Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

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tunnelblick

Sind wir nun doch wieder in der Neiddebatte angekommen?
Es wird mit Sicherheit niemand bestreiten, dass ein Aufstieg im Amt häufig mit einer "Belohnung" einhergeht, so wie auch die Beamten, die bspw. beim HS Bund studieren, dies aber lediglich tun, damit sie in den gehobenen Dienst kommen, weil dort die Besoldung höher ist. Dafür wird dann manchmal auch ein Wechsel der Behörde nicht mehr ausgeschlossen.
Andere Mittel stehen auch gar nicht zur Verfügung, außer ab und an eine Sonderzahlung zum Jahresende, und auch die gibt es bei weitem nicht überall.
Ist das gerecht? Diese Frage ist sehr subjektiv zu beantworten und hängt natürlich davon ab, ob man selber in den "Genuss" einer Beförderung kommt oder eben auch nicht. Dass man innerhalb des Systems dann "Gründe" für eine Beförderung findet, bspw. durch die Beurteilungsrunden, ist so dem System selbst geschuldet - "Belohnung" gibt es halt sonst eher nicht für Verantwortung und/oder Fleiß. Wohlwissentlich, dass dies oftmals mit Sicherheit auch "Nasenfaktor" geht.
Ich rate aber wieder mal davon ab, hier seinen eigenen Frust über (teils gefühlte) Ungerechtigkeiten so zu formulieren, als wäre das System nur ungerecht, weil man selber (vermeintlich) keine Gerechtigkeit erfährt.

NvB

Zitat von: DeltaR95 in Gestern um 14:14Stimmt, diese "Unterschiede" können natürlich auch gar nichts damit zu tun haben, dass man versucht hat, "Unterschiede" in den Besoldungstabellen "auszugleichen" und durch Dienstgradinflation versucht hat, im Vergleich der Bundesländer ein "attraktiver Arbeitgeber" zu bleiben.

Ich möchte an die Kienbaum Studie in den 90er erinnern:

ZitatEine im Jahr 1991 durchgeführte Studie der Unternehmensberatung
Kienbaum führte zum Ergebnis, dass die Aufgaben im Polizeidienst (im
Quervergleich zur "sonstigen öffentlichen Verwaltung") dem gehobenen
und höheren Dienst zuzuordnen sind (sog. "zweigeteilte Laufbahn").
Insbesondere die Funktion "Streifenbeamtin/er", die zu dieser Zeit noch
überwiegend dem mittleren Dienst zugeordnet war, sei im Verhältnis zu
ähnlich belasteten und verantwortungsvollen Funktionen in der öffentlichen Verwaltung und der Privatwirtschaft unterbewertet und daher dem
gehobenen Dienst zuzuordnen.

Und der Studie muss man Recht geben. Wenn man die Verantwortung betrachtet, gerade in Sachen Eingriffsbefugnis ins Grundgesetz, halte ich sogar A9 für noch unterbewertet.

Vergleicht man die Anordnungskompetenz zwischen einem A9er Polizisten und einen A9er im gleichbesoldeten Kommunalamt / Verwaltungsamt, erkennt man eine riesen Kompetenzlücke.
Das andere Bundesländer ihre Polizisten im mD die Arbeit machen lassen, ist ein Zeugnis des Spardiktates, den man in NRW zum Glück dahingehend überwunden hat.

BVerfGBeliever

Zitat von: Alexander79 in Gestern um 10:51Nirgendwo steht geschrieben das der Abstand zw. A3 und A4 2,2% betragen muss, aber bei A13 auf A14 11%.
Der Dienstherr kann genauso sagen die Abstände bei A13 auf A14 betragen zB 2,2%.
Hast du mal einen Blick auf die geplante Anpassung der Grundgehälter in Brandenburg geworfen?

1.) In der A5 Endstufe soll es von 3.285 EUR auf 3.522 EUR gehen, also plus 7,21%.
2.) In der A16 Endstufe soll es von 8.663 EUR auf 10.218 EUR gehen, also plus 17,94%.
3.) In der Gruppe B11 soll es von 16.220 EUR auf 20.073 EUR gehen, also plus 23,76%.

Sind die Verantwortlichen in Potsdam jetzt "völlig durchgeknallt"? Oder korrigieren sie möglicherweise schlicht und einfach lediglich ein paar "Sünden der Vergangenheit" (Stichwort Sockelbeträge, etc.)..?

DrStrange

Zitat von: NvB in Gestern um 14:42Und der Studie muss man Recht geben. Wenn man die Verantwortung betrachtet, gerade in Sachen Eingriffsbefugnis ins Grundgesetz, halte ich sogar A9 für noch unterbewertet.

Vergleicht man die Anordnungskompetenz zwischen einem A9er Polizisten und einen A9er im gleichbesoldeten Kommunalamt / Verwaltungsamt, erkennt man eine riesen Kompetenzlücke.
Das andere Bundesländer ihre Polizisten im mD die Arbeit machen lassen, ist ein Zeugnis des Spardiktates, den man in NRW zum Glück dahingehend überwunden hat.

Da gebe ich die Recht!
Bsp: BSD in/aus Kfz
In NRW steigen 1x A9 und 1xA10 aus dem Streifenwagen
In Sachsen 2xA7
das ergibt doch keinen Sinn mehr!

Hptm

Die Dienstpostenbündelung zielt nicht darauf ab, mehr Verantwortung zu schaffen, da es auch Dienstposten gibt, auf denen man durch die Bündelung plötzlich befördert werden konnte. Vielmehr geht es darum, häufige Versetzungen der Dienstposteninhaber zu vermeiden und so eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Eine Bündelung A13-A15 habe ich noch nie gesehen.

Warum gibt es Dienstposten, auf denen Personen nicht befördert werden können, obwohl sie die nötige Eignung, Leistung und Befähigung mitbringen? Der Grund liegt oft darin, dass schlichtweg nicht genug Haushaltsstellen für die höhere Besoldungsgruppe vorhanden sind. Selbst wenn jemand alle Voraussetzungen erfüllt und der beste Mann ist, ist eine Beförderung ohne freie Haushaltsstelle unmöglich. Solange keine Stelle durch Ruhestand oder andere Umstände frei wird, bleibt die Beförderung blockiert – selbst für Top-Performer.

Wenn es allein um Eignung, Leistung und Befähigung ginge, dürften Offiziere, die ihr Studium nicht bestehen, nicht bei der Bundeswehr bleiben. Doch der Bedarf an Personal ermöglicht es in der Praxis oft trotzdem.

Viele vergessen, wie sehr auch das Glück das Leben prägt.

Hptm

Zitat von: DrStrange in Gestern um 16:13In NRW steigen 1x A9 und 1xA10 aus dem Streifenwagen
In Sachsen 2xA7
das ergibt doch keinen Sinn mehr!

Das ergibt von der Aufgabe her keinen Sinn.
Vielleicht liegt es daran, dass man in Nordrhein-Westfalen keinen Polizisten für die Besoldungsgruppe A7 findet, während dies in Sachsen aufgrund des Arbeitsmarktes möglich ist.
Unfair ist das schon. Gleiche Arbeit gleicher Lohn.

Schneewitchen

Zitat von: Hptm in Gestern um 17:22Das ergibt von der Aufgabe her keinen Sinn.
Vielleicht liegt es daran, dass man in Nordrhein-Westfalen keinen Polizisten für die Besoldungsgruppe A7 findet, während dies in Sachsen aufgrund des Arbeitsmarktes möglich ist.
Unfair ist das schon. Gleiche Arbeit gleicher Lohn.

Zitat von: Hptm in Gestern um 17:22Das ergibt von der Aufgabe her keinen Sinn.
Vielleicht liegt es daran, dass man in Nordrhein-Westfalen keinen Polizisten für die Besoldungsgruppe A7 findet, während dies in Sachsen aufgrund des Arbeitsmarktes möglich ist.
Unfair ist das schon. Gleiche Arbeit gleicher Lohn.

Das Problem: Worauf bezieht man diesen Grundsatz, der im Prinzip absolut richtig ist? Region, Land, Bundesrepublik Deutschland, Europa.....?

Rheini

Fragt doch mal bei den beiden DH nach.

Tarifgeist

Zitat von: Hptm in Gestern um 17:17Die Dienstpostenbündelung zielt nicht darauf ab, mehr Verantwortung zu schaffen, da es auch Dienstposten gibt, auf denen man durch die Bündelung plötzlich befördert werden konnte. Vielmehr geht es darum, häufige Versetzungen der Dienstposteninhaber zu vermeiden und so eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Eine Bündelung A13-A15 habe ich noch nie gesehen.

Warum gibt es Dienstposten, auf denen Personen nicht befördert werden können, obwohl sie die nötige Eignung, Leistung und Befähigung mitbringen? Der Grund liegt oft darin, dass schlichtweg nicht genug Haushaltsstellen für die höhere Besoldungsgruppe vorhanden sind. Selbst wenn jemand alle Voraussetzungen erfüllt und der beste Mann ist, ist eine Beförderung ohne freie Haushaltsstelle unmöglich. Solange keine Stelle durch Ruhestand oder andere Umstände frei wird, bleibt die Beförderung blockiert – selbst für Top-Performer.

Wenn es allein um Eignung, Leistung und Befähigung ginge, dürften Offiziere, die ihr Studium nicht bestehen, nicht bei der Bundeswehr bleiben. Doch der Bedarf an Personal ermöglicht es in der Praxis oft trotzdem.

Viele vergessen, wie sehr auch das Glück das Leben prägt.
Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 17:46Das Problem: Worauf bezieht man diesen Grundsatz, der im Prinzip absolut richtig ist? Region, Land, Bundesrepublik Deutschland, Europa.....?

Im Vollzugsbereich der Bundeszollverwaltung genau das gleiche Spiel: Von Kollegen mit >5 Jahren Ermittlungserfahrung wird ganz selbstverständlich verlangt, dass sie komplexe Umfangsverfahren mit mehrjähriger Ermittlungsarbeit samt dem kompletten Instrumentarium der StPO (von Durchsuchung, über TKÜ bis zum Haftbefehl) abarbeitet...wenn man es nicht macht, eben mit dem Hinweis "nur" mD zu sein, dann machen es halt die A8er links und rechts von dir. Wer dann die notwendigen Punkte für den Aufstieg oder einen raren Amtsinspektor Posten bekommt, kann man sich denken...

2strong

Zitat von: Hptm in Gestern um 17:22Das ergibt von der Aufgabe her keinen Sinn.
Vielleicht liegt es daran, dass man in Nordrhein-Westfalen keinen Polizisten für die Besoldungsgruppe A7 findet, während dies in Sachsen aufgrund des Arbeitsmarktes möglich ist.
Unfair ist das schon. Gleiche Arbeit gleicher Lohn.
Das folgt auch keiner inneren Logik,sondern wird einfach politisch gesetzt. Und wenn das gewollt ist, findet sich für alles auch eine Begründung.

BundesbeauftragterFürDing

Mein per Dienstpost zugestellter Widerspruch beim BVA für 2021 - 2026 wurde mir heute per Brief als eingegangen & ruhend gestellt bestätigt. Jetzt warten wir mal, wie es die nächsten Monate weitergeht 🙃

emdy

Zitat von: BundesbeauftragterFürDing in Gestern um 22:29Mein per Dienstpost zugestellter Widerspruch beim BVA für 2021 - 2026 wurde mir heute per Brief als eingegangen & ruhend gestellt bestätigt. Jetzt warten wir mal, wie es die nächsten Monate weitergeht 🙃

Gar nicht. 🙃

MOGA

Zitat von: BundesbeauftragterFürDing in Gestern um 22:29Mein per Dienstpost zugestellter Widerspruch beim BVA für 2021 - 2026 wurde mir heute per Brief als eingegangen & ruhend gestellt bestätigt. Jetzt warten wir mal, wie es die nächsten Monate weitergeht 🙃
Warten wir mal auf die Tage um den 24.09. rum...
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