PKV Beitrag Pensionäre

Begonnen von orangemitminze, 20.12.2025 22:43

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orangemitminze

Guten Tag zusammen,

ich bin seit 2024 Beamter und habe in diesem Zuge zur Debeka in die private Krankenversicherung gewechselt. Zu Beginn lag mein monatlicher Beitrag bei 313 €. Zum Januar 2025 wurde dieser auf 375 € erhöht. Nun überlege ich zur Barmenia zu wechseln. Bisher habe ich bei der Debeka keine Rechnungen eingereicht, dennoch eher schlechte Erfahrungen gemacht, da ich Informationen benötigt habe die mir einfach nicht zugesandt wurden nach mehrmaligen Anrufen und Mails (bin irgendwann persönlich zur Berater).

Sorgen bereitet mir jedoch, dass es bei der Barmenia und anderen Anbietern (mit Ausnahme der Debeka und der DBV) immer wieder neue Tarife gibt, die später geschlossen werden, sodass für diese keine Neuverträge mehr abgeschlossen werden können. Das würde bedeuten, dass die Versichertengemeinschaft innerhalb eines solchen Kollektivs im Durchschnitt immer älter wird. In der Folge steigt eher die Anzahl der erkrankten Personen sowie die Schwere der Erkrankungen, was wiederum zu höheren Kosten und Beiträgen führen kann.

Bei der Debeka hingegen befinden sich in meinem Kollektiv viel mehr Versicherte und dieses steht auch länger als bei anderen Anbietern für neue Verträge offen. Dadurch kommen regelmäßig junge und gesunde Versicherte hinzu, was die Krankheitsquote etc. und damit auch die Kosten eher niedrig hält.

Ist dieser Gedankengang korrekt? Falls ja, wie hoch sind die PKV-Beiträge für Pensionäre bei Versicherungen (Debeka und DBV ausgeschlossen)?

Vielen Dank schon mal vorab :)

Hortensie

Die Höhe der Beiträge hängt von den gewählten Tarifen ab. So pauschal lässt sich das mE nicht sagen bzw. vergleichen.

clarion

Jein,

Zunächst wird Dein Beitrag so kalkuliert, dass er bis Dein Lebensende stabil bleibt, sollte die Kosten in Deiner Kohorte der Versichertengemeinschaft genauso steigen wie bei Vertragsabschluss prognostiziert. Das wird jährlich nachkalkuliert und wenn bestimmte Grenzen gerissen werden, steigt der Beitrag.

Das Durchschnittalter deines Tarifes spielt eigentlich keine Rolle, weil man die Tatsache, dass jeder Versicherungsnehmer mit zunehmenden Alter  höhere Kosten verursacht schon bei Vertragsabschluss einkalkuliert. Insofern sind geschlossene eigentlich nicht auf Nachwuchs angewiesen.

Die Versichertengruppe in einem geschlossenen Tarif wird natürlich über die Jahre immer kleiner und werden immer empfindlicher für Änderungen. Nicht kalkulierte Kostensteigerungen verteilen sich auf immer wenige Versicherten.

Beispiel: Bei Vertragsabschluss hat man aber kalkuliert, dass nur x % der Versicherten, Medikamente im Wert von bis zu y Euro im Jahr brauchen, und dass die Medikamentenkosten über die Zeit mit einem durchschnittlichen Satz von z % pro Jahr steigen.  Wenn nun aber x, y oder z deutlich höher als angenommen sind, dann steigen die Beiträge und je weniger Versicherte umso höher. In kleinen bzw alten Kollektiven ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Kalkulation nicht passt.

Gewerbler

Als "Gegenhebel" ist es meines Wissens aber auch noch so, dass die Altersrückstellungen von (insbesondere durch Tod) ausscheidenden Personen dann dem Kollektiv zugute kommen. D.h., wenn Leute früher sterben als gedacht und vielleicht bis dahin weniger Kosten verursacht haben, stehen den anderen mehr Mittel zur Verfügung.

Alles in allem bräuchte man mal wieder eine zuverlässige Glaskugel  :)