42-Stunden-Woche im TVöD-Bund "Wer würde sie tatsächlich nutzen?"

Begonnen von Patrick2442, 30.01.2026 15:24

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MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in 14.08.2026 14:45Ja ist ja gut. Danach haben sich welche gemeldet. VOrher war der Status aber eher, dass es nirgendwo genutzt wird.
Also ich habe auch vorher schon hier im Forum davon gelesen, dass es genutzt wird. Aber wahrscheinlich in einem anderem Thread, deswegen habe ich dir widersprochen.

Und klar hängt es immer von dem jeweilige AG ab und klar sind die Kommunen anders aufgestellt als der Bund und klar gibt es Kommunen, da wird krass das Tarifrecht in die eine wie in die andere Richtung gedehnt (gebrochen, missverstanden....), weil der Bürgermeister auf sein Geld sitzt oder es als Gutsherr verteilt.
Aber das hat eben nüscht mit dem Tarifrecht zu tun und tu tust oft so, dass man das mit einer Änderungen des Tarifvertrages beheben könnte und ich frage dich halt, wie denn da der Tarifvertrag anders ausgestaltet werden solle.

und übrigens: Wir sind hier im BUND Thread.


KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 14.08.2026 15:12Also ich habe auch vorher schon hier im Forum davon gelesen, dass es genutzt wird. Aber wahrscheinlich in einem anderem Thread, deswegen habe ich dir widersprochen.

Und klar hängt es immer von dem jeweilige AG ab und klar sind die Kommunen anders aufgestellt als der Bund und klar gibt es Kommunen, da wird krass das Tarifrecht in die eine wie in die andere Richtung gedehnt (gebrochen, missverstanden....), weil der Bürgermeister auf sein Geld sitzt oder es als Gutsherr verteilt.
Aber das hat eben nüscht mit dem Tarifrecht zu tun und tu tust oft so, dass man das mit einer Änderungen des Tarifvertrages beheben könnte und ich frage dich halt, wie denn da der Tarifvertrag anders ausgestaltet werden solle.

und übrigens: Wir sind hier im BUND Thread.


korrekt, also sorg als Landesangestellter mal dafür, dass ihr eure Aufgaben, die ihr auf die Kommunen übertragt, vernünftig durchfinanziert, dann ist auch mehr drin  :D


Ich sage es mal anders:
Als das beschlossen wurde, hatten die Gewerkschaften massive Angst, dass jetzt alle zu 42 Stunden "gezwungen" werden und so viel arbeiten müssen..... dass die 39 h Woche in Gefahr ist. Dass man es am liebsten gar nicht dringehabt hätte.

Dafür ist es halt wirklich quasi kaum existent. Wenn dann scheint es auch eher zu sein, wenn der AN aktiv beim AN nachfragt; eher weniger, dass der AG aktiv auf die AN zukommt.

Dem Grunde nach, da die AG-Seite das unbedingt wollte, hätte man ja mutmaßen können, dass die AG Seite die Leute massiv ansprechen wird.

Ich rede auch gar nicht von mir, sondern allgemein haben viele gesagt, dass es überhaupt nicht genutzt wird. Und ich denke, dass das hier nicht alles Leute sind, die in Bereichen arbeiten, in denen grundlegend genügend Personal vorhanden ist.
Ein paar Leute haben gesagt, es geht ja, aber die überwiegende Mehrheit hat hier anderes geschildert.

Also:
Es geht mir nicht darum, dass ich das nicht nehmen kann (das weiß ich nicht mal, ob das bei uns geht), sondern eher, dass die Tarifverhandlungen an diesem Punkt so lange gehangen haben.... obwohl es in der Praxis dann kaum vorkommt.
In dem Sinne meinte ich das.

Man hätte anhand der Tarifauseinandersetzungen meinen können, dass die AG massenhaft Interesse daran haben würden, weil es so wichtig war, dass diese Regel zustande kommt. Gegen die sich die Gewerkschaften ja massiv gewehrt haben.... u.a. so, dass es ja erstmal nur befristet läuft

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in 14.08.2026 16:47korrekt, also sorg als Landesangestellter mal dafür, dass ihr eure Aufgaben, die ihr auf die Kommunen übertragt, vernünftig durchfinanziert, dann ist auch mehr drin  :D
Woher weißt du ??? , da bleibe ich weiterhin dran.
Zitat von: KlammeKassen in 14.08.2026 16:47Als das beschlossen wurde, hatten die Gewerkschaften massive Angst, dass jetzt alle zu 42 Stunden "gezwungen" werden und so viel arbeiten müssen..... dass die 39 h Woche in Gefahr ist. Dass man es am liebsten gar nicht dringehabt hätte.
Echt? Wann haben die das denn kundgetan und wieso sollte man das glauben? Wie Dumm sind die denn? Wo der AG das doch jetzt schon machen kann ohne diese Tarifänderung????
Angeordnete Mehrarbeit wäre sogar billiger als dieses Kontrukt.

Zitat von: KlammeKassen in 14.08.2026 16:47Dafür ist es halt wirklich quasi kaum existent. Wenn dann scheint es auch eher zu sein, wenn der AN aktiv beim AN nachfragt; eher weniger, dass der AG aktiv auf die AN zukommt.
Dir sollte schon klar sein, dass es ein reines Angebot an den AN ist, dass er mehr arbeiten darf, wenn er will und der AG den bedarf sieht.
Wenn der AG mehr Arbeitskraft braucht, dann weißt er einfach kurzfristig diese als Mehrarbeit an und der AN kann sich nicht wehren.
Aber scheinbar gibt es fast nur AN, die mehr arbeiten wollen und der Ag bei diesen AN eben kein Bedarf sieht.

Zitat von: KlammeKassen in 14.08.2026 16:47Dem Grunde nach, da die AG-Seite das unbedingt wollte, hätte man ja mutmaßen können, dass die AG Seite die Leute massiv ansprechen wird.
Nö sehe ich komplett anders, da der AG bei denen die er mehr braucht schon ein Konstrukt hat, s.o.

Ich sehe es so, dass es ein AG Angebot an die AGs und Ans ist mehr dauerhafte Arbeitszeiten zu haben, wenn man es beiderseitig wünscht, ausgehend vom Wunsch des AN! (so wie bei Teilzeit, da kommt der Ag ja auch nicht auf den An zu!!)

Und eine Regelung haben ist besser als eine zu brauchen.

Und da es in der Praxis vorkommt hat die Regelung ihren Sinn, sei es damit mal anzufangen....
Oder mal anders Gesagt: Du und ich wissen nicht wie viele diesen Wunsch konkret beim AG eingereicht haben und abgelehnt oder angenommen wurden.
Das Forum ist da kein Masstab, da sich bei solchen Dingen eher die unzufrieden hier melden und nicht die bei denen es flutscht.
Und die meisten haben doch kein Überblick darüber was im eigenem Laden wirklich läuft.

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 14.08.2026 16:58Woher weißt du ??? , da bleibe ich weiterhin dran.Echt? Wann haben die das denn kundgetan und wieso sollte man das glauben? Wie Dumm sind die denn? Wo der AG das doch jetzt schon machen kann ohne diese Tarifänderung????
Angeordnete Mehrarbeit wäre sogar billiger als dieses Kontrukt.
Dir sollte schon klar sein, dass es ein reines Angebot an den AN ist, dass er mehr arbeiten darf, wenn er will und der AG den bedarf sieht.
Wenn der AG mehr Arbeitskraft braucht, dann weißt er einfach kurzfristig diese als Mehrarbeit an und der AN kann sich nicht wehren.
Aber scheinbar gibt es fast nur AN, die mehr arbeiten wollen und der Ag bei diesen AN eben kein Bedarf sieht.
Nö sehe ich komplett anders, da der AG bei denen die er mehr braucht schon ein Konstrukt hat, s.o.

Ich sehe es so, dass es ein AG Angebot an die AGs und Ans ist mehr dauerhafte Arbeitszeiten zu haben, wenn man es beiderseitig wünscht, ausgehend vom Wunsch des AN! (so wie bei Teilzeit, da kommt der Ag ja auch nicht auf den An zu!!)

Und eine Regelung haben ist besser als eine zu brauchen.

Und da es in der Praxis vorkommt hat die Regelung ihren Sinn, sei es damit mal anzufangen....
Oder mal anders Gesagt: Du und ich wissen nicht wie viele diesen Wunsch konkret beim AG eingereicht haben und abgelehnt oder angenommen wurden.
Das Forum ist da kein Masstab, da sich bei solchen Dingen eher die unzufrieden hier melden und nicht die bei denen es flutscht.
Und die meisten haben doch kein Überblick darüber was im eigenem Laden wirklich läuft.

"Problematisch sei die freiwillige Erhöhung der Arbeitszeit auf bis zu 42 Stunden, betont Behle. Ohne die hätten die Arbeitgeber aber keinerlei Verbesserungen zugestanden. Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke stellt klar, niemand könne gedrängt werden, mehr zu arbeiten – das sei Teil der Tarifvereinbarung"

Quelle: https://publik.verdi.de/ausgabe-202503/so-sieht-das-ergebnis-aus/


Das nur nochmal dazu.

Aber ja, man wird ja sehen, was 2027 zu dieser Regelung kommen wird; ob das bleibt, ob das abgeschafft wird, .... mal sehen
Zurzeit ist ja auch maximal 18 Monate möglich.... aber dann kann wieder maximal 18 Monate vereinbart werden.... usw.

Oder es kommt eine grundlegende Erhöhung auf 42 h (selbstverständlich ohne finanziellen Ausgleich, weil die Kassen leer sind).....  :o , jetzt wo in der Industrie schon eine Aufstockung v0n 35 auf 40 h gefordert wird.

MoinMoin

Witzig
also genau das was ich sage und du interpretierst da komische Sachen rein.
Ich lese da folgendes:
Der AG hat durchgesetzt, das ein AN freiwillig seine Arbeitszeit erhöhen kann.
Die Gewerkschaft wollte nicht das ein AN freiwillig mehr arbeiten darf.
Warum die AG es wollten steht da nicht.
Warum die Gewerkschaft damit ein Problem hat auch nicht, oder?
Ich persönlich finde mehr Flexibilität gut, du scheinbar nicht.
Das ein AN den AG nicht dazu verdonnern können darf, dass er mehr arbeitet, obwohl der AG kein Bedarf sieht diesen Mitarbeiter mehr arbeiten zu lassen, sollte doch klar sein, ODER??

Umlauf

Da wir hier im Bund sind:

Der Arbeitgeber Bund wollte dieses Konstrukt nicht! Im Verantwortlichen BMI wird man niemanden finden, der das bei den Vergangenen wollte. Es kam einzig aus Richtung VKA.

Das finanzielle Problem:
Die Behörden müssen das zusätzliche Geld aus ihrem eigenen Etat stemmen.
Da die allermeisten Behörden unter die Einsparregelungen fallen, ist die Bereitschaft dazu nicht allzugroß.
Jedenfalls gibt es dafür kein Geld aus der zusätzlichen Personalkostenvorsorge aus dem Einzelplan 60.

Selbst in Behörden, die nicht unter die Einsparung fallen, wird es oft abgelehnt.

Aber es gibt die einige wenige Fälle.

Die genaue Ausgestaltung regelt jede Bundesbehörde für sich.

In meiner Behörde, muss es einen echten Mehrbedarf geben. Das muss dann über die Vorgesetztenkette begründet werden. Auch warum es anders nicht gehen soll.
Die Regelung dazu ist erst jetzt entstanden. Daher wurde noch kein Antrag abschließend bearbeitet.

MoinMoin

Danke für die Info.
Und wie immer braucht es seine Zeit in der Verwaltung bis eine Regelung geregelt wird, bei den Verantwortlichen ankommt und man dann auch noch anfängt personalwirtschftlich zu denken.

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 06:40Danke für die Info.
Und wie immer braucht es seine Zeit in der Verwaltung bis eine Regelung geregelt wird, bei den Verantwortlichen ankommt und man dann auch noch anfängt personalwirtschftlich zu denken.

Na der Kollege hat ja nun dargelegt, dass es beim Bund nicht so krass genutzt ist.

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 14.08.2026 19:16Witzig
also genau das was ich sage und du interpretierst da komische Sachen rein.
Ich lese da folgendes:
Der AG hat durchgesetzt, das ein AN freiwillig seine Arbeitszeit erhöhen kann.
Die Gewerkschaft wollte nicht das ein AN freiwillig mehr arbeiten darf.
Warum die AG es wollten steht da nicht.
Warum die Gewerkschaft damit ein Problem hat auch nicht, oder?
Ich persönlich finde mehr Flexibilität gut, du scheinbar nicht.
Das ein AN den AG nicht dazu verdonnern können darf, dass er mehr arbeitet, obwohl der AG kein Bedarf sieht diesen Mitarbeiter mehr arbeiten zu lassen, sollte doch klar sein, ODER??

Ich habe da auch nichts gegen, du verstehst mich grundlegend falsch :D.... Ich habe nur gesagt, dass viele Arbeitgeber diese Möglichkeit nicht nutzen... und die garantiert nicht alle keine Personalknappheit oder zu viel Personal oder zu wenig Aufgaben haben.



So vielleicht macht es das deutlicher:
https://www.fr.de/verbraucher/aenderung-im-tvoed-42-stunden-woche-als-option-deutlicher-zuschlag-fuer-beschaeftigte-94172926.html

Die Gewerkschaften wolltes es definitiv nicht... wegen Gruppenzwang, indirektem Zwang etc.
Das ist das, was ich hier die ganze Zeit ausdrücken wollte

Es gibt eine neue Regelung, die die AG Seite wollte, die GEwerkschaft am liebsten gar nicht gewollt hätte

Und dann kennt man selbst kaum/gar keine AG, die es überhaupt anwenden, obwohl es unbedingt mit in den Tarif sollte, man sonst nicht zugestimmt hätte.


Wenn der Kollege Umlauf sagt, "Beim Bund gibt es das quasi nicht"..., bei den Kommunen ist es noch unwahrscheinlicher, weil Kommunen aufgrund der kommunalen Arbeitgeberverbände immer Angst haben, zu viel Geld für Personal auszugeben. Bei den kommunalen Arbeitgebern geht auch mit freiwilligen Leistungen immer mit Abstand am wenigsten.

Deshalb sind freiwillige Lösungen, die der TVöD bietet, meistens nur für den Bund relevant.

Daher bin ich nach wie vor erstaunt, dass Bund und Kommunen überhaupt noch zusammen verhandeln. Die Kommunen sagen eh immer nur "kein Geld".... für die Gewerkschaften ist das Streikpotential natürlich durch die Kommunen überhaupt nur spürbar vorhanden. Beim Bund wird es schwierig.