Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

daseinsvorsorge

Zitat von: Brutto Peter in 08.10.2026 14:46Das wird sich in den nächsten Jahren ändern, sobald die IT sich entwickelt in den Städten/Kommunen. Bis dato sitzen da die Alten Hasen und meist junge, verantwortungslose Homeofficegeniesser. Solange haben wir noch einen krisensicheren Job. Ich schätze ab 2028/29 wird die KI Revolution auch den öD treffen. Bis dahin nur punktuell.

Dann wird schnell sichtbar, dass die KI die meisten Sachbearbeiter in jeder Hinsicht übertreffen wird.

Hinzu kommt, dass wir bis dahin wahrscheinlich ewieso in einer tiefen Rezession inkl. Kriegsangst/-zustand sind.

Aber warten wir mal ab was die Verdi für uns diesmal aushandelt. Die Regierung knickt diesmal höchstwahrscheinlich ein, wenn sie sieht, wieviel Germanen diesmal auf die Straße gehen.
Wenn Sie nicht gewerkschaftlich organisiert sind, haben Sie doch richtig Glück.

Dann schmeißen Sie Ihrem AG das Ergebnis vor die Füße und hauen mal so richtig auf den Putz . Sie drohen mit Kündigung, wenn Ihre ,, Forderungen" nicht erfüllt werden.

So einfach kann's sein - wenn man einen Arsch in der Hose hätte. Haben aber die wenigsten- und hier noch weniger.

lllJohnlll

Familienzuschlag / Kinderzulage für Tarifbeschäftigte!

Hi zusammen,

da das hier ja quasi der ,,Wünsch-dir-was"-Bereich ist, werfe ich mal meinen größten Wunsch für die nächste Tarifrunde in die Runde. 😉

Ich bin verheiratet, Alleinverdiener, habe drei Kinder und wir wohnen in Mietenstufe V.
Ich muss alle 6 Monate den staatlichen Kinderzuschlag neu beantragen, damit wir über die Runden kommen und die Angebote für Bildung und Teilhabe nutzen können.

Bei den Beamten klappt das mit dem kinderbezogenen Familienzuschlag doch auch super. Früher gab es über den BAT ja auch den Ortszuschlag für uns Angestellte. Ich würde mir für uns Tarifbeschäftigte in der nächsten Runde echt eine feste, kinderbezogene Entgeltkomponente bzw. Kinderzulage wünschen.

Wie seht ihr das? Wäre das nicht mal eine Maßnahme für die Gewerkschaften?

Viele Grüße!
J.M.

D-x

Zitat von: ElBarto in 08.10.2026 09:52Schöne Aufstellung, was leider -für mich- etwas das Verhältnis verfälscht, ist, dass die Erfahrungsstufen unterschiedlich sind. Es werden also Einsteiger mit Altgedienten Mitarbeitern verglichen. Dadurch sind die Prozentzahlen auf den ersten Blick höher als evtl. der tatsächliche Unterschied nach gleicher Zugehörigkeit.

Zumindest fände ich es sinniger eine 6 II mit einer 8 II und einer 12 II sowie die 6 VI, 8VI und 12 VI zu vergleichen, zumal jeder der mal in einer EG ist die Stufe auch irgendwann erreicht.


Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich musste mich hier entscheiden, da bei mehreren Jahren (X-Achse) und mehreren Entgeltgruppen (Y-Achse) das Potential der Zweidimensionalität ausgereizt war. Zuerst hatte ich auch überall die gleiche Stufe, als ich alles überarbeitet habe da ich auf das EG9abc-Prblem stieß, habe ich mich umentschieden. Tatsächlich sehe ich in den verschiedenen Stufen kein Problem, da es ja immer die gleichen Stufen über die Jahre sind. Ich schrieb ja, dass es mir auch nicht um den Vergleich der Entgelte oder Gerechtigkeitsfragen geht, daher wäre für mich auch nicht interessant ob irgendwo 130% oder 140% steht, sondern rein der zeitliche Verlauf dieses Wertes da die zu Grunde liegende Frage war, ob oder wie sehr die Verhandlungsergebnisse die Tabelle stauchen. Und die Einladung, jeder möge ähnliche Vergleiche anstellen (und posten!) die für ihn sinnvoll sind, war ja dabei :-)

Zudem teile ich die Einschätzung Deines zweiten Absatzes gerade nicht. Häufig nimmt man ja eine gewisse Entwicklung und wenn man mal in der EG 6 angefangen hat (nach Ausbildung, wobei das bei den heute Auslernenden ja weit unter der Vorstellung ist) bewirbt man sich später auf höher dotierte Stellen, steigt auf, macht irgendwann den AII und ist nach vielen Jahren für EG12-Stellen qualifiziert, wird dort aber eben nicht mehr in Stufe 2 sein.

JahrhundertwerkTVÖD

Dürfte ich noch einmal in den Ring werfen, dass wir ein großes "Abzügeproblem" haben? welches sich die nächsten Jahre noch massiver auswirken wird.
Was letztendlich Netto übrig bleibt ist bei den ganzen Abzügen zu wenig.
Daher der Ansatz mit der gerichtlich bestätigten Unteralimentation der verbeamteten Kollegen, die ja Netto bereits mehr monatlich zur Verfügung haben.

Vielleicht wäre es ja auch ein Ansatz dass der Staat seiner Aufgabe gerecht wird, die Einnahmen und Ausgaben drastisch auf den Prüfstand stellt und  die Lohn Abzüge minimiert, statt immer nur zu erhöhen.
Dann wäre auch mehr Netto da und die Schere zwischen Lohn und Bezüge wieder geringer.