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offene Foren => allgemeine Diskussion => Thema gestartet von: Rainer am 15.04.2019 13:34

Titel: Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Rainer am 15.04.2019 13:34

Hallo,

Der Skandal: über 1,8 Millionen Erwerbsminderungsrentner (Bestand) bleiben von der Reform ab 2019 ausgeschlossen - das befeuert Altersarmut! Bei der Erwerbsminderungsrente muss gleiches Recht für Alle gelten.

Deswegen fordern wir:
1. Eine Gleichstellung aller Erwerbsminderungsrentner (Bestands-u.Neurentner).
2. Eine Rentenreform, die für alle gilt. Eine Stichtagsregelung lehnen wir ab, damit keine Menschen auf Grund einer Erkrankung mehr diskriminiert und im Namen des Gesetzes in die Armut geschickt bzw. in Armut gehalten werden.
3. Rentenabschläge bei Erwerbsminderung abzuschaffen.
4. Die Rückkehr zur Erwerbs-u.Berufsunfähigkeitsrente.
5. Eine Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen - analog zum österreichischen Modell.
6. Mindestrente über der Armutsschwelle – gegenwärtig 1.100,--€ - einführen.
LINK zur Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/erwerbsminderungsrente-gleiches-recht-fuer-alle

Beteiligt Euch bitte zahlreich.

Besten Dank.

Freundlicher Gruß
Rainer
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 15.04.2019 13:39
Nein.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Rainer am 15.04.2019 13:47
Hallo Spid,

wie wäre es einfach mit Solidarität?

mfg
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 15.04.2019 13:50
Nein.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Organisator am 15.04.2019 14:15
wie wäre es einfach mit Solidarität?

Dazu müsste der TE überhaupt mal Infos geben, wo das Problem liegt! Hier wird nur von der Befeuerung von Altersarmut gesprochen, ohne überhaupt die Gründe darzulegen.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Rainer am 15.04.2019 16:39
Hallo,

eine kurze Zusammenfassung:

Bis Ende 2000 funktionierte der gesetzliche Schutz für solche Fälle über ein zweigliedriges System aus Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente. Eine Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente) erhielt, wer wegen einer Krankheit oder Behinderung seinen Beruf nur noch zu weniger als 50 Prozent ausüben konnte. Eine Erwerbsunfähigkeitsrente (EU-Rente) hingegen gab es, wenn jemand überhaupt nicht mehr in der Lage war, zu arbeiten.
Dieses System aus gesetzlicher Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsrente hat die rot-grüne Bundesregierung  zum 1. Januar 2001 abgeschafft. Ersetzt wurde es durch die Erwerbsminderungsrente
Gegenüber der alten Regelung hat sich mit der Erwerbsminderungsrente vor allem eines verändert: Der erlernte Beruf spielt für den gesetzlichen Schutz keine Rolle mehr. Es zählt allein, ob jemand überhaupt noch irgendeine Arbeit verrichten kann.

Zurechnungszeiten:

von 2001 bis 2003 wurde das Ende der Zurechnungszeit schrittweise bis auf 60 Jahre verlängert.
Bis Juni 2014 endete die Zurechnungszeit mit der Vollendung des 60. Lebensjahres.
Ab Juli 2014 wurde das Ende der Zurechnungszeit auf das vollendete 62. Lebensjahr verlängert
Wer ab dem 1. Januar 2018 eine Erwerbsminderungsrente erhalten hat, für den endet die Zurechnungszeit im Alter von 62 Jahren und drei Monaten.
Die Zurechnungszeit  ab dem 1.1.2019 in einem ersten Schritt auf das Alter von 65 Jahren und 8 Monaten angehoben werden. Für die Höhe der Erwerbsminderungsrente wird also so gerechnet, als hätte der Antragsteller bis zum Alter von 65 Jahren und 8 Monaten gearbeitet. Für Betroffene, die ab dem 1.1.2019 eine Erwerbsminderungsrente neu erhalten, erhöht sich damit konkret die Höhe ihrer Erwerbsminderungsrente.

Die Abschläge bei den Erwerbsminderungsrenten in Höhe von maximal 10,8 Prozent bleiben weiterhin bestehen.
Der Abschlag im Zugangsfaktor von 10,8 % ist allein auf den gedachten Sicherungsfall der vorzeitigen Altersrente kalkuliert und gezielt. Er sollte entfallen, denn Erwerbsminderung sucht man sich nicht aus.

Nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit kann es passieren, dass man nicht mehr arbeiten kann.

Auch die VBL-Renten werden mit dem Rentenabschlag von 10,8 % gekürzt.
Zusätzlich die doppelten Krankenkassenbeiträge.

Freundlicher Gruß
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Rainer am 15.04.2019 16:41
Über eine ganze Serie von Reformen hinweg wurde zu Beginn der 2000er-Jahre ein genereller Kurswechsel in der deutschen Alterssicherungspolitik vollzogen. Seither orientiert sich die gesetzliche Rentenversicherung nicht mehr am Ziel, den Lebensstandard im Alter zu sichern, sondern daran, die Beitragssätze stabil zu halten. Mit diesem Paradigmenwechsel von einem leistungsorientierten System zu einem beitragsorientierten System sind Leistungskürzungen bei der gesetzlichen Rente und eine (Teil-)Privatisierung der Alterssicherung verbunden. Die Sicherung des Lebensstandards im Alter soll unter diesen Bedingungen durch eine Kombination aus gesetzlicher Rente, betrieblicher Altersversorgung und privater Vorsorge erreicht werden (Drei-Säulen-Modell). Der privaten, kapitalgedeckten Vorsorge wird damit im System der Alterssicherung eine neue Rolle zugewiesen. Während ihr zuvor eine ergänzende Rolle zur gesetzlichen Rente zukam, muss sie nunmehr eine zumindest partiell ersetzende Rolle übernehmen. Mit anderen Worten: Die private Vorsorge wird zum Ausfallbürgen für die Lücken in der gesetzlichen Rente.Dieser Ansatz ist gescheitert! Sinkendes Rentenniveau und steigende Regelaltersgrenzen führen dazu, dass immer mehr Menschen von sozialem Abstieg oder gar Armut im Alter bedroht oder sogar bereits betroffen sind. Verschärft wird die Situation durch das Scheitern der »Riester-Rente«: Ihre Verbreitung bleibt weit hinter den ursprünglichen Annahmen zurück und die politisch unterstellten Renditeziele sind angesichts der andauernden Niedrigzinsphase utopisch. Es ist höchste Zeit für einen Perspektivwechsel in der Rentenpolitik. Nicht der weitere Rückbau durch die vorprogrammierten Kürzungen, sondern der Ausbau der gesetzlichen Rentenversicherung gehört auf die gesellschaftliche und politische Tagesordnung.  Alterssicherungspolitik: Eine auskömmliche Rente, nicht möglichst niedrige Beitragssätze, muss wieder zur zentralen Zielgröße der Rentenpolitik werden!

Freundlicher Gruß
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Rainer am 15.04.2019 16:50
Hallo,

es war einmal eine Gesamtversorgung!?!

Bis 2001 war die Zusatzversorgung ein "Gesamtversorgungssystem", sie war der Beamtenversorgung nachgebildet, zusammen mit der gesetzlichen Rente sollte sie ein der Beamtenversorgung vergleichbares Versorgungsniveau sicherstellen. Nach angeblich zunehmenden finanziellen Schwierigkeiten wurde die Gesamtversorgung 2001 geschlossen und durch die Betriebsrente nach dem Punktemodell ersetzt. Die erworbenen Ansprüche aus dem alten System wurden über Startgutschriften in Versorgungspunkte nach dem neuen Punktemodell umgerechnet. Hierzu hat es sehr  viele Gerichtsverfahren gegeben.
Die vielen Problematiken mit den Startgutschriften sind hier im Forum diskutiert.

Freundlicher Gruß
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 15.04.2019 17:01
Die GRV ist ein totes Pferd - wenn man es schon unbedingt weiter reiten muß, dann gefälligst möglichst günstig. Also ein klares „Nein!“ zu allem, was zu höheren Beiträgen oder höheren Zuschüssen aus dem allg. Steueraufkommen führt. Am besten streicht man alle versicherungsfremden Leistungen und senkt das Leistungsniveau so ab, daß es vollständig aus den Beiträgen gezahlt werden kann.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Rainer am 15.04.2019 17:25

Nein es gibt nichts besseres wie die GRV!!!!!! Die Teilprivatisierung der Renten war der größte Fehler.
Warum machen es andere europäische Staaten besser?

Beispiel Österreich: die gingen nicht den Weg der Teilprivatisierung. 1/3 höhere Renten wie in Deutschland.


Versicherungsfremde Leistungen erfüllen Aufgaben der gesamten Gesellschaft, Aufgaben, die alle ihre Berechtigung haben.
Versicherungsfremde Leistungen gibt es seit 1957.
Ebenfalls seit 1957 sind die Zahlungen des Bundes zu gering, um die versicherungsfremden Leistungen in vollem Umfang zu finanzieren.

In allen Jahren, in denen eine Berechnung/Hochrechnung/Abschätzung durch den VDR bzw. die DRV gemacht wurde, machte der Anteil der versicherungsfremden Leistungen an den Rentenausgaben insgesamt mindestens 34 Prozent aus. Der Anteil der dafür zur Verfügung gestellten Bundesmittel bewegt sich dagegen seit Jahren zwischen 28 und 27 Prozent, so dass sich ein mit den Rentenausgaben wachsender Fehlbetrag von inzwischen 768  Milliarden Euro zu Lasten der Versicherten und Rentner ergibt.
Kein Wunder also, dass Politik und Justiz seit Jahrzehnten ablehnen, das Thema endlich transparent zu machen.
Seit 1957 haben die verschiedenen Bundesregierungen insgesamt rund 768 Mrd. Euro auf diese Weise zweckentfremdet. Es besteht ein Schattenhaushalt, der ausschließlich von Versichertenbeiträgen finanziert wird.
Politiker, Selbständige und Beamte beteiligen sich nicht, obwohl es sich um die Finanzierung von Aufgaben der Allgemeinheit handelt.
Es ist erschreckend, mit welchem Selbstverständnis und mit welcher Selbstverständlichkeit unsere staatlichen Eliten ein Zwei-Klassenrecht bei der Altersversorgung verinnerlicht haben und auch durchsetzen, das es so in keinem demokratischen Rechtsstaat Europas gibt.

Freundlicher Gruß
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 15.04.2019 17:39
Doch, gibt es !!!!!!!1111

Die GRV ist dysfunktional. Es ist typische etatistische Denke, der Staat könne irgendwas besser - er kann nichts besonders gut, macht alles teuer und schlechter. Wie alle Zwangsversicherungssysteme gehört auch die GRV abgeschafft.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: MoinMoin am 15.04.2019 17:41
Versicherungsfremde Leistungen erfüllen Aufgaben der gesamten Gesellschaft, Aufgaben, die alle ihre Berechtigung haben.
Versicherungsfremde Leistungen gibt es seit 1957.
Ebenfalls seit 1957 sind die Zahlungen des Bundes zu gering, um die versicherungsfremden Leistungen in vollem Umfang zu finanzieren.
Deswegen wäre es ja gut, die Versicherungsfremde Leistungen auch direkt es dem Staats-Büddel zu zahlen und nicht dieses unsägliche Misch Masch.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: yamato am 16.04.2019 06:43
Bei den Punkten 1, 2 und 3 wäre ich ja mitgegangen, aber es ist das alte Problem der Linken.

Sie fordern zu viel und finden dadurch zu wenig Unterstützer,

Wenn die ersten 3 Punkte erfüllt würden hätte meine Schwester wahrscheinlich eine EM Rente von 2000 € monatlich, find ich gut. Zeigt aber auch, dass nicht alle EM Rentner armutsgefährdet sind.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: BAT am 16.04.2019 08:49
Zumal eine Mindestrente von 1.100 € und der Begriff Armutsschwelle nichts miteinander zu tun haben.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Organisator am 16.04.2019 08:57
Deswegen wäre es ja gut, die Versicherungsfremde Leistungen auch direkt es dem Staats-Büddel zu zahlen und nicht dieses unsägliche Misch Masch.

Werden Sie ja. Die versicherungsfremden Leistungen werden von der RV berechnenet und daraus bemisst sich der Zuschuss. Wenn es politisch gewollt ist, dass z.B. das Kinderkriegen sich rentenerhöhend auswirkt, sollte das auch aus Steuermitteln finanziert werden.

Und der "Kurswechsel" ist einfach nur eine Anpassung an die Realitäten. Es gibt nur eine begrenzte Menge an Geld (Beitragsaufkommen) und nur das kann verteilt werden. Insofern gibt es auch kein Fehlbetrag zu Lasten der Rentner, wenn alle vorhandenen Beiträge auch wieder postwendend ausgegeben werden.

Eine Mindestrente als weitere versicherungsfremde Leistung ist da der größte Quatsch, ähnlich wie das Aufstocken durch ALG2. So nimmt man nur die Arbeitgeber aus der Pflicht, angemessene Löhne zu zahlen ("...der Staat gibt Dir ja was dazu....")
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: was_guckst_du am 16.04.2019 09:09
...hat eigentlich eine "openPetition" irgedwann schon einmal zu einem Umdenken der politisch Handelnden geführt?... ::)
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: TV-Ler am 16.04.2019 09:35
Deswegen wäre es ja gut, die Versicherungsfremde Leistungen auch direkt es dem Staats-Büddel zu zahlen und nicht dieses unsägliche Misch Masch.

Werden Sie ja. Die versicherungsfremden Leistungen werden von der RV berechnenet und daraus bemisst sich der Zuschuss.
Wenn ich es richtig verstanden habe, werden versicherungsfremde Leistungen eben nur zum Teil durch den Zuschuss abgedeckt.
Sofern das tatsächlich so ist, sollte zunächst dort angesetzt und der Zuschuss so bemessen sein, das versicherungsfremde Leistungen dadurch vollständig ausgeglichen werden.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 16.04.2019 10:07
Die Zahlungen aus dem Bundeshaushalt übersteigen nur dann nicht die versicherungsfremden Leistungen, wenn man die Hinterbliebenenversorgung als eine solche betrachtet. Kann man machen, ist aber Unfug.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: MoinMoin am 16.04.2019 10:08
Deswegen wäre es ja gut, die Versicherungsfremde Leistungen auch direkt es dem Staats-Büddel zu zahlen und nicht dieses unsägliche Misch Masch.

Werden Sie ja. Die versicherungsfremden Leistungen werden von der RV berechnenet und daraus bemisst sich der Zuschuss.
Wenn ich es richtig verstanden habe, werden versicherungsfremde Leistungen eben nur zum Teil durch den Zuschuss abgedeckt.
Sofern das tatsächlich so ist, sollte zunächst dort angesetzt und der Zuschuss so bemessen sein, das versicherungsfremde Leistungen dadurch vollständig ausgeglichen werden.
Und man sollte diese auch ausweisen. Oder bekommt man zwei Rentenbescheide? Nö.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Rainer am 16.04.2019 11:25

über die Versicherungsfremden Leistungen gibt es hier sehr viel Unwissenheit.

Nehmen wir das Beispiel der "Mütterrente"

Die  Kindererziehungszeiten „Mütterrente“ ist keine Rente sondern die Honorierung der Erziehungsleistung und damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.Dadurch muss sie von allen Steuerzahlern bezahlt werden und nicht nur von Rentenbeitragszahlern.Es geht bis 2030 um ca. 137 Milliarden Euro.Im Sozialgesetzbuch, sechstes Buch § 177 ist festgelegt , das die Beiträge für Kindererziehungszeiten vom Bund bezahlt werden.Durch die Finanzierung aus der Rentenkasse entstehen den Rentner/Innen durch den Nachhaltigkeitsfaktor zukünftig zusätzlich geringere Rentenerhöhungen.Zum Vorteil von Politikern,Beamten und Selbstständigen bzw. berufsständischen Versicherten, die nicht in die Rentenkasse einzahlen.

Die Mütterrente aktiviert die Kürzungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel,so dass in absehbarer Zeit die Rentenanpassung für ALLE Rentner/innen geringer ausfallen wird.

Würden alle Versicherungsfremden Leistungen vom Staat ausgeglichen und nicht nur teilweise, dann wäre es ein richtiger Schritt.

Dass die Abschläge bei den EM-Renten aus systematischer Sicht nicht gerechtfertigt werden können, entspringt auch dem Tatbestand, dass es bei den EM-Renten um die Absicherung des Invaliditätsrisikos geht und sich diese damit in einer anderen Konstellation bewegen als die „normalen“ Altersrenten. Dass man das trennen muss, zeigt sich auch daran, dass bei den Systemen, die zur Absenkung des Rentenniveaus benutzt wurden (also die geförderte private Alterssicherung – Riester-Rente) wie auch bei den gerade aktuell relevanten Betriebsrentensystemen eine Invaliditätsabsicherungskomponente nicht enthalten ist und ein Verweis auf eine private Absicherung dieses speziellen Risikos offensichtlich aus versicherungssystematischen Gründen für einen Großteil nicht leistbar wäre bzw. auch gar nicht angeboten wird. Insofern sind die Betroffenen existenziell auf die Leistungen aus dem System der Erwerbsminderungsrenten angewiesen.
Wer wegen Krankheit oder Behinderung seine Arbeit nicht mehr ausüben kann, hat keinen Einfluss auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns und darf deshalb nicht mit denselben Abschlägen belegt werden.
Die Politiker haben die Berufsunfähigkeitsversicherung für den offenen Versicherungsmarkt freigegeben. Und was tun die? ... Wenn, dann machen sie Rosinenpickerei. Sie suchen sich die Risiken aus, die kaum ein Risiko darstellen, berufsunfähig zu werden.

Die gesetzliche Rente ist das sicherste und beste Altersicherungssystem. Diese Aufgabe privater Kapitalanlage zu überlassen ist extrem riskant und derzeit auch nachweislich ineffizient.

Beispiel Rieserrente: über 30 Milliarden Steuergelder vernichtet.

Die 4 % Eigenvorsorge funktionieren nicht. Wer profitiert davon? Banken und Versicherungen usw.

Und gleichzeitig sollte man sich die Frage stellen: Wer macht die Rentengesetze?

Alle die nicht von den Verschlechterungen betroffen sind.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 16.04.2019 11:46
Die versicherungsfremden Leistungen werden nicht nur vollständig ausgeglichen, die Leistungen aus dem Bundeshaushalt übersteigen diese deutlich, weil die Hinterbliebenenversorgung keine versicherungsfremde Leistung ist. Die GRV als Umlagesystem ist dysfunktional ab dem Zeitpunkt, wo eine der beiden Basisprämissen - hinreichendes Bevölkerungswachstum und hinreichende Steigerung der Wirtschaftskraft - nicht mehr zutrifft. Sie weist ein strukturelles Defizit auf, das eben nur durch die die versicherungsfremden Leistungen übersteigenden Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt gedeckt wird - und tendenziell eher größer wird. Sie ist ein widerwärtiges Zwangssystem. Natürlich sind Abschläge für die Erwerbsminderungsrente gerechtfertigt. Wer weniger einbezahlt hat, bekommt weniger raus - so einfach ist das. Und natürlich funktioniert Eigenvorsorge - und das Gute daran ist: man kann selbst entscheiden, was und wie viel man dafür tut. Zwangsversicherungssysteme gehören allesamt abgeschafft. Das Ende dieser bürokratischen Monster würde dem Arbeitsmarkt auch Arbeitskräfte zuführen, die dringend für produktive Tätigkeiten gebraucht werden.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: was_guckst_du am 16.04.2019 11:51
...ideologische Diskussionen, die einzig und allein dogmatischen Grundsätzen folgen, sind nicht nur langweilig sondern völlig sinnlos... ::) ::) ::)
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Rainer am 16.04.2019 12:24

die versicherungsfremden Leistungen werden nicht vollständig aus Steuergeldern
ausgeglichen. Das sind Tatsachen.

Der Rentenabschlag bei Erwerbsminderung ist nicht gerechtfertigt.

Will man an den Zuständen nichts ändern, die nach Veränderung schreien, muss man die Zustände mundtot machen.

Thema beendet.

Danke
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: DiVO am 16.04.2019 12:29
Und was ist nun so schlecht an Riester? Habe vor Jahren einen Fondsgebundenen Riester abgeschlossen und wenn ich hier die Kursentwicklung, staatliche Förderung und meinen Steuervorteil mit reinrechne komme ich auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von ca. 8 %. Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht was daran schlecht sein soll und wenn ich das mit den aktuellen Zinsen auf Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld oder Bundesschatzbriefen vergleiche steht die erzielte Rendite gut da und hilft mir langfristig beim vVermögensaufbau fürs Alter.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: was_guckst_du am 16.04.2019 12:49
...das will "Rainer" doch gar nicht hören... ;D
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 16.04.2019 13:04

die versicherungsfremden Leistungen werden nicht vollständig aus Steuergeldern
ausgeglichen. Das sind Tatsachen.

Doch, das ist eine Tatsache.

Zitat
Der Rentenabschlag bei Erwerbsminderung ist nicht gerechtfertigt.

Doch, durchaus - wie schlüssig von mir dargelegt.

Zitat
Will man an den Zuständen nichts ändern, die nach Veränderung schreien, muss man die Zustände mundtot machen.

Ich höre nichts schreien.

Zitat
Thema beendet.

Du entscheidest zwar, wann Du ein Thema beginnst, aber nicht, wann es beendet ist. Du bist nicht zufällig Lehrer?

Zitat
Danke

Bitte, ich bin immer froh, wenn ich falsche Sichtweisen gerade rücken kann. Am Ende hätte noch jemand die bescheuerte Petition unterstützt.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: was_guckst_du am 16.04.2019 13:31
Bitte, ich bin immer froh, wenn ich falsche Sichtweisen gerade rücken kann. Am Ende hätte noch jemand die bescheuerte Petition unterstützt.

...ich sehe "Rainer" dankend in die Tischplatte beissen...  ;D ;D ;D
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Keeper83 am 16.04.2019 13:48
Also ich stimme Spid ja mal wieder vollumfänglich zu.
Möchte aber gleichzeitig die Frage stellen, wie die Absicherung derjenigen Arbeitnehmer sichergestellt werden kann, die es ohne Zwangssysteme nicht selber auf die Kette bekommen. Ich denke da z.B. an die Unterzeichner solcher Petitionen oder den Wählern gewisser Protestparteien, die Intellektuell nicht ganz auf dem Niveau von Spid sein dürften.
Ich würde über meine Beiträge auch lieber selber entscheiden können, da ich mir durchaus zutraue mit diesem Geld am Ende nicht weniger "erwirtschaftet" zu haben als der Staat oder die Sozial- oder Rentenversicherung. Das geht aber vielleicht nicht allen so.
Gibts da eventuell ein Modell "Spid" oder so etwas?
Oder doch einfach: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht? Da ist das Problem mit dem Denken aber wieder.     :)
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: BAT am 16.04.2019 13:50
Und was ist nun so schlecht an Riester? Habe vor Jahren einen Fondsgebundenen Riester abgeschlossen und wenn ich hier die Kursentwicklung, staatliche Förderung und meinen Steuervorteil mit reinrechne komme ich auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von ca. 8 %. Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht was daran schlecht sein soll und wenn ich das mit den aktuellen Zinsen auf Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld oder Bundesschatzbriefen vergleiche steht die erzielte Rendite gut da und hilft mir langfristig beim vVermögensaufbau fürs Alter.

Na ja, ich habe 6 Prozent Rendite mit Daimler Aktien und on top mögliche Kursgewinne. Ganz ohne staatliches Umverteilen und den ganzen Bürokratieapparat.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: was_guckst_du am 16.04.2019 13:53
...oh...Autoindustrie...ich weiß nicht, ob diese Rendite künftig stabil bleibt... 8)
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: TV-Ler am 16.04.2019 13:54
Na ja, ich habe 6 Prozent Rendite mit Daimler Aktien und on top mögliche Kursgewinne. Ganz ohne staatliches Umverteilen und den ganzen Bürokratieapparat.
Und ggf. auch mögliche Kursverluste "on top". Auch ganz ohne staatliches Umverteilen und den ganzen Bürokratieapparat ...  ;)
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: was_guckst_du am 16.04.2019 13:57
Ich würde über meine Beiträge auch lieber selber entscheiden können, da ich mir durchaus zutraue mit diesem Geld am Ende nicht weniger "erwirtschaftet" zu haben als der Staat oder die Sozial- oder Rentenversicherung.

...dann klappts auch besser mit dem "Jobrad"...  ;D
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: DiVO am 16.04.2019 14:08
Was BAT sagen will ist doch klar: Er erzielt derzeit ohne Stress eine Dividendenrendite in Höhe von 6 %. Da sind keine Kursveränderung mit eingerechnet. Was er mit diesem Geld macht ist seine Sache, wenn er sie wieder reinvestiert und sein Portfolio eine gewisse Diversivizierung aufweist wird sein Risiko langfristig mit einem Minus dazustehen wohl eher gering sein.

Wenn ich mir ansehe wie hoch die für mich abgeführten monatlichen Rentenbeiträge sind und wie gering die später zu erwartende Rente ausfällt, dann bin ich der festen Überzeugung, dass dieses Geld in einer kapitalgebundenen Anlageform auf diese Laufzeit betrachtet eine deutliche höhere Rendite erzielen wird.

Für mich gibt es aber für das Deutsche Rentensystem eine Hoffnung: in rund 30 Jahren werden rein statistisch betrachtet die ersten Jahrgänge der Babyboomer nicht mehr sein und so wird sich das Verhältnis Beitragszahler - Rentner wieder entspannen.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: was_guckst_du am 16.04.2019 14:13
Für mich gibt es aber für das Deutsche Rentensystem eine Hoffnung: in rund 30 Jahren werden rein statistisch betrachtet die ersten Jahrgänge der Babyboomer nicht mehr sein und so wird sich das Verhältnis Beitragszahler - Rentner wieder entspannen.

...weder für dich noch für das deutsche Rentensystem wird diese Hoffnung in 30 Jahren noch Bestand haben...
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: kleri am 16.04.2019 14:56
Also ich stimme Spid ja mal wieder vollumfänglich zu.
Möchte aber gleichzeitig die Frage stellen, wie die Absicherung derjenigen Arbeitnehmer sichergestellt werden kann, die es ohne Zwangssysteme nicht selber auf die Kette bekommen. Ich denke da z.B. an die Unterzeichner solcher Petitionen oder den Wählern gewisser Protestparteien, die Intellektuell nicht ganz auf dem Niveau von Spid sein dürften.
(...)

Grundsicherung nach dem SGB XII.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: MoinMoin am 16.04.2019 15:01
da ich mir durchaus zutraue mit diesem Geld am Ende nicht weniger "erwirtschaftet" zu haben als der Staat oder die Sozial- oder Rentenversicherung. Das geht aber vielleicht nicht allen so.
Wie du ja schon schreibst: Erwirtschaftet wird im GRV System nix, nur umverteilt.
Wer da eine Rendite ausrechnet bzgl. des eingezahlten Geldes, der rechnet komplett falsch.

Eine freiwillige RV wäre natürlich schöner, für die die mit dem Geld umgehen können, allerdings müsste auch sichergestellt sein, dass diese dann keine Grundsicherung o. andere Sozialleistungen erhalten, wenn sie sich verzocken.
Sonst haben wir wieder das Problem, wie früher bei der PKV etc.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: MoinMoin am 16.04.2019 15:05
Für mich gibt es aber für das Deutsche Rentensystem eine Hoffnung: in rund 30 Jahren werden rein statistisch betrachtet die ersten Jahrgänge der Babyboomer nicht mehr sein und so wird sich das Verhältnis Beitragszahler - Rentner wieder entspannen.

...weder für dich noch für das deutsche Rentensystem wird diese Hoffnung in 30 Jahren noch Bestand haben...
Und es ist komplett irrelevant wie viele Kinder gezeugt werden oder wurde.
Das Rentensystem basiert nicht auf Kinder, sondern auf Erwerbstätige. Und deren Produktivität, natürlich.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: BAT am 16.04.2019 15:15
Was BAT sagen will ist doch klar: Er erzielt derzeit ohne Stress eine Dividendenrendite in Höhe von 6 %. Da sind keine Kursveränderung mit eingerechnet. Was er mit diesem Geld macht ist seine Sache, wenn er sie wieder reinvestiert und sein Portfolio eine gewisse Diversivizierung aufweist wird sein Risiko langfristig mit einem Minus dazustehen wohl eher gering sein.


Natürlich längerfristige Anlage, von daher ist mir der Kurs egal.

Viel wichtiger ist aber einerseits die Effizienz der Anlageform ohne den Bürokratieapparat und Umverteilung aber auch die Beteiligung breiter Masse der Bevölkerung an der Wertschöpfung. Die Arbeitskraft ist hier nur ein kleines, eigentlich schlechteres, Standbein. Fonds sind für die breite Masse wohl besser.

Und vor allem: nicht immer dieses Schimpfer über "die" Industrie oder "die" Unternehmen. Wenn man selbst Anteilsinhaber ist, sieht man die Sache anders. Und China und Nahost muss ja nicht alles aufkaufen.

Was hätte man mit den Riester Milliarden alles machen können...

Zur Rentenversicherung und Erwerbsunfähigkeit:

der Haken an der Sache sind vor allem die Gewerkschaften, mal wieder. Diese haben zu sehr darauf gesetzt, daß das dicke Gehalt erst mit der Zeit, also dem Alter kommt. Wo in den ersten 20 oder 30 Jahren des Arbeitslebens noch keine großen Bruttoverdienst herrschen, gibt es auch wenig Rentenbeiträge und eine kleinere (EU) - Rente. Also endlich: Abschaffung der Stufen 2 bis 5. 1 Jahr "Probezeit" und dann die bisherige Stufe 6 als Stufe 2. Volles Gehalt für volle Arbeitszeit.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Organisator am 16.04.2019 15:46
Die gesetzliche Rente ist das sicherste und beste Altersicherungssystem. Diese Aufgabe privater Kapitalanlage zu überlassen ist extrem riskant und derzeit auch nachweislich ineffizient.

Beispiel Rieserrente: über 30 Milliarden Steuergelder vernichtet.

Die 4 % Eigenvorsorge funktionieren nicht. Wer profitiert davon? Banken und Versicherungen usw.


Behauptungen und Parolen ohne Begründungen sind das, was nicht funktionert!
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Keeper83 am 16.04.2019 15:58
Ich würde über meine Beiträge auch lieber selber entscheiden können, da ich mir durchaus zutraue mit diesem Geld am Ende nicht weniger "erwirtschaftet" zu haben als der Staat oder die Sozial- oder Rentenversicherung.

...dann klappts auch besser mit dem "Jobrad"...  ;D

So ist es. Ich möchte ja einen Teil meiner Sozialversicherungsbeiträge in etwas sinnvolles investieren. Leider steht Verdi dazischen.
Dank eines nun vorliegenden Angebotes meines AG gibts das Jobrad jetzt aber auch ohne Zustimmung der Gerwerkschaften.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: MoinMoin am 16.04.2019 16:19
Dank eines nun vorliegenden Angebotes meines AG gibts das Jobrad jetzt aber auch ohne Zustimmung der Gerwerkschaften.
Siehste, sag ich doch, geht doch!
Freut mich für dich, aber leider haste noch nicht (im entsprechenden nachbar Thread) verraten wie das Angebot denn jetzt konkret aussieht. Würde mich persönlich wirklich mal interessieren, da ich wie schon geschrieben letztes Jahr nur Mogelpackungen gesehen hatte.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Dude23 am 17.04.2019 07:12

Grundsicherung nach dem SGB XII.

Genau, da ist das staatliche System dann wieder gut genug.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 17.04.2019 07:15
Das ist ja keine Zwangsversicherung - es handelt sich um die Gewährleistung des Existenzminimums und somit um eine staatliche Aufgabe.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Feidl am 17.04.2019 08:21
Beispiel Österreich: die gingen nicht den Weg der Teilprivatisierung. 1/3 höhere Renten wie in Deutschland.
Autsch, bei dem Vergleich muss man höllisch aufpassen. Da gibt es soviele Unterschiede. Zum Beispiel gibt es in Österreich durchschnittlich höhere Renten, weil man viel länger eingezahlt haben muss, um überhaupt auch nur einen Cent Rente zu bekommen (waren glaub 15 statt 5 Jahre). Personen in Deutschland, die nur wenige Jahre eingezahlt haben und dann eine mickrige Rente bekommen und von den Medien gern als Beispiele für Altersarmut dargestellt werden, gibt es in Österreich gar nicht, weil sie dort gar keine Rente bekommen.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: MrRossi am 17.04.2019 08:30

Ich möchte ja einen Teil meiner Sozialversicherungsbeiträge in etwas sinnvolles investieren. Leider steht Verdi dazischen.


Wie genau steht Verdi dazwischen?
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Beitrag von: was_guckst_du am 17.04.2019 08:38
Wie genau steht Verdi dazwischen?

...siehe die Diskussion hier: https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,111676.0.html
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: MrRossi am 17.04.2019 08:56
Wie genau steht Verdi dazwischen?

...siehe die Diskussion hier: https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,111676.0.html

Hab ich überlesen, dass es einzig an Verdi liegt, weil alle anderen  betroffenen Tarifparteien sich für eine Einführung einer Öffnung einsetzten, und sich nicht durchgesetzt haben? Oder besteht der Wille überhaupt nicht?
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Beitrag von: was_guckst_du am 17.04.2019 09:03
...die Gewerkschaften (nicht nur verdi) sind aus für mich nachvollziehbaren Gründen dagegen...die Haltung der Arbeitgeber ist unterschiedlich...
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 17.04.2019 09:05
Niemand hat behauptet, daß es einzig an Verdi liegt.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Keeper83 am 17.04.2019 09:10
Mit Verdi meinte ich die Gewerkschaften. Sorry.
Die Arbeitgeber sind für eine Öffnungsklausel.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: MrRossi am 17.04.2019 09:22
Niemand hat behauptet, daß es einzig an Verdi liegt.


Ich möchte ja einen Teil meiner Sozialversicherungsbeiträge in etwas sinnvolles investieren. Leider steht Verdi dazischen.


Doch
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Keeper83 am 17.04.2019 09:40
Niemand hat behauptet, daß es einzig an Verdi liegt.


Ich möchte ja einen Teil meiner Sozialversicherungsbeiträge in etwas sinnvolles investieren. Leider steht Verdi dazischen.


Doch

Wie gesagt, ich meine die Gewerkschaften. Sorry.

Die Arbreitgeber sind für eine Öffnungsklausel. Eine unterschiedliche Haltung kann ich da nicht erkennen.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: was_guckst_du am 17.04.2019 09:45
Niemand hat behauptet, daß es einzig an Verdi liegt.


Wie gesagt, ich meine die Gewerkschaften. Sorry.

...ich hatte schon gedacht, da würde jemand dich als "Niemand" bezeichnen... 8) ;D

...aber selbst Spid ist nicht frei von Fehlern....
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 17.04.2019 09:56
Niemand hat behauptet, daß es einzig an Verdi liegt.


Ich möchte ja einen Teil meiner Sozialversicherungsbeiträge in etwas sinnvolles investieren. Leider steht Verdi dazischen.


Doch

Nein. Er schreibt, Verdi stünde dazwischen. Ich lese da nichts von Ausschließlichkeit noch gäbe es eine Verpflichtung, alle möglichen Hindernisse zu benennen.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Spid am 17.04.2019 09:58
Niemand hat behauptet, daß es einzig an Verdi liegt.


Wie gesagt, ich meine die Gewerkschaften. Sorry.

...ich hatte schon gedacht, da würde jemand dich als "Niemand" bezeichnen... 8) ;D

...aber selbst Spid ist nicht frei von Fehlern....

Da er derlei nicht behauptet hat, sehe ich keinen Fehler.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: was_guckst_du am 17.04.2019 09:59
...wäre ja auch noch schöner... ;D ;D ;D
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: FGL am 17.04.2019 10:52
Also ich stimme Spid ja mal wieder vollumfänglich zu.
Möchte aber gleichzeitig die Frage stellen, wie die Absicherung derjenigen Arbeitnehmer sichergestellt werden kann, die es ohne Zwangssysteme nicht selber auf die Kette bekommen. Ich denke da z.B. an die Unterzeichner solcher Petitionen oder den Wählern gewisser Protestparteien, die Intellektuell nicht ganz auf dem Niveau von Spid sein dürften.
Wer "Solidarität" sagt, will das Geld anderer Leute (https://www.welt.de/debatte/kommentare/article134429395/Wer-Solidaritaet-sagt-will-das-Geld-anderer-Leute.html). Gemeint ist dabei aber Zwang. Ich würde es bevorzugen wenn diejenigen, die "Solidarität" stets betonen, sich das solidarisch zeigen und den von Dir beschriebenen Personenkreis vollumfänglich aus eigenen Mitteln unterhalten, ohne zwangsweise diejenigen heranzuziehen, die sich eben nicht solidarisch zeigen möchten. Ich befürchte aber, dass der Personenkreis derjenigen, die stets finanzielle Solidarität propagieren weitgehend identisch ist mit dem Personenkreis derjenigen, die monetär von dieser "Solidarität" profitieren.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: MrRossi am 17.04.2019 14:03
Niemand hat behauptet, daß es einzig an Verdi liegt.


Ich möchte ja einen Teil meiner Sozialversicherungsbeiträge in etwas sinnvolles investieren. Leider steht Verdi dazischen.



Doch

Nein. Er schreibt, Verdi stünde dazwischen. Ich lese da nichts von Ausschließlichkeit noch gäbe es eine Verpflichtung, alle möglichen Hindernisse zu benennen.

Er schrieb "Verdi steht dazwischen" . Man könnte man hieraus folgern, dass in seinem Fall es einzig Verdi wäre. In einer falschen Behauptung gibt es keine Notwendigkeit diese als solche zu kennzeichnen, macht ja auch keinen Sinn.
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Beitrag von: Spid am 17.04.2019 14:23
Man könnte es auch als Manifest gegen Kinderarbeit in Malaysia interpretieren - oder ganz einfach das nehmen, was geschrieben wurde.
Titel: Antw:Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle
Beitrag von: Keeper83 am 17.04.2019 14:38
Niemand hat behauptet, daß es einzig an Verdi liegt.


Ich möchte ja einen Teil meiner Sozialversicherungsbeiträge in etwas sinnvolles investieren. Leider steht Verdi dazischen.



Doch

Nein. Er schreibt, Verdi stünde dazwischen. Ich lese da nichts von Ausschließlichkeit noch gäbe es eine Verpflichtung, alle möglichen Hindernisse zu benennen.

Er schrieb "Verdi steht dazwischen" . Man könnte man hieraus folgern, dass in seinem Fall es einzig Verdi wäre. In einer falschen Behauptung gibt es keine Notwendigkeit diese als solche zu kennzeichnen, macht ja auch keinen Sinn.

An der Behauptung Verdi steht dazwischen ist nichts falsch. Dass es sich einzig um Verdi handeln könnte ist eine Interpretation deinerseits.
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Beitrag von: was_guckst_du am 17.04.2019 15:13
...ist doch auch egal....Hauptsache Spid verliert seinen Nimbus der Unfehlbarkeit nicht :P