Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion II

Begonnen von Rowhin, 16.01.2026 17:02

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

MoinMoin

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 10:59Das was Sie prophezeien, wünschen sich noch einmal die AGs. Diese wünschen sich weiterhin schwache Gewerkschaften, die aber tarifähig bleiben müssen.

Denn sonst gibt's bald keine Tarifverträge
mehr, auf die auch ca. 95% der Nichtorganisierten angewiesen sind, weil diese im Gegenteil zu Ihnen nicht selber verhandeln.
Die 95% sind nicht darauf angewiesen, sie werden vom AG dahin gedrängt, den Vertrag anzunehmen.
Und das besondere im öD ist, dass der AG idR verpflichtet ist diesen anzuwenden und keien Verträge zu machen, die über/außertarifliches Inhalte haben. Dass ist in der pW natürlich anders.

Wenn es keine Tarifverträge gäbe, dann müsste sich der öD-AG nicht mehr darauf zurückziehen und man könnte frei verhandeln. So kann man nur in dem Rahmen "frei" verhandeln, wie es die Gewerkschaft mit dem AG vereinbart hat.
Und hier kommt meine große Kritik an die Gewerkschaft, dass sie keine weiteren Spielraum zulassen will.


ZitatDas einzige, was ich daran kritisiere, ist dass man- warum auch immer - nicht selber verhandelt, das Angebot der AGs akzeptiert- dann aber auf die Gewerkschaften eindrischt. Das ist schon sehr frech
Wer keine Zulage/förderliche Zeiten ...  bekommt, der hat in der Tat kein "Recht" sich großartig über die Gewerkschaft aufzuregen, denn er könnte mehr Geld bekommen.

Wer durch die Gewerkschaft aber eingeschränkt wird in seinen Verhandlungsmöglichkeiten, der darf sich durchaus auch darüber aufregen.

Denn leider dürfen einige AGs nicht frei verhandeln.

Rowhin

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 10:59Das einzige, was ich daran kritisiere, ist dass man- warum auch immer - nicht selber verhandelt, das Angebot der AGs akzeptiert- dann aber auf die Gewerkschaften eindrischt. Das ist schon sehr frech

Zählt das nur für Kritik? Denn den Gedankengang mal umgedreht: wenn ich nicht für mich selbst verhandeln würde, sondern das Angebot der AGs akzeptieren würde, dann aber die Gewerkschaft lobe für einen guten Tarifabschluss, wäre das in Ordnung? Oder darf ich mir in Ihrer Überzeugung überhaupt keine Meinung bilden/diese kundtun?

Im Übrigen schließe ich mich dem Kommentar von MoinMoin auf der vorigen Seite vollständig an.

ignaz

Zitat von: MoinMoin in Heute um 10:41Du verkennst, dass diese Personen, mich eingeschlossen, sich nicht in einer Opferrolle befinden oder fühlen.
Das Opfer in einer Rolle bist leider eher du, der nicht aktiv um breiteren Rückhalt sorgt, sondern willige Mitstreiter vergrault.
Keine Sorge, genau das habe ich gemacht, in dem ich sowohl der Heeresleitung als auch den zukünftigen Mitarbeiter zeige, welches Gehalt sie zahlen/bekommen können.

Und nochmals, scheinbar liest du nicht verständig, wer sich hier zuletzt mit deinem Gerede auseinandergesetzt hat:
Du redest hier mit erfolgreichen Verhandlern, die mehr bekommen, als das tarifliche Minimum.

Während du nur bei deinem Minimumgehalt zu krebsen scheinst und dich darüber aufregst, dass unsereins die Gebaren der Gewerkschaften kritisieren.
Und offensichtlich unfähig bist für sich selber zu verhandeln, weil Papa Gewerkschaft macht es ja.

Ich persönlich werde weiterhin diesen Gewerkschaften nicht beitreten, solange sie massiv die Interessen meiner Zunft missachten und konterkarieren.
Ich werde weiterhin solidarisch streiken gehen (den Verdienstauswahl kann ich locker kompensieren) und "Menschenmasse" bei der Folklore generieren, auch wenn meine Interessen nicht vertreten werden.
Und ich werde weiterhin schlechte Tarifabschlüsse kritisieren, dabei aber eher die AG Seite als die Gewerkschaft im Fokus haben.

Tarifverträge haben nur einen Zweck: Sie sollen eine Untergrenze darstellen, die verhandlungsschwache Arbeitnehmer vor Ausbeutung etc. schützt.

Der Rest ist und bleibt immer den Vertragsparteien überlassen, egal ob Nichtorganisierte oder als GEwerkschaftsmitglied.

Ist dem so? Hat der TV-L oder das Land jemals diese Aussage getroffen, dass der Tarifvertag nur ein Minimum ist und grundsätzlich jeder Mitarbeiter dann frei seine Boni, etwaige Zulagen etc. einzeln vereinbart? Wüsste gerne wo das steht, zumal viele "Möglichkeiten" im TV-L, wie die Fachkräftezulage an maximal unsinnige Voraussetzungen angeheftet ist (Jobwechselabsicht mit klarem Gehaltsangebot o.Ä.).

Das hier stets ein wohlwollen des AG, der übergeordneten Behörde und etwaigen "Verfügungen" zu Zulagen, der Personalabteilung vor Ort und natürlich auch der finanziellen Ausstattung der einzelnen Behörde ein Hindernis darstellt, sollte jedem klar sein. "Reiche Behörde zahlt Zulagen für gleiche Arbeit, arme Behörde kann diese nicht zahlen? Alle sind aber beim gleichen AG (Land) angestellt und stellen Services für Bürger des Landes bereit?

Es kann auch nicht jeder seine Behörde fix mal eben wechseln, weil er dort statt einer e8 für gleichartige Aufgaben nun eine 9a erhält oder hier oder da eine Zulage absehbar oder einfacher einzufordern ist. Auch hier sollte der TV-L definitv nachbessern. Man sieht das auf den Karriereportalen häufig, dass für gleichartige Tätigkeiten in Übergeordneten Behörden oft mind. 1 EG besser gezahlt wird als der untergeordneten Behörde. Wie kommt das?

Schaut doch mal in die Konzerne IGM - da gibts auch eine normale Tabelle bis zur letzten EG, die ist Tarif und Minimum für den AG. Dann packt fast jeder Konzern (Autobauer, Flugzeuge, Haushaltsgeräte....) on Top eine konzernweite Tarifzulage, die bekommen aber nicht einzelne, die gerne Papier schwarz machen ,sondern ALLE in diesem Tarif.

Selbst im AT Bereich der Konzerne gibt es vordefinierte AT Gehaltsstufen und das man dort mit einer Tätigkeit vergl. gehobener Dienst/höherer Dienst im ÖD recht schnell reinkommt ist bekannt. Ingenieure, höhere Sachbearbeiter, Projektleiter (alles geh./höh. Dienst im ÖD) landen schnell mal bei AT.
Dementsprechend verdienen in diesen Konzernen aber alle mit gleichartiger Tätigkeit auch "fast" das gleiche.
Die Differenzierung erfolgt dann oft durch Zielvereinbarungen mit Bezug zur jährlichen Sonderzahlung (ob man z.B. nun 80% oder 120% der Sonderzahlung erhält.

Vielleicht ist es bei 5500€ Netto auch egal, ob der Nachbar am Tisch 5750€ Netto erhält. Was wissen wir schon davon...eine Sorge weniger für uns;)



Umlauf

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 09:50Jetzt schon der 2.Nichtorganisierte hintereinander, der endlich erkannt hat, für sich selber verhandeln zu müssen- anstatt in der Opferrolle auszuharren. Dazu Herzlichen Glückwunsch.

Ich fände es gut, wenn Sie das zu Ihrer Lebensaufgabe machen würden: Zeigen Sie dem Rest der Nichtorganisierten hier, wie man erfolgreich verhandelt anstatt das eigene Versagen auf Gewerkschaften abzuwälzen.

Und wieder ein Tritt in der Hintern der Organisierten. Danke für Nichts.

Desperado

Zitat von: Rowhin in Heute um 10:55Ist er leider. Teaser liest sich aber gut.

Könnte den Artikel hier zwar einfügen, aber das ist ja eigentlich in Foren nicht so gern gesehen.

MoinMoin

Zitat von: ignaz in Heute um 12:01Ist dem so? Hat der TV-L oder das Land jemals diese Aussage getroffen, dass der Tarifvertag nur ein Minimum ist
Ein Tarifvertrag ist immer das Minimum.
Zitatund grundsätzlich jeder Mitarbeiter dann frei seine Boni, etwaige Zulagen etc. einzeln vereinbart? Wüsste gerne wo das steht,
Es herrscht Vertragsfreiheit in Deutschland. Daher ist zunächst alles frei verhandelbar.
Allerdings ist der AG im öD nicht frei in dem was er machen darf. Daher ist er an tariflichen Regelung idR gebunden.
Sprich die tariflichen Regelungen sind sein Maximum, solange die TdL nicht andere aussertarifliche Dinge erlaubt.
Zitatzumal viele "Möglichkeiten" im TV-L, wie die Fachkräftezulage an maximal unsinnige Voraussetzungen angeheftet ist (Jobwechselabsicht mit klarem Gehaltsangebot o.Ä.).
Das sind selbst auferlegte Regel, die nichts mit dem Tarifvertrag zu tun haben.
Der AG kann über die Zulage frei verfügen. Er könnte die 16.5 jemanden geben, der einfach sagt: Mehr Geld oder ich gehe.
Nur wird er da dann uU vom Rechnungshof angepfiffen, dass er das Geld ohne Not raus haut. Daher haben die AG das Bedürfnis es zu dokumentieren und wollen Nachweise zum Lochen und Abheften haben.

ZitatEs kann auch nicht jeder seine Behörde fix mal eben wechseln, weil er dort statt einer e8 für gleichartige Aufgaben nun eine 9a erhält oder hier oder da eine Zulage absehbar oder einfacher einzufordern ist. Auch hier sollte der TV-L definitv nachbessern. Man sieht das auf den Karriereportalen häufig, dass für gleichartige Tätigkeiten in Übergeordneten Behörden oft mind. 1 EG besser gezahlt wird als der untergeordneten Behörde. Wie kommt das?
man ist weiterhin aufgrund seiner auszuübenden Tätigkeiten eingruppiert. Wenn also gleichartige Tätigkeiten unterschiedliche bezahlt werden dann
a) weil sie eben nicht 100% identisch sind.
b) ein Eingruppierungsirrtum vorliegt (bewusst oder durch eine falsche Rechtsmeinung des AGs)
Also auch hier wüsste ich nicht was da nachgebessert werden sollte.

ZitatSchaut doch mal in die Konzerne IGM - da gibts auch eine normale Tabelle bis zur letzten EG, die ist Tarif und Minimum für den AG. Dann packt fast jeder Konzern (Autobauer, Flugzeuge, Haushaltsgeräte....) on Top eine konzernweite Tarifzulage, die bekommen aber nicht einzelne, die gerne Papier schwarz machen ,sondern ALLE in diesem Tarif.

Ja, weil sie übertariflich bezahlen dürfen und nicht einen Rechnungshof im Nacken haben, bzw. als TdL Mitglied sich verpflichteten nicht übertariflich zu zahlen (wurde Berlin nicht mal deswegen ausgeschlossen von der TdL??)

Und nein: Auch dort gibt es Konzern/Standort weite einheitliche Zulagen aber natürlich auch individuelle Zulagen die einzelne ausgehandelt haben.


ZitatSelbst im AT Bereich der Konzerne gibt es vordefinierte AT Gehaltsstufen und das man dort mit einer Tätigkeit vergl. gehobener Dienst/höherer Dienst im ÖD recht schnell reinkommt ist bekannt. Ingenieure, höhere Sachbearbeiter, Projektleiter (alles geh./höh. Dienst im ÖD) landen schnell mal bei AT.
Und auch dort wird individuell feinjustiert, hier das Auto inkl. Benzinkarte für den Urlaub, dort ein variabler Gehaltsanteil.
ZitatDementsprechend verdienen in diesen Konzernen aber alle mit gleichartiger Tätigkeit auch "fast" das gleiche.
Die Differenzierung erfolgt dann oft durch Zielvereinbarungen mit Bezug zur jährlichen Sonderzahlung (ob man z.B. nun 80% oder 120% der Sonderzahlung erhält.
Hier widersprichst du dir selbst.
Alle fast gleich und dann doch individuell.
Also ich weiß aus diversen Konzernen, dass das "fast gleich" auf dem Papier steht, was das Basis Einkommen angeht. Und dann sind es halt eben die Sondergeschichten die eben 50% Schwankungen ausmachen können.


ignaz

#261
Zitat von: MoinMoin in Heute um 12:52Ein Tarifvertrag ist immer das Minimum.Es herrscht Vertragsfreiheit in Deutschland. Daher ist zunächst alles frei verhandelbar.
Allerdings ist der AG im öD nicht frei in dem was er machen darf. Daher ist er an tariflichen Regelung idR gebunden.
Sprich die tariflichen Regelungen sind sein Maximum, solange die TdL nicht andere aussertarifliche Dinge erlaubt.Das sind selbst auferlegte Regel, die nichts mit dem Tarifvertrag zu tun haben.
Der AG kann über die Zulage frei verfügen. Er könnte die 16.5 jemanden geben, der einfach sagt: Mehr Geld oder ich gehe.
Nur wird er da dann uU vom Rechnungshof angepfiffen, dass er das Geld ohne Not raus haut. Daher haben die AG das Bedürfnis es zu dokumentieren und wollen Nachweise zum Lochen und Abheften haben.
man ist weiterhin aufgrund seiner auszuübenden Tätigkeiten eingruppiert. Wenn also gleichartige Tätigkeiten unterschiedliche bezahlt werden dann
a) weil sie eben nicht 100% identisch sind.
b) ein Eingruppierungsirrtum vorliegt (bewusst oder durch eine falsche Rechtsmeinung des AGs)
Also auch hier wüsste ich nicht was da nachgebessert werden sollte.

Ja, weil sie übertariflich bezahlen dürfen und nicht einen Rechnungshof im Nacken haben, bzw. als TdL Mitglied sich verpflichteten nicht übertariflich zu zahlen (wurde Berlin nicht mal deswegen ausgeschlossen von der TdL??)

Und nein: Auch dort gibt es Konzern/Standort weite einheitliche Zulagen aber natürlich auch individuelle Zulagen die einzelne ausgehandelt haben.

Und auch dort wird individuell feinjustiert, hier das Auto inkl. Benzinkarte für den Urlaub, dort ein variabler Gehaltsanteil.Hier widersprichst du dir selbst.
Alle fast gleich und dann doch individuell.
Also ich weiß aus diversen Konzernen, dass das "fast gleich" auf dem Papier steht, was das Basis Einkommen angeht. Und dann sind es halt eben die Sondergeschichten die eben 50% Schwankungen ausmachen können.



Thema AT
- https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/at/ - scheinbar gibt es hier schon 2 Tabellen

Sorry, nach knapp 10 Jahren und mehreren unterschiedlichen Landesbehörden kenne ich lediglich einzelne ausgehandelte Zulagen durch monatelangen Druck auf den AG, weil man eine besondere Schlüsselfunktion innehat oder eine klare Abwanderungsabsicht mit Nachweisen auf den Tisch packt. Zulage dann aber auch immer zeitlich befristet.

Gemäß deine Aussage soll im ÖD also jeder AN: Hausmeister, Buchhalter, Ingenieur, Arbeitsschutzfachkraft, Kraftfaher usw. standardmäßig immer seinen Tarif+ aushandeln, weil ein Tarif ja grundsätzlich immer MINIUM ist?
Du sagst ja selbst, dass übergeordnet bereits ein enges Tarifkorsett keine umfassenden Spielräume für Zulagen etc. zulässt und reine theoretische Möglichkeiten in den TV-L reinzuschreiben, die dann nur 1-5% aller AN überhaupt nutzen könnten?
 Tarif + ich verhandeln mal  nach (obwohl zu 95% keine Chance besteht)

Faunus

Komme gerade etwas durchgefroren von der Streiktreffen auf dem Campus zurück.
Depremierend wenig - bei locker 3000 Beschäftigten und Studierende waren überhaupt kein da - trotz der Forderung von verdi für die studentischen HK, die mir sowieso unverständlich sind.

Egal!

ignaz

Zitat von: MoinMoin in Heute um 12:52Ein Tarifvertrag ist immer das Minimum.Es herrscht Vertragsfreiheit in Deutschland. Daher ist zunächst alles frei verhandelbar.
Allerdings ist der AG im öD nicht frei in dem was er machen darf. Daher ist er an tariflichen Regelung idR gebunden.
Sprich die tariflichen Regelungen sind sein Maximum, solange die TdL nicht andere aussertarifliche Dinge erlaubt.Das sind selbst auferlegte Regel, die nichts mit dem Tarifvertrag zu tun haben.
Der AG kann über die Zulage frei verfügen. Er könnte die 16.5 jemanden geben, der einfach sagt: Mehr Geld oder ich gehe.
Nur wird er da dann uU vom Rechnungshof angepfiffen, dass er das Geld ohne Not raus haut. Daher haben die AG das Bedürfnis es zu dokumentieren und wollen Nachweise zum Lochen und Abheften haben.
man ist weiterhin aufgrund seiner auszuübenden Tätigkeiten eingruppiert. Wenn also gleichartige Tätigkeiten unterschiedliche bezahlt werden dann
a) weil sie eben nicht 100% identisch sind.
b) ein Eingruppierungsirrtum vorliegt (bewusst oder durch eine falsche Rechtsmeinung des AGs)
Also auch hier wüsste ich nicht was da nachgebessert werden sollte.

Ja, weil sie übertariflich bezahlen dürfen und nicht einen Rechnungshof im Nacken haben, bzw. als TdL Mitglied sich verpflichteten nicht übertariflich zu zahlen (wurde Berlin nicht mal deswegen ausgeschlossen von der TdL??)

Und nein: Auch dort gibt es Konzern/Standort weite einheitliche Zulagen aber natürlich auch individuelle Zulagen die einzelne ausgehandelt haben.

Und auch dort wird individuell feinjustiert, hier das Auto inkl. Benzinkarte für den Urlaub, dort ein variabler Gehaltsanteil.Hier widersprichst du dir selbst.
Alle fast gleich und dann doch individuell.
Also ich weiß aus diversen Konzernen, dass das "fast gleich" auf dem Papier steht, was das Basis Einkommen angeht. Und dann sind es halt eben die Sondergeschichten die eben 50% Schwankungen ausmachen können.



Hast noch nie im Konzern gearbeitet wie mir scheint.Ich rede nicht von KMU! Wir reden nicht von Standortleitern oder dem Vorstand. Wir reden von Sachbearbeitern, Projektleitern, Ingenieuren, Metallbauern, Buchhaltern.
Da gibts IGM+ (Konzern Plus auf IGM Basis) und fertig. Vielleicht noch 2 oder 3 Stufen und dann wars das. IGM Tarifverhandlung alle paar Jahre und gut ist.

Beim KMU Krauter mit 80 Hanseln mag das anders sein mit Tankkarte und Co. Oder bekommt bei VW der Bandarbeiter A ne Tankkarte und Arbeiter B keine? Außendienstler vielleicht, aber nicht vergleichbar.


Faunus

Zitat von: ignaz in Heute um 13:18Thema AT
- https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/at/ - scheinbar gibt es hier schon 2 Tabellen

Sorry, nach knapp 10 Jahren und mehreren unterschiedlichen Landesbehörden kenne ich lediglich einzelne ausgehandelte Zulagen durch monatelangen Druck auf den AG, weil man eine besondere Schlüsselfunktion innehat oder eine klare Abwanderungsabsicht mit Nachweisen auf den Tisch packt. Zulage dann aber auch immer zeitlich befristet.

Gemäß deine Aussage soll im ÖD also jeder AN: Hausmeister, Buchhalter, Ingenieur, Arbeitsschutzfachkraft, Kraftfaher usw. standardmäßig immer seinen Tarif+ aushandeln, weil ein Tarif ja grundsätzlich immer MINIUM ist?
Du sagst ja selbst, dass übergeordnet bereits ein enges Tarifkorsett keine umfassenden Spielräume für Zulagen etc. zulässt.


Ich denke, dass Problem liegt in der Tatsache begründet, dass Politiker, die wiedergewählt werden wollen, hier auch AG sind und letztlich entscheiden.
Es wurden zwar Möglichkeiten der "Zulagen" zw. AG und Gewerkschaft ausgehandelt, aber "der Politiker im AG" gibt dann an seine obersten Beamten aus "wenn überhaupt Zulagen, dann nur unter abstrusesten Bedingungen" in absoluten Ausnahmefällen. Überdurschnittliche Leistung ist kein Ausnahmefall, aber vielleicht das richtige "Parteibuch"? K.A.



ignaz

ZitatIch denke, dass Problem liegt in der Tatsache begründet, dass Politiker, die wiedergewählt werden wollen, hier auch AG sind und letztlich entscheiden.
Es wurden zwar Möglichkeiten der "Zulagen" zw. AG und Gewerkschaft ausgehandelt, aber "der Politiker im AG" gibt dann an seine obersten Beamten aus "wenn überhaupt Zulagen, dann nur unter abstrusesten Bedingungen" in absoluten Ausnahmefällen. Überdurschnittliche Leistung ist kein Ausnahmefall, aber vielleicht das richtige "Parteibuch"? K.A.

:)