Arbeitsplatzbeschreibung

Begonnen von Regulus, 16.03.2026 17:31

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Regulus

Hallo,

ich habe Fragen zur Arbeitsplatzbeschreibung. Habe meine Stelle vor 1 Jahr angetreten und habe mir jetzt eine Arbeitsplatzbeschreibung geben lassen, weil ich wissen wollte was meine Aufgaben wirklich sind.

Diese ist von 2020, also älter als ich da bin und ist nicht deckungsgleich mit dem für was ich mich beworben habe. 1 Aufgabe die mir als Hauptaufgabe "verkauft" worden ist, soll anscheinend nur 7% meiner Stelle aus machen. Dabei darf ich die Aufgabe fast durchgängig machen, was mind. 25% meiner Zeit ist.

Dazu kommt das meine Chefin will das ich Vertretung für mehrere Kollegen mache, die EG 9B kriegen, während ich nur EG 8 bekomme. Da geht es nicht nur um 1 Tag oder so. Teils schon um mehrere Wochen und Tage, weil das 4 verschiedene Kollegen sind. Wurde auch überall eingearbeitet, um jeglichen Kram teils gleichzeitig machen zu dürfen, weils ja schön ist jemanden dafür zu haben...

Meine Eingruppierung EG 8 ist, weil ich weniger Anteile in der "Selbstständigen und eigenverantwortlichen Durchführung..." habe. Habe dort nur 10% bekommen, was auch passen würde ohne die Vertretungen. Weil die 4 Stunden erreiche ich locker durch die momentane Besetzung. 1 Vertretungstag pusht das auf mind. 8h in der Woche hoch. Weiß leider nicht wie das gezählt wird, wenn man sogesehen 2-3 Aufgaben gleichzeitig erledigt, weil man das nicht anders schaffen kann.

Qualifizierungen sind die selben. Also da gibts keinen Unterschied, was die EG ausmacht.

Die Stellenausschreibung habe ich leider nicht mehr. Auch im Vertrag steht nix zu Aufgaben. Nur mein Beruf.

Ist jetzt nur die Frage, ob ich jetzt meine Stelle so einfordern kann wie sie in der Arbeitsplatzbeschreibung steht oder muss ich jetzt damit leben 2 Entgeltgruppen weniger zu kriegen und dafür teils die Arbeit der anderen mitzumachen und mich jedes mal abzuhetzen.

Hoffe die Infos reichen aus. Habe bis jetzt noch nicht das Gespräch mit meiner Chefin gesucht, weil ich nicht weiß wie man das gekonnt angeht. Bin ja auch noch nicht lange da.

MoinMoin

Urlaub/Abwesenheitsvertretungen sind aufs Jahr zu rechnen.

Wenn die Zeitanteile in deiner Arbeitsplatzbeschreibung nicht mit denen deiner Tätigkeit übereinstimmt, dann dokumentiere dass und lass es ändern.
Wenn du 20% 9b machst und 80% 8 er, dann ist es leider halt nur eg8, auch wenn du Wochen nur 9b machst.

Regulus

Ah ok.

Ich könnte aber nicht sagen :"Jop, ich hab die und die Prozente und mache nurnoch das was bei mir drin steht." ?

Ist halt leider etwas schwieriger bei uns, weil es um Laborarbeit geht und da wird halt alles in 3 Sachen einsortiert. Alles außer die Tätigkeit mit 7% würde ja grob passen, wenn ich nicht von der Chefin in Vertretungen reingezwungen werde.

Die 3 Tätigkeiten:

-Fahren 7% (eigentlich 25%, aber auch nur weil mir gesagt wurde das ich hauptverantwortlich für bin. Dabei haben alle Vertretungen nur 7% darauf und ich bin auch nur eine Vertretung)
-Nasschemie 70%, Grund für E8
-Instrumentelle Analytik 10% + extra Tätigkeit die dazu gehört (passt ohne Vertretungen auch)

Bubi11

Wie ja MoinMoin bereits gesagt hat müsstest du mit den Aufgaben die 9b rechtfertigen über 50% kommen. Also dann müsstest du 50% deiner gesamten Tätigkeit diese Aufgaben erledigen. Ich denke das wird eher nicht der Fall sein denn auch die Vertretungsaufgaben werden nicht komplett zu 100% 9b Aufgaben sein sondern auch nur Anteilig und du machst ja diese Aufgaben auch nicht das ganze Jahr über.

Wenn allerdings deine eigentlichen Aufgaben sagen wir zu 40% 9b wären und du machst noch Vertretung dann könnte es evtl. hinkommen aber das kann man so jetzt nicht beurteilen.

Petar Tudzharov

Du kannst dich nicht mit der Stoppuhr hinsetzen und um 09:21 Uhr alles stehen und liegen lassen, weil die Zeit für deine 10% instrumentelle Analytik vorbei ist.

Die Zeitanteile sind verbindlich, allerdings für einen ausreichend großen Bezugszeitraum, der die notwendige Flexibilität und eine temporäre Verlagerung der Aufgabenschwerpunkte zulässt (saisonale Schwankungen, Häufung zu Stichtagen, unerwartete Ereignisse etc.).

Sollte sich dabei herausstellen, dass die Zeitanteile nicht passen, sollte das Gespräch mit dem Arbeitgeber gesucht werden, um eine Lösung zu finden.


clarion

Du musst über mehrere Monate hinweg Deine Tätigkeiten dokumentieren. Wenn die Zeitanteile nicht zur Tätigkeitsbeschreibung passen, kannst Du etwas unternehmen.