Jobrad AN im öD schlechter gestellt als freie Wirtschaft

Begonnen von CaptainHarris, 05.05.2021 09:48

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

CaptainHarris

Hallo zusammen,
bei der Berechnung eines Jobrads kommt bei meiner Berechnung eine Differenz von ca. 45€ zustande, die ich gegenüber der freien Wirtschaft schlechter gestellt bin.
Grund: Vorsteuerabzugsberechtigung des AG im öD ist laut den Angaben vom AG nicht gegeben
Wie haben das eure AG gelöst, um die Schlechterstellung auszugleichen?

Gruß Captain

WasDennNun


Wie haben das eure AG gelöst?
Darauf verzichtet ein Jobrad anzubieten.

Spid


CaptainHarris

Zitat von: Spid in 05.05.2021 09:51
Welche Schlechterstellung?

Hallo Spid,
wenn ich mein Rad über den Kommunalen Arbeitgeber berechne, der nicht Vorsteuerabzugsberechtigt ist, komme ich auf eine Leasingsrate von 248€/mtl.
mache ich das gleiche über die Berechnungsfunktion eines AG der Vorsteuerabzugsberechtigt ist komme ich auf eine Rate von 208€/mtl.

Berechnung erfolgte hier: https://www.jobrad.org/arbeitnehmer/ersparnis-berechnen.html

Variante 1 (freie Wirtschaft):

Kaufpreis: 6513€

Arbeitgeberanteil an Nutzungsrate (pro Monat) 0,00 €
Versicherungsvarianteil: AN trägt Versicherungsrate
JobRad-Servicepaket: JobRad-FullService
Beiträge für das JobRad Servicepaket (JobRad-FullService): inklusive - AN zahlt

Bruttomonatsentgelt 3.000,00 €
Steuerklasse 1
Fahrradtyp Pedelec
Kinderfreibetrag keine Kinder
Bundesland Bayern
Kirchensteuer ja
Rentenversicherungspflicht ja
Krankenversicherung gesetzlich
Krankenversicherung Zusatzbeitrag % 1,1
Ist Ihr Arbeitgeber vorsteuerabzugsberechtigt? ja
Monatliche Umwandlungsrate 208,68 €
Tatsächliche Nettobelastung im Monat(36 Monate)119,07 €
Relative Ersparnis(28,39 %)2.163,75 €


Variante 2 (öffentlicher Dienst)

Kaufpreis Ihres Wunschrades(inkl. MwSt.): 6513€

Arbeitgeberanteil an Nutzungsrate (pro Monat): 0,00 €
Versicherungsvarianteil: AN trägt Versicherungsrate
JobRad-Servicepaketi: JobRad-FullService
Beiträge für das JobRad Servicepaket (JobRad-FullService): inklusive - AN zahlt

Bruttomonatsentgelt 3.000,00 €
Steuerklasse 1
Fahrradtyp Pedelec
Kinderfreibetrag keine Kinder
Bundesland Bayern
Kirchensteuer ja
Rentenversicherungspflicht ja
Krankenversicherung gesetzlich
Krankenversicherung Zusatzbeitrag % 1,1
Ist Ihr Arbeitgeber vorsteuerabzugsberechtigt? nein

Monatliche Umwandlungsrate 248,33 €
Tatsächliche Nettobelastung im Monat(36 Monate)140,55 €
Relative Ersparnis(18,24 %) 1.390,47 €

Ich denke jetzt ist es verständlich  ;)

Viele Grüße

Lars73

Was ginge das dem Arbeitgeber an?

Man muss halt schauen ob sich das Jobrad lohnt oder nicht.

newT

Zitat von: Lars73 in 05.05.2021 10:30
Was ginge das dem Arbeitgeber an?

Man muss halt schauen ob sich das Jobrad lohnt oder nicht.
Nur lohnt es meist nicht, da man sich die Ersparnis durch niedrigere Rentenansprüche erkauft. Dies wird in der Rechnung leider oft nicht berücksichtigt.

Bastel

Zitat von: Lars73 in 05.05.2021 10:30
Was ginge das dem Arbeitgeber an?

Man muss halt schauen ob sich das Jobrad lohnt oder nicht.

So sieht es aus. Ansonsten beschwere dich bei den Fähnchenschwenker von Verdi.

Spid

Zitat von: CaptainHarris in 05.05.2021 10:24
Zitat von: Spid in 05.05.2021 09:51
Welche Schlechterstellung?

Hallo Spid,
wenn ich mein Rad über den Kommunalen Arbeitgeber berechne, der nicht Vorsteuerabzugsberechtigt ist, komme ich auf eine Leasingsrate von 248€/mtl.
mache ich das gleiche über die Berechnungsfunktion eines AG der Vorsteuerabzugsberechtigt ist komme ich auf eine Rate von 208€/mtl.

Berechnung erfolgte hier: https://www.jobrad.org/arbeitnehmer/ersparnis-berechnen.html

Variante 1 (freie Wirtschaft):

Kaufpreis: 6513€

Arbeitgeberanteil an Nutzungsrate (pro Monat) 0,00 €
Versicherungsvarianteil: AN trägt Versicherungsrate
JobRad-Servicepaket: JobRad-FullService
Beiträge für das JobRad Servicepaket (JobRad-FullService): inklusive - AN zahlt

Bruttomonatsentgelt 3.000,00 €
Steuerklasse 1
Fahrradtyp Pedelec
Kinderfreibetrag keine Kinder
Bundesland Bayern
Kirchensteuer ja
Rentenversicherungspflicht ja
Krankenversicherung gesetzlich
Krankenversicherung Zusatzbeitrag % 1,1
Ist Ihr Arbeitgeber vorsteuerabzugsberechtigt? ja
Monatliche Umwandlungsrate 208,68 €
Tatsächliche Nettobelastung im Monat(36 Monate)119,07 €
Relative Ersparnis(28,39 %)2.163,75 €


Variante 2 (öffentlicher Dienst)

Kaufpreis Ihres Wunschrades(inkl. MwSt.): 6513€

Arbeitgeberanteil an Nutzungsrate (pro Monat): 0,00 €
Versicherungsvarianteil: AN trägt Versicherungsrate
JobRad-Servicepaketi: JobRad-FullService
Beiträge für das JobRad Servicepaket (JobRad-FullService): inklusive - AN zahlt

Bruttomonatsentgelt 3.000,00 €
Steuerklasse 1
Fahrradtyp Pedelec
Kinderfreibetrag keine Kinder
Bundesland Bayern
Kirchensteuer ja
Rentenversicherungspflicht ja
Krankenversicherung gesetzlich
Krankenversicherung Zusatzbeitrag % 1,1
Ist Ihr Arbeitgeber vorsteuerabzugsberechtigt? nein

Monatliche Umwandlungsrate 248,33 €
Tatsächliche Nettobelastung im Monat(36 Monate)140,55 €
Relative Ersparnis(18,24 %) 1.390,47 €

Ich denke jetzt ist es verständlich  ;)

Viele Grüße

Also keine Schlechterstellung, sondern lediglich ein ungünstigeres Ergebnis.

tina92


[/quote]Also keine Schlechterstellung, sondern lediglich ein ungünstigeres Ergebnis.
[/quote]

Ich verstehe den feinen Unterschied nicht. Der TE hat keinen Einfluß darauf, ob sein AG vorsteuerabzugsberechtigt ist oder nicht. Außer er wechselt seinen AG, was etwas überzogen wäre.

BAT

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=323168596&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&grossPrice=true&isSearchRequest=true&makeModelVariant1.makeId=25200&maxFirstRegistrationDate=2019-12-31&maxPrice=7000&minFirstRegistrationDate=2015-01-01&pageNumber=1&scopeId=C&sfmr=false&fnai=prev&searchId=d5020e43-38f4-2467-0d89-886fd13999e8

Gibt schon Transportmittel mit Kraftunterstützung sowie voller Wetterfestigkeit.  ;)

Kann es sein, das solch Förderungen auch - ähnlich wie beim Baukindergeld oder anderen Autoprämien - zur Hälft bei der Industrie hängen bleiben? Wir müssen aus diesem Subventionsirrsinn raus.

BAT

Zitat von: tina92 in 05.05.2021 11:08

Ich verstehe den feinen Unterschied nicht. Der TE hat keinen Einfluß darauf, ob sein AG vorsteuerabzugsberechtigt ist oder nicht. Außer er wechselt seinen AG, was etwas überzogen wäre.

Nein, wenn zu einem wechselt, wo zu Fuß hinkommt, wäre das adäquat. Deutschland und seine Transportprobleme!

Spid

Zitat von: tina92 in 05.05.2021 11:08

ZitatAlso keine Schlechterstellung, sondern lediglich ein ungünstigeres Ergebnis.

Ich verstehe den feinen Unterschied nicht. Der TE hat keinen Einfluß darauf, ob sein AG vorsteuerabzugsberechtigt ist oder nicht. Außer er wechselt seinen AG, was etwas überzogen wäre.

Der Unterschied ist nicht von Deinem Verständnis abhängig.

was_guckst_du

...ich verstehe den Drang nach einem JobRad generell nicht... 8)
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

WasDennNun

Zitat von: tina92 in 05.05.2021 11:08

Also keine Schlechterstellung, sondern lediglich ein ungünstigeres Ergebnis.
[/quote]

Ich verstehe den feinen Unterschied nicht. Der TE hat keinen Einfluß darauf, ob sein AG vorsteuerabzugsberechtigt ist oder nicht. Außer er wechselt seinen AG, was etwas überzogen wäre.
[/quote]
Weil es auch keine Schlechterstellung, wenn das Ergebnis ein anderes ist weil:
Mehr oder weniger Kinder
Mehr oder weniger Einkommen
Anderer KV Status
...

WasDennNun

Zitat von: was_guckst_du in 05.05.2021 11:17
...ich verstehe den Drang nach einem JobRad generell nicht... 8)
Ich schon, es ist der Drang durch nicht vollumfängliches Abwägen des Pro und Contras zu einem für sich monetär schlechteres, aber emotional gutem Ergebnis zu kommen.
Rente wurde ja schon erwähnt.
Fehlerhafte Betrachtung bei der Versicherung, wurde hier wohl nicht gemacht.
Kaufpreis vs. echtem Kaufpreis vs. Listenpreis nicht korrekt bedacht (also ich bekomme immer 20-30% Rabatte gegenüber den Listenpreisen, ohne echt zu verhandeln)
Und dann bin ich immer wieder mal gespannt, ob und wie viel man am Ende für sein Pedelec bezahlen muss, um es sein Eigentum nennen zu dürfen und ob der AG daran denkt, diese Geldwerten Vorteil (sofern dabei einer rauskommt) zu versteuern.

Oder anderes gesagt, ist halt ein Darlehen, was dem AN gewährt wird, der das Geld nicht selber aufbringen kann.