TVÖD - Regelung zur AU ab dem ersten Arbeitstag?

Begonnen von Aleksandra, 02.07.2026 10:09

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Schnarchnase81

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 08:56Selbst wenn es dann 4,1 % sind statt 5 %: Dann steigen die Löhne zwar wie die Preise, aber eben nicht das verfügbare Nettoeinkommen, dies verliert halt zunehmend an Kaufkraft.

Das ist auf Dauer halt problematisch...

Das wollte ich auch nicht bestreiten. Es sind aber nicht die Sozialabgaben, die im Netto-/Nettovergleich die Erhöhung ,,auffressen", da hier die Prozente durch die Erhöhung nicht verändert werden.

Beispiel, stark vereinfacht: Zahle ich auf 1000€ eine Abgabe von 10%, hier: 100€, so bleiben mir 900€.
Erhöhen sich die 1000 um 10% so bekomme ich 1100€. Davon zahle ich wieder 10% Abgabe, was 110€ entspricht, also bleiben mir 990 €, was einer Erhöhung von 10% im Vergleich zu den 900€ zuvor entspricht. Es wäre nicht korrekt, die 100€ Erhöhung des Ausgangsbetrages zu wollen und sich über die ,,nur" 90€ zu ärgern, denn dann würden aus den 10% Brutto mehr, eine tatsächliche Erhöhung des Nettos um 11,11%. Man sollte sich immer vor Augen führen, dass nur das Netto zählt, vom Brutto kann sich niemand was kaufen.
Da sich durch die kalte Progression leider die Steuerlast prozentual erhöht, sich also die Steuerprozente erhöhen, muss eine Lohnerhöhung, die die Inflation ausgleichen soll, immer über der Inflation liegen! Wären die Steuerprozente für jede Einkommenshöhe egal, gäbe es das Problem nicht.

Und wer nun sagt, dass höhere Einkommen höhere Steuern bezahlen sollen: Ja, würden diese auch bei gleichbleibenden Steuersatz. 25% von 2000€ sind als absoluter Betrag mehr als 25% von 1000€... einfache Prozentrechnung...

BAT

Liegt doch am genutzten Verhältnis.

Von dem Bruttobetrag verbleibt durchaus oft weniger als die Hälfte an Netto.

Bei mir z. B. mit LSK 1/ 5 % von 5000 auf 5250 sind netto von 2934 auf 3047. Also brutto 250, netto 113. Es verbleit also lediglich 45 % vom Brutto in der Tasche.

MoinMoin

Zitat von: BAT in Heute um 09:15Liegt doch am genutzten Verhältnis.

Von dem Bruttobetrag verbleibt durchaus oft weniger als die Hälfte an Netto.

Bei mir z. B. mit LSK 1/ 5 % von 5000 auf 5250 sind netto von 2934 auf 3047. Also brutto 250, netto 113. Es verbleit also lediglich 45 % vom Brutto in der Tasche.

Bei mir 49% (wg. PKV) und bei den Niedriglöhnern (2000€) halt 75% in StkIII (oder 56% in I) vom BruttoMEHRBetrag

Aber vom Bruttolohn bleibt dir und mir insgesamt 60%

BAT

Es geht hier doch um die Frage, wie und ob die gestiegenen Lebenshaltungskosten ein Problem sind.

Für mich kann ich nur sagen, dass ich derzeit - obwohl mein Verhalten sich nicht groß geändert hat - fast in den Dispo reinlaufe.

Sehr intensiv war das dieses Jahr z. B. in Holland, wo die Steuern für Übernachtungen von 9 % auf 21 % angehoben wurden. Auch das konnte man deutlich merken. Und auch in D gibt es ja nicht nur die Inflation sondern weiterhin oft Steuererhöhungen. So kann es nicht weitergehen.

MoinMoin

Ja, die Freizeit wird immer teurer und die Basics auch.
Früher gabs die Pizza Margarita als Einstiegsfutter für unter 10 Mark
Jetzt kriegst dafür noch nicht mal mehr eine Halbe Bier.


Ramirez

Und das ist erst der Anfang.
Auf der anderen Seite wird es nun endlich gerechter, weil die welche den Mist aktiv gewählt haben, nun auch endlich selbst von den Folgen betroffen sind.
Daher nicht klagen, freut euch doch das ihr bekommt was ihr gewählt habt.

BAT

Zitat von: Ramirez in Heute um 17:30Und das ist erst der Anfang.
Auf der anderen Seite wird es nun endlich gerechter, weil die welche den Mist aktiv gewählt haben, nun auch endlich selbst von den Folgen betroffen sind.
Daher nicht klagen, freut euch doch das ihr bekommt was ihr gewählt habt.

Haben wir ja nicht wirklich. Ich habe doch schon geschrieben, dass viele an der Basis der CDU ausgetreten sind, nachdem Wahlprogramm und Realpolitik auseinander gefallen sind.

Ramirez

Das ist ja noch schlimmer. Nicht nur gewählt, sondern sogar aktiv mitgemacht. Wenn ich über 20 Jahre etwas zerstöre, kann ich nicht sagen, ich bin vor 4 Jahren aber abgesprungen, nicht meine Schuld.