Die neue Heizungsgesetz - Diskussion!!!

Begonnen von BAT, 02.03.2026 19:00

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BAT

Doch der Satz passt und Du wirst ihn sicher irgendwann auch verstehen. Ich drücke die Daumen ;D

Warnstreik

Zitat von: BAT in Heute um 10:54Doch der Satz passt und Du wirst ihn sicher irgendwann auch verstehen. Ich drücke die Daumen ;D

Manchmal ist es auch ein Senderproblem.

Falls nicht: hat hier irgendjemand verstanden was der Kollege gemeint hat und Idioten wir mich mal aufklären? Gerne auch via PN...

Faunus

Zitat von: NelsonMuntz in Gestern um 09:41Hmmm, Sonne scheint und die von der PV gespeiste Wallbox lädt das Auto. Also passt das. 8)

Warum fallen mir bloss immer bei den anfallenden Massen an zu recycelten Akkus (Auto, Fahrrad, unzählbare Kleingeräte) die Berge an "gelben Säcken aus D" in Bangladesh ein.

Und ja, habe mir gerade die Karte (ADAC - ein Schelm...) mit den Akku-Aufbereitungswerken in D, die schon laufen bzw. laufen sollen (Mehrheit?) angesehen und über den weltweit größten Batteriespeicher in Baden-Württemberg gelesen - Batteriecontainer auf einer Fläche von 4,5 Fussballfeldern.
Hoffentlich entzündet sich da nix.

Und die griffige Wortwahl - "First life" der Akkus im Auto, "Second Life", als Batteriespeicher und Recycling- wenn sie verstorben sind. Wie niedlich - sogar Akkus haben ein Leben ;)


Ehrlich: ich habe mein lebenlang kein Auto gekauft - gemietet, geliehen, Taxi genommen, ÖNPV und Fahrrad (o. Motor). Zur Rente will ich mir nun doch ein Auto kaufen ob Verbrenner oder e-Auto... was für mich bequemer ist. CO2- oder Akkuproblematik....sind für mich kein Kriterium mehr!


NelsonMuntz

Das ist voll OK, lieber Faunus - aber ich wohne da draußen auf dem Land, wo die Bauern die Lebensmittel für die urbane Lastenrad-Community anbauen und viele andere Dinge weitab vom ÖPNV stattfinden. Ein hochrenommierter Zuliefer-Betrieb für die WK-Industrie hat in der Nähe seinen Sitz - aber nicht mal ne Bushaltestelle in fußläufiger Entfernung. Ach ja, und in dieser Umgebung habe ich auch noch Kinder großgezogen.

Nicht böse gemeint, aber unterschiedliche Lebensweisen haben auch unterschiedliche Bedarfe an Mobilität.

Aus Sicht der Ökologie sind wir so, oder so, oder so eine Last, wenn wir nicht wie dereinst die Römer leben wollen (und selbst die haben Wälder niedergemäht wie die Wilden). Vor dem Hintergrund hätte man eigentlich Covid die Daumen drücken, und nicht das Leid der Natur durch Imstoffentwicklung weiter verlängern sollen.


Faunus

Zitat von: NelsonMuntz in Heute um 15:51Aus Sicht der Ökologie sind wir so, oder so, oder so eine Last,


Eben, und selbst wenn sich jeder unseren Standard leisten könnte, würde das nur noch schneller ins Chaos führen.
Ich bin da einfach ein biserl desillusioniert ;-)

BAT

Zitat von: NelsonMuntz in Heute um 15:51Aus Sicht der Ökologie sind wir so, oder so, oder so eine Last, wenn wir nicht wie dereinst die Römer leben wollen (und selbst die haben Wälder niedergemäht wie die Wilden). Vor dem Hintergrund hätte man eigentlich Covid die Daumen drücken, und nicht das Leid der Natur durch Imstoffentwicklung weiter verlängern sollen.


Beides ist völliger Unfug.

Zum Ersteren: die Natur ist von sich aus extrem verschwenderisch, denke wir nur an die Blätter der Laubbäume, jedes Jahr nur der Kram, die Spermion von Millionen, die ausgesandt werden oder auch andere Sachen wie die kleinen Schildkröte, von denen kaum welche überleben. Verschwendung ist die Normalität in der Natur, Askese die Ausnahme. Wichtig ist ein geschlossener Kreislauf, den hat die Menschheit (noch) nicht erreicht.

Corona war ein typische "Kohorten-freundliches" Virus, siebte alte und Kranke aus und STÄRKTE damit eine Spezies. Im Gegensatz zum Beispiel zum frühen AIDS-Virus.

Aber es ist meine Frage immer noch unbeantwortet. Gibt es bei irgendeinem schon fertige neue Wärmeplanung mit konkreten Ergebnissen?

Fettschwanzmaki

Lt. der HP meines AG sollte der erste Wärmeplan voraussichtlich im 4. Q. 2025 veröffentlicht werden.

Ich habe diesen ersten Wärmeplan nirgends entdecken können, vllt. frage ich morgen mal hausintern nach...  ;D

Die Gemeinde, in der ich wohne, hat sich mit anderen Gemeinden zu einer "Klimaschutzregion" zusammengeschlossen. Aber auch hier: keine konkreten Ergebnisse, trotz externen Dienstleister.

Alles neu macht die GroKo und Zitronenfalter falten Zitronen:

"Kommunale Wärmeplanung

Vor allem für kleinere Kommunen soll die Wärmeplanung einfacher werden. Von einem bundesweit einheitlichen vereinfachten Verfahren sollen alle Kommunen unter 15.000 Einwohnern Gebrauch machen können. Der Aufwand soll auf maximal 20 Prozent einer regulären Wärmeplanung reduziert werden, sodass die Planung ,,innerhalb weniger Monate" abgeschlossen werden kann. Dabei geht es vor allem um Informations- und Beteiligungsverfahren, die gebündelt werden sollen.

Auch für Kommunen mit mehr als 15.000 Einwohnern soll es einfacher werden, indem sie weniger aggregierte Daten verarbeiten müssen. Die Energieverbrauchs- und Schornsteinfegerdaten von Einfamilienhäusern sollen nicht mehr übermittelt werden. Die Lücke soll geschlossen werden, indem die Verarbeitung gebäudegenauer Wärmebedarfsdaten explizit gestattet wird. Wärmebedarfsdaten könnten von Datendienstleistern erworben oder von Planern selbst errechnet werden. Die gesetzliche Pflicht zur Berücksichtigung der Kälteversorgung wird auf Kommunen mit mehr als 45.000 Einwohnern beschränkt."


Aufgrund der beabsichtigten Neuregelung (das Gesetz soll vor dem 01.07.2026 in Kraft treten) werden die Verantwortlichen ihre bisherigen Planungen wahrscheinlich noch einmal anpassen müssen. Interessant ist vllt., dass unserere Planer bei der Umsetzung von 8 bis 12 Jahren ausgehen. Warum muss ich jetzt nur an Stuttgart 21 oder an den BER denken?

Auch nett:

"Fernwärme

Die Koalition will den klimafreundlichen Aus- und Umbau der Wärmenetze vorantreiben. Dazu werden die AVB Fernwärme V sowie die Wärmelieferverordnung novelliert und die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) ,,gesetzlich geregelt und aufgestockt". Damit die Betreiber den Aus- und Umbau auch sicher refinanzieren können, soll das voraussetzungslose Leistungsanpassungsrecht des Kunden (§ 3 AVB Fernwärme V) geändert werden.

Auch das Kostenneutralitätsgebot des § 556c BGB in Verbindung mit der Wärme LV, ,,das die Umstellung vermieteter Bestandsgebäude auf Fernwärme aktuell in den meisten Fällen verhindert", werde ,,moderat" angepasst. Mit einer verpflichtenden Preistransparenzplattform und der Einrichtung einer Schlichtungsstelle will die Koalition zugleich Transparenz und Verbraucherschutz verbessern und die Bezahlbarkeit der Fernwärmepreise sichern.


Nach meiner bisherigen Einschätzung wird das ein richtiger Spaß. Das ist das genauso vorausschauend durchdacht, wie die Pflegeversicherung bei der Einführung...  ;D

Zur Erinnerung: fast 50 % der Fernwärme werden derzeit unter überwiegend monopolistischen Bedingungen mit Gas erzeugt - finde den Fehler.


"Die ,,Bio-Treppe"

Damit können auch neue Öl- und Gasheizungen wieder eingebaut werden. Bedingung ist, sie nutzen einen zunehmenden Anteil ,,klimafreundlicher Brennstoffe wie Biomethan und synthetischen Treibstoff,,. Ab dem 1. Januar 2029 beträgt der Anteil zehn Prozent. In drei Schritten soll sich der Anteil bis 2040 erhöhen – wie diese ,,Treppenstufen" aussehen, steht allerdings noch nicht fest. Das werde im Gesetz geregelt, heißt es im Eckpunktepapier der Koalition. Da die klimafreundlichen Brennstoffe in der Regel teurer sind als fossiles Öl oder Gas, entfällt der CO2-Preis für den grünen Anteil.
"

"Abgrenzung zur 65-Prozent-Regel

Die Bio-Treppe ersetzt die frühere Regel, die 65 % erneuerbare Energie vorschrieb. Sie setzt auf graduelle, stufenweise Quoten, was den Einstieg für Eigentümer erleichtert und die begrenzte Verfügbarkeit erneuerbarer Gase berücksichtigt.

Fazit

Die Bio-Treppe ist ein zentrales Instrument der GEG-Reform 2026. Sie sorgt für einen praktischen, schrittweisen Übergang vom fossilen Heizen zu erneuerbaren Brennstoffen und bietet Hauseigentümern die nötige Flexibilität, um wirtschaftliche und ökologische Entscheidungen langfristig abzusichern."


Vor ca. zwei Wochen habe ich einen Bericht gesehen, wonach allein für die jetzt anstehenden 10 % eine Fläche des Saarlandes für die Erzeugung von u. a. Biomethan benötigt werden würde (Flächenkonkurrenz).

Bislang ist der klimafreundliche Effekt wohl auch noch nicht genau "durchgerechnet".

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit wurde im Radio die Neuerscheinung "Kurzschluss - Wie wir unsere Energiezukunft verspielen" von Claudia Kemfert vorgestellt. Die Frau verfügt möglicherweise über mehr Expertise als alle bisherigen CDU Energie- und Wirtschaftminister zusammen (vgl. u. a. "Altmaier-Knick").

Hervorhebungen von mir, Quellennachweise bei Bedarf - ich bin zu faul, langer Tag.

Mein Fazit:

Wir drehen uns im Kreis.