Abzug Besoldung Mai 26

Begonnen von Versuch, 20.04.2026 12:26

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Feeble

Bei mir gab es auch Abzüge. Grund dafür ist, dass ich den Beitrag für die private KV und die PV einmal jährlich zahle und zwar immer im Oktober. Die KV meldet nun rückwirkend ab Januar die Beiträge von 0 Euro an ELSTaM, weil da ja kein Geld geflossen ist. Das Bundeszentralamt für Steuern hat das so in einem Handbuch festgelegt.
Schöner Mist: Das Geld für die Beiträge ist weg und die Steuerersparnis gibt es erst mit erheblicher Verzögerung (einen Teil im Oktober 2026, da wird dann der volle Beitrag für 2027 von der KV gemeldet, den Rest mit der Einkommensteuererklärung für 2026).

Versuch

Das könnte die Begründung sein:

Denn das hatte ich auch vorbezahlt... Schon 2024 für 3 Jahre... Normalerweise ändert das für das laufende Jahr nicht, da es einen Pauschbetrag gibt.
Jetzt kommt dieser erst über die Steuererklärung für 2026,also 2027, zurück? Und man verliert da nix?
Ist allerdings happig.
Bei der Anzahlung würd dann zukünftig gleich viel mehr zurückkommen...

Gleichzeitig Mist, wenn es das ist und zudem steht in der Besoldung weiterhin der gleiche Betrag bei KV.

Feeble

Im Endeffekt verliert man zwar nichts, da es dann mit der Steuererklärung wieder reinkommt, aber m. E. ist diese Vorgehensweise dennoch nicht korrekt. Der PKV-Beitrag soll ja deshalb jeden Monat berücksichtigt werden, damit man erst gar keine Steuern für Einkommensteile zahlen muss auf die keine Steuern fällig werden und sich das Geld nicht erst über die Einkommensteuererklärung wiederholen muss. M. E. verstößt das auch gegen die Steuergerechtigkeit, denn nur weil man seine Beiträge im Voraus bezahlt, kann es ja wohl nicht sein, dass man dann die Steuerermäßigung später kriegt. Ich werde heute mal das Bundeszentralamt für Steuern anrufen. Die haben die Art der Meldung, den die KVen nun praktizierten, in ihrem Handbuch so festgelegt.

Landesdiener

Ich habe eine Antwort vom LBV erhalten: tatsächlich liegt es an den Krankenkassenbeiträgen. Angeblich wurde hier seitens der PKV rückwirkend für die Monate Januar und Februar etwas angepasst. Ich zahle meinen Beitrag im März und Änderungen – Erhöhungen – kommen immer zum 01.03. Dem muss ich mal bei der PKV nachgehen, vor allem, wie es bei einer Beitragserhöhung zu einer zu einer Steuernachzahlung kommen kann. Das müsste doch eher eine Erstattung auslösen.

Landesdiener

Ich habe nachgeschaut. Die PKV meldete bei mir dreimal Daten ans Finanzamt:
1. Januar bis Dezember für alle Monate gleicher Betrag (Meldung Ende 2025)
2. Januar und Februar alter Betrag, März bis Dezember erhöhter Betrag (Meldung im Februar 2026)
3. Januar und Februar Null, März bis Dezember wie zuvor (Meldung im April 2026) >> deshalb die Nachforderung

Die ersten beiden Meldungen kann ich nachvollziehen und halte ich für richtig, die dritte ist aber in meinen Augen (inhaltlich) Unsinn. Dem oben zitierten Handbuch (Link) konnte ich jedoch in den Nummern 36 bis 40 entnehmen, sofern ich das richtige gefunden habe, dass Zahlungen tatsächlich dem Monat zugeordnet werden sollen, in dem sie geleitet wurden und nicht auf die Monate verteilt werden.

Feeble

Genau, die PKV meldet das wie im Handbuch beschrieben. Ich habe mit dem Bundeszentralamt für Steuern Kontakt per E-Mail aufgenommen, weil ich diese Vorgehensweise nicht für korrekt halte. Automatische Rückantwort: Wegen vieler Anfragen kann es dauern. Übrigens hatten die PKVen gegen dieses Verfahren im Vorfeld auch Bedenken geäußert, hat aber das Bundeszentalamt nicht interessiert.

Ozymandias

Da dürfte dann vorerst nichts zu machen sein.
Falls Liquidität fehlt ist die Alternative Antrag auf Lohnsteuerermäßigung wegen anderer Werbungskosten etc.

Landesdiener

Was ich aber nicht verstehe (nach Lektüre des Handbuchs): warum wird dann nicht der komplette Vorauszahlungsbetrag dem Monat der Zahlung zugerechnet, sondern mit 10/12 auf das restliche Jahr verteilt? Sind die Null-Monate dann nur, weil das Verfahren neu ist und der Betrag für diese Monate bereits 2025 bezahlt wurde? Das würde heißen, dass ich 2027 in jedem Monat einen Anteil angerechnet bekomme (2/12 von 2026 im Januar und Februar 2027 und 10/12 von 2027 ab März)?

Fee

Zitat von: Feeble in 25.04.2026 06:24Genau, die PKV meldet das wie im Handbuch beschrieben. Ich habe mit dem Bundeszentralamt für Steuern Kontakt per E-Mail aufgenommen, weil ich diese Vorgehensweise nicht für korrekt halte. Automatische Rückantwort: Wegen vieler Anfragen kann es dauern. Übrigens hatten die PKVen gegen dieses Verfahren im Vorfeld auch Bedenken geäußert, hat aber das Bundeszentalamt nicht interessiert.

Hallo, bei mir ist es das Gleiche (Jahrezahlung im Sep 25, Jan/Feb durch die Meldung meiner PLV an das Zentralamt erst einmal Vorsteuerabzug entsprechend meiner korrekten Basiswerte, dann Erhöhung der Beiträge meiner PKV zum März 26, aber gleichzeitig eine aktualisierte Meldung an das Zentralamt. Mit Meldung, dass Jan/Feb 0,- Euro geflossen sind. Demzufolge hat meine Dienststelle die Besoldung ,,korrigiert", so dass ich im Mai über 300,- weniger ausbezahlt bekommen habe 😟
Anruf bei Dienststelle: ich soll mich an PKV wenden, Anruf 1 bei PKV: sie haben korrekt gemeldet, die Dienststelle macht was falsch. Anruf 2 bei PKV: es wird der Betrag des geflossenen Geldes für den jeweiligen Monat gemeldet.
Die unterlassenen Vorsteuerabzüge gibt es bei der nächsten Steuererklärung zurück.
Mein Fazit: ich habe jetzt ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt eine monatliche Zahlung bei meiner PKV vereinbart, da ich keine Lust mehr habe, dem Staat einen Kredit zu gewähren, bis die Steuererklärung im Folgejahr bearbeitet sein wird.
Die 4%Skonto wie bei der Jahreszahlung der PKV erhalte ich dann nicht mehr, aber das ist mir dann auch egal.
Psychologisch fand ich es schon doof, die Angestellten erhielten bereits die Lohnerhöhung, der Sprit wurde teurer, und ich hab deutlich weniger Geld auf dem Konto als üblich...
Ja, das ist Jammern auf höchstem Niveau, but just my 2 cents 😉

Feeble

Ehrlich gesagt seh ich gar nicht ein, dass ich auf monatliche Zahlungen bei der PKV umstelle und meinen Rabatt (im Jahr immerhin 150 Euro) verliere. Das Bundeszentralamt für Steuern hat leider noch nicht geantwortet. Ich denke da fragen jetzt Viele zu dem Thema nach.

Landesdiener

Ich warte in der Sache auch erstmal ab. Die X % Rabatt, die man durch Vorkasse erhält, müsste man erst mal wieder rein bekommen.

LehrerBW

Bietet die Debeka das mit dem Rabatt auch an wenn man im voraus bezahlt?
Da kommt dann doch direkt der Schwabe in mir durch  ;D

Feeble

Soweit ich weiß, gibt es bei der Debeka keinen Rabatt.

Feeble

Das Bundeszentralamt für Steuern hat mir geantwortet. Es ist genauso wie hier beschrieben. Wird der Beitrag im Voraus bezahlt, wirkt er sich nur in diesem Monat steuermindernd aus. Die übrigen Monate wird von der PKV 0 Euro gemeldet.
Reicht die Steuer in diesem Monat nicht aus, um den kompletten Beitrag zu berücksichtigen, muss man darauf vertrauen, dass der Dienstherr einen Lohnsteuerjahresausgeleich macht bzw. sich die zuviel gezahlten Steuern über die Einkommensteuererklärung zurück holen. 
Ich schreibe jetzt an das Bundesministerium für Finanzen. Ich finde das Verfahren ist eine echte Frechheit.
Bevor diese automatische Meldung kam, habe ich ja auch im Voraus bezahlt und trotzdrm vom der PKV eine Bescheinigung über monaltiche Beiträge bekommen, die beim Deinstherrn vorgelegt und meinen Steuerabzug erhalten.

Schmitti

Das passt allerdings doch auch wieder nicht zu den hier an mehreren Stellen genannten Bescheinigungen, wonach nur die Monate, für die man im letzten Jahr schon den Beitrag im Voraus gezahlt hat, mit "0" angegeben werden, die Beitragszahlung in 2026 allerdings dann auch wieder auf die Folgemonate verteilt wurden, und eben nicht der komplette Jahres- oder Halbjahresbeitrag nur in 1 bzw. 2 Monaten.