Irgendein Laberthread über AfD und Co.

Begonnen von SonicBoom, 05.05.2026 12:06

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Hugo Stieglitz

Zitat von: highperformer in Heute um 09:24Sind die Gespräche schon durch? Das steht ja noch nicht mal fest; abgesehen davon ist die Linke von der SED durchaus deutlich weiter entfernt als die AfD von der NSDAP. Aber ja, die Linke hat oft (oder auch "fast immer") gute Ideen, aber ebenso wie der rechte Rand keinerlei Pragmatismus oder Realitätsnähe. Aber, und das ist der Unterschied, was man den Linken zugute halten muss: Dort sind tatsächlich meist Menschen in der Partei, die auch an andere, auch schwächere Menschen denken. Und das ist etwas, das im Parteienspektrum von links nach rechts leider immer weiter abnimmt, genauso wie auch generell in der Bevölkerung. Und das ist nun mal eines der größten Probleme in unserer Gesellschaft, in Verbindung mit der Tatsache, dass wir eine Lagerbildung haben und Menschen immer mehr die extremen Ränder wählen statt gemäßigterer Parteien. Und die gemäßigte (größere) Regierungspartei (die andere nickt ja nur ab) mit ihren Reformen und Tankrabatten ist halt auch eher Fan von Umverteilungen von unten nach oben, was bei der jetzigen Vermögensverteilung auch eher suboptimal ist und für vermutlich 99 % der User hier (auch der AfD-Fanboys) schlecht (nicht nur) für den eigenen Geldbeutel.

An dem Betrag ist fast alles falsch. Die Linkspartei ist die Nachfolgepartei der SED. Man kann eine direkte Linie zur SED ziehen. Die AFD steht in keinem Bezug zur NSDAP und wurde zunächst als Anti-Euro-Partei gegründet. Außerdem wird in der Partei gestritten, wie bei den Kesselflickern. Nicht gerade typisch für eine Führerpartei. Das hätte er doch wirklich nicht gewollt.
Ob die Ideen der Linkspartei ,,fast immer" gut sind, hängt mehr davon ab, ob man selbst Linkspartei-Fanboy ist oder nicht. Entscheidend ist, doch ob die Ideen eine Lösung für die derzeitigen Probleme sind. Da kann man auch anderer Meinung sein.
Ich erkenne auch nicht, dass schwächere Menschen vom Parteienspektrum zurückgelassen wurden. Seit Jahren wurde das Sozialsystem nur ausgebaut und nicht abgebaut.
Elterngeld, Mindestlohn (inkl. Regelmäßiger Erhöhung), Mütterrente, Bildung und Teilhabe, Ausweitung von Wohngeld, Grundrente, Bürgergeld mit 12% Regelsatzsteigerung, Rente mit 63, doppelte Haltelinie bei 48%, Unterhaltsvorschuss, Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkasse, Einführung Deutschlandticket, Selbstbestimmungsgesetz, AGG. Das Ganze ohne Zutun der Linkspartei nebenbei bemerkt.

Auch nickt die SPD nichts nur ab, sie hat sich massiv durchgesetzt in den Koalitionsverhandlungen mit dem 500 Mrd. EUR Schuldenpaket, Fortsetzung des Soli, Mindestlohn von 15 EUR, Tariftreuegesetz und der Rentengarantie bis 2031.
Bestimmte Dinge zu sagen mag sich richtig gut in der Magengrube anfühlen aber man sollte sich nicht von der Realität abkoppeln.




Faunus

Zitat von: Faunus in Heute um 10:49Schießbefehl an der Grenze (welcher auch immer)!

NSDAP -> ja
SED   -> ja
AfD   -> ja
Linke -> nichts gefunden beim Googeln


Daran auch "fast alles" falsch?  8)

Und damit kein Missverständnis entsteht: weder extrem linls noch extrem rechts sind für mich eine Option, sondern eher ein Grauen!

Warnstreik

Zitat von: Petar T. in Heute um 11:12Schießbefehl der AfD... Welcher soll das sein?

Such dir einen aus, entweder von Frauke Petry oder vom Storch, die noch nachlegte und an Grenzen auch auf Kinder schießen lassen würde. Die nebulöse Ansage bzgl. "Rüstungsgüter brauchen wir noch für die Remigration" lass ich mal außen vor...

Und natürlich: Das "...Reiche erschießen..." war absolut dämlich. Wurde übrigens auch zur Genüge im öffentlich Rechtlichen und in linken Medien (TAZ, Spiegel...) kritisch drüber berichtet.

Über die jweilige Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit der Aussagen darf man aber gerne diskutieren.

Ozymandias

Zitat von: highperformer in Heute um 10:40Das mag sein, dass die SED im Laufe der Zeit zur Linken wurde, aber im Gegensatz zu anderen Parteien hat sich die Linke weiterentwickelt. Die Linke hat schon lange viele Dinge der DDR-Zeit hinter sich gelassen und hat heute "völlig" andere Inhalte (im Rahmen von "links" halt) und plant auch nicht die Abschaffung der Demokratie

Die ominöse Systemfrage der Linken ist nichts anders als eine weitere Form des Totalitarismus.

Da müssen dann halt Leute wie Charlie Kirk und der UNH-CEO zuerst dran glauben. So viel auch zur Ernsthaftigkeit der Kasseler Strategiekonferenz.