Die neue Heizungsgesetz - Diskussion!!!

Begonnen von BAT, 02.03.2026 19:00

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MoinMoin

Zitat von: Petar Tudzharov in Gestern um 09:46Was ich mich in diesem Zusammenhang auch immer frage: was wäre denn eigentlich, wenn sich die E-Autos viel schneller verbreitet hätten, so wie es politisch gewollt ist. Wenn wir schlagartig Millionen Elektrofahrzeuge und Wärempumpen hätten. Wie verkraftet es das Stromnetz einer durchschnittlichen deutschen Stadt, wenn am Abend tausende Fahrzeuge gleichzeitig die Akkus laden und nebenbei die Wärmepumpen heizen? Sind wir dafür überhaupt schon bereit? Eher nachrangig ist da dann fast schon die Frage, wo in Zeiten der Dunkelflaute der Strom dafür herkommt.
Deine Frage ist berechtigt und ich kann dir die Sorge nehmen, denn es ist nur eine Frage der Regelungstechnik und ich habe vor mehr als eine Dekade in einem Forschungsinstitut gearbeitet, wo sich die Menschen damals schon exakt damit auseinandergesetzt haben.
Also Stromnetze sind kein Neuland.

Nur mal so ein Hinweis: Wenn alle E-Auto am Netz hängen, wieviel dezentrale Stromspeicher hätte man denn da um Dunkelflauten zu überbrücken oder Stromüberschüsse zu speichern?
und wenn wir WPs mit Pufferspeicher haben, wieviel Abnehmer hätten wir da um Stromüberschüsse zu speichern?

Alles primär ein Frage der Regelungstechnik, die eher rechtlich ungelöst sind. Und auch hier könnte man über den dynamischen Strompreis, die Leute dazu bringen nicht alle gleichzeitig das Auto zu laden, sondern dann wenn der Strom günstig ist.  ;D

ElBarto

Zitat von: ImöDBeschäftigt in Gestern um 10:39Wir haben in unserem Eigenheim letztes Jahr dank der Förderung eine WP eingebaut (vorher war Öl). Gekostet hat es uns letztlich etwaa über 9000€.
Das Haus ist Baujahr 1930, wurde 2008 aber umfassend saniert, hat seitdem auch Solar für Warmwasser. Wir haben es 2022 gekauft und dann noch ein Balkonkraftwerk installiert. Mehr PV ist schwierig sinnvoll aufgrund der vorhandenen Dachflächen oder sonstiger Aufstell-/Aufhängmöglichkeiten im Verhältnis zur Sonne. Das Balkonkraftwerk bringt für die WP natürlich kaum was, aber stört ja auch nicht und wird sich innerhalb von ca. 4 Jahren ab Anschaffung gerechnet haben. Die WP wird sich eher nicht wirklich rechnen, aber wir wollten vom Öl weg und die Heizung war schon alt, also haben wir die Förderung genutzt. Ohne hätten wir das aber nicht bzw. nicht jetzt gemacht. Als Vermieter wäre die Entscheidung vielleicht auch eine andere gewesen.
Die Heizlastberechnung ergab, dass lediglich in 2 Zimmern Heizkörper ausgetauscht wurden und ansonsten alle geeignet waren, auch mit der niedrigeren Vorlauftemperatur die Räume warm zu kriegen.
Übrigens weiß ich nicht, was immer mit Lärmbelästigung geredet wird. Neue Wärmepumpen sind echt nicht laut. Wenn ich mich direkt vor unser Außengerät stelle, wenn es läuft, ist dennoch jedes vorbeifahrende Auto ganz erheblich lauter. Unser Nachbar meinte auch ganz überraschend, dass man ja selbst draußen garnichts von unsrer WP hören würde.

Es kommt natürlich drauf an wo man lebt, akustische Kopplungen kommen vor sind aber nicht die Regel.

Wenn ich mir die WP beim Nachbar meiner Eltern anschaue. Lage in einer ruhigen Gegen in einer Sackgasse mit einigen Doppelhaushälften, dann steht die so, dass sie Richtung Wendeplatte zeigt.
Steht man davor hört man ein deutliches Betriebsgeräusch. Das Geräusch ist nicht laut, aber im Vergleich zur Gasheizung die zuvor im Keller stand ist es eben da.
Wenn die anderen Häuser ebenfalls eine WP nachrüsten und diese an die entsprechende Stelle kommen, dann würden diese zwischen den Häusern stehen (sind durch jeweils 2 Garagen mit Vorplatz getrennt). Zu dieser Seite gehen jeweils die Schlafzimmerfenster raus. Das heißt man hat dann 2 Wärmepumpen und 2 Wände die den Schall hin- und herwerfen und natürlich auch ungehindert Richtung Wendeplatte zu den anderen Häusern werfen.
Da scheint mir eine gewisse Lärmbelästigung nicht unwahrscheinlich. Das gilt natürlich nicht immer und überall.
Es ist aber auf jeden fall ein Geräusch das vorher nicht da war, selbst wenn alles richtig läuft. Und das macht die Sache zumindest aus Sicht so einiger Leute zum Störfaktor.

Und ich möchte noch klarmachen, ich bin grundsätzlich pro Wärmepumpe. Aber auch Pro Holzofen als Ergänzung/Backup.

ElBarto

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 09:17Genau darum geht es doch:
die Mieter können sich es nicht aussuchen können, ob der Vermieter eine CO2 SchleuderTherme einbaut, weil billiger für ihn. Er zahlt ja nicht die Heizkosten.
Und der Gaspreis wird steigen, auch aufgrund der in meinen Augen sinnvollen CO2 Abgabe.
Warum sinnvoll: Weil es die Kräfte des Marktes wirken lässt.

...

Und bei aller liebe zu deine Ausführungen und Berechnugnen: Am Ende zählt halt doch immer nur, was rechnet sich:
Als Privatperson ebenso wie als Vermieter.
Wenn ich ne PV, Wp oder irgendwas anderes an meine Bude mach, dann rechne ich halt, wie lange es dauert bis ich die Investions drin habe bzw. ob mir als Selbstnutzer das Invest Freude bereitet.

Und WEG ist immer das Problem, dass mit gefangen mit gehangen. Oder wie mein Papa sagte bei einer Eigentumswohnung gehört dir nur die Luft zwischen den Wänden, alles andere ist nicht deins.
Also da müsste man halt andere Gesetzte ändern.
Und das eine 30 Jahre alte Heizung zwangsentsorgt werden muss, ist doch schon seit 20? Jahren gesetzliche Grundlage und keine neue Erfindung der vorherigen Regierung.

Ja die Mieter können bei der Wohnungssuche darauf achten. Ggfs. regelt dann der Markt.
Aber der ist natürlich noch recht beschränkt.
Mit einer WEG im Rücken ist das halt nicht so einfach. Genau wie der häufige Schrei nach Dämmung ohne baulichen Mangel.
Ich sage nicht, sollen sie selber was kaufen, das ist ja eh utopisch. Aber es ist halt so, man ist erst Herr im Haus, im Haus. Und auch da nicht uneingeschränkt.

Auf die Vermieter ist schnell geschimpft, aber wirklich günstiger wird es für die Mieter auch nicht direkt.

Für mich, zählt nichtmal unbedingt die Rentabilität ich bin einfach kein Fan von laufenden Kosten. Das heißt, als Eigenheimbesitzer muss sich eine PV-Anlage nicht innerhalb X Jahre amortisieren. Ich bin schon zufrieden wenn es die Stromrechnung und mit WP die Heizkosten senkt. Bleibt mehr Geld für mich jeden Monat;O)

BAT

Zu den Geräuschen. Es gibt wegen Platznot auch Wärmepumpen, die auf dem Dach oder hoch an der Fassade verbaut sind. Das ist dann der Effekt wir bei Sirenen, es schallt weit in die Gegend, zumindest im Vergleich zu einem Verbau am Boden. Wir haben hier schon ewig jemanden mit einer an sich ruhigen Klima, aber die ist halt auf dem Dach und deutlich vernehmbar.
Die eigen Sensibilität spielt da sicher auch mit rein.

Ansonsten gibt es das ja schon seit fast 200 Jahren: wenn es einer kennt, der auch an der Bahnstrecke wohnt: ein dauerhaftes Geräusch (langsam fahrender Güterzug) stört - zumindest mich - wesentlich mehr als ein kurzzeitiges Geräusch (Personenzug mit normaler Geschwindigkeit). Aber da fehlen sicher den meisten Leuten diese Erfahrungswerte.

ImöDBeschäftigt

Zitat von: ElBarto in Gestern um 10:55Es kommt natürlich drauf an wo man lebt, akustische Kopplungen kommen vor sind aber nicht die Regel.

Wenn ich mir die WP beim Nachbar meiner Eltern anschaue. Lage in einer ruhigen Gegen in einer Sackgasse mit einigen Doppelhaushälften, dann steht die so, dass sie Richtung Wendeplatte zeigt.
Steht man davor hört man ein deutliches Betriebsgeräusch. Das Geräusch ist nicht laut, aber im Vergleich zur Gasheizung die zuvor im Keller stand ist es eben da.
Wenn die anderen Häuser ebenfalls eine WP nachrüsten und diese an die entsprechende Stelle kommen, dann würden diese zwischen den Häusern stehen (sind durch jeweils 2 Garagen mit Vorplatz getrennt). Zu dieser Seite gehen jeweils die Schlafzimmerfenster raus. Das heißt man hat dann 2 Wärmepumpen und 2 Wände die den Schall hin- und herwerfen und natürlich auch ungehindert Richtung Wendeplatte zu den anderen Häusern werfen.
Da scheint mir eine gewisse Lärmbelästigung nicht unwahrscheinlich. Das gilt natürlich nicht immer und überall.
Es ist aber auf jeden fall ein Geräusch das vorher nicht da war, selbst wenn alles richtig läuft. Und das macht die Sache zumindest aus Sicht so einiger Leute zum Störfaktor.

Und ich möchte noch klarmachen, ich bin grundsätzlich pro Wärmepumpe. Aber auch Pro Holzofen als Ergänzung/Backup.

Ok, es mag sein, dass es in solchen Sackgassensituationen mit Wendehammer dann problematischer wird, das kann ich nicht einschätzen.

Die Kombination aus WP plus wasserführendem Kamin nutzen meine Eltern seit bald 20 Jahren

MoinMoin

Zitat von: ElBarto in Gestern um 10:55Und ich möchte noch klarmachen, ich bin grundsätzlich pro Wärmepumpe. Aber auch Pro Holzofen als Ergänzung/Backup.
Aber nur wenn ich auch im Winter die Wäsche draußen trocknen kann, kann ich aber nicht, weil der Nachbar seinen Holzofen nicht im Griff hat und räuchert....  8)
Und wg. Geräusche, zum Ausgleich sind dann die Auto leiser..... ::)


Rheini

#21
Ich habe die Erfahrung mit drehenden Ventilatoren gemacht, dass die neu nicht schlimm sind. Aber die lager altern und damit steigt auch die Lärmbelastung. Und wenn ein Lager sich dem Lebensende nähert, dann wird es richtig laut.

Ich kann den Ventilator austauschen, wenn er nervt. Macht das aber der Nachbar der sein gerät so stehen hat das es ihn nicht stört, auch?

Da sehe ich Potential an Nachbarschaftsstreitigkeiten in den nächsten Jahren.

UNameIT

Zitat von: BAT in Gestern um 11:03Ansonsten gibt es das ja schon seit fast 200 Jahren: wenn es einer kennt, der auch an der Bahnstrecke wohnt: ein dauerhaftes Geräusch (langsam fahrender Güterzug) stört - zumindest mich - wesentlich mehr als ein kurzzeitiges Geräusch (Personenzug mit normaler Geschwindigkeit). Aber da fehlen sicher den meisten Leuten diese Erfahrungswerte.

Obwohl aus eigener Erfahrung, das Gehirn schaltet nach wenigen Wochen diese Geräusche komplett aus und man nimmt sie gar nicht mehr war. Kann aber auch an der eigenen Sensibilität liegen. Irgendwann hört man die Züge gar nicht mehr.

Rheini

Zitat von: UNameIT in Gestern um 13:05Obwohl aus eigener Erfahrung, das Gehirn schaltet nach wenigen Wochen diese Geräusche komplett aus und man nimmt sie gar nicht mehr war. Kann aber auch an der eigenen Sensibilität liegen. Irgendwann hört man die Züge gar nicht mehr.

Untersuchungen zeigen aber auch, dass es dennoch Stress auslöst, auch wenn Du es icht mehr wahrnimmst.

BAT

Zitat von: UNameIT in Gestern um 13:05Obwohl aus eigener Erfahrung, das Gehirn schaltet nach wenigen Wochen diese Geräusche komplett aus und man nimmt sie gar nicht mehr war. Kann aber auch an der eigenen Sensibilität liegen. Irgendwann hört man die Züge gar nicht mehr.

Die Leute sind halt unterschiedlich.

Aber ich wohne schon über 20 Jahre direkt an einer Bahnlinie und lange andauernde Geräusche nehme ich eher war, als kurze und auch lautere Ereignisse.

Aber als problematisch würde ich es nicht bezeichnen und wird auch wohl bei Wärmepumpen nicht so sein.

Es ging ja nur um den Einwurf hier, dass man sich nicht vorstellen könne, dass solch relativ leise Immissionen ein Problem sein könnten.

Fettschwanzmaki

Dank BLÖD-Zeitung und interessierten Kreisen wurde das alte "Heizungsgesetz" per Kampagnenjournalismus schlechter geschrieben, als es eigentlich war.

Nach meiner Wahrnehmung stellt die Klimaerwärmung die Mutter aller Krisen dar, nur hat die Mehrheit - und ohne die geht es nunmal nicht - das bislang nicht im erforderlichen Maße realisiert. Wir haben ja keine Erkenntniskrise, sondern eine Bewußtseinskrise. Man muss nur einmal das Forum der "WELT"-Nachrichtenseite querlesen - "MEINE MEINUNG" hatten wir hier ja auch schon einmal, und die war nicht... wirklich schlau.

Gleiches gilt für die Kannibalisierungseffekte in der Autoindustrie. Sämtliche Effizienzsteigerungen in der Motorentechnik wurden durch noch mehr PS, durch noch mehr Gewicht und durch noch mehr SUV aufgezehrt. Warum muss man als einzelne Person mit 2,5 to. Leergewicht durch die Stadt fahren? Haben die alle Pferdeanhänger zu ziehen? Dann nehmt doch lieber die Pferde für den Weg zum Bäcker. Klippklapp... dann hört man auch die WP nicht mehr.

Viele Möglichkeiten oder auch deutsche Absonderlichkeiten:

In NL speist man den PV-Strom ins Netz ein, der eigene Zähler läuft rückwärts. Wenn ich Strom aus dem Netz benötige, zählt er wieder meinen Verbrauch. Der Preis bleibt jedoch gleich. Ganz einfach.

Eine WP-Anlage kostet im europäischen Umland (z. Bsp. Frankreich) ca. 10.000 € weniger, was in ungefähr der damaligen Förderung entspricht. Es kann also vermutet werden, dass die staatliche Förderung in den Endpreis eingepreist wurde, als selbstständiger Handwerker nehme ich das natürlich gern mit.

Batterien von E-Autos werden bei ca. 80 % Ladekapazität als nicht mehr tauglich erachtet. Hier könnten für schmales Geld Energiespeicher für private Haushalte bereitgestellt werden, um "Dunkelflauten" abfedern zu können. Das alles noch etwas dezentraler aufgestellt, könnte eine Siedlung nahezu unabhängig vom privatwirtschaftlichen Stromnetz energetisch versorgt werden. Es gibt bereits Kommunen, die die benötigte Energie vollkommen autark erzeugen (Windkraft, PV, Biogas).

Wie bei so vielen Dingen ist es in D. einfach verdammtkackescheißeverficktnochmal kompliziert.

"Offenheit" für andere Energieträger (E-Fuels und anderer Quatsch), daran glaubt noch nicht einmal die FDP. Nicht weiter tragisch, ich glaube ja auch nicht mehr an ein Wiedererstarken der FDP.

Die ganze Merz und Söder-Riege verkauft hier alten Wein in vermeintlich neuen Schläuchen. Das sind "Rezepte" aus dem alten Jahrtausend, die uns den ganzen gegenwärtigen Mist erst eingebrockt haben. Hätten wir Anfang der 2000er Jahre unsere "heimische" oder auch "doitsche" Solarindustrie ein wenig unterstützt, wären wir mittlerweile viel weiter, was die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen angeht. Die erneute Diskussion hinsichtlich einer Renaissance der Kernenergie können wir gern führen, sobald in Bayern ein schönes Endlager gefunden ist.

Zum Glück ist Frau Reiche die beste Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, die dieses Land bislang hatte.

Ich vertraue ihr, sie wird das Land in eine goldene Zukunft der Energieunabhängigkeit führen, frei von lobbyistischen Einflüssen und nur dem deutschen Volk verpflichtet! Außerdem ist sie unter kommunikativen Gesichtspunkten ein wirklicher Gewinn, in 10 Jahren sehen alle Politiker wie KI-gesteuerte Humanoiden aus - sie ist ihrer Zeit wahrlich voraus.


MoinMoin

Oje, jetzt muss ich auch noch +1 geben


Johann

Grundsätzlich sollte die Wärmepumpe in den meisten Einfamilien- bis kleineren Mehrfamilienhäusern die sinnvollste Option sein. Die Dinger sind unheimlich effizient und wenn man ein bisschen drauf achtet, was man sich da kauft, sind die nicht mal unbedingt laut, sondern surren lediglich leise vor sich hin.

Es gibt dennoch Fälle, bei denen es möglicherweise mehr Sinn ergibt, eine vorhandene Gasheizung durch eine neue Gasheizung zu ersetzen, weil der Umbau auf Wärmepumpe nicht ohne sonstige bauliche Veränderungen in dem Sinne funktioniert, als dass dem Mieter die Temperaturen in seiner Wohnung zu garantieren sind, die bei nicht Erreichen zu einer Mietminderung führen können. Das ist vor allem in sehr alten Gebäuden der Fall, insbesondere in zugigen Bauten, wo die Luft schneller nach draußen entwichen ist, als sie die Chance hatte, durch 45°C Wärmepumpenvorlauf erwärmt zu werden. Damit der Bewohner nicht friert, braucht es da einen Vorlauf mit 65°C+, was zwar durch Wärmepumpen mit doppeltem Kreislauf erreicht werden kann, wobei aber die Effizienz zweifelhaft ist. Da ist es möglicherweise dann sinnvoller, die Gasheizung durch eine neue Gasheizung zu ersetzen.

Ich habe ein altes Fachwerkhaus mit ein paar Wohneinheiten, das recht zugig ist und jede der Wohneinheiten besitzt eine eigene Gasetagenheizung. Im Anbau saniere ich derzeit eine Wohneinheit und will gerade die Gasetagenheizung rauswerfen und durch eine Wärmepumpe ersetzen. Das bietet sich in dieser Wohneinheit entkoppelt von den anderen Wohneinheiten an. Bei der Recherche der Webseite des Gasnetzbetreibers ist mir aber auch direkt aufgefallen, welchen Stellenwert der Wechsel weg vom Gas bei Netzbetreibern und der Politik zu haben scheint: Gar keinen.
Dafür, dass ein Installateur innerhalb von 10 Minuten den Gaszähler abschraubt und einen verplombten Deckel auf die Leitung schraubt, will der Gasnetzbetreiber brutto 1.176,91€ haben. Der einzige Lichtblick ist ein Gerichtsverfahren, das die Preiserhebung für die Abschaltung von Gasanschlüssen eventuell nichtig machen könnte, weil in irgendeiner Verordnung nur von Rechnungstellung für den Anschluss und die Abänderung von Gasanschlüssen die Rede ist.

Wäre auch die Bepreisung von Abschaltungen in der Verordnung genannt, wäre es scheinbar legitim, wenn Netzbetreiber von Kunden aufgrund ihrer Monopol- und Wegelagererstellung Fantasiepreise aufrufen dürften, die fernab von der erbrachten Leistung sind. Fast 1.200€ für das Abmontieren eines Gaszählers. Das wäre gerade noch in Ordnung, wenn der Netzbetreiber kommt und die Leitung wieder ausbuddelt und den Wanddurchbruch fachgerecht schließt.

NelsonMuntz

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 20:11Dank BLÖD-Zeitung und interessierten Kreisen wurde das alte "Heizungsgesetz" per Kampagnenjournalismus schlechter geschrieben, als es eigentlich war.
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Zwei Anmerkungen seien mir zu diesem insgesamt recht treffenden Beitrag erlaubt:

1. Die Pferdenutzung für den täglichen Bäckerbesuch mag ökologisch sinnvoll klingen, das domestizierte Sport-, Freizeit- oder Nutzpferd hat unter dem Strich aber keine besonders klimaneutrale Bilanz. Überdies entstehen durch die benötigten Weidekoppeln ökologische Totflächen, Ödland sozusagen. Würde ich also nicht empfehlen, ein Fahrrad wäre besser ;)

2. Die deutsche Solarindustrie krankte trotz Technologieführerschaft ebenfalls an einer faktischen Übersubventionierung, die die Preise zu hoch und damit international nicht wettbewerbsfähig halten konnten. Ich kenne Leute, die heute noch Uraltanlagen im Betrieb haben und dank der damals garantierten Einspeisevergütung heute noch Reibach machen. Das Förderregimewar nicht schlau, die Einhegung des ganzen Schauspiels leider auch auch nicht so wirklich.

Ist mir aber egal, weil ich a) mit Holz heize und b) mit weiteren Holzheizern ein Stück Wald besitze. Wir wohnen wirklich weit draußen - wir dürfen das! ;)

Faunus

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 20:11Dank BLÖD-Zeitung und interessierten Kreisen wurde das alte "Heizungsgesetz" per Kampagnenjournalismus schlechter geschrieben, als es eigentlich war
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+
D'accord - bis auf eine winzige Kleinigkeit in Deinem Text


ZitatNach meiner Wahrnehmung stellt die Klimaerwärmung...
...der Mensch...
Zitat...die Mutter aller Krisen dar

;)