Irgendein Laberthread über AfD und Co.

Begonnen von SonicBoom, 05.05.2026 12:06

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Pumpkin76

Zitat von: Warnstreik in 28.05.2026 11:03Wie jetzt? Deine Aussage war also nicht generell gültig? Wo ist der Unterschied zwischen zwei offen rechtsextremen Parteien, die das auch so äußern und sich im Vokabular kaum unterscheiden? Dass man seinen Untergang auch "wählen" kann, hat man damals bewiesen.
Also auch für den Kürbis: Wenn du generelle Aussagen machst, dann müssen die für dich auch generalistisch gelten. Womit aber du dann auch potentiell gegen die Verfassung bzw. deren Ordnung bist.

Der Unterschied ist, dass nicht jede zugespitzte oder provokante Aussage automatisch eine verfassungsfeindliche Position darstellt. Zwischen demokratisch problematischen Tendenzen, rechtsextremer Ideologie und einer tatsächlichen Verfassungswidrigkeit gibt es juristisch und auch politisch klare Unterschiede. Aber mit solchen Kleinigkeiten hält man sich hier natürlich gar nicht auf, denn die Laufrichtung ist klar.

Mich beeindruckst du damit nicht, da wie schon öfter dargestellt, du für mich sicherlich nicht der Gradmesser für Verfassungs- oder Demokratiefeindlichkeit bist. Eher das krasse Gegenteil.

Warnstreik

Zitat von: Pumpkin76 in 28.05.2026 11:15Mich beeindruckst du damit nicht, da wie schon öfter dargestellt, du für mich sicherlich nicht der Gradmesser für Verfassungs- oder Demokratiefeindlichkeit bist. Eher das krasse Gegenteil.

Nimm es mir nicht übel, aber nichts liegt mir ferner als dich zu beeindrucken zu wollen. Vielleicht schaffst du es aber mal den Spiegel zu erkennen, den man dir vorhält. 

Pumpkin76

Jaja, habe schon mitbekommen, dass du dich für den großen Spiegelvorhalter hältst ;D Exakt jenes kreide ich ja auch nun schon mehrfach an. Den vermeintlichen Splitter in meinem Auge sich  theatralisch-entrüstet vor die Brust schlagend anprangern, aber den 2.000 Tonnen Baum im eigenen Auge ignorieren ;D

Ozymandias

Ich kann den Leuten nur raten, gründet mal ein Unternehmen. Dann seid ihr in 0,0 nichts rechtsextrem nach der modernen Auslegung. Kann halt nicht jeder mit blauen Haaren durch das Leben rennen, wo sich alles um Klima, Corona, Transgender, (illegale) Massenmigration und dies und das dreht. Gerade die ganzen linken Frauen haben mittlerweile komplette Realitätsverweigerung nach meiner Beobachtung.

Richter die Lügen und Behörden die Behinderte anlügen gibt es alles heute schon in unserem besten Deutschland aller Zeiten. Dazu braucht es keine AfD.

Warnstreik

Zitat von: Ozymandias in 30.05.2026 18:05...Kann halt nicht jeder mit blauen Haaren durch das Leben rennen, wo sich alles um Klima, Corona, Transgender, (illegale) Massenmigration und dies und das dreht.

Das verstehe ich nicht - das sind doch die Punkte, um die es sich bei den Rechtsextremen hauptsächlich dreht?

Was hat das mit dem Gründen eines Unternehmens zu tun?


Stefan35347

Naja, die wahren Leistungsträger, die in ihrer Klitsche für alles einen Polanti haben und nach Möglichkeit keine Steuern zahlen wollen, gerne sich aber ihre Polantis vom Steuerzahler finanzieren lassen (Kurzarbeit etc.), fühlen sich teilweise wohl bei der AfD ganz gut aufgehoben.... und finden Beamte, die ja gar nichts arbeiten, ;D  mit ihren überdimensionalen Pensionen furchtbar.

Faunus

Ich registriere andersartiges Aussehen (äußerliche Merkmale) in vielen Formen (blaue Haare, Geschlechterwandlung, ungewöhnliche Vorlieben, Kopftuch, Adipositas, etc.) und kann darin wertgebenden Beurteilungen von Menschen für mich in keiner Form ableiten. Ich ertappe mich schon Mal dabei, dass ich mich Frage "warum/wie it es dazu gekommen, dass man aus der "Norm" fällt/fallen möchte", aber letztlich komme ich immer zum Schluss, das sind persönliche Entscheidungen, die mir und der Welt nicht weh tun und uns auch nichts angehen. Sollte ich der Person nahe genug kommen, kann ich die Fragen ja Interesse halber stellen.

Aber soziale Inkompetenz, gesellschaftschädigendes Verhalten wie Steuerhinterziehung oder Volksverhetzung, statt fundiertes Know-How (Beruf, Hobby, etc.)/strukturierte Methodik nur Miesmache von allem und nichts - wenn schon jemand einfachste Lösungen auf Kosten einer wehrlosen Personengruppe anbietet - da gruselts mich und es fällt mir schwer noch Respekt für solche Personen aufzubringen. Allgemein nennt man sowas - glaube ich - asoziales Verhalten.



MoinMoin

Zitat von: Faunus in 02.06.2026 11:55Ich ertappe mich schon Mal dabei, dass ich mich Frage "warum/wie it es dazu gekommen, dass man aus der "Norm" fällt/fallen möchte",
und das ist doch eine sooo alte Frage, die sich alle Eltern oder Älteren seit jahrtausenden Fragen.

Faunus

Zitat von: MoinMoin in 02.06.2026 12:33und das ist doch eine sooo alte Frage, die sich alle Eltern oder Älteren seit jahrtausenden Fragen.


Finde ich ja auch o.k. - ohne dass ich das näher bewerten möchte ;)

MoinMoin

Zitat von: Faunus in 02.06.2026 12:34Finde ich ja auch o.k. - ohne dass ich das näher bewerten möchte ;)
ich ertappe mich genauso wie du und denke da genauso wie du, aber wenn ich mich ertappe muss ich immer an die Babylonsche Keilschrift denken, in der ein Vater seinen Sohn an einen Händler zur Lehre fern der Heimat an einen Bekannt übergibt mit den Keilschrift-Worten, er möge was gescheites aus ihm machen, hier würde der Nixnutz nur rumhuren und saufen.

Ach wie weit sind wir gekommen..... 8)

Faunus


RedDearTiger

Zitat von: Stefan35347 in 28.05.2026 10:29Ich denke, im Osten ist eine starke Sehnsucht nach einer Führung vorhanden, die nicht wirklich demokratisch ist. Alte Gewohnheiten/Erlebnisse bekommt man nur schwer aus den Köpfen. Trotz des ständigen Gejammers fanden wohl sehr viele Menschen eine Diktatur gar nicht so schlecht und wünschen sich dies auch wieder oder geben diese Gefühle an ihre Nachkommen weiter.

Puh, puh, puh....
und das als Moderator, puh.... so ein gequirlter Dünnpfiff als Moderator....
puh...

Warnstreik

Zitat von: RedDearTiger in 02.06.2026 23:17Puh, puh, puh....
und das als Moderator, puh.... so ein gequirlter Dünnpfiff als Moderator....
puh...

Es gab mindestens eine Generation an Wendeverlierern im Osten - da sind Existenzen gebrochen, vor allem in Hinblick auf den sozialen Status. Sehr viele mussten in den 90igern massiv rudern - und viele sind (leider) dabei auch untergegangen. Das hat viele geprägt und das ist ein Lebensgefühl, dass sich vererbt hat. Jeder hatte die Chance, aber es waren nicht genug Chancen für alle da. Der langfristige Output war ein Braindrain, vor allem bei jungen Frauen. Städte und Dörfer sind geschrumpft, Angebote sind weggefallen. Die DDR bot für viele Menschen ein recht starres Korsett - in dieses Korsett konnte man sich aber auch gut fallen lassen und sich dann ins zivile (z.B. die Gartenanlage) zurückziehen konnte. Das fiel weg.

Das ist noch keine alleinige Erklärung - aber eben der Boden auf den der Populismus (von links und rechts) leicht Früchte trägt (die trägt er auch im Westen, aber der Boden ist nicht so gut gedüngt).

Faunus

@Warnstreik

Deine Geduld und der Versuch die Erkärung von Stefan35347 nochmals näherzubringen, auf diesen substanzlosen Beitrag,


ZitatPuh, puh, puh....
und das als Moderator, puh.... so ein gequirlter Dünnpfiff als Moderator....
puh...

der Tage später erfolgte, ist schon bewundernswert

Ich habe das gelesen, mir den Beitrag von stefan35347 nochmals rausgesucht (ob vollständig) und "ist das alles", wo ist ein Gegenargument/eine andere Perspektive... irgendetwas, auf dass es sich lohnt zu antworten!

Ich halte diese Äußerung für eine misslungene Selbstdarstellung - egal! Muss jeder selber wissen!


Petar T.

Es handelt sich um eine Meinungsäußerung, die nicht mehr oder weniger Gewicht erhält durch die Tatsache, dass sie durch einen Moderator geäußert wurde. Solange sich die persönlichen Ansichten eines Moderators oder Admins nicht in der Moderation niederschlagen, im schlimmsten Fall in einer Zensur, ist doch alles in Ordnung.

Die Aussage bricht inhaltlich sofort zusammen, wenn man allein aus der Wahlentscheidung für die AfD Rückschlüsse auf die Einstellung zur Demokratie ableitet. Die Partei spricht sich an keiner Stelle für eine Einschränkung der FDGO aus, demnach ist dieser Schluss unzulässig.

Ich persönlich sehe keine grundsätzliche Ablehnung gegenüber demokratischen Prinzipien oder eine Sehnsucht nach starken Führern. Man könnte es aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Ein großer Teil der Menschen in den neuen Bundesländern ist aufgewachsen und sozialisiert in einem System, das zweifellos als Diktatur zu definieren ist. Die negativen Seiten dieses Staates müssen an dieser Stelle nicht extra hervorgehoben werden, sie sind allgemein bekannt. Der Begriff Diktatur stellt gedanklich schnell eine Nähe zu anderen Extrembeispielen her, die mit der DDR jedoch kaum zu vergleichen sind. Die Alltag der Menschen war jedenfalls nicht geprägt durch eine Terrorherrschaft und der ständigen Angst um das Leben oder die Freiheit. Die meisten Menschen haben sich mit dem System arrangiert und führten ein normales Leben. Sie wussten sehr genau, wie weit man gehen kann und haben Desinformation, Propaganda und Beeinflussung durchschaut. Bis heute haben viele Menschen ein Problem damit, dass dies in den alten Bundesländern häufig anders wahrgenommen und dargestellt wird.

Die Erfahrungen aus der damaligen Zeit spielen heute plötzlich wieder eine Rolle. Ich gehe so weit zu behaupten, dass die Menschen im Osten die gefährlichen Entwicklungen gerade aufgrund ihrer Erfahrungen aus der Vergangenheit besser einordnen können, als viele ihrer Mitbürger in den alten Bundesländern. Und zwar deshalb, weil ihnen die Parallelen auffallen. Die Unterschiede sind oft nur graduell. Maßgeblich für die Menschen ist die unmittelbare Wirkung, nicht die Idee hinter Mechanismen.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk heute und Staatsmedien in der DDR - einseitige Berichterstattung damals wie heute.

Oppositionelle Haltung, Kritik und Meinungsäußerung damals führten zu verschiedensten Repressalien, die sich auch auf das Berufsleben auswirken konnten. Heute werden Berufsverbote für AfD-Mitglieder diskutiert oder schon umgesetzt. Für ein Habeck-Meme ("Schwachkopf-Affäre") gibt es Hausdurchsuchungen,  für "Lügenfritz" 30 Tagessätze. Meldestellen und Denunziationsportale schießen aus dem Boden, Plattformen werden reguliert (DSA - die meisten Menschen überschauen weder die weitreichenden Auswirkungen noch die undemokratische und intransparente Ausgestaltung).

Parteien und Wahlen in der DDR, besonderer Erläuterungen bedarf es nicht. Ein Witz, das wird niemand bestreiten.
Wie sieht es heute aus? Vielversprechende Kanditaten werden von Wahlen ausgeschlossen, die bedeutendste Oppositionskraft wird vom weisungsgebundenen Verfassungsschutz beobachtet. Die Regierung finanziert mit Steuermitteln den Kampf gegen die Opposition. Parteinahe Stiftungen werden mit über einer halben Milliarde jährlich unterstützt (2024: 687,5 Millionen), allein die AfD geht leer aus, dazu wurde eigens das Gesetzt geändert. Jahrzehntelange parlamentarische Gepflogenheiten werden ignoriert, um die AfD einzuschränken. Da ist der Saalstreit mit der SPD im Bundestag fast noch witzig. Wird die Partei in den Ländern zu stark, wird die Verfassung geändert, bspw. um der Partei Posten zu verwehren oder Untersuchungsausschüsse zu verhindern (Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz).
Ohne jetzt auf die Ideen und Prinzipien hinter Wahlen einzugehen, kann man sich die Frage stellen, welcher tatsächliche Einfluss auf die politische Grundausrichtung aktuell noch durch die Teilnahme an Wahlen ausgeübt werden kann. Schauen wir uns die Regierungskoalitionen an. Mit Ausnahme von Merkel II haben wir es seit knapp 20 Jahren mit Koaltionen zu tun, bei denen es keine klare Richtung mehr nach rechts (CDU/CSU+FDP) oder Links (SPD+Grüne) gibt. Ob "große Koalition" oder die Regierung Scholz: heraus kommt ein Konstrukt, bei dem keiner der beteiligten Akteure aus Rücksicht auf den Koalitionspartner Akzente in die eigene Richtung setzten kann. Wer erinnert sich noch an die kernigen Sprüche von Merz im Wahlkampf "Links ist vorbei"? Wenn man jetzt auf Sachsen-Anhalt schaut, wo die CDU mehr oder weniger schon die Hände in Richtung der Linken ausstreckt, dann kann man nur schwer den Einwand widerlegen, egal wen man wählt, es kommt ein grauer Einheitsbrei heraus. Dann ist es gedanklich auch nicht mehr weit zu der Einschätzung, den Parteien geht es nur um Posten und Machterhalt, der Wählerwille ist nachrangig.
Wenn sich jetzt ein ehemaliger DDR-Bürger hinstellt und sich fragt, ob das aktuell wirklich noch so ein großer Unterschied zu damals ist, wüsste ich nicht, ob ich ihm zumindest teilweise zustimmen müsste. Wie gesagt, es geht um die tatsächliche Wirkung - nicht um Prinzipien und Ideale.