Weg zum Beamtentum - verzweifelt im Leben?

Begonnen von InDubioProReo, 21.05.2026 21:57

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Tagelöhner

#15
Vielleicht ist es ein guter Zeitpunkt an der Stelle meine Signatur in diesen Thread einzuführen.  ;D

Amüsant ist jedenfalls das immerzu reflexartige Vorschieben von wichtigen hoheitlichen Aufgabenbereichen (Polizei, Berufsfeuerwehr, Justiz), bei denen auch Kritiker der aktuellen Verbeamtungspraxis einzufangen sind.
Das machen besonders diejenigen gerne, die diesen Bereichen nicht angehören und den eigenen Beamtenstatus und die damit verbundenen Privilegien verteidigen wollen. Und die Interessenvertretungen der Beamten sind da auch vorne mit dabei.

Ich kann nur davor warnen sein berufliches Seelenheil im Beamtentum zu suchen. Das mag erstmal bequem erscheinen, ist aber hochgradig individuell und wird von vielen unterschätzt. Heerscharen von Beamten vegetieren in der Resignation vor sich hin. Unzufrieden mit sich selbst, mit dem Dienstherr, mit dem Alltag im Job, dem "starren System". Das einzige was da noch zählt ist die Aussicht auf Beförderung (endlich wieder einen Dienstrang nach oben rutschen) und die Aussicht auf die auskömmliche Pension, die für alles widerfahrene entschädigen soll. Der Frust kommt dann gerne bei der nächsten Regelbeurteilung, wenn es wieder nicht für die Beförderung gereicht hat und der sich bei der Obrigkeit einschleimende und in Szene setzende Kollege den Vorrang bekommen hat. So schleppen sich dann viele 40 Jahre durchs triste Berufsleben.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Faunus

Zitat von: Tagelöhner in Heute um 08:12... Der Frust kommt dann gerne bei der nächsten Regelbeurteilung, wenn es wieder nicht für die Beförderung gereicht hat und der sich bei der Obrigkeit einschleimende und in Szene setzende Kollege den Vorrang bekommen hat. So schleppen sich dann viele 40 Jahre durchs triste Berufsleben.

Aber damit äußerst Du doch, dass es eine dringenden Bedarf zur Reformierung des Beamtentums gibt.
Das ist doch schon lange keine Bestenauslese mehr und auch in zu vielen Fällen ist die Verbeamtung nicht wirklich mit hoheitliche Aufgaben verbunden!

Und ja, mir graut auch davor, da eine Verschlimmbesserung bei einer Reformierung nicht abwägig wäre - das ist das Letzt, was ich möchte. Aber so weiter machen ist ebenso kein Weg!

Und bevor es zum Missverständnis wird - ich gönne den Beamten eine besser "finanzielle Stellung" ab Verbeamtung vollumfänglich & lebenslang, aber dafür möchte ich eine Bestenauslese verknüpft mit realen hoheitlichen Aufgaben und nicht irgendwelchesgeschichtliche Gedöns aus Bismarck's Zeiten.


Fettschwanzmaki

Zitat von: InDubioProReo in Gestern um 23:14Falls das Ironie war, dann entschuldige ich mich. Bin es unglücklicherweise gewohnt, dass man sich über Beamte und das Berufsleben im öD Lustig macht.. finde das sehr schade

Manchmal bekommt man etwas in den falschen Hals, passiert selbst den besten Juristen.

Man muss mit den Wölfen heulen, nur lauter!

Ich mache mich oft über den öD "lustig", obwohl ich selbst dort arbeite. Anders kann man den Bürokratismus sonst manchmal nicht ertragen... den ganzen Laden - mitsamt Beamten - kann man doch nicht für voll nehmen...

Faunus

Zitat von: Fettschwanzmaki in Heute um 14:43... den ganzen Laden - mitsamt Beamten - kann man doch nicht für voll nehmen...


Habe ich mit dem Einreichen des Sabbatjahres endgültig aufgegeben ;)