Tarifverhandlungen und die Inflation

Begonnen von Emmi87, 01.10.2021 08:33

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Brownyy

Das Thema Arbeitszeitverkürzung wurde erneut nicht ins Spiel gebracht. Unverständlich. Das wäre für alle beteiligten ein einfaches Mittel gewesen.

Und wann Verdi wirksam die Überarbeitung der Eingruppierungsmerkmale angeht, steht auch in den Sternen.

armerknecht

#3631
Zitatdbb Chef: ,,Wir müssten eigentlich 20 Prozent mehr fordern"

Zitatdbb Chef Ulrich Silberbach geht von einer hohen Forderung für die nächste Einkommensrunde aus und erwartet von der Bundesregierung mehr Einsatz für den öffentlichen Dienst.

Zitat,,Und wenn man sich vor Augen hält, wo im Moment die Inflation steht, und dass man sich in Tarifverhandlungen am Ende meist immer irgendwo in der Mitte trifft, müssten wir eigentlich Forderungen von 16 bis 20 Prozent stellen." Gleichwohl sei man realistisch – ,,wir wissen, das können wir nicht bringen. Trotzdem glaube ich, es wird eine hohe Forderung sein. Wir haben ab dem ersten Januar ein Bürgergeld statt Hartz IV, das beinhaltet eine elfprozentige Steigerung.

Ziel erreicht? Zwischen 20% müsste und 11% Bürgergeld steht die Forderung jetzt wo?

https://oeffentlicher-dienst-news.de/oeffentlicher-dienst-tarifverhandlungen-2023/



FGL

Zitat von: Bastel in 19.10.2022 16:54
Alleine schon diese Leute als Kunden zu bezeichnen. Post Mahlzeit.
Jep. Von der Geschäftsbeziehung zu einem Kunden verspricht sich ein Unternehmen einen Gewinn. Diese "Kunden" hingegen sind stets ein Verlustgeschäft.

Schokobon

"Bittsteller" und "Hartzler" kam nach einer Weile einfach nicht mehr gut an.

Yasper

Zitat von: armerknecht in 19.10.2022 18:43
Zitatdbb Chef: ,,Wir müssten eigentlich 20 Prozent mehr fordern"

Zitatdbb Chef Ulrich Silberbach geht von einer hohen Forderung für die nächste Einkommensrunde aus und erwartet von der Bundesregierung mehr Einsatz für den öffentlichen Dienst.

Zitat,,Und wenn man sich vor Augen hält, wo im Moment die Inflation steht, und dass man sich in Tarifverhandlungen am Ende meist immer irgendwo in der Mitte trifft, müssten wir eigentlich Forderungen von 16 bis 20 Prozent stellen." Gleichwohl sei man realistisch – ,,wir wissen, das können wir nicht bringen. Trotzdem glaube ich, es wird eine hohe Forderung sein. Wir haben ab dem ersten Januar ein Bürgergeld statt Hartz IV, das beinhaltet eine elfprozentige Steigerung.

Ziel erreicht? Zwischen 20% müsste und 11% Bürgergeld steht die Forderung jetzt wo?

https://oeffentlicher-dienst-news.de/oeffentlicher-dienst-tarifverhandlungen-2023/


Für die unteren Knechtgruppen steht sie doch bei 20%.

skiveren

Zitat von: Yasper in 19.10.2022 22:09
Zitat von: armerknecht in 19.10.2022 18:43
Zitatdbb Chef: ,,Wir müssten eigentlich 20 Prozent mehr fordern"

Zitatdbb Chef Ulrich Silberbach geht von einer hohen Forderung für die nächste Einkommensrunde aus und erwartet von der Bundesregierung mehr Einsatz für den öffentlichen Dienst.

Zitat,,Und wenn man sich vor Augen hält, wo im Moment die Inflation steht, und dass man sich in Tarifverhandlungen am Ende meist immer irgendwo in der Mitte trifft, müssten wir eigentlich Forderungen von 16 bis 20 Prozent stellen." Gleichwohl sei man realistisch – ,,wir wissen, das können wir nicht bringen. Trotzdem glaube ich, es wird eine hohe Forderung sein. Wir haben ab dem ersten Januar ein Bürgergeld statt Hartz IV, das beinhaltet eine elfprozentige Steigerung.

Ziel erreicht? Zwischen 20% müsste und 11% Bürgergeld steht die Forderung jetzt wo?

https://oeffentlicher-dienst-news.de/oeffentlicher-dienst-tarifverhandlungen-2023/


Für die unteren Knechtgruppen steht sie doch bei 20%.
Wir kennen Knechte aus dem Mittelalter aber was sind 2022 untere Knechtgruppen?

Schmitti


Opa

Zitat von: Bastel in 19.10.2022 16:54
Alleine schon diese Leute als Kunden zu bezeichnen.
Nach DIN EN ISO 9000:2005-12 sind Kunden ,,Organisationen oder Personen, die ein Produkt empfangen". Ein Produkt kann dabei eine Geld-, Sach- oder Dienstleistung sein. Das Produkt kann auch unentgeltlich erbracht werden.

Insofern entspricht der Kundenbegriff der Norm. Zudem ergibt er sich nicht aus dem Gesetz und wird auch nicht flächendeckend verwendet. Die 25% der deutschen Jobcenter, die ohne die Bundesagentur für Arbeit laufen sowie ein größerer Teil der Jobcenter, die als gemeinsame Einrichtung organisiert sind, verwenden in der Außenkommunikation konsequent andere Begriffe.

WasDennNun


Keeper83

Zitat von: Silentgalaxy in 19.10.2022 16:12
Sachbearbeiters. Seien wir mal ehrlich. Die einzigen die im ÖD wirklich arbeiten sind die Jobcenter.

Nein. Es ist doch ganz eindeutig so und meiner Meinug nach auch völlig unzweifelhaft und sehr klar zu erkennen, dass der einizige der im ÖD wirklich arbeitet, Ich bin!

Philipp

Zitat von: Opa in 20.10.2022 08:28
Zitat von: Bastel in 19.10.2022 16:54
Alleine schon diese Leute als Kunden zu bezeichnen.
Nach DIN EN ISO 9000:2005-12 sind Kunden ,,Organisationen oder Personen, die ein Produkt empfangen". Ein Produkt kann dabei eine Geld-, Sach- oder Dienstleistung sein. Das Produkt kann auch unentgeltlich erbracht werden.

Insofern entspricht der Kundenbegriff der Norm. Zudem ergibt er sich nicht aus dem Gesetz und wird auch nicht flächendeckend verwendet. Die 25% der deutschen Jobcenter, die ohne die Bundesagentur für Arbeit laufen sowie ein größerer Teil der Jobcenter, die als gemeinsame Einrichtung organisiert sind, verwenden in der Außenkommunikation konsequent andere Begriffe.

Ist mit dem Begriff "Kunde" nicht eine Freiwilligkeit verbunden?

Die sehe ich bei Behördengängen nicht.

Schokobon

Niemand wird gezwungen Sozialleistungen zu beantragen.

Keeper83

Zitat von: Philipp in 20.10.2022 08:47
Zitat von: Opa in 20.10.2022 08:28
Zitat von: Bastel in 19.10.2022 16:54
Alleine schon diese Leute als Kunden zu bezeichnen.
Nach DIN EN ISO 9000:2005-12 sind Kunden ,,Organisationen oder Personen, die ein Produkt empfangen". Ein Produkt kann dabei eine Geld-, Sach- oder Dienstleistung sein. Das Produkt kann auch unentgeltlich erbracht werden.

Insofern entspricht der Kundenbegriff der Norm. Zudem ergibt er sich nicht aus dem Gesetz und wird auch nicht flächendeckend verwendet. Die 25% der deutschen Jobcenter, die ohne die Bundesagentur für Arbeit laufen sowie ein größerer Teil der Jobcenter, die als gemeinsame Einrichtung organisiert sind, verwenden in der Außenkommunikation konsequent andere Begriffe.

Ist mit dem Begriff "Kunde" nicht eine Freiwilligkeit verbunden?

Die sehe ich bei Behördengängen nicht.

Bin Ich "gezwungen" zum Jobcenter zu gehen und Leistungen zu beantragen?


xap

Das ist eine Frage der Definition des Wortes "Zwang". Wenn man aus Gründen keiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann und auch kein sonstiges Einkommen hat, wird man schon irgendwann vom eigenen Körper dazu gezwungen.

Schmitti

Wenn man jemandem die Abrissverfügung für sein Wohnhaus liefert, oder ihn direkt zwangseinweisen lässt, soll man ihn doch auch als "Kunde" sehen und ansprechen. Ob er sich dann als Kunde = König sieht, wer weiß.

Zitat von: Keeper83 in 20.10.2022 08:34Es ist doch ganz eindeutig so und meiner Meinug nach auch völlig unzweifelhaft und sehr klar zu erkennen, dass der einizige der im ÖD wirklich arbeitet, Ich bin!
Danke dafür! Wann kommst du mal hier vorbei?