Tarifverhandlungen TVöD 2023 - Diskussion I

Begonnen von ChesterBe, 30.12.2022 15:11

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Flying

Zitat von: SVAbackagain in 30.01.2023 13:12
Zitat von: Flying in 30.01.2023 13:07
Zitat von: Stempelroboter in 30.01.2023 12:50
Solange der hier rumturnen darf und jemand drauf einsteigt, ist der Thread faktisch tot.

Wofür du ein sehr gutes Beispiel bist...

Aber zurück zum Thema:
Rechnet man in der zweiten Runde wohl mit einem Gegenangebot der Arbeitgeber? Wie ist da so die bisherige Erfahrung?

Es hat in der Vergangenheit seltenst Sinn gemacht, die Berichterstattung zur Tarifrunde vor der dritten Verhandlungsrunde zu verfolgen.

Das hatte ich erwartet.. Umso unsinniger, dass man immer stumpf drei Verhandlungsrunden ansetzt. Das kostet doch nur Geld und hilft dem Zufriedenheitsgefühl der Bevölkerung auch nicht (auch wenn letzteres jetzt auch nicht Kernaufgabe sein sollte).

Zitat von: andreb in 30.01.2023 13:42
Zitat von: xirot in 30.01.2023 13:25
Zitat von: FearOfTheDuck in 30.01.2023 13:20
Zitat von: andreb in 30.01.2023 13:05
Also ist vielleicht doch alles garnicht so schlimm, wie es dargestellt wird?

Vielleicht macht die Regierung doch einen ganz akzeptablen Job in dieser Zeit.

Das sollten die Gewerkschaften doch als Steilvorlage nutzen, dass die rumheulerei der Arbeitgeber erneut nur Show ist.

Wie kommst du anhand der vorhergehenden Zitate von Leonhardt zu dieser Aussage?

Vielleicht hat er die Quelle gelesen. "Die Stimmung der Unternehmen und Verbraucher verbessert sich seit geraumer Zeit. " Es gibt keine Wirtschaftskrise. Das war der Ausgangspunkt.

Danke für die Ergänzung.
Meine M E I N U N G war vielleicht etwas aus dem Kontext gerissen.

Aber es ist schon befremdlich, dass man eigene subjektive Meinungen (Beobachtungen) in einem Forum zum Meinungsaustausch wissenschaftlich fundiert begründen und belegen muss. Nicht umsonst wird nahezu jede/r von ein und demselben Troll blöd von der Seite zu angequatscht.

Du musst gar nichts.. Du darfst dich halt nur nicht wundern, wenn dein Geschreibsel dann keiner Ernst nimmt..

heike2106

Zitat von: Bastel in 30.01.2023 11:44
Zitat von: Acastus in 30.01.2023 11:27
Ich bin auf gespannt was am ende rauskommt.

ich hoffe auf KEINE einmalzahlung lieber bisschen mehr an Prozenten. 

eventuell wird es ja nochmal so gemacht wie im Ergebnis der Tarifrunde 2008  damals + 50 Euro +3,1 %

Man kann ja mal hoffen auf beispielsweise + 150 Euro + (keine Ahnung sagen wir mal) 4 % Linear obendrauf.  auf alle damit wäre jeden gedient und zusätzlich würden die Entgeldgruppen wieder etwas auseinander gehen wäre ein relativ eleganter Mittelweg.

Ich will eine Einmalzahlung. Und ich bin gegen Sockelbeträge.


Wieso bevorzugst du eine Einmalzahlung statt Prozente mehr?
Das macht doch eigentlich nur Sinn, wenn man schon irgendwo 60+ ist. (Was ja vllt zutrifft)
Gäbe es noch eine andere Begründung?

Bastel

Zitat von: heike2106 in 30.01.2023 15:26
Zitat von: Bastel in 30.01.2023 11:44
Zitat von: Acastus in 30.01.2023 11:27
Ich bin auf gespannt was am ende rauskommt.

ich hoffe auf KEINE einmalzahlung lieber bisschen mehr an Prozenten. 

eventuell wird es ja nochmal so gemacht wie im Ergebnis der Tarifrunde 2008  damals + 50 Euro +3,1 %

Man kann ja mal hoffen auf beispielsweise + 150 Euro + (keine Ahnung sagen wir mal) 4 % Linear obendrauf.  auf alle damit wäre jeden gedient und zusätzlich würden die Entgeldgruppen wieder etwas auseinander gehen wäre ein relativ eleganter Mittelweg.

Ich will eine Einmalzahlung. Und ich bin gegen Sockelbeträge.


Wieso bevorzugst du eine Einmalzahlung statt Prozente mehr?
Das macht doch eigentlich nur Sinn, wenn man schon irgendwo 60+ ist. (Was ja vllt zutrifft)
Gäbe es noch eine andere Begründung?

Ich bin "jung", allerdings Beamter und hoffe auf die Urteile des BVG bezüglich meiner monatlichen Alimentation. 3.000 oder 2x1.500€ netto wären also nicht schlecht.

Opa

Eine Einmalzahlung ist okay, wenn man davon ausgeht, dass die derzeit hohe Inflation eine vorübergehende Folge der aktuellen weltwirtschaftlichen Entwicklung ist und sich die Lage ab 2024 wieder stabilisiert.

Der übliche Verhandlungsspielraum eines wirtschaftlich denkenden Arbeitgebers endet stets knapp unterhalb des Produktivitätszuwachses. Jedes Zehntel darüber wird nur zu rechtfertigen sein, wenn es beispielsweise zur Bindung oder Gewinnung von Arbeitskräften erforderlich ist.

Ausgehend von der Produktivität im Dienstleistungsbereich, die seit 2019 um 2,5% stieg, ergäbe sich für den öD ein Grundwert von unter 1% für eine Gehaltssteigerung. Um also auf die geforderten 10,5% zu kommen, müsste sich die Arbeitgeberseite einem erheblichen Leidensdruck ausgesetzt sehen.

Schokobon

Zitat von: Opa in 30.01.2023 15:48
Eine Einmalzahlung ist okay, wenn man davon ausgeht, dass die derzeit hohe Inflation eine vorübergehende Folge der aktuellen weltwirtschaftlichen Entwicklung ist und sich die Lage ab 2024 wieder stabilisiert.

Möglicherweise zutreffende Annahme, wenn man davon ausginge, dass die Preisentwicklung wieder rückwärts ginge.

JahrhundertwerkTVÖD

Grundsätzlich bin ich gegen eine Einmalzahlung, da jegliche prozentuale Erhöhung über die Jahre ein höheres Entgelt bringt.

Ausnahmsweise würde mich eine Einmalzahlung von 1 Mio €, vom Gegenteil überzeugen  ;)
Dies würde meinem Plan, früher in Rente zu gehen durchaus förderlich sein.

Hausmeister

Die AG werden sich auf die 10% nicht einlassen, wir sind 8.Leute im Bauhof, und alle möchten gerne die Einmalzahlung, was bringen 150€ mon. brutto mehr? Gerne kann mich jem.aufklären..

JahrhundertwerkTVÖD

E5 Stufe 5: Jahresbrutto 40.111,65 €
E5 Stufe 5 + 150€/ Monat höheres Tabellenentgelt: Jahresbrutto 41.911,65 €

d.h. nach einem Jahr bereits: + 1.800€
nach 10 Jahre: + 18.000 €
nach 15 Jahre: + 27.000 €
nach 20 Jahre: + 36.000 €

Hinzu kommt noch eine höhere Rente und eine höhere Zusatzrente
Nicht eingerechnet ist, dass bei  Tarifverhandlungen der nächsten Jahre (z.B. bei 10 Jahre weitere 5 Tarifverhandlungen und Tarif Steigerungen) die verhandelten Steigerungen auf ein höheres Tabellentgelt angerechnet werden, da ja die oben genannten 150€ bereits Bestandteil der Tabelle sind. Dies führt noch einmal zu einer deutlichen Steigerung auf die nächsten Jahre gerechnet.

Einmalzahlung bedeutet: Es gibt einmal den Betrag und der Rest bleibt (gleich mickrig). Keine Tabellenerhöhung, nichts.

Es kann sich ja nun jeder selbst ausrechnen was es speziell für ihn bedeutet. Wer dass immer noch nicht kapiert, dass 99% aller Arbeitgeber bei Einmalzahlungen, auf Geld verzichten, dem ist nicht mehr zu helfen.

Schokobon

Die Einmalzahlung kann natürlich nur zusätzlich sein und wird nach dem Abschluss der Tarifverhandlungen gefordert.

SVAbackagain

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 30.01.2023 16:28
E5 Stufe 5: Jahresbrutto 40.111,65 €
E5 Stufe 5 + 150€/ Monat höheres Tabellenentgelt: Jahresbrutto 41.911,65 €

d.h. nach einem Jahr bereits: + 1.800€
nach 10 Jahre: + 18.000 €
nach 15 Jahre: + 27.000 €
nach 20 Jahre: + 36.000 €

Hinzu kommt noch eine höhere Rente und eine höhere Zusatzrente
Nicht eingerechnet ist, dass bei  Tarifverhandlungen der nächsten Jahre (z.B. bei 10 Jahre weitere 5 Tarifverhandlungen und Tarif Steigerungen) die verhandelten Steigerungen auf ein höheres Tabellentgelt angerechnet werden, da ja die oben genannten 150€ bereits Bestandteil der Tabelle sind. Dies führt noch einmal zu einer deutlichen Steigerung auf die nächsten Jahre gerechnet.

Einmalzahlung bedeutet: Es gibt einmal den Betrag und der Rest bleibt (gleich mickrig). Keine Tabellenerhöhung, nichts.

Es kann sich ja nun jeder selbst ausrechnen was es speziell für ihn bedeutet. Wer dass immer noch nicht kapiert, dass 99% aller Arbeitgeber bei Einmalzahlungen, auf Geld verzichten, dem ist nicht mehr zu helfen.
Nicht zu vergessen, dass ja zukünftige relative Steigerungen der Tabellenentgelte immer auf den jeweiligen Tabellenwerten fußen. Nimmt man die genannten rund 40112 € und eine Steigerung von ca. 4,5 v.H. und alternativ eine Einmalzahlung, kommt man im ersteren Fall auf ein Tabellenentgelt von rund 41917 € und im letzteren Fall bleibt es unverändert. Dann kommt in 2-3 Jahren die nächste Tarifrunde. Nehmen wir an, es kommen dann auch 4,5 v.H. Steigerung rum, erhöht sich das Tabellenentgelt im ersten Fall auf 43803 €, im letzteren Fall nur auf 41917 €. 5 solche Tarifrunden später liegt der Abstand bei 2351 €, 10 solcher Tarifrunden später bei rund 2929 €.

Britta2

Mal sehen, wer dieses Jahr in der Schlichtungskommission nach den üblichen 3 sinnlosen Treffen (und wieder mal sinnlos verstrichenen Monaten Warten ...) sein wird und wie lange die Schlichtungsphase dann dauern wird ...
Solange dürfen wir wieder täglich wochenlang pokern "was wäre wenn und wann". ;)
Es grüßt das Murmeltier ...

Bastel

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 30.01.2023 16:16
Grundsätzlich bin ich gegen eine Einmalzahlung, da jegliche prozentuale Erhöhung über die Jahre ein höheres Entgelt bringt.

Ausnahmsweise würde mich eine Einmalzahlung von 1 Mio €, vom Gegenteil überzeugen  ;)
Dies würde meinem Plan, früher in Rente zu gehen durchaus förderlich sein.

Es kommt drauf an, wie viel % die Einmalzahlung kostet. Bei 0,1 Prozent vs. 3000€ fahre ich mit letzterem bei guter Geldanlage besser ;)

SVAbackagain

Zitat von: Britta2 in 30.01.2023 16:57
Mal sehen, wer dieses Jahr in der Schlichtungskommission nach den üblichen 3 sinnlosen Treffen (und wieder mal sinnlos verstrichenen Monaten Warten ...) sein wird und wie lange die Schlichtungsphase dann dauern wird ...
Solange dürfen wir wieder täglich wochenlang pokern "was wäre wenn und wann". ;)
Es grüßt das Murmeltier ...
War die letzte Schlichtung im TVÖD nicht 2010? Und davor 2003 im BAT?

armerknecht

war man gedanklich nicht schon an diesem Punkt
10,5 % bzw. mindestens 500€ mehr pro Monat ,
Laufzeit 12 Monate , + 3000 Einmalzahlung direkt nach Einigung

Alles andere wäre doch eine enttäuschung

#EinmalKönigSeinBeiFeinkostAlbrecht-SektUndLachsWirKommen

SVAbackagain

Weil die Gewerkschaften in der Vergangenheit immer mindestens ihre Forderung in den Verhandlungen erzielt haben und man deshalb die Erwartungshaltung hat, dass dies auch dieses Mal passieren wird?