[BE] Besoldungsrunde 2025-2028 Berlin

Begonnen von Tulpenzeit, 18.02.2026 09:10

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Tante Käthe

Wenn ich Herrn Evers so reden höre, kommen mir arge Zweifel, ob er sowohl Urteil als auch Gesetzesentwurf wirklich gelesen und durchdrungen hat. Das ist doch Realitätsverweigerung oder auch einfach nur Verarschung pur!

teclis22

Ich glaube nicht das er das ganze Urteil gelesen hat.
Er wird eine Zusammenfassung durch einen Referent bekommen haben.

IchLiebeBeamtentum

Zitat von: teclis22 in 30.08.2026 11:55Ich glaube nicht das er das ganze Urteil gelesen hat.
Er wird eine Zusammenfassung durch einen Referent bekommen haben.


Oder von ChatGPT.

Was glaubt ihr, wie lange wird es in Berlin noch dauern, bis ein Gesetz steht und vor allem verabschiedet wird?

AltStrG

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in 30.08.2026 13:19Oder von ChatGPT.

Was glaubt ihr, wie lange wird es in Berlin noch dauern, bis ein Gesetz steht und vor allem verabschiedet wird?

29.03.27

Neugieriger

Zitat von: AltStrG in 30.08.2026 14:5829.03.27

Zustimmung. Allerdings ist die Frage zuvor nicht ganz richtig formuliert worden.

Die eigentliche Frage muss lauten:
Wie lange wird es in Berlin dauern, bis es ein Reparaturgesetz gibt, welches tatsächlich verfassungsgemäß ist?

Schneewitchen

Zitat von: Neugieriger in 30.08.2026 16:27Zustimmung. Allerdings ist die Frage zuvor nicht ganz richtig formuliert worden.

Die eigentliche Frage muss lauten:
Wie lange wird es in Berlin dauern, bis es ein Reparaturgesetz gibt, welches tatsächlich verfassungsgemäß ist?

Auch 29.03..... 2072!
Deus hic finitur

AltStrG

https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/rekordausgaben-statt-rotstift-in-brandenburg-entwurf-fur-etat-bricht-schallmauer-von-18-milliarden-euro-15997124.html

Es wurde mit einer ,,Gift-Liste" gerechnet, um Milliardenlöcher zu schließen. Doch im Brandenburg-Etat von Finanzminister Daniel Keller für 2027/2028 sind fast keine Einschnitte vorgesehen. Der Tagesspiegel hat schon mal reingelesen.

Kein Rotstift, mehr Polizisten und Lehrer, aber wieder Milliardenkredite: Brandenburg plant neue Rekordausgaben von über 18 Milliarden Euro pro Jahr, so viel wie nie seit 1990. Das geht aus dem Entwurf von Finanzminister Daniel Keller (SPD; Foto oben) für den Doppelhaushalt 2027 und 2028 hervor, der dem Tagesspiegel vorliegt.

Die abgestimmte Kabinettsvorlage, die die SPD/CDU-Regierung am Dienstag beschließen will, sieht für 2027 demnach Ausgaben von 18,4 Milliarden Euro vor und 2028 sogar von 18,6 Milliarden Euro - über eine Milliarde mehr als 2026. Um das alles zu finanzieren, will Brandenburg – trotz Schuldenbremse – mit dem Etat 2,6 Milliarden Euro neue Kredite aufnehmen und aus dem Pensionsfonds des Landes 424 Millionen Euro entnehmen. Dort sind dann nur noch 300 Millionen Euro drin.

Es ist der erste Etat Kellers, der das Amt seit März inne hat. Nun wird bei den Ausgaben und Einnahmen erstmals die 18-Milliarden-Marke überschritten. Dabei hatte nach den Anmeldungen der Ministerien im Frühjahr noch eine Lücke von fast sieben Milliarden Euro geklafft. Es geht um die beiden Jahre vor der nächsten Brandenburg-Wahl im Jahr 2029, bei der die AfD stärkste Kraft werden könnte.

200 Polizisten und 250 Lehrer mehr
Nach dem Entwurf können viele Bereiche mit mehr Geld rechnen. Die Liste ist so lang, dass sie fast zehn Seiten der Kabinetsvorlage füllt.

Bei der Polizei sind 200 zusätzliche Stellen und 20 Millionen für den Kauf neuer Hubschrauber und Drohnen vorgesehen. Oder: ,,Durch die Bereitstellung von 250 zusätzlichen Lehrerstellen kann die für den Lehrerstellenplan maßgebliche Schüler-Lehrer-Relation auf 14,63 verbessert und in den Folgejahren fortgeschrieben werden." Die Sprachstandserhebung werde ab 2028 ,,um ein Jahr vorgezogen": Damit könne eine ,,notwendige Förderung im 5. Lebensjahr und damit deutlich vor der Einschulung" beginnen.

Das ,,Schüler-Bafög" für angehende Abiturienten, das einst ein SPD-Prestigeprojekt war, wird abgeschafft.

Bei der Kita-Finanzierung bleibt es beim Status quo, die beschlossene weitere Verkleinerung des Betreuungsschlüssels in den Krippen wird rückgängig gemacht.

Der Landesbetrieb Forst muss mehr Geld ans Land abführen.

Das Wassernutzungsentgelt wird erhöht, aber weniger stark als zunächst vorgesehen, worum es bis zuletzt einen heftigen Konflikt mit dem Landesbauernverband gegeben hatte. ,,Dabei erfolgt der Abbau von Privilegierungen gegenüber der Landwirtschaft und Bergbauunternehmen schrittweise, um Überforderungen zu vermeiden." Pro Jahr macht das ein überschaubares Plus von acht Millionen Euro für den Landeshaushalt aus.

Förderung für Landgasthöfe

Für die Kommunen, die zunehmend an Finanznot leiden, sind 2,9 Milliarden Euro jährlich reserviert – neun Prozent mehr als 2026.

Als Anreiz für freiwillige Gemeindefusionen sind jährlich 750.000 Euro vorgesehen.

Krankenhäuser werden nicht angetastet.

Mit mehr Geld können unter anderem Sportvereine, die jüdischen Gemeinden, Theater und Orchester, die Medizinische Hochschule Brandenburg oder der Medienstandort Babelsberg rechnen.

Die Gründung einer Landesstiftung für das Kloster Chorin wird mit 200.000 Euro (2027) und 900.000 Euro (2028) unterstützt.

,,Zur Stärkung der Gastronomie im ländlichen Raum werden zusätzlich investive Ausgaben im Jahr 2027 und 2028 i.H.v. jeweils 4 Mio. Euro veranschlagt."

Über fünf Milliarden Euro für Landespersonal
Zugleich steigen trotz Warnungen des Rechnungshofes die schon jetzt zu hohen Personalausgaben Brandenburgs weiter und erstmals seit 1990 über 5 Milliarden Euro, was einen Anteil von 28 Prozent ausmacht. Es sind im nächsten Jahr 588 Millionen mehr als 2026 und 2028 sogar 837 Millionen Euro mehr. Grund ist die drastische Erhöhung der Beamtenbesoldung infolge des Karlsruhe-Urteils.

Zwar enthält der Etatentwurf den jüngst verkündeten Abbau von 703 Stellen in der Landesverwaltung bis 2029, was jedoch laut Vorlage zu keiner Trendwende führt. Im Gegenteil: Die Zahl der Mitarbeiter der Landesverwaltung inklusive Hochschulen wächst in den nächsten beiden Jahren trotzdem, von bisher 53.662 auf 54.103 Stellen – auch ein Rekordwert in der Landesgeschichte.

Möglich sind diese Mammutausgaben, weil es um Brandenburgs Landesfinanzen wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs im letzten Jahrzehnt so gut steht wie nie zuvor. Laut Entwurf kann Brandenburg inzwischen allein aus Steuern und dem Länderfinanzausgleich mit Einnahmen von mehr als 13 Milliarden Euro pro Jahr rechnen. Das sind eine Milliarde Euro mehr als 2026 sowie wie in den Vorjahren mit mehr als rund 3 Milliarden Euro Zuweisungen vom Bund und der EU. Das heißt: Mehr als 16,4 Milliarden Euro sind von vornherein ausfinanziert.

In den von Keller geplanten neuen 2,6-Milliarden-Schulden für beide Jahre sind rund 1,3 Milliarden Euro Kredite enthalten, mit denen der Komplettankauf und die Erhöhung des Eigenkapitals der Investitionsbank finanziert werden sollen.

Mit den steigenden Ausgaben halten ausgerechnet die geplanten Mittel für Investitionen nicht Schritt: Deren Niveau stagniert. Gab Brandenburg 2026 rund 2,2 Milliarden Euro für Investitionen aus, sind nun 2,5 Milliarden Euro für 2027 und 2,3 Milliarden Euro für 2028 geplant. Die Investitionsquote (2026: 13 Prozent) sinkt trotz Rekordausgaben von über 18 Milliarden Euro auf 12 Prozent (2027) und 10 Prozent (2028).

Mit den neuen Milliardenkrediten, mit denen die Verschuldung des Landes auf den Rekord von über 25 Milliarden Euro wächst, steigen die Zinsen von rund 300 Millionen auf 400 und dann 480 Millionen Euro. Das Risiko wird so beschrieben: ,,Bei weiter ansteigenden Zinsen ist in den kommenden Jahren mit erheblichen Mehrausgaben zu rechnen."

Jockel

Ich schlage hier mal vor, dass die Beamten, die in den vergangenen Jahren auf das Legalitätsprinzip vertraut haben und keine Widersprüche eingelegt haben auch eine Nachzahlung bekommen. Nachvollziehbar pauschal hergeleitet. Gerundet auf 50€ pro Monat für jeden Monat, den sie im Dienst waren. Ohne Teilzeitverrechnung. Stichproben für durchschnittliche Verläufe und davon 60% z.B. Und eine weitere Pauschale für jedes Kind. Müsste ins Gesetz aufgenommen werden. In der Vorlage auch an die mittelbaren Landesbeamten denken. Versorgungsnachverrechung aus dem Lastenteilungsstaatsvertrag ausschließen.


Das würde ganz erheblich zum Rechtsfrieden beitragen und ein wenig Vertrauen wiederherstellen.


chillkroete

Hier wird grundsätzlich der Maßstab des verheirateten Kollegen mit zwei Kindern für die exorbitanten Nachzahlungen gesetzt. Wie ist der Single Kollege mit einem Kind, aber dem daraus resultierenden Familienzuschlag Stufe 2 einzuordnen? Wir dieser Kollege entsprechend einem verheiraten Kollegen mit einem Kind gleichgesetzt oder als ledige Person mit einem Kind betrachtet?

Tante Käthe

Zitat von: chillkroete in 01.09.2026 10:12Hier wird grundsätzlich der Maßstab des verheirateten Kollegen mit zwei Kindern für die exorbitanten Nachzahlungen gesetzt. Wie ist der Single Kollege mit einem Kind, aber dem daraus resultierenden Familienzuschlag Stufe 2 einzuordnen? Wir dieser Kollege entsprechend einem verheiraten Kollegen mit einem Kind gleichgesetzt oder als ledige Person mit einem Kind betrachtet?

Eher letzteres. Laut dem Almosen-Rechner ergeben sich in 2020 für den A4-Beamten (Stufe1) folgende Nachzahlungen:

Single = 174 €
Alleinstehend / 1 Kind = 5.221 €
Alleinstehend / 2 Kinder = 6.029 €
Verheiratet / 1 Kind = 14.462 €
Verheiratet / 2 Kinder = 15.005 €