Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

xap

Dann möchte ich es anders formulieren: dein Tonfall und erst recht dein Geschreibsel ist nur eins: Lächerlich.

Herr Bernd

Zitat von: xap in 07.08.2026 20:09Dann möchte ich es anders formulieren: dein Tonfall und erst recht dein Geschreibsel ist nur eins: Lächerlich.

Ist das so?

Nun denn.

Ich möchte in diesem Zusammenhang den Rest der Insassen um Nachsicht bitten, aber bei der einen oder anderen Äußerung hier kann ich mich schlecht zurückhalten.

Um es zu verdeutlichen: Irgendwer hatte hier schonmal auf einen meiner Posts geantwortet, das es für den Bürger ja den Rechtsweg gäbe um zu seinem Recht zu kommen. Und es daher nicht auf eine Verwaltung ankommt die funktioniert (so jedenfalls sinngemäß). Das sind dann aber die selben Leute, die bei "Justice delayed is justice denied" im Zusammenhang mit Besoldungsfragen in fast schon extatischen Jubel ausbrechen. Gehören Sie auch dazu, oder? Vielleicht macht es ja mal irgendwann "klick" und der Widerspruch wird deutlich.


AltStrG

Zitat von: Hugo in 07.08.2026 21:01https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/schwierige-haushaltslage-in-brandenburg-deutlich-weniger-beamte-konnen-auf-beforderung-hoffen-15925694.html

Brandenburg macht es nicht nur bei der aA vor wie es gehen könnte...

Das habe ich schon vor acht Monaten verhorgesagt, dazu braucht man allerdings kein Prophet sein.

Knecht

Zitat von: AltStrG in 07.08.2026 21:43Das habe ich schon vor acht Monaten verhorgesagt, dazu braucht man allerdings kein Prophet sein.

Man munkelt ja sogar, dass beim Bund schon mal vorsorglich die Leistungsprämie gestrichen wurde, ohne dass irgend eine Form der Anpassung in Sicht wäre  ;D

Die rote Laterne ist ja auch was, oder so.

AltStrG

#3245
Zitat von: 2strong in 07.08.2026 02:15Das sehe ich - insbesondere bei Bund und Ländern - noch nicht. Der Tarifbeschäfrigte ist im aktiven Dienst teurer als der Beamte. Vor diesem Hintergrund eine langfristig möglicherweise wirtschaftlichere Entscheidung (nämlich pro Tarifkraft) zu treffen, wo doch bereits im kommenden Jahr eine Einsparung erzielt werden muss, spricht ganz praktisch unverändert für eine breite Beamtenschaft.

Beim Bund gibt es zudem kaum Lehrkräfte.

Das interessiert keinen. Es geht um das politische Signal, weniger um die Kosten. Wer sagt denn eigentlich, dass kommende Lehrer Anspruch auf A13/14 oder vergleichbares Angestelltengehalt haben, geschweige denn, dass es überhaupt Stellen gibt? Die Frage ist zudem, ob bei sinkenden Geburtenraten in naher Zukunft noch mehr Lehrkräfte gebraucht werden oder ob die vorhandenen Lehrer mittels Arbeitszeitverdichtung und mehr Lehrstunden nicht ausreichen.

Des Weiteren nimmt alles seinen Lauf wie vorhergesagt: weniger Beförderungen, weniger Personal, weniger Stellen, mehr Verantwortung, mehr Zugleichaufgaben, längere Dienstzeiten, längere Standzeiten.

https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/schwierige-haushaltslage-in-brandenburg-deutlich-weniger-beamte-konnen-auf-beforderung-hoffen-15925694.html

Zitat:
Brandenburgs Beamte müssen sich angesichts der Haushaltslage in den nächsten Jahren auf deutlich weniger Beförderungen einstellen als bisher. Aus einer internen Veröffentlichung des Potsdamer Innenministeriums, die den Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) vorliegt, geht nun hervor, was das im Klartext heißt: Zwar sollen ,,trotz der angespannten Haushaltslage auch in diesem Jahr Beförderungen möglich sein". Dies solle aber in einem geringeren Ausmaß geschehen als in den Vorjahren.

,,Die Ausgabe der Beförderungsoptionen wird sich dabei auf einzelne Besoldungsgruppen konzentrieren", heißt es in dem Text. ,,Das bedeutet im Umkehrschluss, dass andere Besoldungsgruppen zumindest in diesem Jahr im Auswahlverfahren nicht einbezogen werden."

Im Innenministerium gelte das für 2026 etwa für ,,alle Beamtinnen und Beamte der Besoldungsgruppen A8, A9m, A10, A11 und A14". Das bedeutet, dass vor allem Sachbearbeiter in den mittleren Besoldungsgruppen der Behörde in diesem Jahr keine Chance auf einen Aufstieg mehr haben.

Gewerkschaft: ,,Wir haben einfach nicht mehr so viel Geld"
,,Es wird künftig wesentlich weniger befördert", sagte der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Matthias Ziolkowski, auf Anfrage. Die Anzahl der Menschen, die insgesamt befördert werden könnten, sei aber beispielsweise für die Polizei noch unklar. Während früher jährlich 900 Beförderungen im Innenministerium, in der Polizeischule und in der Polizei möglich gewesen seien, werde es künftig wesentlich weniger Fälle geben. ,,Wir haben einfach nicht mehr so viel Geld wie früher."

Brandenburg will die Zahl der Beamten reduzieren
Ein Sprecher des Potsdamer Innenministeriums wollte sich am Freitag nicht zu dem Vorgang äußern. Die Haushaltsverhandlungen befänden sich derzeit auf der Zielgeraden. Man bitte daher um Verständnis, dass das Ministerium erst das Ende der Haushaltsverhandlungen abwarten wolle, bevor man ,,dann getroffene Entscheidungen" öffentlich kommuniziere.

Innenminister Jan Redmann (CDU) hatte allerdings bereits bei einer Pressekonferenz im Juli, bei der es um die Konsequenzen aus dem Karlsruher Urteil zur Beamtenbesoldung für das Land Brandenburg ging, angekündigt, dass es in diesem Jahr wohl nur ein Viertel der bisherigen Beförderungen geben werde.

Generell wollte die Landesregierung die Zahl der Beamten reduzieren. Zudem wurde mittlerweile ein Abbau von rund 700 Stellen im Landesdienst angekündigt.


2strong

Das schätze ich anders ein. Das Signal kann man sich - zumindest mittelfristig - nicht leisten.

2strong

Zitat von: Knecht in 07.08.2026 21:46Man munkelt ja sogar, dass beim Bund schon mal vorsorglich die Leistungsprämie gestrichen wurde, ohne dass irgend eine Form der Anpassung in Sicht wäre  ;D
Die scheiß Leistungsprämie sollen sie ruhig streichen. Kriege ich eh nicht ;-)

AltStrG

Zitat von: 2strong in 07.08.2026 21:56Das schätze ich anders ein. Das Signal kann man sich - zumindest mittelfristig - nicht leisten.

Klar, passiert doch schon. Aktuell in Brandenburg und in Berlin. Sachsen und Sachen-Anhalt wollen nicht mehr verbeamten und das Thema steht schon im politischen Beratungsplan. Die SWK und die KMK haben dazu schon beraten, das es zu viele Lehrer bzw. zu viele Lehrer an der falschen Stelle gibt, bis 2030 wird sich das weiter verschärfen. Zudem stellen die Lehrer die meisten Beamten, das heißt in der Politik: die erste Stelle, an der man wirkungsvoll(e) Maßnahmen beschliessen kann.

https://www.news4teachers.de/2025/09/noch-vor-kurzem-herrschte-lehrermangel-an-grundschulen-jetzt-gibts-zu-viele-grundschul-lehrkraefte-sollen-wechseln/

2strong

Halte ich für Wahlkampfgelaber. Und für 2027 ist die Messe ohnehin schon gelesen.

Ungeachtet dessen:
Dass man die vielen Lehrer nicht mehr verbeamten will, finde ich in der Sache nicht falsch. Aber man muss dann natürlich auch noch genug Leute finden, die den Scheiß machen wollen. Bei Musik, Kunst und Germanistik mögen sich noch genug Frauen finden, aber Mathematiker, Physiker und Informatiker überlegen sich das sicherlich 2x.

NvB

#3250
Zitat von: 2strong in 07.08.2026 22:30Halte ich für Wahlkampfgelaber. Und für 2027 ist die Messe ohnehin schon gelesen.

Ungeachtet dessen:
Dass man die vielen Lehrer nicht mehr verbeamten will, finde ich in der Sache nicht falsch. Aber man muss dann natürlich auch noch genug Leute finden, die den Scheiß machen wollen. Bei Musik, Kunst und Germanistik mögen sich noch genug Frauen finden, aber Mathematiker, Physiker und Informatiker überlegen sich das sicherlich 2x.

Deutschland reitet gerade auf die größte Arbeitslosenquote zu, die dieses Land erlebt hat.

Dieses Land wird gerade von sämtlichen Ländern wirtschaftlich massiv überholt.


LandReales BIP-Wachstum 2025 (Gesamtjahr)

Irland+12,3 % (durch verzerrte Sondereffekte multinationaler Konzerne)
Malta+4,0%
Zypern+3,8%
Polen+3,6 %
Kroatien+3,1 %
Bulgarien+3,2 %
Spanien+2,8 %
Tschechien+2,6 %
Dänemark+2,9 %
Litauen+2,5 %
Griechenland+2,0 %
Schweden+1,7 %
Portugal+1,9 %
Niederlande+1,9 %
Lettland+1,6 %
Slowenien+1,0 %
Belgien+1,0 %
Frankreich+0,9 %
Slowakei+0,8 %
Italien+0,6 %
Österreich+0,6 %
Estland+0,5 %
Ungarn+0,4 %
Luxemburg+0,1 %
Deutschland+0,2 %
Finnland+0,2 %
Rumänien+0,6 % (starke Abschwächung im Jahresverlauf)

Merkt hier eigentlich noch einer, was das für Deutschland gerade bedeutet?

Wir.sind.am.Arsch

Und die verschlafene E-Wende ist noch nicht mal eingerechnet + weitere Fehlentscheidungen und die absolute Erosion unserer Infrastruktur...

Leute, wacht endlich mal auf, unser Wohlstand bekommt gerade einen richtig dicken Knick. Da sind verbeamtete Musik- und Kunstlehrer unser kleinstes Problem.


DrStrange

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsweiser-fordert-abschaffung-der-witwenrente-201106823.html

"In der Debatte um die Reform der gesetzlichen Rente fordert der Wirtschaftsweise Martin Werding, auch an die Beamtenversorgung heranzugehen: ,,Die Maximalpension sollte sinken: Die Höchstgrenze für das Ruhegehalt von Beamten wurde im Jahr 2002 von 75 Prozent auf 71,75 Prozent der Dienstbezüge gesenkt. Seither ist nichts passiert, das ist nicht fair. Um die Effekte der Rentenanpassungen auf Beamte zu übertragen, müsste die Höchstgrenze auf 68 Prozent sinken", sagte Werding der ,,Rheinischen Post" (Samstag). "


Es wird immer besser. Der Vertrag mit dem DH, den man vor vielen Jahren geschlossen hat, wird immer wieder zugunsten des DH geändert und bedeutet für den Beamten Einbußen.
Es wäre nicht zeitgemäß. So ein BS.
Hätten DAS (plus der Betrug bei der aaA) viele heutige Beamte zu Beginn ihrer Laufbahn gewusst, wären sie wohl nie Beamte geworden.

Unknown

Zitat von: DrStrange in 08.08.2026 09:56Hätten DAS (plus der Betrug bei der aaA) viele heutige Beamte zu Beginn ihrer Laufbahn gewusst, wären sie wohl nie Beamte geworden.
Das glaube ich nicht, denn am Anfang beschäftigten sich nur ein Bruchteil der Menschen die Beamter werden wollen mit den ganzen Feinheiten. Viele wollen erstmal drin sein und danach kommen die ganzen Feinheiten hervor. Man sieht es an der jüngst veröffentlichten Statistik, dass es nur knapp über 20k Widersprüche gibt, unter der Voraussetzung das die Statistik richtig ist. Das zeigt doch das allgemeine Desinteresse, wenn man tiefer ins Berufsbeamtentum einsteigt. Gerade bei der amtsangemessenen Alimentation geht es ja nicht um fünf Euro sondern um fünf oder sechsstellige Beträge.

DeltaR95

Zitat von: DrStrange in 08.08.2026 09:56"In der Debatte um die Reform der gesetzlichen Rente fordert der Wirtschaftsweise Martin Werding, auch an die Beamtenversorgung heranzugehen: ,,Die Maximalpension sollte sinken: Die Höchstgrenze für das Ruhegehalt von Beamten wurde im Jahr 2002 von 75 Prozent auf 71,75 Prozent der Dienstbezüge gesenkt. Seither ist nichts passiert, das ist nicht fair. Um die Effekte der Rentenanpassungen auf Beamte zu übertragen, müsste die Höchstgrenze auf 68 Prozent sinken", sagte Werding der ,,Rheinischen Post" (Samstag). "

Der Autor entlarvt sich doch schon selber, dass er keine Fakten hat, um seine Forderung zu untermauern, deshalb schwingt man die "subjektive moralische Keule" und argumentiert mit "Fairness". Was fällt Deutschland gerade im Bildungssystem auf die Füße? Richtig, weil man glaubte, nur weil nicht jeder den selben Top-Abschluss macht, wäre es "unfair" und damit "ungerecht", hat man halt die Anforderungen reduziert.

Nicht das Pensionsniveau ist zu hoch, sondern das Rentenniveau zu niedrig. Es wird doch immer gerne auf andere Länder verwiesen, dann soll man das bitte endlich mal umsetzen, statt immer nur den einfachen Weg des "Absenkens" zu gehen. Für so einen "Ratschlag" brauche ich keinen Wirtschaftsweisen, da kommt jeder Mensch selbst drauf.

Beispiel: Wenn die Politik dafür sorgen würde, dass Wohnraum bezahlbar wird, wird auch keiner meckern, wenn der Beitrag zur Rentenkassen etwas erhöht wird, wie z.B. in Österreich. Aber da zahlt der Arbeitgeber auch mehr als der Arbeitnehmer  ::)

Schneewitchen

Zitat von: DrStrange in 08.08.2026 09:56https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsweiser-fordert-abschaffung-der-witwenrente-201106823.html

"In der Debatte um die Reform der gesetzlichen Rente fordert der Wirtschaftsweise Martin Werding, auch an die Beamtenversorgung heranzugehen: ,,Die Maximalpension sollte sinken: Die Höchstgrenze für das Ruhegehalt von Beamten wurde im Jahr 2002 von 75 Prozent auf 71,75 Prozent der Dienstbezüge gesenkt. Seither ist nichts passiert, das ist nicht fair. Um die Effekte der Rentenanpassungen auf Beamte zu übertragen, müsste die Höchstgrenze auf 68 Prozent sinken", sagte Werding der ,,Rheinischen Post" (Samstag). "


Es wird immer besser. Der Vertrag mit dem DH, den man vor vielen Jahren geschlossen hat, wird immer wieder zugunsten des DH geändert und bedeutet für den Beamten Einbußen.
Es wäre nicht zeitgemäß. So ein BS.
Hätten DAS (plus der Betrug bei der aaA) viele heutige Beamte zu Beginn ihrer Laufbahn gewusst, wären sie wohl nie Beamte geworden.

Das ärgert mich kolossal. Arbeitnehmer sind deutlich weniger an ihren Arbeitgeber gebunden. Der Arbeitnehmer bewirbt sich auf eine Stellenausschreibung, wenn ihm die Konditionen zusagen. Bei Erfolg der Bewerbung wird ein Arbeitsvertrag geschlossen, der für beide Parteien grundsätzlich bindend ist. Spätere Konditionsverschlechterungen gehen nicht Mal einfach so. Wird dem AN eine Änderungskündigung vorgelegt, so kann er entscheiden, ob er sich darauf einlässt oder nicht. Im Zweifel sucht er sich einen neuen Arbeitgeber.

Wir haben uns auch irgendwann mal verbeamten lassen und haben dabei auch die seinerzeitigen Konditionen zur Grundlage unserer Entscheidung gemacht. Bei uns gibt es aber keine Änderungskündigungen. Bei uns gibt es nur willkürliche Konditionsverschlechterung durch die Dh, die in den letzen 30 Jahren schleichend eingeführt wurden.

Sich mal eben anderswo zu bewerben ist bei uns in der Regel keine Option. Zu einem anderen Dienstherren? Den öD verlassen? Letzteres ist vielleicht eine Option für gefragte Spezialisten (Steuern, EDV). Ansonsten wird es schwer mit einer Verwaltungsausbildung und ausschließlicher Berufserfahrung in einer Behörde. Zumal ist die dann durchzuführende Nachversicherung ein Verlustgeschäft.

Das System ist halt darauf ausgelegt, dass man eben Beamter bleibt.

Und das nutzen die Dh eben auch gnadenlos aus. Wir können uns im Grundsatz nicht Mal eben einen neuen Job suchen und wir haben kein Streikrecht.

Anders gesagt: Wir sind den Dh auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, zumal der effektive Rechtsschutz im Grunde auch nicht gegeben ist.

Wenn es um unsere Pflichten geht, da ist unser Dh in der Regel peinlich genau und achtet darauf, dass wir die Regeln schön einhalten. Umgekehrt herrscht Willkür, vorsätzliche Falschauslegung der bestehenden rechtlichen Bestimmungen zu unseren Ungunsten und eine latente Verachtung gegenüber dem Berufsbeamtenturm.

In spätestens 4,5 Jahren gehe ich in Pension. In der Zwischenzeit passe ich mein dienstliches Engagement der Bereitschaft meines Dh zeit- und wirkungsgleich an, mich amtsangemessen zu besolden.