Kann man in die Rolle des VEFK reinrutschen?

Begonnen von schoko123, Gestern um 20:51

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schoko123

Hallo zusammen,

ich arbeite seit knapp einem Jahr in einer großen Klinik als technischer Sachbearbeiter (E11) im Bereich Elektrotechnik. Mein Bildungsweg besteht aus einem abgeschlossenen Studium. Ich habe nur studiert, d.h. ich habe keine Erfahrung mit elektrotechnischen Arbeiten.
Unsere Klinik ist so groß, dass keiner mehr einen Überblick über die Anlagen hat. Viele Anlagen sind mehrere Jahrzehnte alt, sind entsprechend abgenutzt und laufen seit Jahren ohne jegliche Prüfung. Regelmäßig kommen neue Anlagen hinzu, von denen keiner weiß, dass sie dahin gestellt wurden.
Nun wurde festgestellt, dass eine Verantwortliche Elektrofachkraft bestellt werden muss, die für den sicheren Betrieb der Anlagen verantwortlich ist. Bei diesem Chaos will natürlich niemand die Verantwortung für die Anlagen übernehmen.
Grundsätzlich muss eine VEFK schriftlich bestellt werden. Ich habe jedoch gelesen, dass man durch das bloße Handeln zur VEFK werden kann, wenn die Handlung dem einer VEFK entsprechen.
Dann erinnerte ich mich, dass mein Vorgesetzter vor einigen Wochen in mein Büro kam, um mich zu fragen, ob ich Lust drauf hätte, Zugang zu Wartungsplänen etc. zu bekommen. Ich dachte mir nichts dabei und bejahte. Unterschreiben sollte ich nichts.

Jetzt ist die Frage, wenn mein Vorgesetzter mir die Aufgabe gibt, alle Anlagen prüfen zu lassen, Gefährdungsbeurteilungen zu erstellen, Schulungen und Unterweisungen durchzuführen etc. mache ich mich damit durch konkludentes Handeln zur VEFK?
Darf/muss ich solche Aufgaben dann verweigern, um mich nicht in die Rolle der VEFK quetschen zu lassen?