Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion

Begonnen von Admin, 11.10.2021 14:26

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mywords

Ich sehe die 3000 Euro schon als Einmalzahlung zur nächsten Tarifrunde und dafür 2 Jahre ein Nullrunde. Wird dann von Verdi als großer Erfolg verkauft. Der langfristige Nachteil einer Nullrunde lässt sich nie durch eine Einmalzahlung aufwiegen.

Wombeljones

Zitat von: mywords in 04.10.2022 10:55
Ich sehe die 3000 Euro schon als Einmalzahlung zur nächsten Tarifrunde und dafür 2 Jahre ein Nullrunde. Wird dann von Verdi als großer Erfolg verkauft. Der langfristige Nachteil einer Nullrunde lässt sich nie durch eine Einmalzahlung aufwiegen.

Naja, "nie" ist falsch. Lediglich die notwendige Höhe(!) wird hier nie erreicht werden. Mit ca. 30.000€ könnte ich leben. Das ist bei 3% Steigerung (E9aS6) grob (SEHR grob) für 20 Jahre der bei einer Einmalzahlung

Wie auch immer, der Grundaussage stimme ich zu. Und viele werden es toll finden. "Hey, 3000 Öcken. cool und noch steuerfrei! Geil"


Wombeljones

Da fehlt die Hälfte des einen Satzes:

der bei einer Einmalzahlung entstehende Verlust auf 20 Jahre gesehen. Ohne Zinsen

Zinc

Zitat von: mywords in 04.10.2022 10:55
Ich sehe die 3000 Euro schon als Einmalzahlung zur nächsten Tarifrunde und dafür 2 Jahre ein Nullrunde. Wird dann von Verdi als großer Erfolg verkauft. Der langfristige Nachteil einer Nullrunde lässt sich nie durch eine Einmalzahlung aufwiegen.

Ich verstehe gar nicht, warum diese Einmalzahlung überhaupt Gegenstand der nächsten Tarifverhandlungen werden soll. Sollen die das unabhänig von den Verhandlungen beschließen und auszahlen.   

TZSteinbock

Zitat von: Zinc in 04.10.2022 15:15
Zitat von: mywords in 04.10.2022 10:55
Ich sehe die 3000 Euro schon als Einmalzahlung zur nächsten Tarifrunde und dafür 2 Jahre ein Nullrunde. Wird dann von Verdi als großer Erfolg verkauft. Der langfristige Nachteil einer Nullrunde lässt sich nie durch eine Einmalzahlung aufwiegen.

Ich verstehe gar nicht, warum diese Einmalzahlung überhaupt Gegenstand der nächsten Tarifverhandlungen werden soll. Sollen die das unabhänig von den Verhandlungen beschließen und auszahlen.

Genauso sehe ich das auch. Bezüglich der 3000 Euro gar nicht auf Tarifspielchen einlassen. Sondern einfach in die Diskussion mit den Arbeitgebern zu den Auszahlungsmodalitäten bezüglich dieser Bundeskanzler- Idee  eintreten. Los Verdi!

JahrhundertwerkTVÖD

Als ob Verdi das mal schaffen würde.

Die vergangenen Tarifverhandlungen haben ja gezeigt, wie toll Verdi verhandelt

TZSteinbock

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 05.10.2022 11:03
Als ob Verdi das mal schaffen würde.

Die vergangenen Tarifverhandlungen haben ja gezeigt, wie toll Verdi verhandelt

Ein Grund mehr, hier einmal klares Engagement einzufordern!

öfföff

Hier könnte Verdi doch jetzt mit einem Doppel-Wumms Pluspunkte sammeln! Einmalzahlung (bis zu 3000 EUR) im Januar steuerfrei für TV-L und TvÖD, in einem extra Tarifabschluss für beide Bereiche gemeinsam.

daseinsvorsorge

Wir hatten es ja schon im anderen Forum; aber gerne noch ein Mal:  Die Nichtorgansierten verhandeln als "freie" AN für sich selber mit ihrem jeweiligen AG . Dies müssen sie auch, weil die Gewerkschaften nur für ihre Mitglieder verhandeln könnnen. Auch wenn die Gewerkschaften zuweilen anderes behaupten.

Ein sehr, sehr kleiner Teil der Nichtorganisierten - ca.5%- hat tatsächliches Droh- und Druckpotential ggü. ihrem AG und können tatsächlich Leistungen über dem Tarifvertrag für sich aushandeln- Gut so.Das Gros der Nichtorgansierten - also ca. 95% - haben eben kein Droh- und Druckpotential ggü. ihrem AG: Pech gehabt oder den den falschen Beruf gewählt.

Dieser Teil muß eben mit dem Mindestangebot des AG, das zufälligerweise auch immer gleich mit dem Tarifergebnis ist, zufrieden sein. Also-warum als Nichtorganisierter dann noch Kritik an den Gewerkschaften, wenn man doch als "freier" AN für sich und seine Verhandlungsergebnisse selbst verantwortlich ist ? Soviel Abhänggkeit und Verantwortungsverschiebung ist einem "freien" AN m.E. doch sehr unwürdig.

Bastel

Zitat von: daseinsvorsorge in 05.10.2022 21:06Also-warum als Nichtorganisierter dann noch Kritik an den Gewerkschaften, wenn man doch als "freier" AN für sich und seine Verhandlungsergebnisse selbst verantwortlich ist ? Soviel Abhänggkeit und Verantwortungsverschiebung ist einem "freien" AN m.E. doch sehr unwürdig.

Darf man künftig auch nur noch Parteien oder Fußballmannschaften kritisieren wenn man Mitglied ist?


JesuisSVA

Zitat von: daseinsvorsorge in 05.10.2022 21:06
Wir hatten es ja schon im anderen Forum; aber gerne noch ein Mal:  Die Nichtorgansierten verhandeln als "freie" AN für sich selber mit ihrem jeweiligen AG . Dies müssen sie auch, weil die Gewerkschaften nur für ihre Mitglieder verhandeln könnnen. Auch wenn die Gewerkschaften zuweilen anderes behaupten.

Ein sehr, sehr kleiner Teil der Nichtorganisierten - ca.5%- hat tatsächliches Droh- und Druckpotential ggü. ihrem AG und können tatsächlich Leistungen über dem Tarifvertrag für sich aushandeln- Gut so.Das Gros der Nichtorgansierten - also ca. 95% - haben eben kein Droh- und Druckpotential ggü. ihrem AG: Pech gehabt oder den den falschen Beruf gewählt.

Dieser Teil muß eben mit dem Mindestangebot des AG, das zufälligerweise auch immer gleich mit dem Tarifergebnis ist, zufrieden sein. Also-warum als Nichtorganisierter dann noch Kritik an den Gewerkschaften, wenn man doch als "freier" AN für sich und seine Verhandlungsergebnisse selbst verantwortlich ist ? Soviel Abhänggkeit und Verantwortungsverschiebung ist einem "freien" AN m.E. doch sehr unwürdig.

Und Regierungskritik ist nicht erlaubt, weil man ja durch seine Wahl für die Regierung verantwortlich ist? Und ziehst Du jetzt los und vergiftest in Putin-Manier, unzweifelhaft Dein Bruder im Geiste, Gewerkschaftskritiker?

daseinsvorsorge

Zitat von: JesuisSVA in 05.10.2022 21:51
Zitat von: daseinsvorsorge in 05.10.2022 21:06Und ziehst Du jetzt los und vergiftest in Putin-Manier, unzweifelhaft Dein Bruder im Geiste, Gewerkschaftskritiker?

GREATEST HITS II

Faunus

Zitat von: daseinsvorsorge in 05.10.2022 21:06
Wir hatten es ja schon im anderen Forum; aber gerne noch ein Mal:  Die Nichtorgansierten verhandeln als "freie" AN für sich selber mit ihrem jeweiligen AG . Dies müssen sie auch, weil die Gewerkschaften nur für ihre Mitglieder verhandeln könnnen. Auch wenn die Gewerkschaften zuweilen anderes behaupten.

Ein sehr, sehr kleiner Teil der Nichtorganisierten - ca.5%- hat tatsächliches Droh- und Druckpotential ggü. ihrem AG und können tatsächlich Leistungen über dem Tarifvertrag für sich aushandeln- Gut so.Das Gros der Nichtorgansierten - also ca. 95% - haben eben kein Droh- und Druckpotential ggü. ihrem AG: Pech gehabt oder den den falschen Beruf gewählt.

Dieser Teil muß eben mit dem Mindestangebot des AG, das zufälligerweise auch immer gleich mit dem Tarifergebnis ist, zufrieden sein. Also-warum als Nichtorganisierter dann noch Kritik an den Gewerkschaften, wenn man doch als "freier" AN für sich und seine Verhandlungsergebnisse selbst verantwortlich ist ? Soviel Abhänggkeit und Verantwortungsverschiebung ist einem "freien" AN m.E. doch sehr unwürdig.


Kann ich nur zustimmen.
Im alten Forum hatte ich schon geschrieben: Im Laufe meines Arbeitslebens im ÖD hat sich eine Arbeitsrechtschutz als kostengünstiger und wesentlich effektiver erwiesen als es eine Mitgleidschaft bei der zuständigen Gewerkschaft hätte je sein können.

Bastel

Was ich mich gerade bei dem Zitat frage... Welches Druckpotential haben die "Organisierten"?

skiveren

Die Länder Mitarbeiter erhalten am 01.12 eine 2,8 % Gehaltserhöhung.
In schwierigen Bedingungen sind die 2,8 % Erhöhung erst ermöglicht worden..
Laufzeit bis zum 30.09.2023...
Irre., einfach irre Ver.di..
Was Ver.di anrichtet...
Lohnverzicht zu verkaufen..
Das mit den Preissteigerungen ist der Anfang..
Die Preise explodieren erst...im Frühjahr 2023...