[Allg] Nach Amtsarzt-Besuch wird nicht umgesetzt, was empfohlen wurde

Begonnen von Jimbo, 02.12.2025 08:44

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Schmitti

Mein Eindruck ist, dass hier auch der Amtsarzt Mist gebaut hat. Oder mir fehlt da ein Stück Phantasie. Wieso ist das Erbringen einer Arbeitsleistung X am Dienstort nicht möglich, aber wenn man zu 70% im Homeoffice sitzt soll es plötzlich möglich sein? Bei aller Euphorie der letzten Jahre pro Homeoffice: Das ist doch Nonsens. Wenn die Arbeitsleistung in Vollzeit, und dabei 70% im Homeoffice möglich ist, herrscht in diesem Home eine (mehrere) Rahmenbedingungen, die am Dienstort nicht gegeben sind - und dann sind genau diese Rahmenbedingungen zu schaffen. Oder man kann sie dort nicht schaffen, dann ist auch das ein Dienstherrenproblem. Aber ärztlich verordnetes HomeOffice als Lösung für irgendwas, das ist doch nun wirklich Quatsch.

Jimbo

Dabei geht es vorwiegend darum, dass mich die Arbeitssituation durch Mobbing und den Druck stark belastet und zu einer Depression geführt hat. Dies festgestellt von der Ärztin und von der Amtsärztin dann mit mir so vereinbart, dass ich überwiegend das Homeoffice nutze um Abstand zu bekommen. Außerdem darum, dass ich bei starken Schmerzen im schlimmsten Fall Tilidin nehmen muss. Das würde bedeuten 3 Tage kein Auto mehr fahren oder versicherungstechnisch, wenn etwas passiert, am Ars*h. Um dem vorzubeugen soll lediglich die Möglichkeit hierzu geschaffen werden dass ich dann von zuhause aus arbeiten kann.

Es ist allerdings auch so, dass durch die e-Akte Druckaufträge nicht mehr oft vorkommen und die, die gedruckt werden müssen, können am nächsten Tag der örtlichen Arbeit aus dem Drucker genommen und eingetütet werden. Das ist in anderen Abteilungen oder Behörden sicher anders und unterschiedlich, aber ich habe dahingehend eben die Möglichkeit nahezu alles elektronisch zu machen und kein Publikum.

Bei einem Job als Briefträger würde ich mir diese Möglichkeit auch gar nicht einbilden. Bei meinem jetzigen schon.

Schmitti

Ok, das mit dem Tilidin ist verständlich. Das Teufelszeug kenne ich auch schon.
Den Abstand zum Mobbing sehe ich aber weiter kritisch. Du siehst die Ar***l***er auf der Arbeit halt nicht mehr, aber sind sie wirklich weg? Ändern sie ihr Verhalten? Oder kriegst du es online, in den 30% Präsenz oder sonstwie weiter ab?
Als Arzt sollte man auf Ursachenbekämpfung hinwirken, nicht nur an Symptomen rumdoktorn.