Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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geigerzaehler

Ein paar Fakten zur Alimentationsdebatte:
Das BVerfG hat das Existensminimum von (Beamten-Kinder) ermittelt. Die Berechnung stimmt da die Vergleichs-
grundlage die Grundsicherung für Kinder ist - diese steigt deutlich in 6 Jahres-Schritten mit dem Lebensalter.
Die einzigen bei denen dies nicht angewandt wird,sind normale Arbeitnehmer bei denen der Kinderfreibetragbzw. das Kindergeld gleich bleibt
Interessant ist das BVerfG das Existenzminimum von Kindern von Grundsicherungsempfängern und Beamten
höher bewerte als das von "normalen Kindern" (das BVerfG Urteil 2BvL3/17 hat in einem Vorlagebeschluss
die Ansicht des Niedersächsischen Finanzhofest zurüchgewiesen obwohl dieses genau gerechnet hatte.
Das BVerfG hat sich inhaltlich mit der Zahlenthematik gar nicht befasst - trotzdem sehr lesenswert.
Nach meiner Ansicht hat das BVergG hier sehr staatstragend und vormalistisch geurteilt-eine Nachzahlung für die "normalen Kinder" hätte rückwirkend wegen des Prozessbeginne 2014 ca. 30 Milliarden gekostet - zusätzlich zu den 20 Milliarden für die AA waren für den sensiblen Lars wohl
zuviel.(Die Zahlen sind die Schätzungen die durch die Medien gehen)

Warnstreik

Zitat von: Rheini in Heute um 11:50Ist es nicht sinnvoller sich bei den zukünftigen Tarifverhandlungen auf seine Weide zu konzentrieren?

Da sind wir wieder beim Thema: Davon ab, dass die Organisationsrate im TV-L absolut bescheiden ist, muss man die Gewerkschaften dazu bekommen die Übertragung auf Beamte endlich nicht mehr zu fordern. Dazu kommt das Problem, dass man im öffentlichen Dienst schonmal mehr als 50% potentielle (wenn auch unfreiwillig) Streikbrecher hast. Will man etwas ändern muss man sich organisieren und das in einem Umfang, dass man direkten Einfluss auf die Forderungen nehmen kann. Streiken selbst kann man dann sehr zielgerichtet, es gibt wenige Stellen wo es weh tut - aber die muss man dann eben auch mal länger lahmlegen.

MoinMoin

#992
Zitat von: ignaz in Heute um 13:41Vielleicht stellst du dich mal zurück und gehst nicht bei jedem anderen hier von deiner vorteilhaften Konstelallation aus.
Warum sollte ich mich zurückstellen, wenn Leute Lügengeschichten erzählen von: Das darf man nicht, das geht nicht, da muss was geändert werden bla blubb?

Ich stelle einfach nur heraus, was geht, wenn der Ag wollte! Wenn er nicht will, dann WILL er es eben nicht!

und ich habe mehrfach dafür gesorgt, dass der Verantwortliche beim AG kapiert hat, dass er es könnte, denn "die AGs" sind oftmals zu Dumm, zu wissen was geht, weil einige aus dem HR Bereich ihre Führung anlügen oder einfach nur falsch informieren.

Also ich habe wenigstens nicht gejammert, sondern dafür gekämpft, dass die Zulagen für die wichtigen Kollegen fließen. Drum werde ich mich nicht zurückhalten.

AngemessenA13limentiert

Und in der Praxis bekommt die Mehrzeit doch nicht mal mit, dass überhaupt gestreikt wird oder es ist ihnen egal. Das Forum spiegelt halt leider nicht die Realität wider.

Aber schon interessant die letzten Seiten zu lesen... gibt ja viele Möglichkeiten und Alternativen, wenn man zu unzufrieden ist mit Gehalt/AG/Rahmenbedingungen etc..

MoinMoin

Zitat von: ignaz in Heute um 13:41Verhandlung von Zulagen (für die, die überhaupt Infrage kommen) liegen nun auch nicht jedem, muss man auch akzeptieren).
Ja, natürlich muss man akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich unter Wert verkaufen.
Aber wenn sie dann andere dafür verantwortlich machen, dann ist es unangenehm.

MoinMoin

Zitat von: ignaz in Heute um 13:41Gibt genug Mitte 30 oder Mitte 40 Angestellte, die jetzt vor dem Hauskauf stehen (wollen), jetzt 2 oder 3 Kinder durchbringen müssen, jetzt noch für das Alter vorsorgen müssen und vielleicht nicht einfach die Behörde oder in den Beamtenstatus wechseln können.
Zeitmaschinen, um die günstigen Konstellationen der guten alten Zeit nachzubasteln haben wir nicht, also brauchen wir auch nicht über frühe PKV Eintritte oder Hauskauf 2005 für 25% vom heutigen Preis sprechen.
JA: auch darauf weise ich stets hin, früher waren die Häuser billiger die Zinsen höher und alles besser.
Und klar ist es ein Unterschied ob man (heute wie damals) mit 30 oder 40 oder 50 in die PKV Wechsel, welche Weisheit willst du damit verkünden?
Ich höre nur seit ungefähr 35 Jahren stets diese gleiche Leier.
Als ich mein erstes Haus gekauft habe, da musste ich 7% Zinsen zahlen und 8 Jahre hat sich am Verkaufswert des Hauses nichts geändert (ob das gut - schlecht - toll - scheiße oder sonstwas ist, kann sich jeder selber überlegen)
Dann gingen die Zinsen runter die Kaufpreise durch die Decke (und oh Wunder, das Gejammer auch, dass jetzt ja die Häuser alle soooo teuer sind, obwohl man mehr Haus für die gleiche Belastung bekommen konnte)
Und Objektiv gibt es gute und schlechtere Zeitpunkte, es ist aber objektiv nicht so, dass es früher alles einfach und heute unmöglich ist.
Einfach mal rechnen und vergleichen.

Und ja seit dem Ukraine Schock ist es da ungünstiger (Zins stärker hoch, als das die Preise entsprechend gesunken wären) gegenüber vor 10 Jahren, auch darauf weise ich hin.
und trotzdem erlebe ich regelmäßig in meinem Umfeld, dass doch noch gekauft werden kann.
Einfach mal rechnen und vergleichen und vielleicht ein Spur runter schalten.
bei drei Kinder könnten zwei Kinderzimmer reichen.....

Ist doof, dass diese Generation mitten in der Delle ist, andere Generationen hatten in anderen Bereichen Dellen.
Also was willst du mit deine Aufforderung an mich erreichen, die objektiven Dinge nicht objektiv betrachten und nur mosern?

Meine Erfahrung zeigt: Diejenigen, die jetzt vor dem Hauskauf stehen und jetzt meinen nichts angemessenen zu finden, was sie bezahlen wollen und jetzt nichts kaufen, mosern in 10 Jahren rum, dass es damals günstiger gewesen wäre.
Rat: wenn du dir jetzt kein Haus leisten "kannst", dann fange mit ner Eigentumswohnung an.

BTW: wer Mitte 30 in EG10 Stufe 3 mit 2 Kinder hängt hat in der Tat ein Problem, da gebe ich dir Recht.