Die neue Heizungsgesetz - Diskussion!!!

Begonnen von BAT, 02.03.2026 19:00

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Johann

Fürs Klima dürfte eigentlich Homeoffice wo immer möglich mit die beste Lösung sein. Die durchschnittlich angemietete Wohnung dürfte dadurch zwar um etwa 1 Zimmer wachsen, aber dafür bräuchte es sehr viele Bürogebäude nicht mehr, wodurch mehr Wohnraum in Städten statt Büros wäre, wodurch Menschen mit für HO ungeeigneten Tätigkeiten kürzere Wege zur Arbeit bräuchten. Der Effekt würde sich noch verstärken, weil HO-Arbeiter weiter raus ziehen könnten, wodurch noch mehr Wohnraum in der Nähe des Arbeitsortes von Präsenzarbeitern frei würde.
Straßen müssten nicht so breit sein und würden da enorm viel Material sparen. Kraftstoffe würden sowieso eingespart. Verschleiß an Beförderungsfahrzeugen würde deutlich runter gehen. Neben der sowieso beheizten Wohnung müsste kein weiteres ungedämmtes Bürogebäude beheizt werden.

Besser wären möglicherweise nur kleinere Sharing-Büros, die dezentral fußläufig erreicht werden könnten und ein eigenes Büro in der Wohnung wiederum überflüssig machen würden. Dafür müsste der Schnickschnack mit großem Pausenraum usw. aber wegfallen, sonst macht es flächenmäßig keinen Unterschied. Und die Auslastung sollte möglichst hoch sein.

Faunus

Zitat von: Johann in Heute um 13:36Besser wären möglicherweise nur kleinere Sharing-Büros, die dezentral fußläufig erreicht werden könnten und ein eigenes Büro in der Wohnung wiederum überflüssig machen würden. Dafür müsste der Schnickschnack mit großem Pausenraum usw. aber wegfallen, sonst macht es flächenmäßig keinen Unterschied. Und die Auslastung sollte möglichst hoch sein.

Eine interessante Idee über denen Umsetzung im ÖD diskutiert werden könnte.
Eine Anmietung über Fremdfirmen halte ich für nich sinnvoll, aber ... es gibt genügend öffentl. Gebäude, in denen man solche "Sharing-Büros" integrieren könnte. Da müssten sich Kommune/Land/Bund mal zusammenraufen. Das wird dann wohl nicht funktionieren.

MoinMoin

Zitat von: Warnstreik in Heute um 10:55Das wäre zum einen ein bürokratisches Monster (Aufteilung Reperaturen, Anschaffung, passen die Tank-Belege zum Arbeitsweg...) und man fördert dann eben wieder das Autofahren was man eigentlich (aus diversen guten Gründen) nicht fördern will. (Wo es geht und sinnvoll ist sind Fahrrad, ÖPNV oder Fahrgemeinschaften einfach besser)
Nein, wer mit der Pauschalen fein ist, der ist fein damit und hat nur einen Zweizeiler einzutragen.
Wer darüber Jammert, dass Benzin teuer ist und die Pauschale nicht reicht, der muss halt mehr machen und Belege sammeln und summieren und bereithalten und einen 5 Zeiler eintragen in seine Erklärung.
Wo ist da ein Monster? Das Monster was du da an die Wand malst, nennt sich ordnungsgemäße Buchhaltung, willste die abschaffen?
Wo da ein Bürokratisches Monster wäre kann ich nicht erkennen.
Das Monster käme erst, wenn der Finanzbeamter entscheidet, dass du die Belege einreichen sollst, weil du mutmaßlich Schabernack treibst und er sie prüft (also das was man gemeinhin Betriebsprüfung nennt)
ZitatIch finde einen pauschalen Wert, der aber auch nicht alle Kosten abdeckt, gut. So findet man die Mitte zwischen Förderung von Arbeitskosten ohne die großen "Umweltsünden" zu zahlen.
Ja finde ich auch, aber warum darf der Freiberufler tatsächliche Kosten abrechnen und dem Angestellte wird es verwehrt? Mit welcher rationalen Begründung?
Und wieso es eine Förderung von Umweltsünden wäre erkenne ich nicht ganz.
Wer viel Ausgeben will für seine Fahrtkosten,kann vielleicht mehr sparen als der, der weniger ausgeben will, er zahlt aber trotzdem mehr als der, der weniger ausgibt.
Nur weil man was absetzen kann ist es nicht kostenlos.

ZitatNochmal als Nachtrag: Ich könnte auch damit leben alle Werbekosten abzuschaffen. Kleine Einkommen profitieren deutlich weniger bei gleichen Kosten und die teure Wohnung am Arbeitsort wird auch nicht gefördert.  Die HO-Pauschale ist auch Quatsch in meinen Augen.
Auch da frage ich mich, mit welcher Begründung man dafür sein kann, dass der Angestellte seine Aufwendungen für die Erbringung seiner Arbeitsleistung nicht geltend machen soll, wenn es doch die anderen Geldverdiener "uneingeschränkt" dürfen.

Verstehe ich nicht. Erkläre mir warum du für eine solche Ungleichbehandlung zu Lasten der Arbeitnehmer bist?

MoinMoin

Zitat von: Faunus in Heute um 12:57Warum Gemüse mit 7 % besteuert wird...k.A.
Warum Süßigkeiten und Fleischwaren auch mit 7% versteuert werden...
Irgendwo fühle ich mich als informierter Verbraucher verscheißert.
Dass es 7 und 19 gibt ist eigentlich gut und schön.
Dinge des täglichen Bedarfes vs. Luxus um es gaaanz Platt zu begründen.
Warum Fleisch da noch drin ist ? Frage die Bayern.
Oder Maultier vs. Esel. Auch so eine klassische Stilblüte.
und ich will ja nicht über Damenbinden reden, dass wurde ja dann doch mal korrigiert.

Und da bin ich voll bei dir, man könnte die Kriterien durchaus anpassen, traut sich nur keiner weil scheiß Detail-Arbeit.
Dann lieber Mövenpick Steuer und andere Lobbysiege.

MoinMoin

Zitat von: Faunus in Heute um 12:57Das die Autolobby sich über jede Förderung des Individiualverkehrs (sei es Sprit, Autokauf...)freut verständlich, aber jeder diesbezügliche Förderung ist ein Sargnagel mehr für zukünftige Generationen.
Also früher hatte meine Gattin mit ihre ~60km Entfernung zu ihrem AG 0€ Fahrtkosten dank der Pauschale.
Jetzt verdient sie sogar damit Geld (Danke D-Ticket), weil sie eben die günstigste und nicht die bequemste / schnellste Variante wählt. (Fahrrad / Bahn / Tram /Fuß).
Danke Pauschale.
Und sie hat Kollegen, die könnten das genauso machen (sitzen aber lieber individuelle im Auto), deren Gejammer begleitet sie aktuell nur mit einem Mona Lisa lächeln.