neue Tarifrunde

Begonnen von KeuleMS, 23.01.2024 14:02

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

KlammeKassen

Zitat von: Lotte123 in 30.09.2024 13:51
was denkt ihr, wird der tarifliche Anspruch auf Altersteilzeit wieder eingeführt?

kann ich mir eigentlich überhaupt nicht vorstellen..... Personalmangel, die "Politik" will eigentlich, dass die Leute eher länger arbeiten (möglichst auch nach Renteneintritt), das wäre daher also komplett kontraproduktiv.

Vor allem am besten: Altersteilzeit + weniger Stunden bei krassem Personalmangel  :D

KlammeKassen

Zitat von: XLS in 30.09.2024 14:22
Zitat von: UNameIT in 30.09.2024 14:02
Zitat von: XLS in 30.09.2024 13:57
....ich schließe mich den meisten genannten Aspekten an, die auf eine Erhöhung der Entgeltzahlungen abzielen. Nur muss ich immer wieder betonen, dass es sich bei den zu verhandelnden Tabellenentgelten um "Bruttoentgelte" handelt, von deren Erhöhungen i. d. R. nur um die 50 Prozent netto tatsächlich bei uns ankommt. Die Gewerkschaften haben keinen Einfluss auf die Steuer- und Abgabenpolitik.

Fazit: Eine geringfügige Entgelterhöhung wird wahrscheinlich durch erhöhte Sozialausgaben  - drastische Erhöung KV bereits ab 2025 angekündigt, RV mittelfristig ebenfalls -  fast vollständig kompensiert, d. h. wir werden netto nicht mehr haben. Mich wundert es, dass darüber hier keiner diskutiert.

Wurde auf den letzten 196 Seiten schon mehrfach diskutiert. So oder so haben wir auf die Abgabenlast keinen Einfluss - aber sollte eine Erhöhung des Entgelds nicht mindestens (!!!) dem Betrag entsprechen, den man demnächst mehr abgeben muss? Nicht das am Ende weniger Netto rauskommt....

Wenn der Steuergrundfreibetrag zur Abmilderung der kalten Progression erhöht wird (meist im Januar), wird bei mir ein erhöhtes Nettoentgelt um die 20,00 Euro spürbar, d. h. man merkt es.

12.084 euro in 2025 sehr wahrscheinlich.
Kannst dir ja ausrechnen dann, wenn beispielsweise die KK um 0,6 und die PV um 0,2 prozent erhöht wird.

Aber ja,die Abgaben sind viel zu hoch. Die Diskussion fand hier lange genug statt.... insbesondere weil Beamte eben diese ganzen Sozialabgaben nicht haben, die immer weiter steigen werden.

CDU will sie angeblich begrenzen auf 40 %, wäre natürlich super, Frage ist natürlich, wie sich das finanzieren ließe

BAT

Zitat von: KlammeKassen in 30.09.2024 18:24

CDU will sie angeblich begrenzen auf 40 %, wäre natürlich super, Frage ist natürlich, wie sich das finanzieren ließe

Dass muss man nicht finanzieren, man das ausufernde System ausdünnen, von Mütterrente, Rente mit 63 und auch Lauterbachs neuen Ideen für neue KV - Leistungen. Da können wir locker weit runter mit den SV - Abgaben, man muss es nur wollen.

Und eine Arbeitszeitverkürzung hat zunächst nichts mit weniger Arbeit zu tun, das ist eine Effizienzfrage. Die würde  steigen durch weniger Wochenstunden.

FearOfTheDuck

Zitat von: XLS in 30.09.2024 13:57
....ich schließe mich den meisten genannten Aspekten an, die auf eine Erhöhung der Entgeltzahlungen abzielen. Nur muss ich immer wieder betonen, dass es sich bei den zu verhandelnden Tabellenentgelten um "Bruttoentgelte" handelt, von deren Erhöhungen i. d. R. nur um die 50 Prozent netto tatsächlich bei uns ankommt. Die Gewerkschaften haben keinen Einfluss auf die Steuer- und Abgabenpolitik.

Fazit: Eine geringfügige Entgelterhöhung wird wahrscheinlich durch erhöhte Sozialausgaben  - drastische Erhöung KV bereits ab 2025 angekündigt, RV mittelfristig ebenfalls -  fast vollständig kompensiert, d. h. wir werden netto nicht mehr haben. Mich wundert es, dass darüber hier keiner diskutiert.

Naja und nu? Wenn du sagen willst, dass eine geringe Entgelterhöhung zu wenig ist, geb ich dir recht. Dass sich Vater Staat Gedanken darüber macht, wie er uns tiefer in die Tasche greifen kann, ist klar. Insofern ist ihm zu raten, großzügiger zu geben, damit er auch großzügiger nehmen kann.

BAT

Der letzte Verhandlungspartner, dem man Vorwürfe machen könnte, ist der Staat. Im Gegenteil, viele Verbesserungen wurde von der Seite durchgesetzt und viele Verbesserungen scheiterten aber auch an Verdi.

Linde333

Nur so am Rande bei mir in Berlin, hängt Haushaltssperre für 2025 und 2026 aus. Also was heißt das ja richtig keine Tariferhöhung!

Linde333

Übrigens ich weiß nicht ob der GÖD Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen mit dem TVÖD verwandt sind falls ja. Dort wird die AZ von 40 auf 38 herabgesetzt und die Entgelte steigen zum 1.1.2025 um 5% und am 1.1.2026 um 3,5% vielleicht kann man diesen Tarifabschluss als Orientierung nehmen falls diese parallel verlaufen...

KlammeKassen

Zitat von: Linde333 in 30.09.2024 19:22
Nur so am Rande bei mir in Berlin, hängt Haushaltssperre für 2025 und 2026 aus. Also was heißt das ja richtig keine Tariferhöhung!

Nö, heißt es nicht. Da der Bund und die VKA sich nicht jeden einzelnen Haushalt angucken und gucken, ob einer der 17.567 Kommunen eine Haushaltssperre verhängt haben...... sorry, einfach nachdenken vorm Posten.

Tariferhöhungen sind zwangsweise umzusetzen, egal was der Haushalt sagt. Es ist im Übrigen auch so, dass eine Höhergruppierung stattfinden muss, wenn entsprechende Aufgaben übertragen werden; auch, wenn die Kassen klamm sind und keine Stelle im Stellenplan vorgesehen ist..... das sind alles keine Argumente.

Nicht umsonst führen höhere Personalausgaben aufgrund von Tariferhöhungen nicht zu einem Nachtragshaushalt (insofern es nicht noch weitere Abweichungen in den Planungen gibt).

eine komplette Nullrunde wird es definitiv nicht geben, da jetzt schon kein Personal mehr aufzufinden ist. Und sonst müssen unsere Kolleg*innen in den Kindergärten so lange streiken bis die Eltern und die Wirtschaft wirklich genug haben.

KlammeKassen

Zitat von: Linde333 in 30.09.2024 19:42
Übrigens ich weiß nicht ob der GÖD Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen mit dem TVÖD verwandt sind falls ja. Dort wird die AZ von 40 auf 38 herabgesetzt und die Entgelte steigen zum 1.1.2025 um 5% und am 1.1.2026 um 3,5% vielleicht kann man diesen Tarifabschluss als Orientierung nehmen falls diese parallel verlaufen...

Das ist Österreich  ;)

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 30.09.2024 18:56
Zitat von: KlammeKassen in 30.09.2024 18:24

CDU will sie angeblich begrenzen auf 40 %, wäre natürlich super, Frage ist natürlich, wie sich das finanzieren ließe

Dass muss man nicht finanzieren, man das ausufernde System ausdünnen, von Mütterrente, Rente mit 63 und auch Lauterbachs neuen Ideen für neue KV - Leistungen. Da können wir locker weit runter mit den SV - Abgaben, man muss es nur wollen.

Und eine Arbeitszeitverkürzung hat zunächst nichts mit weniger Arbeit zu tun, das ist eine Effizienzfrage. Die würde  steigen durch weniger Wochenstunden.

Übrigens: Schön, dass du wieder da bist  :D

Linde333

Ja leider kann man nicht in die Zukunft schauen, ich hoffe einfach 6% auf 2 Jahre.

XLS

Zitat von: FearOfTheDuck in 30.09.2024 18:57
Zitat von: XLS in 30.09.2024 13:57
....ich schließe mich den meisten genannten Aspekten an, die auf eine Erhöhung der Entgeltzahlungen abzielen. Nur muss ich immer wieder betonen, dass es sich bei den zu verhandelnden Tabellenentgelten um "Bruttoentgelte" handelt, von deren Erhöhungen i. d. R. nur um die 50 Prozent netto tatsächlich bei uns ankommt. Die Gewerkschaften haben keinen Einfluss auf die Steuer- und Abgabenpolitik.

Fazit: Eine geringfügige Entgelterhöhung wird wahrscheinlich durch erhöhte Sozialausgaben  - drastische Erhöung KV bereits ab 2025 angekündigt, RV mittelfristig ebenfalls -  fast vollständig kompensiert, d. h. wir werden netto nicht mehr haben. Mich wundert es, dass darüber hier keiner diskutiert.

Naja und nu? Wenn du sagen willst, dass eine geringe Entgelterhöhung zu wenig ist, geb ich dir recht. Dass sich Vater Staat Gedanken darüber macht, wie er uns tiefer in die Tasche greifen kann, ist klar. Insofern ist ihm zu raten, großzügiger zu geben, damit er auch großzügiger nehmen kann.

Was ich mit meinen Beiträgen zum Ausdruck bringen möchte: Die Forderung nach höheren Entgelten ist zwar berechtigt, aber zu einseitig. Für ein höheres Netto spielen weitere Einflussfaktoren eine wesentliche Rolle. Mehr Netto bekommen wir auch durch mehr Druck auf die Sozial- und Abgabenpoltitik, "richtiges" Wählen, Forderungen nach einer Bürgerversicherung / Einbeziehung aller in die KV, Mut zu Leistungseinschränkungen...

XLS

Zitat von: BAT in 30.09.2024 18:56
Zitat von: KlammeKassen in 30.09.2024 18:24

CDU will sie angeblich begrenzen auf 40 %, wäre natürlich super, Frage ist natürlich, wie sich das finanzieren ließe

Dass muss man nicht finanzieren, man das ausufernde System ausdünnen, von Mütterrente, Rente mit 63 und auch Lauterbachs neuen Ideen für neue KV - Leistungen. Da können wir locker weit runter mit den SV - Abgaben, man muss es nur wollen.

Und eine Arbeitszeitverkürzung hat zunächst nichts mit weniger Arbeit zu tun, das ist eine Effizienzfrage. Die würde  steigen durch weniger Wochenstunden.

....auch die von der CDU propagierte Begrenzung der Sozialabgaben auf 40 Prozent ist ein sinnvoller Ansatz, wird zwangsläufig mit Leistungseinschränkungen einhergehen. Finde ich aber ok, dem ausufernden System entgegen zu wirken. Denn die Begrenzung auf 40 Prozent heisst ja nicht, das SV System ganz abzuschaffen, sondern lediglich einzudämmen. Eine existenzielle Grundversorgung sollte auch mit 40 Prozent möglich sein.

NelsonMuntz

Zitat von: XLS in 30.09.2024 13:57
....ich schließe mich den meisten genannten Aspekten an, die auf eine Erhöhung der Entgeltzahlungen abzielen. Nur muss ich immer wieder betonen, dass es sich bei den zu verhandelnden Tabellenentgelten um "Bruttoentgelte" handelt, von deren Erhöhungen i. d. R. nur um die 50 Prozent netto tatsächlich bei uns ankommt. Die Gewerkschaften haben keinen Einfluss auf die Steuer- und Abgabenpolitik.

Fazit: Eine geringfügige Entgelterhöhung wird wahrscheinlich durch erhöhte Sozialausgaben  - drastische Erhöung KV bereits ab 2025 angekündigt, RV mittelfristig ebenfalls -  fast vollständig kompensiert, d. h. wir werden netto nicht mehr haben. Mich wundert es, dass darüber hier keiner diskutiert.

Weil das keine tariflichen "Probleme" sind.

Ohne Tariferhöhungen entstünden jedoch bei steigenden SV-Beiträgen nominal sinkende Einkommen, deren Realwert durch die Teuerung zusätzlich geschmälert wird.

... Ich finde es durchaus faszinierend, wie manche das schelmisch sogar begrüßen, weil sie dem "gierigen Staat" z.B durch AZV hier ein weiteres Schnippchen schlagen ;)

ElBarto

Zitat von: XLS in 30.09.2024 20:24
Zitat von: BAT in 30.09.2024 18:56
Zitat von: KlammeKassen in 30.09.2024 18:24

CDU will sie angeblich begrenzen auf 40 %, wäre natürlich super, Frage ist natürlich, wie sich das finanzieren ließe

Dass muss man nicht finanzieren, man das ausufernde System ausdünnen, von Mütterrente, Rente mit 63 und auch Lauterbachs neuen Ideen für neue KV - Leistungen. Da können wir locker weit runter mit den SV - Abgaben, man muss es nur wollen.


Und eine Arbeitszeitverkürzung hat zunächst nichts mit weniger Arbeit zu tun, das ist eine Effizienzfrage. Die würde  steigen durch weniger Wochenstunden.

....auch die von der CDU propagierte Begrenzung der Sozialabgaben auf 40 Prozent ist ein sinnvoller Ansatz, wird zwangsläufig mit Leistungseinschränkungen einhergehen. Finde ich aber ok, dem ausufernden System entgegen zu wirken. Denn die Begrenzung auf 40 Prozent heißt ja nicht, das SV System ganz abzuschaffen, sondern lediglich einzudämmen. Eine existenzielle Grundversorgung sollte auch mit 40 Prozent möglich sein.


Wenn es etwas gibt wo die ausgezahlten Leistungen gesteigert werden sollten dann bei Rente und Pflege.
Ein weiteres Absinken des Rentenniveaus würde nur bedeuten es gibt noch mehr Rentner mit zuwenig Geld um selbst über die Runden zu kommen, ergo muss der Staat einspringen. Dabei wird über eine Leben geschaffenes Vermögen vernichtet genau wie durch die überzogenen Pflegekosten.
In KV hingegen zahlt man monatlich einen beachtlichen Batzen, hat aber dafür die meiste Zeit kaum Gegenleistung, schlechten Service und lange Wartezeiten.

Interessant wäre was passiert wenn man die private KV abschafft und alle in die gesetzliche einzahlen.
Gleichzeit das Beamtentum nur noch auf Gericht und Blaulicht sowie besonders schützenswerte Positionen begrenzt und insgesamt den Verwaltungs- und Staatsapparat soweit zusammenstutzt das die freiwerdenden Kapazitäten in die freie Wirtschaft gehen und dort tatsächlich zum Wohlstand beitragen.

Für die kommenden Verhandlungen würde ich aber folgendes wünschen: Kürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 h und 2,5% mehr Lohn ab 01.02.25 und 2,5% mehr Lohn ab 01.02. 26.