AG unternimmt nichts gegen Arbeitszeitbetrug und private Nutzung der DienstPKW

Begonnen von HerrTunichtgut, 27.05.2026 07:58

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Bubi11

Ich hoffe du machst das Richtige. Nicht das dann dein nächster Beitrag ist
"Ich werde gemobbt nur weil ich ein Rechtsschaffender Mitarbeiter bin - Wie werde ich meine Kollegen los"

Layer8


MaLa

Zitat von: HerrTunichtgut in 27.05.2026 07:58"und wenn man dann in der Zeiterfassung in der Mitarbeiterübersicht sieht, dass die Person eigentlich zu Hause im Homeoffice sitzen müsste."



Ich würde mal der Personalabteilung und dem Datenschutzbeauftragen sagen, das ich Zugriff auf Daten habe, die mich nichts angehen.

MoinMoin

Zitat von: MaLa in 01.06.2026 11:03Ich würde mal der Personalabteilung und dem Datenschutzbeauftragen sagen, das ich Zugriff auf Daten habe, die mich nichts angehen.
Wie kommst du darauf, dass man innerhalb einer Organisationseinheit nicht wissen darf, ob jemand aktuell arbeitet und ob er physisch im Hause anzutreffen ist oder ob er auswärts arbeitet, wo er nur telefonisch erreichbar ist?


MaLa

Zitat von: MoinMoin in 01.06.2026 11:09Wie kommst du darauf, dass man innerhalb einer Organisationseinheit nicht wissen darf, ob jemand aktuell arbeitet und ob er physisch im Hause anzutreffen ist oder ob er auswärts arbeitet, wo er nur telefonisch erreichbar ist?

Je nach System, sofern es ggf. eine Ampel ist die Anzeigt, im Dienst/HO/AussenDienst, spricht da nichts gegen.
Sofern ich als MA aber einsehen kann, zu welchem Zeitpunkt sich ein Kollege ein-/ausgestempelt hat geht dies zuweit und verletzt Persönlichkeits sowie Datenschutzrechte.

Auch meinem direktem Vorgesetzen liegen diese Daten nicht vor, der braucht nur ob ich ich in meinem Arbeitszeitrahmen bin +/-Stunden. Der Rest liegt beim der Personalabteilung.

MoinMoin

Zitat von: MaLa in 01.06.2026 11:18Je nach System, sofern es ggf. eine Ampel ist die Anzeigt, im Dienst/HO/AussenDienst, spricht da nichts gegen.
Sofern ich als MA aber einsehen kann, zu welchem Zeitpunkt sich ein Kollege ein-/ausgestempelt hat geht dies zuweit und verletzt Persönlichkeits sowie Datenschutzrechte.
dann sind wir uns einig.

dregonfleischer

Zitat von: Johann in 27.05.2026 11:45Was sagen deine Vorgesetzten eigentlich dazu, dass du während deiner Arbeitszeit Tätigkeiten nachgehst, die dir nicht übertragen wurden? Wenn es deine Aufgabe wäre, den ganzen Tag zu prüfen, welcher Kollege von wann bis wann eingestempelt war und ob das plausibel wäre, müsstest du es nicht petzen, sondern könntest selber aktiv werden. Daher frage ich mich, wieso du dich von Steuergeldern bezahlt Aufgaben widmest, die nicht in deinen Aufgabenbereich fallen?

Ich fand die Idee, bei der Kommune zu arbeiten, in der ich lebe, eigentlich immer ganz ansprechend. Der Nachteil ist offensichtlich, dass man von einigen Hilfssheriffs unter Generalverdacht gestellt, bespitzelt und kontrolliert wird.
So richtig normal ist das ja auch nicht, wenn man jemanden beim Friseur trifft, erstmal schnell nach hause zu laufen und zu gucken, ob besagter Kollege möglicherweise eingestempelt ist.

Abgesehen davon: Wieso kannst du eigentlich überhaupt technisch nachsehen, wer von wann bis wann eingestempelt war? Bei meiner Behörde sieht man nicht mal, ob jetzt in diesem Moment ein Kollege eingestempelt ist. Das wäre bei uns datenschutzmäßig ne heikle Nummer.

man geht ins zeit erfassungs programm und sieht wer da ist in dienstgang oder schon gegangen mist

clarion

Und wir man gleichzeitig sehen kann, ob jemand eingestempelt ist, oder mit mit dem Hund Gassi geht, ist mir schleierhaft.  Das wäre allenfalls möglich,  wenn er Gassigeher so doof wäre, direkt vorm Amt spazieren zu gehen.

Überführte Arbeizeitbetrüger haben bei uns nicht viel zu lachen. Das kommt aber wirklich nur alle 10 Jahre oder seltener vor.

BAT

Bei uns gab es inzwischne mehrere Fälle von Personen, die fünf Tage im Home Office waren und nicht erreichbar waren. Abschaffung HO für diese Personen und Abmahnung.

Vollstrecker

Zitat von: BAT in 05.06.2026 08:40Bei uns gab es inzwischne mehrere Fälle von Personen, die fünf Tage im Home Office waren und nicht erreichbar waren. Abschaffung HO für diese Personen und Abmahnung.

Das ist auch so ein spezielles Thema. Der Umgang von einigen Personen mit HO. ;D Gut, da könnte einiges in Richtung Arbeitszeitbetrug gehen. Aber im Büro kann ich auch 3x am Tag 20 Minuten aus dem Fenster glotzen und nix machen.

Ich bin ja oft (nicht immer) der Meinung: Leben und leben lassen. Für mich wäre entscheidend, was am Ende unter dem Strich steht. Wenn der Gassigeher am Ende des Monats mehr Leistung / bessere Leistung hat als der, der nie HO macht, was dann? 

Ich sehe es bei mir: Wofür ich im Büro im Zweifel einen ganzen Tag brauche, bekomme ich im HO nicht selten in 2-3 Stunden hin. Und schon ist meine Tagesplanung erledigt. Ja verdammt aber auch. Im Zweifel war ich in diesen 3 Stunden dann eventuell auch deutlich effektiver als meine Kollegen im Büro über 8 Stunden.

Das ist einfach so. Büro ist oft viel Ablenkung. Kollegen, Telefon, es kommt einen irgendwas anderes noch ins Sichtfeld, man muss mal eben da oder dort hin gehen.

Eine Führungsperson, die u.a. für das HO verantwortlich ist, sagte mal, dass wenn jemand in zwei oder drei Stunden seine Arbeit im HO macht, oder vielleicht nur in 30 Minuten, dann ist es ihm scheißegal, ob er den Rest des Tages im Gartenstuhl sitzt. Hauptsache, er ist erreichbar. Manche Leute würden ja im Büro nicht mal 30 Minuten effektiv arbeiten. Dem ist bei den ganzen Diskussionen nämlich der Arsch geplatzt. Weil es nämlich nur Neiddiskussionen sind. Wenn die Leute ihre Arbeit machen und am Ende des Tages / der Woche / des Monats das Soll stimmt, ist es ihm scheißegal, unter welchen Umständen die das machen.

Natürlich wäre es nicht clever, eingestempelt einkaufen zu gehen, das Kind von der KITA zu holen oder sonstwas. Das wäre Arbeitszeitbetrug. Was und wie die Leute aber zuhause ihre Arbeit machen, ist deren Sache. Wenn es dann im Liegestuhl am Gartenpool ist, dann ist es so. Oder auf dem Campingplatz oder im Freibad. Bei uns heißt es deswegen auch nicht Homeoffice sondern Distanzarbeit.

MoinMoin

Zitat von: Vollstrecker in 05.06.2026 09:34Ich bin ja oft (nicht immer) der Meinung: Leben und leben lassen. Für mich wäre entscheidend, was am Ende unter dem Strich steht. Wenn der Gassigeher am Ende des Monats mehr Leistung / bessere Leistung hat als der, der nie HO macht, was dann? 
Dann gilt das gleiche wie wenn beide im Büro sind oder beide im HO
Jeder ist verpflichtet Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte zu erbringen. Und dabei kommt es kommt auf das persönliche Leistungsvermögen an.

ZitatIch sehe es bei mir: Wofür ich im Büro im Zweifel einen ganzen Tag brauche, bekomme ich im HO nicht selten in 2-3 Stunden hin. Und schon ist meine Tagesplanung erledigt. Ja verdammt aber auch. Im Zweifel war ich in diesen 3 Stunden dann eventuell auch deutlich effektiver als meine Kollegen im Büro über 8 Stunden.
Und im erweiterten Sinne zum oben gesagten, musst du dann trotzdem im HO noch 5h deine Leistung erbringen, auch wenn du im Büro erst nach 5 h mit dem identischen Arbeitspensum fertig wärst.

ZitatDas ist einfach so. Büro ist oft viel Ablenkung. Kollegen, Telefon, es kommt einen irgendwas anderes noch ins Sichtfeld, man muss mal eben da oder dort hin gehen.
Richtig! Das ist eben so, dass du, nur weil du mehr geleistet hast im HO, du nicht mehr Pause machen darfst.
Klingt doof ist es irgendwie auch. hast halt Pech das du im HO mehr leisten kannst als im büro, also musst du da auch mehr leisten.

ZitatEine Führungsperson, die u.a. für das HO verantwortlich ist, sagte mal, dass wenn jemand in zwei oder drei Stunden seine Arbeit im HO macht, oder vielleicht nur in 30 Minuten, dann ist es ihm scheißegal, ob er den Rest des Tages im Gartenstuhl sitzt.
Und es ist dann halt doch Arbeitszeitbetrug. Rein Formal.
Aber wo kein Kläger, da kein Beklagter, denn man merkt es ja nicht.
Wenn es umgekehrt ist, im HO wird weniger geschafft als im Büro, dann kann der AG ja das HO eben mit dieser Begründung versagen.
ZitatHauptsache, er ist erreichbar. Manche Leute würden ja im Büro nicht mal 30 Minuten effektiv arbeiten. Dem ist bei den ganzen Diskussionen nämlich der Arsch geplatzt. Weil es nämlich nur Neiddiskussionen sind. Wenn die Leute ihre Arbeit machen und am Ende des Tages / der Woche / des Monats das Soll stimmt, ist es ihm scheißegal, unter welchen Umständen die das machen.
Richtig, es ist im Scheissegal, aber dadurch ist es nicht legal  8)
ZitatNatürlich wäre es nicht clever, eingestempelt einkaufen zu gehen, das Kind von der KITA zu holen oder sonstwas. Das wäre Arbeitszeitbetrug.
Eben das ist , wie zu hause auf dem Sofa liegen beides Arbeitszeitbetrug. Das eine leicht nachweisbar, dass andere quasi nicht nachweisbar.
ZitatWas und wie die Leute aber zuhause ihre Arbeit machen, ist deren Sache. Wenn es dann im Liegestuhl am Gartenpool ist, dann ist es so. Oder auf dem Campingplatz oder im Freibad. Bei uns heißt es deswegen auch nicht Homeoffice sondern Distanzarbeit.
Das ist korrekt, man kann locker im Gartenstuhl effektiv seiner Arbeit nachgehen, oder gar beim Runden drehen im Pool (sofern der Kopfhörer wasserfest ist, mit dem seine TelKo macht.  ;D )

Faunus

Zitat von: Vollstrecker in 05.06.2026 09:34Aber im Büro kann ich auch 3x am Tag 20 Minuten aus dem Fenster glotzen und nix machen.

Wenn der Gassigeher am Ende des Monats mehr Leistung / bessere Leistung hat als der, der nie HO macht, was dann? 


Hmmm.. Gassi gehen und dann noch 3x 20 min pro Tag zum Fenster raussehen läppert sich ;)

Und ja: leben und leben lassen war die ersten 30 Jahre meine grundlegende Einstellung. Die hat sich gewandelt, weil sich Gassigeher, Fensterrausgucker, HO-Verpisser und Nichtskönner gefunden haben, sich Leistung beim Staat nicht lohnt und die wenigen nicht überforderte und möglicherweise interessierten Vorgesetzte die destruktive Arbeitsatmosphäre auch nicht mehr ändern können.

Tagelöhner

Was da schon alles zur Neiddiskussion stilisiert wird. Wenn eine Führungskraft es toleriert, dass im Homeoffice 90% Leerzeiten entstehen, weil ja angeblich alles viel effektiver als in Präsenz abläuft, hat sie sich bereits als Führungskraft disqualifiziert. Dann stimmt nämlich definitiv etwas in der Präsenzarbeit nicht und/oder das zu erledigende Arbeitspensum ist völlig falsch verteilt.

Im Homeoffice wird unbeobachtet und frei davon jederzeit ertappt werden zu können, natürlich viel Arbeitszeitbetrug betrieben. Man leistet geraden denjenigen Charakteren damit Vorschub, die auch sonst nicht gerade die Leistungsträger sind.

Was hier auch nicht vergessen werden darf ist der Zugewinn an Freizeit, wenn plötzlich Tätigkeiten im Haushalt usw. während der Arbeitszeit erledigt werden können und andere, die 8-10 Stunden auf der Arbeit in Präsenz verbringen, diese Tätigkeiten zusätzlich in ihrer Freizeit erledigen müssen.

Das sind ja gerade die Gründe, warum kaum noch jemand in Präsenz arbeiten möchte, wenn er diese Vorteile mal erlebt hat.

Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

MoinMoin

Zitat von: Tagelöhner in 05.06.2026 10:33Das sind ja gerade die Gründe, warum kaum noch jemand in Präsenz arbeiten möchte, wenn er diese Vorteile mal erlebt hat.
Also bei uns ist der Wunsch nach beiden gleich stark, man schätzt das im Büro zusammenarbeiten und die Dinge die dort möglich sind und im HO verloren gehen, genauso wie die Zeiten im HO und die andere Effektivität und den Zeitgewinn dort.
(Was sprich dagegen beim Call nebenbei die Wäsche abzuhängen?)

Tagelöhner

Weil das beim call nebenbei wahrscheinlich kaum jemand macht, da wird dann eher voller Einsatz und Aufmerksamkeit/Konzentration suggeriert, sondern in den 10-15 Minuten, in denen man unbeobachtet ist. Das Gleiche gilt für sämtliche Haushaltstätigkeiten, die andere auf das Wochenende oder den Feierabend legen müssen.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)