wieso der Sockelbetrag von 200 Euro nicht übertragbar wäre?  Hat das theoretisch was mit dem Abstandsgebot zu tun (das eh nicht eingehalten wird?

Max

Zitat von: TheBr4in in 15.04.2023 11:15
Falls das genau so auf Beamte übertragen werden würde, sähe das so aus:
A6 Stufe 4
= 3.111€ brutto (+13,17%) (ca. 2.615€ netto)

A10 Stufe 6
= 4.491€ brutto (+10,7%) (ca. 3.525€ netto)

A14 Stufe 4
= 6.557€ brutto (+9,00%) (ca. 4.700€ netto)

Der Bund kann doch die Unterschiede nicht noch mehr einebnen. Ich glaube eher,  dass der 200 Euro Sockel unter den Tisch fällt.

TheBr4in

Zitat von: Max in 15.04.2023 11:25
Zitat von: TheBr4in in 15.04.2023 11:15
Falls das genau so auf Beamte übertragen werden würde, sähe das so aus:
A6 Stufe 4
= 3.111€ brutto (+13,17%) (ca. 2.615€ netto)

A10 Stufe 6
= 4.491€ brutto (+10,7%) (ca. 3.525€ netto)

A14 Stufe 4
= 6.557€ brutto (+9,00%) (ca. 4.700€ netto)

Der Bund kann doch die Unterschiede nicht noch mehr einebnen. Ich glaube eher,  dass der 200 Euro Sockel unter den Tisch fällt.

Kannst Du ja glauben, aber das macht null Sinn, denn die mindestens 500€ waren auch vom DBB als Verhandlungsbasis ausgerufen. Insofern unterstellst Du, dass der DBB schon von vornherein mit einer nicht umsetzbaren Forderung in die Verhandlungen gegangen ist. Da der Sockelbetrag sogar weniger Einfluss auf die Abstände hat, da es noch eine relative Erhöhung on Top gibt, verstehe ich Deinen "Glauben" nicht.

Außerdem ist der Sockel integraler Bestandteil des Angebots. Ohne den Sockel macht das Angebot null Sinn. Und "einfach weglassen" ist ja nun komplett unrealistisch.

Beamtix

Ich verstehe nicht, warum die AGs angeblich 8% anbieten und die Schlichter 5,5% vorschlagen.

Hummel2805

An diesem Schlichterspruch seht Ihr, wie "krank" das System ist. Man ist nicht mehr in der Lage, einfache Tarifverträge auszuhandeln! Genauso wie beim AEZ, total Irre!

BVerfGBeliever

2018 gab es "individuelle" Erhöhungsbeträge für die TVöD-Entgeltgruppen. Diese wurden bei der Übetragung für die Beamten in eine einheitliche ("durchschnittliche") prozentuale Erhöhung umgerechnet.

Genauso könnte man es mit dem Sockelbetrag machen (Umrechnung in eine einheitliche prozentuale Erhöhung)..

frankeee85

Wenn der Bericht der BILD stimmt und für 2023 eine EZ vorgesehen wird + ab 2024 5,5% tabellenwirksame Erhöhung, mindestens aber 200€, ist das ein absoluter Skandal.

Wenn sich die Gewerkschaften auf ein schlechteres Angebot im
Schiedsspruch einlassen, dann ist jeder selbst Schuld, der noch Mitglied in den Gewerkschaften ist.

Etwas unverschämteres habe ich nicht gesehen!!!!

Beamtix

https://www.spiegel.de/wirtschaft/oeffentlicher-dienst-vor-deutlicher-tariferhoehung-a-5c7f71ef-1cc6-4376-a15f-71d6f5a6b9e3

Also bei der Inflation eine Erhöhung von 5,5 % in 2024 und nach 1,8 % in 2022 ist schlecht. Einfach schlecht.