HUK PKV schlecht oder ausreichend?

Begonnen von webs96, 03.05.2026 13:03

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

webs96

Hallo zusammen,
von einigen oder den meisten Versicherungsmaklern wird ja die HUK und auch oft die Debeka sehr schlecht geredet. Begründung ist da oft der Beihilfeergänzungstarif (laut Makler nur auf GKV-Niveau) und die angeblich schlechte Beitragsstabilität.

Kritisiert wird meistens, dass man beispielsweise bei Hörgeräten draufzahlen muss, weil in der Liste der HUK die Rede von 1.500€ insgesamt ist und beispielsweise bei Krankenfahrstühlen hier große Defizite bestehen sollen. Bei der Beitragsstabilität wird gemeint, dass die HUK angeblich bei so geringen Rückstellungen kaum eine gute Stabilität gewährleisten kann.

Hat irgendwer dazu eine Meinung? Erstattet die HUK doch mehr und wie sind eure Erfahrungen mit der Beitragsstabilität? Ich habe manchmal schon den Eindruck, dass die Makler beispielsweise immer bevorzugt die Barmenia und AXA puschen Wollen. HUK und Debeka wird als ,,Geldvernichtungsmaschine" sozusagen hingestellt.

Tigerente

Guten Morgen,

dass würde mich auch interessieren.
Bin aktuell bei der R+V und mir wurde HUK & Debeka sehr schlecht geredet.

LG

Tigerente

Cyberax

Ich bin bei der HUK und hatte mich nicht von Maklern beraten lassen, sondern von anderen Beamten und deren Wahl ihrer Versicherung. Die meisten schauten nur auf die Beitragskosten. Ein Schwachpunkt ist bei der HUK wohl der geschlossene Hilfsmittelkatalog. Die HUK erstattet nur Kosten für Geräte, die explizit in einer Liste aufgeführt sind. Auch bei Zahnarztlaborkosten bleibt man immer wieder auf Eigenanteile sitzen und mein Kind ist oft beim Zahnarzt :-) bzw. geht es jetzt erst so richtig los mit Zahnspange etc.

Für mich brachte ein Blick in den Katalog nichts, weil ich Stand heute weder einen Rollstuhl, ne Reha oder irgendwas anderes benötige. Ich bin zudem quasi nie krank und kann nicht abschätzen wohin die Reise geht, sollte ich mal 80+ werden. Dann stellt sich aber auch die Frage, was die anderen Versicherungen, die heute noch gut aufgestellt sind, dann in 30 Jahren so zu bieten haben an Leistungen. Die HUK hat bei mir jetzt über die Jahre immer weiter den Erstattungsbetrag gesenkt, wenn man ein Jahr keine Rechnungen eingereicht hatte. Es waren wohl mal 3,5-4 Monatsbeiträge, dann 3 und mittlerweile genau 2. Argument, es werden zu viele krank und dann bestraft man mich, der keine Rechnungen einreicht.

Fazit! Wenn man also absehen kann, dass einem der Zahnersatz, Rollstuhl, Hörgerät, Reha etc. mal später extrem treffen wird, sollte man die HUK wohl meiden. Aber so ist es wohl mit allen Versicherungen. Mehr Leistung für mehr Geld gibt es immer.

BerndStromberg

Zitat von: Tigerente in Gestern um 07:56Guten Morgen,

dass würde mich auch interessieren.
Bin aktuell bei der R+V und mir wurde HUK & Debeka sehr schlecht geredet.

LG

Tigerente
Zumindest die Debeka vertreibt ihre Versicherungen selbst, d.h. ist es für externe Berater ziemlich unattraktiv, für sie zu werben.

Die Debeka und auch die HUK lebten zumindest bis vor wenigen Jahren von ihrem Ruf, relativ stabile Beiträge bei ordentlichen Leistungen zu bieten.

Bei aktuellen Tests von Stiftung Warentest und Handelsblatt rangiert die Debeka beim Leistungsumfang (Unisex) zwar nicht ganz oben, aber doch im oberen Viertel der geprüften Tarife. Die HUK folgt mit etwas Abstand im oberen Mittelfeld, hat dafür aber auch niedrigere Beiträge.

Schutzlücken aus den alten Bisex-Tarifen der Debeka wurden in den neuen Unisex-Tarifen geschlossen (zB mehr Psychotherapie, offener Hilfsmittelkatalog, Reha-Kosten), was aber mittel- bis langfristig auch mit höheren Beiträgen einhergehen dürfte.

Die Tarife von Barmenia und R+V landen in Tests regelmäßig ganz oben beim Leistungsumfang und der aktuellen (!) Beitragshöhe. Wie sich aber die leistungsstärkeren Tarife bei den Beiträgen in 20-30 Jahren auswirken, ist die spannende Frage. Irgendjemand muss die hohen Leistungen ja schließlich bezahlen...


BerndStromberg


Landesdiener

Ich würde sagen, dass die HUK preis-leistungstechnisch eine gute Wahl ist. Die Beiträge sind genauso stabil oder instabil wie woanders, aber insgesamt im Vergleich günstig(er). Wenn ich so höre, was andere bezahlen, denke ich mir: lieber jetzt und (hoffentlich) über viele Jahre günstigere Beiträge und im Leistungs(einzel)fall bei besonderen Bedarfen einen Eigenanteil bezahlen. Ob diese Rechnung aufgeht, ist Glaskugelei.

Einzig das Thema mit der Beitragsrückerstattung nervt mich bei der HUK, ähnlich wie es Cyberax beschreibt.