Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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daseinsvorsorge

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 15:25Man könnte auch die Politik der Vergangenheit mal umdrehen.

JSZ für EG9-EG15 auf 100 %, Rest bleibt bei 85 %
Entgelterhöhung 2 % für EG1-EG8, 3 % für EG9-EG15.
Warum ,,fordert" das die vka nicht?

SchrödingersKatze

Zitat von: Brutto Peter in Gestern um 11:16Die Lehre wird sich ewieso stark verändern durch die KI. Die Lehrertätigkeit wie sie jetzt ist wird in 2-5 Jahren komplett überflüssig.
Stellt sich nur die Frage, wohin die ganzen verbeamteten Lehrer versetzt werden. Ich schätze Kindergarten/Kinderbetreuung/Jugendämter oder ähnliches.


Quatsch. Der Beruf der Lehrkraft ist so viel mehr als reine Wissensvermittlung, da geht es um pädagogische und soziale Gesichtspunkte genauso wie Betreuung und Notengebung sowie Persönlichkeitsentwicklung. Und auch die Wissensvermittlung wird so bald nicht auf dem benötigten Niveau vorhanden sein.

DerAndere

Zitat von: Aleksandra in 13.08.2026 10:46Wir bekommen ja leider häufig einen Reallohnverlust ausgehandelt. Die Inflationserwartung für 2026 liegt bei ca. 2,5 bis 3%. Sagen wir mal sie pendelt sich bei 2,5% ein. Verdi verhandelt idR schlechter als die Inflation. Also würde ich so auf ca. 2,2% Tarifverhöhung für 2027 tippen. Davon ausgehend dass die Prognosen für die Inflation 2028 etwas geringer ausfallen, schätze ich ein Tarifergebnis von 1,9% bis 2,0% pa für das Jahr 2028. Vielleicht bleibt man für das zweite Jahr auch bei den 2,2% aber macht dann aus 12 Monaten 15 Monate.

Dann lägen wir bei knapp 4,4% auf 27 Monate.

An restlichen Goodies wird nicht viel kommen. Eine Arbeitszeitverkürzung ist leider unrealistisch, in den Köpfen von Politikern und Funktionären wird eher über das Gegenteil phantasiert.

Große Hoffnungen habe ich also nicht für die kommenden Verhandlungen. Und während wir mit jeder Tarifrunde real weniger Geld erhalten, steigen an anderer Stelle Abgaben für GKV und PV, und durch die kalte Progrssion zahlen wir immer mehr an Steuern.
Eine ganz tolle Scherenentwicklung. Weniger real Geld einnehmen und gleichzeit mehr Geld an Steuern und Abgaben ausgeben.

Das ist richtig zudem man auch die Einkommenssteuer noch weiter erhöhen möchte bzw. die Spitzen / Reichensteuer
Plus steigende KV Kosten habe ich dieses Jahr auch erleben dürfen, sodass unterm Strich auch nicht unbedingt mehr bleibt.

Ich finde es schön, dass du die geschönten Zahlen von der EZB nimmst, obwohl die "Wahre" (echte Inflation) ja deutlich höher wäre, wenn man nicht dauernd den Warenkorb anpassen würde. Dementsprechend sind die Lohnsteigerungen auch nicht oberhalb der Inflation. Wenn ich daran denke, das wir während der C-Zeit teilweise im Lebensmittelbereich 30 % + hatten und im Baubereich mehrere hundert Prozent Inflation.

Wenn ich dann noch daran denke, dass der Euro seit Einführung, fast die Hälfte an Kaufkraftverlust "erlitten" hat.
(egal Papier / Fiatschuld-währungen kehren über kurze oder lange Zeit eh zu ihren Wert 0 zurück, das hat die Historie seit vielen hunderten von Jahren gezeigt)
Und es eine durchschnittliche M2 Geldmengenausweitung von 6-8% p.a gibt, müsste unsere Forderung daher mindestens 2 stellig sein in Prozentpunkten.
Sprich Fake-Inflation von 2-3% + M2 6-8% .

Kommen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema:

Wunschliste :

  • eine Entgelterhöhung oberhalb der Inflation
  • das man mal früher anfängt mit dem ganzen Kram (Tarifverhandlung) und es nicht wie immer erst x Monate danach macht, damit man möglichst viele null Monate hat und wenn man die Ergebnisse schon vorher hat nicht extra absichtlich Zeit schindet
Verdi ist halt ein SPD laden und wer die Augen aufhat sieht was man dort so von sich lässt (und für was für Demos man aufruft und was auf deren Webseite so steht, kann also weg)

  • Die Möglichkeit das BAV-System anzupassen, oder zu verlassen(mehr Kapitalrente, weniger mündelsichere Produkte, die auf Grund von Gesetzesvorschriften 90% in Renditearme Produkte investieren müssen mit hohen Gebühren, oft von komischen Versicherungen oder Banken)
    Oder komplett aus dem ZVK BBG raus wie es bei mir ist und freiwillig und privat anders vorsorgen
  • die Möglichkeit nach mehr Stufen in der Tabelle wurde hier ja bereits erwähnt, finde das ist auch ein Anreiz für die jüngeren die schnell die höchste Stufe erreichen und könnte auch Menschen oder zukünftige AN anspornen mehr zu leisten
  • Geld statt Zeit Modell, nicht wie in der letzten Runde wo man teile vom Weihnachtsgeld umwandeln kann in Urlaub (zudem wurde bei uns auch das noch nicht wirklich umgesetzt (Zeit statt Geld Model), oder dass man sich ein Zeitkonto einrichten kann für die Rente oder ein längeres Sabbatical

    Also kurz gesagt Urlaub & Überstunden auszahlen lassen. Auch wenn es das Bundesurlaubsgesetz gibt und klamme Kassen, das ist mir bewusst.

Aber das wird nichts daran ändern, dass die RV und KV Beiträge steigen werden wie auch mit höheren Gehalt man in eine höhere Einkommenssteuerstufe wechselt, auch wenn qua Gesetzes wegen der Grundfreibetrag jährlich um Kleckerbeträge angepasst wird. Solang man nicht das Grundproblem anfasst, wird sich vieles nicht ändern.
Ach ja danke an den Inhaber der Seite, dass es schon vorsorglich eine neue Tarifseite gibt nur ohne Inhalt ;). ::)

Schönen Abend noch.

daseinsvorsorge

    Zitat von: DerAndere in 15.8.2026, 22:13:36... das man mal früher anfängt mit dem ganzen Kram (Tarifverhandlung)[/color] und es nicht wie immer erst x Monate danach macht, damit man möglichst viele null Monate hat und wenn man die Ergebnisse schon vorher hat nicht extra absichtlich Zeit schindet[/li]
Zitat von: DerAndere in Gestern um 22:13Verdi ist halt ein SPD laden und wer die Augen aufhat sieht was man dort so von sich lässt (und für was für Demos man aufruft und was auf deren Webseite so steht, kann also weg)
Nullmonate können immer vereinbart werden- hat absolut nichts mit Beginn der Verhandlungen zu tun.

Wenn Verdi ,,weg" kann, wer soll die Verhandlungen führen? GEW, dbb etc. Hängen doch nur am Tropf.

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 15:18Zumal es oft Stellen gibt, die in einer KOmmune EG10 sind, in der anderen EG11 oder in einer Kommune EG11 sind und in der anderen EG12. Ja ich weiß, dass es auf die übertragenen Aufgaben ankommt; faktisch wird auf diesen Stellen aber das gleiche getan; auch wenn die schriftliche Übertragung der Aufgaben entweder anders formuliert wurde... oder der Arbeitgeber dabei zu einem anderen Ergebnis der Eingruppierung kommt.
Richtig! Faktisch gibt es aber nur eine korrekte Eingruppierung und faktisch muss jeder AN für sich entscheiden, ob er die Rechtsauffassung des AGs akzeptiert oder anderer Meinung ist.

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 15:18Die nichtvorhandenen Unterschiede von EG12 zu EG13
Nicht wenn man es aus einer andere Warte betrachtet: Das eine war mal die Endgruppe des "gD" das andere der Einstieg vom "hD". Ist halte viel Beamten denke drin in dem Kram

Brutto Peter

#171
Zitat von: SchrödingersKatze in Gestern um 19:00Quatsch. Der Beruf der Lehrkraft ist so viel mehr als reine Wissensvermittlung, da geht es um pädagogische und soziale Gesichtspunkte genauso wie Betreuung und Notengebung sowie Persönlichkeitsentwicklung. Und auch die Wissensvermittlung wird so bald nicht auf dem benötigten Niveau vorhanden sein.


Mir ist bewusst was eine Lehrkraft drauf haben sollte. Jedoch weicht diese Definition stark von der aktuellen Realität ab.

Die jungen Lehrer arbeiten meist selber mit der KI, lassen die KI korrigieren, lassen Aufgaben mit der KI erstellen und die Schüler ewiso. Die Schreiben z.T. Aufsätze wie im Stile von Goethe und reden anschließend deutsch wie an der Frankfurter Konstablerwache. Die Qualität lässt extrem nach, während das Prüfungsniveau gleich bleibt. Die Folge sind extrem viel Hausaufgaben, bei der die Lehrer ihre KI erstellten Arbeitsblätter inflationär weitergeben. Die Schüler behelfen sich natürlich auch mit der KI.

Die wenigsten lernen und Lehren wahrhaftig. Die Zeiten sind vorbei.

KlammeKassen

Zitat von: daseinsvorsorge in Gestern um 18:06Warum ,,fordert" das die vka nicht?

Hat sie ja teilweise, das ist dann aber "Krass sozial unfair" in Augen von verdi

KlammeKassen

Zitat von: DerAndere in Gestern um 22:13Das ist richtig zudem man auch die Einkommenssteuer noch weiter erhöhen möchte bzw. die Spitzen / Reichensteuer
Plus steigende KV Kosten habe ich dieses Jahr auch erleben dürfen, sodass unterm Strich auch nicht unbedingt mehr bleibt.

Ich finde es schön, dass du die geschönten Zahlen von der EZB nimmst, obwohl die "Wahre" (echte Inflation) ja deutlich höher wäre, wenn man nicht dauernd den Warenkorb anpassen würde. Dementsprechend sind die Lohnsteigerungen auch nicht oberhalb der Inflation. Wenn ich daran denke, das wir während der C-Zeit teilweise im Lebensmittelbereich 30 % + hatten und im Baubereich mehrere hundert Prozent Inflation.

Wenn ich dann noch daran denke, dass der Euro seit Einführung, fast die Hälfte an Kaufkraftverlust "erlitten" hat.
(egal Papier / Fiatschuld-währungen kehren über kurze oder lange Zeit eh zu ihren Wert 0 zurück, das hat die Historie seit vielen hunderten von Jahren gezeigt)
Und es eine durchschnittliche M2 Geldmengenausweitung von 6-8% p.a gibt, müsste unsere Forderung daher mindestens 2 stellig sein in Prozentpunkten.
Sprich Fake-Inflation von 2-3% + M2 6-8% .

Kommen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema:

Wunschliste :

  • eine Entgelterhöhung oberhalb der Inflation
  • das man mal früher anfängt mit dem ganzen Kram (Tarifverhandlung) und es nicht wie immer erst x Monate danach macht, damit man möglichst viele null Monate hat und wenn man die Ergebnisse schon vorher hat nicht extra absichtlich Zeit schindet
Verdi ist halt ein SPD laden und wer die Augen aufhat sieht was man dort so von sich lässt (und für was für Demos man aufruft und was auf deren Webseite so steht, kann also weg)

  • Die Möglichkeit das BAV-System anzupassen, oder zu verlassen(mehr Kapitalrente, weniger mündelsichere Produkte, die auf Grund von Gesetzesvorschriften 90% in Renditearme Produkte investieren müssen mit hohen Gebühren, oft von komischen Versicherungen oder Banken)
    Oder komplett aus dem ZVK BBG raus wie es bei mir ist und freiwillig und privat anders vorsorgen
  • die Möglichkeit nach mehr Stufen in der Tabelle wurde hier ja bereits erwähnt, finde das ist auch ein Anreiz für die jüngeren die schnell die höchste Stufe erreichen und könnte auch Menschen oder zukünftige AN anspornen mehr zu leisten
  • Geld statt Zeit Modell, nicht wie in der letzten Runde wo man teile vom Weihnachtsgeld umwandeln kann in Urlaub (zudem wurde bei uns auch das noch nicht wirklich umgesetzt (Zeit statt Geld Model), oder dass man sich ein Zeitkonto einrichten kann für die Rente oder ein längeres Sabbatical

    Also kurz gesagt Urlaub & Überstunden auszahlen lassen. Auch wenn es das Bundesurlaubsgesetz gibt und klamme Kassen, das ist mir bewusst.

Aber das wird nichts daran ändern, dass die RV und KV Beiträge steigen werden wie auch mit höheren Gehalt man in eine höhere Einkommenssteuerstufe wechselt, auch wenn qua Gesetzes wegen der Grundfreibetrag jährlich um Kleckerbeträge angepasst wird. Solang man nicht das Grundproblem anfasst, wird sich vieles nicht ändern.
Ach ja danke an den Inhaber der Seite, dass es schon vorsorglich eine neue Tarifseite gibt nur ohne Inhalt ;). ::)

Schönen Abend noch.

Diese Möglichkeiten, ein Langzeitkonto zu "erschaffen", wurden tarifseitig letztes Mal tatsächlich geschaffen. Das liegt dann eher am konkreten Arbeitgeber bzw. Personalrat, dies in eine konkrete Dienstvereinbarung zu "gießen".

Ja, der Grundfreibetrag wird angehoben, weil es sonst auch einen vorm BVerfG vor den Bug gibt, da das Existenzminimum nicht besteuert werden darf. Ein fairer Staat verschiebt aber auch die Tarifeckwerte entsprechend der Inflationswerte, damit Arbeitnehmer durch mehr Gehalt, das die Inflation ausgleicht, nicht direkt so viel mehr Steuern zahlen müssen, dass die Kaufkraft eben nicht ausgeglichen wird, sondern ein Teil in Steuern abgedrückt wird. Das wurde seit über 10 Jahren auch immer gemacht; der jetzige Entwurf für 2027 und 2028 sieht es jedoch nicht vor, was wirklich der Oberhammer ist, wenn man daran denkt, dass die RV 2028 auf 20,0 % steigt.... und in den Folgejahren dann bis etwa 22/23 %. Hinzu kommen noch 2% für die Kapitalrente (das Konzept ist grundsätzlich vernünftig, kommt aber leider so spät, dass es ur zusätzlich eingebaut wird (also nicht beispielsweise 18 in Umlage und 2 in Kapitalrente, sondern 20 in Umlage und 2 in Kapitalrente). Je nachdem, ob/wie schnell das umgesetzt wird, sind wir 2028 auch bei 22 %; angedacht waren glaube ich ab 2028 jedes Jahr 0,5 % mehr bis 2 % erreicht sind. Also wären wir bei 20,5 % dann.

Wenn dann wirklich die kalte Progression auch nicht ausgeglichen wird, wird das 2028 richtig hartes Nettominus geben statt einem kleinen Minus.

Alleine wegen der krass steigenden Sozialabgaben wird der nächste Abschluss real wohl zum Minus führen. PV soll steigen, KV wird sich auch zeigen, ob diese verhandelten Verschlechterungen wirklich reichen, Arbeitslosenversicherung ist auch kurz vor Erhöhung, da so viele Gutverdiener in der Industrie entlassen werden und daher viel ALG I bekommen und auch als Einzahler fehlen...

Und ja, Lebensmittel sind 2020 im Schnitt um 36 % gestiegen, das sind halt Sachen, die man täglich merkt....

Von einer weiteren Stufe halte ich nichts, es sind mit 6 schon mehr als genug.

Gerade für junge Leute ist das doch kontraproduktiv, wenn du dann sagen muss "in 30 Jahren kriegst du dann auch mal dein volles Gehalt :)" statt in 15 Jahren....

KlammeKassen

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 00:02
    Zitat von: DerAndere in 15.8.2026, 22:13:36... das man mal früher anfängt mit dem ganzen Kram (Tarifverhandlung)[/color] und es nicht wie immer erst x Monate danach macht, damit man möglichst viele null Monate hat und wenn man die Ergebnisse schon vorher hat nicht extra absichtlich Zeit schindet[/li]
Nullmonate können immer vereinbart werden- hat absolut nichts mit Beginn der Verhandlungen zu tun.

Wenn Verdi ,,weg" kann, wer soll die Verhandlungen führen? GEW, dbb etc. Hängen doch nur am Tropf.

Zumal es nächstes Mal doch sehr schnell ist. Die dritte Runde ist schon Ende des zweiten Monats nach Auslaufen der Tarifverhandlungen, letztes Mal war es erst Ende des dritten Monats.

Bei einem Scheitern MUSS die Kommission innerhalb von 6 Werktagen die Arbeit aufnehmen und sie MUSS innerhalb einer Woche ein Ergebnis vorstellen und es MUSS innerhalb von 3 Werktagen über den Vorschlag verhandelt werden.

Also Mitte Juni (= Mitte des dritten Monats) muss ein Ergebnis vorliegen (oder unbefristete Streiks eingeleitet werden).

Frag mich auch, warum es dieses Mal sogar in 2 Monaten geht.

2 Theorien:
- Gewerkschaften und Arbeitgeber wollen in den Sommerurlaub
- die Arbeitgeberseite hat Angst vor FLughafenstreiks, was - je näher es an die Ferien geht - umso schlimmer wird

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in Heute um 15:37Nicht wenn man es aus einer andere Warte betrachtet: Das eine war mal die Endgruppe des "gD" das andere der Einstieg vom "hD". Ist halte viel Beamten denke drin in dem Kram
ja scheint so, da man dort ja bis A12 erstmal hochbefördert werden muss.
Als Angestellter kannst du direkt in EG12 oder EG13 anfangen

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in Heute um 15:35Richtig! Faktisch gibt es aber nur eine korrekte Eingruppierung und faktisch muss jeder AN für sich entscheiden, ob er die Rechtsauffassung des AGs akzeptiert oder anderer Meinung ist.
ja genau

daseinsvorsorge

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 18:24Hat sie ja teilweise, das ist dann aber "Krass sozial unfair" in Augen von verdi
Und davon lässt sich die vka so beeindrucken, dass sie dieses Ziel sofort aufgibt? Lächerlich!

DerAndere

Zitat von: daseinsvorsorge in Heute um 00:02
    Zitat von: DerAndere in 15.8.2026, 22:13:36... das man mal früher anfängt mit dem ganzen Kram (Tarifverhandlung)[/color] und es nicht wie immer erst x Monate danach macht, damit man möglichst viele null Monate hat und wenn man die Ergebnisse schon vorher hat nicht extra absichtlich Zeit schindet[/li]
Nullmonate können immer vereinbart werden- hat absolut nichts mit Beginn der Verhandlungen zu tun.

Wenn Verdi ,,weg" kann, wer soll die Verhandlungen führen? GEW, dbb etc. Hängen doch nur am Tropf.

Bei uns stand tatsächlich mal vor Wochen im Intranet, dass es ein Gerücht gab nach eigenen Haustarifen.
Wenn jede Kommune selbst entscheiden könnte, wäre das mal interessant im Vergleich zum jetzigen System.

Das die Gewerkschaften nur am politischen Postentropf hängen ist mir bekannt und sollte auch mal den Mitgliedern bekannt werden, wird es aber nicht.


Zitat von: KlammeKassen in Heute um 18:38Diese Möglichkeiten, ein Langzeitkonto zu "erschaffen", wurden tarifseitig letztes Mal tatsächlich geschaffen. Das liegt dann eher am konkreten Arbeitgeber bzw. Personalrat, dies in eine konkrete Dienstvereinbarung zu "gießen".

Ja, der Grundfreibetrag wird angehoben, weil es sonst auch einen vorm BVerfG vor den Bug gibt, da das Existenzminimum nicht besteuert werden darf. Ein fairer Staat verschiebt aber auch die Tarifeckwerte entsprechend der Inflationswerte, damit Arbeitnehmer durch mehr Gehalt, das die Inflation ausgleicht, nicht direkt so viel mehr Steuern zahlen müssen, dass die Kaufkraft eben nicht ausgeglichen wird, sondern ein Teil in Steuern abgedrückt wird. Das wurde seit über 10 Jahren auch immer gemacht; der jetzige Entwurf für 2027 und 2028 sieht es jedoch nicht vor, was wirklich der Oberhammer ist, wenn man daran denkt, dass die RV 2028 auf 20,0 % steigt.... und in den Folgejahren dann bis etwa 22/23 %. Hinzu kommen noch 2% für die Kapitalrente (das Konzept ist grundsätzlich vernünftig, kommt aber leider so spät, dass es ur zusätzlich eingebaut wird (also nicht beispielsweise 18 in Umlage und 2 in Kapitalrente, sondern 20 in Umlage und 2 in Kapitalrente). Je nachdem, ob/wie schnell das umgesetzt wird, sind wir 2028 auch bei 22 %; angedacht waren glaube ich ab 2028 jedes Jahr 0,5 % mehr bis 2 % erreicht sind. Also wären wir bei 20,5 % dann.

Wenn dann wirklich die kalte Progression auch nicht ausgeglichen wird, wird das 2028 richtig hartes Nettominus geben statt einem kleinen Minus.

Alleine wegen der krass steigenden Sozialabgaben wird der nächste Abschluss real wohl zum Minus führen. PV soll steigen, KV wird sich auch zeigen, ob diese verhandelten Verschlechterungen wirklich reichen, Arbeitslosenversicherung ist auch kurz vor Erhöhung, da so viele Gutverdiener in der Industrie entlassen werden und daher viel ALG I bekommen und auch als Einzahler fehlen...

Und ja, Lebensmittel sind 2020 im Schnitt um 36 % gestiegen, das sind halt Sachen, die man täglich merkt....

Von einer weiteren Stufe halte ich nichts, es sind mit 6 schon mehr als genug.

Gerade für junge Leute ist das doch kontraproduktiv, wenn du dann sagen muss "in 30 Jahren kriegst du dann auch mal dein volles Gehalt :)" statt in 15 Jahren....

Ja das dies intern geklärt werden muss mit dem Zeitkonto ist mir auch bewusst, nur wird das Thema nicht angegangen. Gibts überhaupt AG wo das angegangen wird hier im Forum?
(wahrscheinlich auch wieder wegen dem nicht mehr vorhandenem Geld im Haushalt)

Ja wieso das mit der kapitalgedeckten Rente erst 2028 kommt ist mir auch ein Rätsel, man hätte doch genug Zeit um es umzustellen (6 Monate) , seitdem man die Pläne veröffentlich hatte. Dass die 2% jeweils 50% AN und 50% AG dazu kommen und nicht von den bereits vorhandenen 18,6% genommen werden fand ich auch blöd. In Schweden werden auch 2,5% von den 18% in den AP7 Såfa gesteckt. Und dann Staffelweise, damit der Beitrag nicht von jetzt auf gleich so hoch wird.

Ja wenn man bei manchen Krankenkassen die einen hohen Zusatzbeitrag haben, ist man auch schon in diesem Jahr im Minus.
Aber die kann man ja schnell wechseln. Die BAV nicht, diese ist verpflichtend und man erfährt auch nicht worin diese genau investieren, es steht nur halbherzig auf deren Webseite und wenn man nachfragt bekommt man keine genaue Antwort.
Wie z.B. einfach eine ISIN oder WKN. Irgendwo habe ich mal eine PDF gefunden und das waren klassische DEKA Produkte mit teuren Gebühren, sowas würde ich gern verhindern. Jeder weiß, dass man vorsorgen muss und gerade die junge Generation weiß das.

Aber wir schweifen schon wieder vom eigentlichen Thema ab.

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 18:41Zumal es nächstes Mal doch sehr schnell ist. Die dritte Runde ist schon Ende des zweiten Monats nach Auslaufen der Tarifverhandlungen, letztes Mal war es erst Ende des dritten Monats.

Bei einem Scheitern MUSS die Kommission innerhalb von 6 Werktagen die Arbeit aufnehmen und sie MUSS innerhalb einer Woche ein Ergebnis vorstellen und es MUSS innerhalb von 3 Werktagen über den Vorschlag verhandelt werden.

Also Mitte Juni (= Mitte des dritten Monats) muss ein Ergebnis vorliegen (oder unbefristete Streiks eingeleitet werden).

Frag mich auch, warum es dieses Mal sogar in 2 Monaten geht.

2 Theorien:
- Gewerkschaften und Arbeitgeber wollen in den Sommerurlaub
- die Arbeitgeberseite hat Angst vor FLughafenstreiks, was - je näher es an die Ferien geht - umso schlimmer wird

Einfach wie bei einer Kündigungsfrist eines normalen Vertrages 3 Monate vor Vertragslaufzeitende anfangen mit den Verhandlungen und dann pünktlich zum 01.01 eines Jahres mit den neuen Daten arbeiten, wäre wünschenswert.
Verstehe auch nicht was es da zu verhandeln gibt. Das ganze könnte man auch in 1-2 Wochen hintereinander regeln und wenn die werten Herrschaften es nicht können gibt es KI.  ::)  ;D


Bob Kelso

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 12:30Und diese Fähigkeit des kritischen Diskurses soll dir dann die KI beibringen?

Es bleibt spannend.

Der "kritische Diskurs" wird durch die Eingabe von linken NGO en sichergestellt!