Tarifrunde 2023

Begonnen von Jeans, 23.09.2022 17:07

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Rollo83

Zitat von: Eukaryot in 17.04.2023 18:57
Zitat von: Umlauf in 17.04.2023 18:17
Als 2018 für nahezu jede Entgeldgruppe individuelle Erhöhungen aushandelt wurden, hat man bei den Beamten, genauso wie bei sonstigen TVöD-Werten, den ,,Durchschnittswert" angesetzt.
Verdi nennt da etwas von 11,2%. Mal sehen, ob das stimmt und ob es so kommen wird.

Wir sind ein B+TB-Paar, also in jeder Hinsicht davon betroffen 8)
Zum Verständnis: Bedeutet dies, dass nach Abzug der Pensionsrückstellung i.H.v. 0,2% mit einer Bezügerhöhung um glatte 11% zu rechnen ist?

Gibt es Erfahrungswerte, wie lange das BMI nach einem Tarifabschluss erfahrungsgemäß braucht, bis es die Übertragung auf Beamte bekanntgibt?

Nein, damit ist nicht zu rechnen das eine generelle Erhöhung von 11% auf alle Gruppen kommt.

MasterOf

Im Prinzip ist dieser Vorschlag der Schlichtungskommission sehr sehr ähnlich, wenn nicht sogar nahezu identisch mit der Einigung, die Verdi für die Deutsche Post ausgehandelt hat, oder täusche ich mich?

Alexander79

Zitat von: Eukaryot in 17.04.2023 18:57
Gibt es Erfahrungswerte, wie lange das BMI nach einem Tarifabschluss erfahrungsgemäß braucht, bis es die Übertragung auf Beamte bekanntgibt?
Gar nicht ... solltest du aber als Beamter wissen.
Besoldungserhöhungen bedürfen immer einer Gesetzesänderung die durchs Parlament muss...
Das BMI hat da streng genommen gar nichts zu melden.

TheBr4in

Zitat von: Wasserbüffel in 17.04.2023 18:35
Moin!

Lt.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/entlastung-fuer-deutschland/inflationsausgleichspraemie-2130190

"Die Inflationsausgleichsprämie muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Jeder Arbeitgeber kann die Steuer- und Abgabenfreiheit für solche zusätzlichen Zahlungen nutzen."

Also soll es eine 14 - monatige Nullrunde geben. Alles andere ist Augenwischerei. Durch die "Ausgleichsprämie" bekomme ich (  A9 Stufe 8 ) 5,62 % netto mehr. Ab 01.03.24 kommen ca. 98 Euro netto mehr dazu. Das wären bei mir netto 2,39 % mehr als vom 01.06.23 bis 01.02.24. Also insgesamt netto ca. 8 % für 2 Jahre. Damit kann ich nicht zufrieden sein.

Wie kommt man auf 5,62%? Auf das gesamte Brutto gerechnet oder die FZ mit drin? Auf den reinen Sold sind's 7,04% auf Netto.

Dafür bräuchte es fast 350€ mehr Brutto. Das wären also ca. 9,04% Erhöhung aufs Brutto.

Wenn dann die tabellenwirksame Erhöhung kommt sind es 4.292€ brutto (vorher 3868). Das ist eine Erhöhung von brutto 424€ also 10,96% im Vergleich zum Gehalt gemäß derzeitigem Tarifvertrag.

Netto bleiben davon dann ca. 3.400€ netto, vorher waren es ca. 3.123€. das sind 277€ mehr und demnach 8,87% mehr Nettosold.

Demnach gibt es bis 1.3.24 rechnerisch ca. 9,04% mehr Bruttobezüge und am 1.3.24 nochmal ca. 1,92% des Ursprungsbetrags.


SiBe21

Ist der neue Rechner auch für Anwärter richtig? Soweit ich den Abschluss verstanden habe gibt es ab 2024 eine Erhöhung um 150€. Im Rechner sind es ca 300€. Kann das einer verifizieren?

PolareuD

Zitat von: Eukaryot in 17.04.2023 18:57
Gibt es Erfahrungswerte, wie lange das BMI nach einem Tarifabschluss erfahrungsgemäß braucht, bis es die Übertragung auf Beamte bekanntgibt?


Der normale Weg wäre Erstellung eines Referentenentwurfs, anschließend Resortabstimmung und Verbändebeteiligung, danach ins Kabinett. Als letztes Bundestag und Bundesrat. Kann schon mal 6 Monate dauern.

Ob man sich die Resortabstimmung und Verbändebeteiligung sparen kann, weil es sich nur um eine Aktualisierung des Zahlenwerks handelt, kann ich nicht einschätzen.

wieauchimmer

Zitat von: PolareuD in 17.04.2023 19:41
Zitat von: Eukaryot in 17.04.2023 18:57
Gibt es Erfahrungswerte, wie lange das BMI nach einem Tarifabschluss erfahrungsgemäß braucht, bis es die Übertragung auf Beamte bekanntgibt?


Der normale Weg wäre Erstellung eines Referentenentwurfs, anschließend Resortabstimmung und Verbändebeteiligung, danach ins Kabinett. Als letztes Bundestag und Bundesrat. Kann schon mal 6 Monate dauern.

Ob man sich die Resortabstimmung und Verbändebeteiligung sparen kann, weil es sich nur um eine Aktualisierung des Zahlenwerks handelt, kann ich nicht einschätzen.

Könnte die Prämie nicht letztlich auch ohne Umwege gezahlt werden? Vielleicht täusche ich mich, aber gab es bei der letzten Corona-Prämie nicht auch den direkten Weg?

MasterOf

Zitat von: beamtenjeff in 17.04.2023 19:46
Zitat von: PolareuD in 17.04.2023 19:41
Zitat von: Eukaryot in 17.04.2023 18:57
Gibt es Erfahrungswerte, wie lange das BMI nach einem Tarifabschluss erfahrungsgemäß braucht, bis es die Übertragung auf Beamte bekanntgibt?


Der normale Weg wäre Erstellung eines Referentenentwurfs, anschließend Resortabstimmung und Verbändebeteiligung, danach ins Kabinett. Als letztes Bundestag und Bundesrat. Kann schon mal 6 Monate dauern.

Ob man sich die Resortabstimmung und Verbändebeteiligung sparen kann, weil es sich nur um eine Aktualisierung des Zahlenwerks handelt, kann ich nicht einschätzen.

Könnte die Prämie nicht letztlich auch ohne Umwege gezahlt werden? Vielleicht täusche ich mich, aber gab es bei der letzten Corona-Prämie nicht auch den direkten Weg?

Ja, wurde damals unter Vorbehalt bezahlt fast identisch mit dem Auszahlungsdatum für die TB.

Umlauf

Für die niedliche Corona-Prämie gab es auch einen TV, der unter Vorbehalt relativ zeitgleich auch für die Beamten gezahlt wurde. Wäre auch ein Modell für die Inflation-Prämie. Später muss es natürlich in ein Gesetz gegossen werden.
Bin gespannt. 

Wasserbüffel

Zitat von: TheBr4in in 17.04.2023 19:34
Zitat von: Wasserbüffel in 17.04.2023 18:35
Moin!

Lt.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/entlastung-fuer-deutschland/inflationsausgleichspraemie-2130190

"Die Inflationsausgleichsprämie muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Jeder Arbeitgeber kann die Steuer- und Abgabenfreiheit für solche zusätzlichen Zahlungen nutzen."

Also soll es eine 14 - monatige Nullrunde geben. Alles andere ist Augenwischerei. Durch die "Ausgleichsprämie" bekomme ich (  A9 Stufe 8 ) 5,62 % netto mehr. Ab 01.03.24 kommen ca. 98 Euro netto mehr dazu. Das wären bei mir netto 2,39 % mehr als vom 01.06.23 bis 01.02.24. Also insgesamt netto ca. 8 % für 2 Jahre. Damit kann ich nicht zufrieden sein.

Wie kommt man auf 5,62%? Auf das gesamte Brutto gerechnet oder die FZ mit drin? Auf den reinen Sold sind's 7,04% auf Netto.

Dafür bräuchte es fast 350€ mehr Brutto. Das wären also ca. 9,04% Erhöhung aufs Brutto.

Wenn dann die tabellenwirksame Erhöhung kommt sind es 4.292€ brutto (vorher 3868). Das ist eine Erhöhung von brutto 424€ also 10,96% im Vergleich zum Gehalt gemäß derzeitigem Tarifvertrag.

Netto bleiben davon dann ca. 3.400€ netto, vorher waren es ca. 3.123€. das sind 277€ mehr und demnach 8,87% mehr Nettosold.

Demnach gibt es bis 1.3.24 rechnerisch ca. 9,04% mehr Bruttobezüge und am 1.3.24 nochmal ca. 1,92% des Ursprungsbetrags.

Die Berechnung gilt für mich und mein derzeitiges Netto, inklusive FZ und Polizeizulage. Das muss jeder für sich ausrechnen. Zum 01.03.24 gibt es zum Jetzt, ca. 8,13 % netto dazu und das für 2 Jahre. Dann lieber gleich den Sockel + 5,3 % und keine "Prämie".

DeepBlue

Zitat von: PolareuD in 17.04.2023 19:41
Zitat von: Eukaryot in 17.04.2023 18:57
Gibt es Erfahrungswerte, wie lange das BMI nach einem Tarifabschluss erfahrungsgemäß braucht, bis es die Übertragung auf Beamte bekanntgibt?


Der normale Weg wäre Erstellung eines Referentenentwurfs, anschließend Resortabstimmung und Verbändebeteiligung, danach ins Kabinett. Als letztes Bundestag und Bundesrat. Kann schon mal 6 Monate dauern.

Ob man sich die Resortabstimmung und Verbändebeteiligung sparen kann, weil es sich nur um eine Aktualisierung des Zahlenwerks handelt, kann ich nicht einschätzen.

Wird diesmal länger dauern: Der Entwurf zur Amtsangemessenen Alimentation soll damit ja auch verwurstet werden und bekanntlich ist ja bald auch schon wieder Sommerpause im Bundestag! Wir können froh sein wenn da dieses Jahr noch was kommt.

CoTrainer

Na na, nicht so pessimistisch! ;)

Die letzte Sitzungswoche im BT ist Anfang Juli und dann im September wieder. Klar, die Alimentationsgeschichte wird nach meiner Meinung auch mit abgebacken. Hier müssen die neuen Zahlen eingepflegt werden etc. Weiß aber nicht, wie der aktuelle Stand hier ist. Darüber hört man nichts, wobei man mit Sicherheit erst die Tarifergebnisse abwarten wird. Das die Nummer anshcließend ohnehin nicht den verfassungsgemäßen Vorgaben entsprechen wird, ist auch allen klar. Daher gibt es aus meiner Sicht keinen Grund, das Verfahren in die Länge zu ziehen.

Ich tippe auf September!

Finanzer

@CoTrainer: und ich wäre nicht so optimistisch was das angeht :-)
Der zeitlich begrenzende Faktor ist eher die Hessenwahl im Herbst.

DeepBlue

Zitat von: CoTrainer in 18.04.2023 07:46
Na na, nicht so pessimistisch! ;)

Die letzte Sitzungswoche im BT ist Anfang Juli und dann im September wieder. Klar, die Alimentationsgeschichte wird nach meiner Meinung auch mit abgebacken. Hier müssen die neuen Zahlen eingepflegt werden etc. Weiß aber nicht, wie der aktuelle Stand hier ist. Darüber hört man nichts, wobei man mit Sicherheit erst die Tarifergebnisse abwarten wird. Das die Nummer anshcließend ohnehin nicht den verfassungsgemäßen Vorgaben entsprechen wird, ist auch allen klar. Daher gibt es aus meiner Sicht keinen Grund, das Verfahren in die Länge zu ziehen.

Ich tippe auf September!

Never!
;D ;D ;D ;D
Bis jetzt gibt es nur einen Referentenentwurf und dieser ist auch sehr umstritten! Daher wird das so fix nix und wenn sie jetzt mal rechnen: Bis zur Sommerpause sind es nur knapp 3 Monate und da reicht die Zeit so schon kaum und dazu müsste man sich am Samstag auch einigen und der Wunsch entstehen alles so deckungsgleich auf die Beamten übertragen zu wollen! Sorry zu viele Variablen, seien sie froh wenn dieses Jahr überhaupt was kommt. Das ist noch optimistisch gerechnet.

CoTrainer

Die ist im Oktober, oder?

Könntest Recht haben, aber ich Optimist. Wie war das: Der Pessimist sagt, "es kann nicht schlimmer werden". Der Optimist antwortet freudestrahlend: "Doch!!" ;)