Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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Fitch

Ihr tut ja so als ob Verdi sich für die Ingenieure einsetzen soll.
Es ist doch so, dass die meisten Mitglieder eben " normal" schlaue mitarbeiter sind.

Ihr meckert alle, aber in der Gewerkschaft is von euch kaum einer.

Bob Kelso

Zitat von: daseinsvorsorge in 10.08.2026 15:15Verdi - wie auch alle anderen Gewerkschaften-dürfen nur für ihre Mitglieder verhandeln.

Dass diese das nicht ausreichend ggü. Nichtmitgliedern abgrenzen, kritisiere ich seit Jahren.

Ich freue mich schon wieder darauf, wenn unser OB mitteilt, dass die Forderungen für alle AN nicht bezahlbar seien.

Daraufhin frage ich ihn immer wieder warum er den Abschluss auf 80% Nichtmitglieder überträgt? Denn die Forderungen von ca. 7%  für 20% gewerkschafts-Mitglieder sind problemlos zahlbar.

Ich verstehe da auch die Gewerkschaften nicht; sie sollten dies in Presekonferenzen deutlich machen: wir verhandeln nur für unsere Mitglieder- der Rest muss sehen, wo er bleibt.

 :-[


Der "Abschluss" wird auch auf die Beamten übertragen!

Vollstrecker

Ja Bob, das hören wir hier auch sehr oft. Die Mitglieder selber wollen auch einen Gewerkschaftsbonus. Bei Austritten hört man sehr oft, dass man sich das Geld sparen kann, da man am Ende auch so alles bekommt. Die sind echt sauer, kein Extra gegenüber Nicht-Gewerkschaftsmitgliedern zu bekommen. In der Chemiebranche geht das auch. U.a. bekommen die Mitglieder der IGBCE einen Tag extra Urlaub und irgendwo auch noch was monetär.

Die ver.di stellt sich aber taub...tut nur verständnisvoll. Das werden die auch noch mehr spüren. Egal wo ich Mitglied bin, ich habe überall von der Mitgliedschaft mindestens einen kleinen Vorteil gegenüber Nichtmitgliedern, der sich auch in der Geldbörse bemerkbar macht.
Aber die argumentieren ja dann gerne mit dem ganzen Zeug wie Rechtsberatungen, Hilfe bei der Lohnsteuer und sowas. Ist ja alles für Mitglieder.  ::)

Ja, der Sinn einer Gewerkschaftsmitgliedschaft ist eigentlich anders. Aber die Zeiten haben sich geändert, die Beiträge auch.
Ich könnte von meinem Jahresbeitrag locker irgendwo 3 Tage einen schönen, langen Wochenendurlaub machen und es mir gut gehen lassen. Andere machen genau das und profitieren am Ende davon, dass ich....ach egal.

Der Idealismus ist weg, was Gewerkschaften angeht. Den Bergbau gibt es nicht mehr, da war der annähernd bei 100%. Die Chemie hat den noch, vielleicht noch die Eisenbahn. Da sieht man auch, was das bringt.

ElBarto

Zitat von: Vollstrecker in 11.08.2026 07:49Ja Bob, das hören wir hier auch sehr oft. Die Mitglieder selber wollen auch einen Gewerkschaftsbonus. Bei Austritten hört man sehr oft, dass man sich das Geld sparen kann, da man am Ende auch so alles bekommt. Die sind echt sauer, kein Extra gegenüber Nicht-Gewerkschaftsmitgliedern zu bekommen. In der Chemiebranche geht das auch. U.a. bekommen die Mitglieder der IGBCE einen Tag extra Urlaub und irgendwo auch noch was monetär.

Die ver.di stellt sich aber taub...tut nur verständnisvoll. Das werden die auch noch mehr spüren. Egal wo ich Mitglied bin, ich habe überall von der Mitgliedschaft mindestens einen kleinen Vorteil gegenüber Nichtmitgliedern, der sich auch in der Geldbörse bemerkbar macht.
Aber die argumentieren ja dann gerne mit dem ganzen Zeug wie Rechtsberatungen, Hilfe bei der Lohnsteuer und sowas. Ist ja alles für Mitglieder.  ::)

Ja, der Sinn einer Gewerkschaftsmitgliedschaft ist eigentlich anders. Aber die Zeiten haben sich geändert, die Beiträge auch.
Ich könnte von meinem Jahresbeitrag locker irgendwo 3 Tage einen schönen, langen Wochenendurlaub machen und es mir gut gehen lassen. Andere machen genau das und profitieren am Ende davon, dass ich....ach egal.

Der Idealismus ist weg, was Gewerkschaften angeht. Den Bergbau gibt es nicht mehr, da war der annähernd bei 100%. Die Chemie hat den noch, vielleicht noch die Eisenbahn. Da sieht man auch, was das bringt.

Natürlich ist das ein Teufelskreis. Die Gewrkschaft braucht viele Mitglieder um eine gute Verahndlungsposition zu haben, die Arbeitnehmer wollen möglichst gute Abschlüsse. Verdi macht aber aufgrund seiner Mitgliederzahlen nur schlechte Abschlüsse, also werden es noch weniger Mitglieder.

Im Vergleich zur IG Metall bleibt Verdi immer wieder umm teilweise 50% unter deren Ergebnissen.

Ohne allgemeinen Druck durch Ereignisse fehlt es aber auch mit mehr Mitgliedern mangels Börsennotierung an Hebeln.
Wenn hier dann Bereiche die zumindest viele Bürger gleichzeitig ärgern können einzeln verhandelt werden fehlt es nochmal an Nachdruck.

Wenn hier aber regelmäßig Ergebnisse die sofort durch Inflation und neue Abgaben aufgefressen werden als großer Erfolg gefeiert werden, dann muss man sich halt selber 1 Prozent rausholen indem man austritt oder zumindest nicht eintritt.

Verdi müsste also zum einen sich mehr anstrengen und Vertragsbereiche zusammenlegen damit breiter verhandelt wird und die Arbeitsnehmer müssten einen Vertrauensvorschuss geben indem sie beitreten.

Vielleicht müsste Verdi auch sagen, es gibt Beiträge zurück wenn ein Mindestergebnis nicht erreicht wird.

Maggus

Zitat von: ElBarto in 11.08.2026 08:38Natürlich ist das ein Teufelskreis. Die Gewrkschaft braucht viele Mitglieder um eine gute Verahndlungsposition zu haben, die Arbeitnehmer wollen möglichst gute Abschlüsse. Verdi macht aber aufgrund seiner Mitgliederzahlen nur schlechte Abschlüsse, also werden es noch weniger Mitglieder.

Im Vergleich zur IG Metall bleibt Verdi immer wieder umm teilweise 50% unter deren Ergebnissen.

Kannst Du Deine Aussage bitte mit Zahlen unterlegen?
Danke.


BAT

Zitat von: Maggus in 11.08.2026 08:57Kannst Du Deine Aussage bitte mit Zahlen unterlegen?
Danke.


Nur als kleine Anmerkung hierzu. Als ich 1988 meine Praktikum in der Stadtverwaltung gemacht hatten, sahen beide Tarifvertrage (IG Metall/ ÖTV) 38,5 Stunden-Woche vor.

UNameIT

Zitat von: BAT in 10.08.2026 19:22Variante 3: Festbetrag für die Mitgliedschaft. Dann klappt es zudem auch mit Goodies außerhalb des Tabellenentgelts.

Ist unter anderem einer der Hauptgründe, warum ich nicht in der Gewerkschaft bin. 1% vom Gehalt ist halt schon ne Menge.
Warum nicht einfach einen Festbetrag von 25€ für jeden monatlich, das wäre meine obere Schmerzgrenze.

BAT

Zitat von: UNameIT in 11.08.2026 10:18Ist unter anderem einer der Hauptgründe, warum ich nicht in der Gewerkschaft bin. 1% vom Gehalt ist halt schon ne Menge.
Warum nicht einfach einen Festbetrag von 25€ für jeden monatlich, das wäre meine obere Schmerzgrenze.

Bei der CDU sind es als Mindestbetrag derzeit sechs Euro im Monat. Und dann hat man zumindest einen kleinen Einfluss nicht nur auf irgendeinen Bruttolohn, sondern auch auf das Netto. Und auf viele andere Sachen, die dieses Land betreffen.

Und ich glaube man kann diese Beiträge sogar noch besser absetzen.

KlammeKassen

Zitat von: ElBarto in 11.08.2026 08:38Natürlich ist das ein Teufelskreis. Die Gewrkschaft braucht viele Mitglieder um eine gute Verahndlungsposition zu haben, die Arbeitnehmer wollen möglichst gute Abschlüsse. Verdi macht aber aufgrund seiner Mitgliederzahlen nur schlechte Abschlüsse, also werden es noch weniger Mitglieder.

Im Vergleich zur IG Metall bleibt Verdi immer wieder umm teilweise 50% unter deren Ergebnissen.

Ohne allgemeinen Druck durch Ereignisse fehlt es aber auch mit mehr Mitgliedern mangels Börsennotierung an Hebeln.
Wenn hier dann Bereiche die zumindest viele Bürger gleichzeitig ärgern können einzeln verhandelt werden fehlt es nochmal an Nachdruck.

Wenn hier aber regelmäßig Ergebnisse die sofort durch Inflation und neue Abgaben aufgefressen werden als großer Erfolg gefeiert werden, dann muss man sich halt selber 1 Prozent rausholen indem man austritt oder zumindest nicht eintritt.

Verdi müsste also zum einen sich mehr anstrengen und Vertragsbereiche zusammenlegen damit breiter verhandelt wird und die Arbeitsnehmer müssten einen Vertrauensvorschuss geben indem sie beitreten.

Vielleicht müsste Verdi auch sagen, es gibt Beiträge zurück wenn ein Mindestergebnis nicht erreicht wird.


Das Bestreiken der Flughäfen kam letztes Mal alles andere als gut an.
Wenn sie das wieder ordentlich machen, ist genug Druck auf die Öffentlichkeit.

Dennoch wird die AG-Seite wie immer sagen "ah leider kein Geld"

Andre73

- Erhöhung JSZ 100% für alle
- VL auf mind. 50€
- Erhöhung um mindestens 6 %
- keine Sockel- oder Mindestbeträge
- Laufzeit max. 24 Monate
- 37 Stundenwoche

Bei AG Wechsel Übernahme der Stufenlaufzeit, wie bei den Beamten.

Bob Kelso

Zitat von: Vollstrecker in 11.08.2026 07:49Ja Bob, das hören wir hier auch sehr oft. Die Mitglieder selber wollen auch einen Gewerkschaftsbonus. Bei Austritten hört man sehr oft, dass man sich das Geld sparen kann, da man am Ende auch so alles bekommt. Die sind echt sauer, kein Extra gegenüber Nicht-Gewerkschaftsmitgliedern zu bekommen. In der Chemiebranche geht das auch. U.a. bekommen die Mitglieder der IGBCE einen Tag extra Urlaub und irgendwo auch noch was monetär.

Die ver.di stellt sich aber taub...tut nur verständnisvoll. Das werden die auch noch mehr spüren. Egal wo ich Mitglied bin, ich habe überall von der Mitgliedschaft mindestens einen kleinen Vorteil gegenüber Nichtmitgliedern, der sich auch in der Geldbörse bemerkbar macht.
Aber die argumentieren ja dann gerne mit dem ganzen Zeug wie Rechtsberatungen, Hilfe bei der Lohnsteuer und sowas. Ist ja alles für Mitglieder.  ::)

Ja, der Sinn einer Gewerkschaftsmitgliedschaft ist eigentlich anders. Aber die Zeiten haben sich geändert, die Beiträge auch.
Ich könnte von meinem Jahresbeitrag locker irgendwo 3 Tage einen schönen, langen Wochenendurlaub machen und es mir gut gehen lassen. Andere machen genau das und profitieren am Ende davon, dass ich....ach egal.

Der Idealismus ist weg, was Gewerkschaften angeht. Den Bergbau gibt es nicht mehr, da war der annähernd bei 100%. Die Chemie hat den noch, vielleicht noch die Eisenbahn. Da sieht man auch, was das bringt.

Sie erhalten meine vollumfängliche Zustimmung!
Auch in meinem Bereich erlebe ich dies!
Liebe Grüße!

Bob Kelso

Zitat von: Bob Kelso in 11.08.2026 12:12Sie erhalten meine vollumfängliche Zustimmung.
Auch in meinem Bereich erlebe ich dies.
Liebe Grüße!

guzmaro

Jetzt wo man nicht mehr sich für die Beamten einsetzen muss, können dann bessere Abschlüsse behandelt werden?
Was denkt ihr?


Majon

Zitat von: guzmaro in 11.08.2026 13:10Jetzt wo man nicht mehr sich für die Beamten einsetzen muss, können dann bessere Abschlüsse behandelt werden?
Was denkt ihr?



Ich befürchte eher das Gegenteil, da die Kommunen aufgrund der Mehrkosten für die Beamten noch klammer sind, als sonst...

daseinsvorsorge

Zitat von: Vollstrecker in 11.08.2026 07:49Ja Bob, das hören wir hier auch sehr oft. Die Mitglieder selber wollen auch einen Gewerkschaftsbonus. Bei Austritten hört man sehr oft, dass man sich das Geld sparen kann, da man am Ende auch so alles bekommt.
Aber genau das ist doch Problem. Die Begründung des Gesetzgebers, dass ansonsten die negative Koalitionsfreiheit nicht mehr gewährleistet ist, klingt schon ziemlich abgefahren.

Der AN darf nicht in die Gewerkschaft gezwungen werden, um einen Tarifvertrag zu erhalten. Gleichwohl können nur Gewerkschaften Tarifverträge aushandeln. Dazu muss es Mitglieder geben, die die Gewerkschaften finanzieren.

Wenn alle austreten würden, könnten sich alle den Beitrag sparen. Wäre sicherlich auch interessant für die AGs, mit jedem AN Verhandlungen zu führen. P.s.für die Schlauberger: Auch Haustarifverträge müssen mit Gewerkschaften ausgehandelt werden.