Rentenreform 2026/2027 - Auswirkung auf das Beamtentum

Begonnen von wieauchimmer, 23.06.2026 12:08

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Comandante

Zitat von: Alexander79 in Heute um 06:36Naja, also 1990 hat umgerechnet ein Inspektor (A9) 1.433€ bekommen, 2025 sind es 4.411€, als etwa 3,08 mal soviel.
Das Bip lag 1990 bei knapp 1.453 Mrd€ und 2025 bei 4.470€, also rund 3,05 mal soviel.

Somit ist zB das A9 Gehalt eines Bundesbeamten ziemlich genau gleich stark gestiegen wie das BIP.
Dann hier die Zahlen zu den Realeinkommen: die angesprochenen Bevölkerungsteile Steigerung um 4-5 %, BIP real: 45%.
Mag sein, dass die Beamten hier ein wenig besser wegkommen, ist aber nicht das Thema. Fakt ist also, man hat den "unteren" 90 % der Bevölkerung einen riesigen Anteil am Produktivitätsfortschritt geraubt und auf die "oberen" 10 % umverteilt.
Ich finde, man sollte diese Entwicklung umkehren, dann klappt´s auch mit der Rente, einer menschenwürdigen Alimentierung der Transferleistungsempfänger und mit der amtsangemessenen Alimentierung. 

Schneewitchen

Zitat von: Comandante in Heute um 08:39Dann hier die Zahlen zu den Realeinkommen: die angesprochenen Bevölkerungsteile Steigerung um 4-5 %, BIP real: 45%.
Mag sein, dass die Beamten hier ein wenig besser wegkommen, ist aber nicht das Thema. Fakt ist also, man hat den "unteren" 90 % der Bevölkerung einen riesigen Anteil am Produktivitätsfortschritt geraubt und auf die "oberen" 10 % umverteilt.
Ich finde, man sollte diese Entwicklung umkehren, dann klappt´s auch mit der Rente, einer menschenwürdigen Alimentierung der Transferleistungsempfänger und mit der amtsangemessenen Alimentierung. 


Nun, dass ist ja das Ansinnen, welches die SPD verfolgt. Wenn man aber derzeit die Diskussionen um die große Steuerreform verfolgt, dann sieht man ja, dass die Widerstände bezüglich einer solchen Umverteilung riesig sind.

Eine Umverteilung, in einem sinnvollen Ausmaß, wird es in Deutschland absehbar nicht geben.

Rheini

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 08:45Nun, dass ist ja das Ansinnen, welches die SPD verfolgt. Wenn man aber derzeit die Diskussionen um die große Steuerreform verfolgt, dann sieht man ja, dass die Widerstände bezüglich einer solchen Umverteilung riesig sind.

Eine Umverteilung, in einem sinnvollen Ausmaß, wird es in Deutschland absehbar nicht geben.

Nicht freiwillig. Ich warte auf de Beschluß des BVerfG zum Thema "Erbe".

Comandante

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 08:45Nun, dass ist ja das Ansinnen, welches die SPD verfolgt. Wenn man aber derzeit die Diskussionen um die große Steuerreform verfolgt, dann sieht man ja, dass die Widerstände bezüglich einer solchen Umverteilung riesig sind.

Eine Umverteilung, in einem sinnvollen Ausmaß, wird es in Deutschland absehbar nicht geben.
Naja, es war aber ja nun die SPD im Verbund mit den Grünen, die mit Agenda 2010 und Unternehmenssteuerreform solche extremen Verhältnisse geschafft hat. Kanzler Schröder hat ja den "größten Niedriglohnsektor" Europas richtig gefeiert.
Ich sehe auch nicht, dass die SPD diese Entwicklung umkehren will, die macht einfach weiter mit der Politik für die oberen 10.000, und eigentlich verfolgen alle Parteien im aktuellen Bundestag diese Politik.

Schneewitchen

Zitat von: Comandante in Heute um 08:52Naja, es war aber ja nun die SPD im Verbund mit den Grünen, die mit Agenda 2010 und Unternehmenssteuerreform solche extremen Verhältnisse geschafft hat. Kanzler Schröder hat ja den "größten Niedriglohnsektor" Europas richtig gefeiert.
Ich sehe auch nicht, dass die SPD diese Entwicklung umkehren will, die macht einfach weiter mit der Politik für die oberen 10.000, und eigentlich verfolgen alle Parteien im aktuellen Bundestag diese Politik.

Das mit der Agenda 2010 stimmt. Allerdings muss man auch einer Partei das Recht einräumen, die eigene Politik neu auszurichten. Fakt ist, dass Klingbeil bei der Finanzierung der Steuerreform, die Einkommensreichen ( wie immer das final definiert wird) zur Kasse zu bitten, um Steuererleichterung für die Masse generieren zu können.

Das wird so nicht kommen, weil die Widerstände dafür im BT zu groß sein werden. Das mag auch ein Grund sein, weshalb Klingbeil aktuell keinen Entwurf vorgelegt hat und angeblich bis zum 01.07. auch nicht vorlegen wird.

Die Widerstände allein in der Regierung sind dabei schon exorbitant.

Das die SPD grundsätzlich nur Politik für die oberen 10.000 macht, dass kann ich so nicht sehen. Die SPD macht eher heftige Klientelpolitik für nicht arbeitende Low-Performer. Ich nehme da immer nur die schützende Hand einer Frau Bas wahr, die mit aller Macht jede Verschlechterung im Bürgergeld zu verhindern sucht.

Ich bin wahrlich kein Parteigänger der SPD. Dieser Partei aber zum unterstellen, sie würde ausschließlich Politik für die oberen 10.000 machen, dass geht mir doch etwas zu weit.....


techBeaBw

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 08:34Wie soll man denn heute mit A 9 eine solche Veranstaltung besuchen und noch Freude daran haben?

In dem man mehr als 3 Bier trinkt und die Frau nach Hause Fährt!
Sorry, der musste sein.
Auch wenn man "nur" nach A9 besoldet wird, kann man das Leben genießen.

Illunis

Zitat von: techBeaBw in Heute um 09:16die Frau nach Hause Fährt
geht nicht, die soll gefälligst fiktive Einkommen rein arbeiten.  ;D

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 09:06Ich nehme da immer nur die schützende Hand einer Frau Bas wahr, die mit aller Macht jede Verschlechterung im Bürgergeld zu verhindern sucht.

Auch wenn ich mit ihr nichts anfangen kann, aber genau das hatte das BVerfG doch geurteilt. Spielraum weiter nach unten gibt es nun mal keinen mehr.

Profil hat die SPD schon lange keins mehr. Sie taugt nur noch als Ja-sager für die Union und durch die Bank weg wird nur noch nach unten getreten, während die Schere immer weiter auf geht.

Schneewitchen

Zitat von: techBeaBw in Heute um 09:16In dem man mehr als 3 Bier trinkt und die Frau nach Hause Fährt!
Sorry, der musste sein.
Auch wenn man "nur" nach A9 besoldet wird, kann man das Leben genießen.

Ei, da würde der tiefere Sinn der Botschaft nicht erkannt? Natürlich kann man mit A9 auch das Leben genießen. Mein Post ist nicht als Aufruf zum Massensuizid an alle A 9er zu verstehen.

Ich wollte nur damit plastisch machen, dass selbst kleine "Vergnügungen" heute eben schon ziemlich ins Geld gehen, weil eben die Preise so sind, wie sie sind und dass man dann ggf. auch schon einmal überlegen muss, was man macht und was nicht.

Deinen Ratschlag mit dem "mehr als drei Bier trinken" leite ich dann mal an meine Frau weiter. Morgen sind wir wieder unterwegs. Ich würde da gerne Deinen Vorschlag dann umsetzen. Da ist es bei den Verhandlungen ganz gut, wenn man kollegialen Beistand vorweisen kann.🤣😂👍

Rheini

Zitat von: techBeaBw in Heute um 09:16In dem man mehr als 3 Bier trinkt und die Frau nach Hause Fährt!
Sorry, der musste sein.
Auch wenn man "nur" nach A9 besoldet wird, kann man das Leben genießen.

Nicht umsonst heißt es AmtsANGEMESSENE Besoldung.

MoinMoin

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 08:34Hier ist das der gleiche Effekt. Wenn ich für meine Familie einkaufen gehe, dann sehe ich halt, dass für einen Betrag von 200€ immer weniger im Einkaufswagen liegt. Da ist es dann wenig tröstlich, wenn der neue Fernseher, der vielleicht alle 8-10 Jahre fällig wird, dann noch zu einem Preis aus 2010 zu haben ist.
Hier ist halt die Frage, wieviel Stunden musste man damals und heute für diesen Einkaufswagen arbeiten.
Zitat von: Schneewitchen in Heute um 08:34Am vergangenen WE war ich mit meiner Frau auf einem Musikfestival. Wir haben 3 Biere, 2 Wasser und zwei kleine Eis gekauft. Zusammen mit dem Eintrittspreis von zusammen 24 Euro haben wir für diese Veranstaltung 70€ bezahlt!
Hier ist die Frage, ob du damals überhaupt monetär in der Lage gewesen währest zu so einem Musikfestival zugehen.
Wahrscheinlich kam früher der A9er nicht auf die Idee solch ein Festival besuchen zu können (wollen).

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 08:34Ich möchte aber nochmals zum Ausdruck bringen, dass es nach meinem Empfinden, was von meiner Frau und vielen meiner Freunde geteilt wird, so ist, dass die Gehälter/Besoldung seit 1990 zwar kräftig gestiegen sind, jedoch dennoch das Verhältnis zwischen den Kosten der allgemeinen Lebensführung und eben diesen Gehältern heute schlechter ist als 1990.
Und darin liegt das Problem: Es ist ein Empfinden, aber entspricht es auch der Realität?

Und um über solche Zeitgrenzen hinweg Dinge zu vergleichen finde ich es durchaus interessant entweder die benötigte Arbeitszeit für die Produkte zu vergleichen oder den prozentualen Anteil am Haushaltseinkommen.
Wie solche Studien versuchen aufzuzeigen:
https://www.iwkoeln.de/studien/christoph-schroeder-mit-einer-stunde-arbeit-deutlich-mehr-im-einkaufskorb-als-frueher-399337.html
https://www.derstandard.at/story/2000131400341/1980-musste-man-fuer-einen-supermarkteinkauf-noch-doppelt-so-lange

techBeaBw

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 09:39Ei, da würde der tiefere Sinn der Botschaft nicht erkannt? Natürlich kann man mit A9 auch das Leben genießen. Mein Post ist nicht als Aufruf zum Massensuizid an alle A 9er zu verstehen.

Ich wollte nur damit plastisch machen, dass selbst kleine "Vergnügungen" heute eben schon ziemlich ins Geld gehen, weil eben die Preise so sind, wie sie sind und dass man dann ggf. auch schon einmal überlegen muss, was man macht und was nicht.

Deinen Ratschlag mit dem "mehr als drei Bier trinken" leite ich dann mal an meine Frau weiter. Morgen sind wir wieder unterwegs. Ich würde da gerne Deinen Vorschlag dann umsetzen. Da ist es bei den Verhandlungen ganz gut, wenn man kollegialen Beistand vorweisen kann.🤣😂👍

Doch die Botschaft ist klar, ich bin eigentlich (wie war das nochmal mit dem negieren?) zufrieden, aber es gibt ein Urteil des höchsten Gerichts und das wird seit Jahren nicht beachtet. Das macht mich sauer.

A9er Massensuizid  ;D  ;D  die A8er wären die Profiteure  ;)

Vorsich bei meinen Vorschlägen, Umsetzung erfolgt auf eigene Gefahr!  ;D  ;D  ;D

Schneewitchen

Zitat von: Illunis in Heute um 09:29geht nicht, die soll gefälligst fiktive Einkommen rein arbeiten.  ;D

Auch wenn ich mit ihr nichts anfangen kann, aber genau das hatte das BVerfG doch geurteilt. Spielraum weiter nach unten gibt es nun mal keinen mehr.

Profil hat die SPD schon lange keins mehr. Sie taugt nur noch als Ja-sager für die Union und
Zitat von: Illunis in Heute um 09:29geht nicht, die soll gefälligst fiktive Einkommen rein arbeiten.  ;D

Auch wenn ich mit ihr nichts anfangen kann, aber genau das hatte das BVerfG doch geurteilt. Spielraum weiter nach unten gibt es nun mal keinen mehr.

Profil hat die SPD schon lange keins mehr. Sie taugt nur noch als Ja-sager für die Union und durch die Bank weg wird nur noch nach unten getreten, während die Schere immer weiter auf geht.

Zitat von: Illunis in Heute um 09:29geht nicht, die soll gefälligst fiktive Einkommen rein arbeiten.  ;D

Auch wenn ich mit ihr nichts anfangen kann, aber genau das hatte das BVerfG doch geurteilt. Spielraum weiter nach unten gibt es nun mal keinen mehr.

Profil hat die SPD schon lange keins mehr. Sie taugt nur noch als Ja-sager für die Union und durch die Bank weg wird nur noch nach unten getreten, während die Schere immer weiter auf geht.


Ich hatte meine reale Frau dabei, die kein fiktives Einkommen generiert. Meine fiktive Partnerin (dass ist das Mädel, wegen dem ich schon seit Wochen Knatsch mit meiner realen Frau habe) ist zu Hause geblieben und hat auf die Kinder aufgepasst (immerhin).

Es geht im Bürgergeld nicht immer nur um die Höhe der Sätze. Die Anzahl der eingetragenen Mitglieder muss runter. Hier kann man ansetzen und sich nicht ständig verschaukeln lassen. 5 Mio Bürgergeldler sind nicht alle so krank, dass sie nicht arbeiten könnten.Hier ist Frau Bas aber auch zu nichts bereit.

Die SPD ist nicht der JaSager in der Regierung. Wenn das so wäre, dann hätte Herr Merz nicht so große Probleme. Eben weil das nicht so ist, kommen die doch nicht vom Fleck.

Das bis jetzt dieses Rentenpaket noch nicht zerhäckselt worden ist, dass grenzt doch an ein Wunder. Wenn daraus jetzt geräuschlos noch Gesetze gemacht und verabschiedet werden, dann wäre das mal ein echter Erfolg für Merz.

Die SPD tritt vor allem gegen jeden Bürger, der über ein Erwerbseinkommen verfügt. Für die SPD sind schon Fließbandarbeiter bei VW Kapitalisten.Ichnkenne zwei SPD Funktionäre auf Ortsverbandsebene. Die Beiden sind menschlich absolut o,k.. Wenn es aber um Politik geht, dann drehen die Herren frei! Wenn jemand mindestens brutto 6.000 Euro verdient, dann muss er mehr abgeben usw.! Beamte sind überprivilegiert, überbezahlt und sollten nur eine Pension in Höhe der Durchschnittsrente bekommen.

Bei der SPD hat man Verstand gegen Ideologie eingetauscht. Das Schlimme ist, dass das bei der Partei zwischenzeitlich zum Qualitätsmerkmal erhoben wurde ( siehe Felix Türmer!!).