modulare Qualifizierung Qe. 3

Begonnen von DJ91, 15.12.2025 16:06

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DJ91

Hallo,

ich interessiere mich für die modulare Qualifizierung in die 3. Qe.

So wie es aussieht kann es nächstes Jahr starten und ich würde gerne ein paar Erfahrungen hören um zu wissen worauf ich mich einlasse. Vielen Dank schonmal.

Grüße

Daniel

untersterDienst

Grüß Dich,

tja worauf lässt man sich ein?
Hm, wenn es etwas konkreter wäre, könne ich gerne antworten.

VG

Behördenmaus

Hallo,
ich bin auch für einige Module der MQ dieses Jahr angemeldet. Infos zur dann folgenden mündlichen Prüfung und dem benötigtem Wissensstand wären schön. Außerdem frage ich mich wie viele Teilnehmer so in einem Modul jeweils sind?

untersterDienst

Die Teilnehmerzahl ist wie in der BVS üblich, i.d.R. sind die Module ausgebucht.

Landsknecht

2 Fächer werden in der mündlichen abgefragt, i. d. R. erfährt man ca. 2 Wochen vorher, welche Fächer geprüft werden. So war es jedenfalls bei mir.

Shuffle

Mich würde interessieren, was ist es insgesamt an Lern- und Arbeitsaufwand? Ich bin nicht mehr gaaaanz jung und somit mit den typischen familiären Verpflichtungen der Lebensmitte versehen, wenn ich mir die Kollegen, die den BL2 machen ansehe, denke ich, daß ich diesen Lernaufwand mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ohne weiteres erbringen könnte, kann man das ins Verhältnis setzen? Ich überlege insgesamt, ob ich es machen soll, in meinem derzeitigen Tätigkeitsbereich wäre noch eine A10 drin, ich habe A9Z also finanziell nur wenig Fortschritt, ich hänge aber auch an meiner Tätigkeit, Wechsel zu einem anderen Dienstherren wäre natürlich möglich, aber da ich definitiv keine 30 mehr bin, wird man da als Beamter auch oft nicht mehr so ohne weiteres genommen!

untersterDienst

Wir hatten ein relativ hohes Durchschnittsalter, wenn man die gesamten Module zusammennimmt. Klar gab es einige junge, die die Mindestwartezeit gerade so erfüllten, aber keine Sorge. Hier hilft auch die, i.d.R. gut und vor allem selbst zu planende zeitliche Gestaltung. In der Mindestzeit ist es wohl möglich, aber auch nicht sinnvoll. Persönlicher Rat: Mach es! Weil es Dir persönlich sehr viel bringen wird! Das hätte ich nicht gedacht, aber: Ja! Wenn Du die Möglichkeit hast, mach es, nicht wegen der wenigen € mehr, die sind in Deinem Falle wirklich vernachlässigbar, aber der Mehrwert wird sich auf jeden Fall einstellen. Ich kenne niemanden der rückblickend die mQ nicht noch einmal machen würde. Lass Dir genügend Zeit zwischen den Modulen, knüpfe Kontakte und fange mal schon an das fachliche, anhand der Module zu erarbeiten, viele haben hierzu, wie ich die Lehrbriefe der BVS genutzt. P.S. Bin kein Mitarbeiter der BVS - Werbeabteilung ;-) Aber das war wirklich gut. Orga usw. brauchen wir nicht reden, telefonische Auskünfte ... ect...

Allgäuer

Ich kann untersterDienst nur zustimmen! Wenn Du die Möglichkeit hast, auf jeden Fall machen! Die Lerninhalte sind (meist) richtig gut und man kann auch, z.B. im Didaktik-Seminar, was für sich selber mitnehmen. Bei uns im techn. Dienst gab es eine Prüfung. Das war eine Woche in Präsenz mit anschließender mündl. Prüfung. Die Themen gingen genau um das, was in dieser Woche besprochen wurde. Natürlich habe auch ich in der Woche gut gelernt, aber die Prüfer waren alle sehr nett. Und solltest Du doch mal falsch abgebogen sein, führten uns die Prüfer gekonnt wieder auf den richtigen Weg. Durchgefallen ist bei uns keiner. Ein Prüfer meinte mal: Durch die Zulassung zur modQ seit ihr bereits qualifiziert für die nächste Laufbahn - habt Euch also schon im Vorfeld bewiesen! Die Prüfung stellt nur eine Kür dar, in der keiner einem Steine in den Weg legen möchte...

Und sieh´s mal so: Du bist dann im geh. Dienst! Kannst dich also auch wieder auf neue Stellen bewerben. Es muss nicht bei A10 Schluss sein (kommt natürlich auch auf dein Alter an).

Viel Erfolg!!!

untersterDienst

Bei uns sind durchaus nicht alle durchgekommen, dies sei noch angemerkt. Die Prüfung darf einmal wiederholt werden.

Shuffle

Danke schon mal für die Einschätzungen, das muß ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen, wie gesagt, im aktuellen Tätigkeitsbereich ist nur der SGL vergleichbar A11 und die Stelle ist langfristig besetzt mit jemandem, der jünger ist, Bereichswechsel wäre möglich, aber es gibt da nicht wirklich Bereiche bei meinem Dienstherren, die mich reizen würden und SGL in meinem Tätigkeitsbereich bei einem anderen Dienstherren wäre denkbar, wenn mal etwas frei werden würde, dann kann ich aber natürlich auch nicht sofort nach Abschluß wechseln und den 5er hab ich dann doch schon vorne! Wie lange habt ihr denn gebraucht von Anfang bis Ende? Und wie oft ist man dann im Schnitt auf Lehrgang/Veranstaltung, also pro Woche? Beim BL2 sind das ja im Regelfall mehrere Tage pro Woche und Schulblöcke.

untersterDienst

Shuffle, also: Wenn ich so an meine modulübergreifenden Mitstreiter denke, haben sehr viele gewechselt oder "sind gehalten worden" den Zeitaufwand kannst Du Dir für die Präsenzen von der Modulübersicht ansehen, bis auf den Prüfungslehrgang sind es i.d.R. 3 Tage, je Modul. Wie Du Dir die legst bleibt Dir überlassen, aber auch hier solltest Du Dir schon Gedanken machen, welches Modul Du wann vor dem Abschlusslehrgang nimmst um dieses Thema noch frischer in Erinnerung zu haben, so war meine Herangehensweise, andere haben das ganz anders gemacht. Zum gesamten Zeitrahmen: Mindestens sechs Monate, dies ist sicherlich bei konsequenter Belegung der Module möglich, aber sinnvoll? Muss jeder selber entscheiden, man hat ja auch Familie, Urlaub ect. darum dürfte ein realistischer Zeitrahmen von 8-14 Monaten doch alle Varianten abdecken um sich selbst nicht so unter Druck zu setzen und dennoch fokussiert die Maßnahme erfolgreich abzuschließen. Nur Mut, den größten Nutzen hast Du selbst, auch ohne Dipl. ;-)

Meier123

Ich kann von der ModQ für die 4. QE berichten. Die Module haben sich bei mir über einen Zeitraum von 2 Jahren gezogen. Entscheidend ist der Stoff des Abschlussmoduls, welches mit einer mündlichen Prüfung endet. Für dieses Modul habe ich ca. 1 Jahr vorher mit der Vorbereitung angefangen. Es ist recht hilfreich, wenn man bereits im Vorab an die Unterlagen des Abschlussmoduls kommt und sich gezielt darauf vorbereiten kann. Mittlerweile sind ja viele Themen auch im Internet verfügbar und auch bei YouTube abrufbar. Hinsichtlich des Aufwands habe ich 1-2x im Monat an einer Abendvorlesung teilgenommen und mir hin und wieder an einem Wochenende mal ein paar Stunden freigeschaufelt, mir den Stoff des Abschlussmoduls vorher angeschaut und viele Definitionen auswendig gelernt. Man merkt auch beim Lernen, dass man nicht mehr der Jüngste ist... Im Nachgang bereue ich nicht, dass ich diese Entscheidung getroffen habe auch wenn ich vielleicht nicht zugesagt hätte, wenn ich gewusst hätte mit welchem Aufwand dies verbunden ist. Man lernt viele interessante Menschen aus verschiedenen Fachbereichen kennen und kann sich hierüber gut vernetzen. Die ModQ befähigt ja vom Grundsatz für alle Ämter der nächsthöheren QE, insofern können sich ja auch im späteren Berufsleben noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten ergeben. Geschenkt bekommt man die Prüfung nicht, allerdings ist diese mit entsprechendem Einsatz und Interesse durchaus machbar. Ich kann also nur zuraten diesen Weg zu gehen. Falls das Alter dem Nickname zu entnehmen ist, bist du auch verhältnismäßig noch jung. Bei mir gab es auch einige Seminarteilnehmer mit Mitte 50. Wünsch dir eine gute Entscheidung und viel Erfolg bei der ModQ ;-)

Shuffle

Ok, kurz zusammengefaßt, realistisch betrachtet kann man mit ca. einem Jahr Dauer rechnen, wenn man nicht auf den Kopf gefallen ist, ist es gut machbar, der zeitliche Aufwand und die Abwesenheit vom Arbeitsplatz sind deutlich unterhalb derjenigen des BL2 angesiedelt. Das sind interessante Infos und hilft mir schon mal gut weiter!