Zitat von: NelsonMuntz in Gestern um 11:19Nix los auf Station? Langeweile? Lies doch ein Buch, oder schnapp Dir ein Puzzle mit Welpenmotiv!
Zitat von: GoodBye in 19.09.2026 19:59Die Versorgung ist mit der Grundbesoldung verbunden und knüpft damit an eine Besoldung an, die davon ausgeht, das noch jemand anderes seinen Beitrag leistet. Macht im Gesamtsystem dann eigentlich wenig Sinn.Das Argument ist für ledige Beamte mindestens genauso relevant (worauf VierBundeslaender gestern im Parallelthread hingewiesen hat). Denn zumindest bislang wird seitens des BVerfG im Rahmen des Gebots der Mindestbesoldung bekanntlich ausschließlich die Besoldung eines verheirateten Beamten mit zwei Kindern geprüft (Rn. 70). Daraus ergeben sich folgende Implikationen:
Zitat von: Bob Kelso in 19.09.2026 15:32Forenmitglieder mit dem Anfangsbuchstaben: W
Zitat von: Opti483 in Gestern um 09:52https://www.bundestag.de/resource/blob/1202000/WD-6-0012-0007_gestaltung_beamtenversorgung.pdf
Ob man hier im Hintergrund prüft wo man noch mehr Einsparen könnte?
Zitat von: SAS in Gestern um 09:52Das Thema halte ich übrigens für viel relevanter hat gab es dazu schon eine Frage bei Abgeordneten Watch an die Damen und Herren der Regierung?
Zitat von: Reisinger850 in Gestern um 08:44In deiner Welt kann ein Beamter zB Trump nicht gut finden? Ich mag seine unkonventionelle Art und die Demokraten sind das Sinnbild vom Old Establishment, quasi eine SPD die einem hier das Geld aus der Tasche ziehen will, sobald man kein Bürgergeldempfänger mehr ist. Frag mal in New York wie gross da aktuell die Angst ist, wie Deutschland zu werden...Ich kann die Faszination für extreme in Teilen nachvollziehen das man das beeindruckend findet wie radikal Politik vorgehen kann.
Du bist zu sehr gefangen in deinen Moralvorstellungen. Veränderungen müssen her, schlimmer als heute kann es in Deutschland (NRW insbesondere) kaum noch sein. Beamte verrichten illegal besoldeten Dienst unter immer schlechteren Bedingungen. Wir brauchen wohl den grossen Knall!
Zitat von: Max_Muster in Gestern um 08:28Die WA hat einen interessanten Artikel veröffentlicht. Da der leider hinter einer Pay wall ist, hier die Zusammenfassung per KI (Link weiter unten)
Sprengkraft hat vor allen Dingen folgender Satz:
Die Bezüge sind inzwischen an die Entwicklung der Nominallöhne in Nordrhein-Westfalen gekoppelt.
1. Abgeordnete bekommen deutlich mehr Geld
Die 195 Abgeordneten im NRW-Landtag bekommen derzeit knapp 12.000 Euro im Monat. Zusätzlich werden etwa 3.300 Euro für ihre Altersversorgung an ein Versorgungswerk abgeführt.
2. Seit 2020 sind die Unterschiede groß
Von 2020 bis 2026 sind die Bezüge der Abgeordneten laut den im Artikel genannten Berechnungen um 28,1 % gestiegen.
Zum Vergleich:
Beamte A15: +16,4 %
Tarifbeschäftigte E15: +16,1 %
Abgeordnetenbezüge: +28,1 %
Beiträge zum Versorgungswerk: +42,6 %
Verbraucherpreise in NRW: +21,9 % (2020–2025)
Das bedeutet vereinfacht: Die Abgeordnetenbezüge sind seit 2020 deutlich stärker gestiegen als die genannten Beamten- und Tarifgehälter.
Warum passiert das?
Die Abgeordneten entscheiden nicht jedes Jahr einfach selbst über eine beliebige Erhöhung. Die Bezüge sind inzwischen an die Entwicklung der Nominallöhne in Nordrhein-Westfalen gekoppelt.
Der Nominallohn berücksichtigt die Lohnentwicklung in verschiedenen Branchen und nicht nur die Entwicklung im öffentlichen Dienst. Der Bund der Steuerzahler NRW hält dieses Verfahren deshalb grundsätzlich für nachvollziehbar.
Für 2026 bedeutete das beispielsweise:
Abgeordnete: +4,3 %
Beamtenbesoldung: +3,36 %
Besonders umstritten: die Altersversorgung
Der Bund der Steuerzahler sieht nicht unbedingt die jährliche Diätenerhöhung, sondern vor allem die Altersversorgung als Problem.
Die Beiträge zum Versorgungswerk sind seit 2020 laut Artikel sogar um 42,6 % gestiegen. Der Bund der Steuerzahler schlägt deshalb vor, dass Abgeordnete stattdessen beispielsweise in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen könnten.
Was sagen die Abgeordneten?
Die FDP und die Grünen weisen darauf hin, dass die Höhe der Bezüge nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren angepasst wird. Sie argumentieren, dass die Kopplung an die Nominallöhne transparent und nachvollziehbar sei.
Die wichtigste Aussage des Artikels
Seit 2020 sind die Bezüge der NRW-Landtagsabgeordneten wesentlich stärker gestiegen als die Besoldung der im Artikel betrachteten Beamten und die Bezahlung der entsprechenden Tarifbeschäftigten.
Der Artikel stellt dabei zwei unterschiedliche Sichtweisen gegenüber:
> Kritik: Die Abgeordneten profitieren stärker von steigenden Einkommen als viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst.
> Gegenargument: Die Abgeordnetenbezüge werden nach einem gesetzlich festgelegten Nominallohnindex angepasst, der die Lohnentwicklung der gesamten Wirtschaft berücksichtigt – nicht nur die des öffentlichen Dienstes.
Wichtig: Die Zahlen von 28,1 %, 16,4 % und 16,1 % stammen aus den Berechnungen des ehemaligen Stadtdirektors Manfred Lipphardt, die der Artikel wiedergibt. Sie sind also nicht als unabhängige Neuberechnung der Zeitung zu verstehen.
[Zum vollständigen Artikel im WA](https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/nrw-abgeordnetendiaeten-stiegen-seit-2020-fast-doppelt-so-stark-wie-beamtengehaelter-zr-94492292.html?utm_source=chatgpt.com)
