Anfechtung Teamleiterstelle

Begonnen von Martin222, 29.01.2026 17:59

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Martin222

Hallo, ich habe vor ein paar Tagen die Zusage für eine Teamleiterstelle ab 01.02. bekommen, da ich mein Studium geschafft habe. Die Stelle wurde in 2026 neu geschaffen und ist mit der E11 vergütet. Ich habe leider  erst heute meinen Änderungsvertrag erhalten. Somit ist es ja erst ab heute offiziell.

Leider ist die Kommunikation in unserem Hause sehr schlecht. Mein zukünftiges Team wehrt sich massiv gegen die neue zusätzliche Ebene, was ich teilweise auch verstehen kann.

Kann der AG meinen Änderungsvertrag irgendwie aufgrund der Gegenwehr der Mitarbeiter rückgängig machen? Theoretisch könnte man mir doch nur etwas, wenn der Personalrat zustimmen würde oder?

Es handelt sich um eine mittelgroße Kommune in M-V.

Martin222

Ein Nachtrag noch: Ich bin seit 2019 bei der Kommune beschäftigt und habe einen unbefristeten Vertrag.

Autodoc

Dann wirst du dich ja sicherlich darauf beworben haben, so dass das für die Kollegen nicht unerwartet Bar war, dass dort jemand installiert wird als Teamleiter.

Wenn Arbeitgeber und deine Wenigkeit den Vertrag unterzeichnet haben, bedarf es meiner Meinung nach eine Änderungskündigung mit Zustimmung des Personalrates. Die Begründung des Arbeitgebers wäre aber sicherlich schwierig, weil sie sich ja gerade für deine Person entschieden haben.

clarion

Einer erneuten Vertragsänderung müsstest Du zustimmen, man kann den Vertrag nicht einseitig ändern.

Es liegt im Bereich des Direktionsrecht des Arbeitgebers, die Organisation zu ändern. Es hat doch sicherlich auch einen Grund, da etwas ändern zu wollen. Blöd ist natürlich wenn Du jetzt auf ein Team trifft, dass eine ablehnende Haltung hat 

Bubi11

Tja da ist es wieder der Neid der anderen. Vermutlich hat sich keiner der Kollegen auf die Stelle beworben. Aber da kommen dann aussagen wie: Der bekommt jetzt mit seinen jungen Jahren einfach so eine höhere EG und wir arbeiten seit 20 Jahren da und bekommen nix.
Der AG kann hat sich nunmal für dich entschieden. Ob es zukünftig ein schönes Arbeiten ist Waage ich zu bezweifeln.
Wir haben immer mal wieder das gleiche Problem.

Petar Tudzharov

Du könntest den AG in deinem eigenen Interesse bitten, dir eine andere Tätigkeit in der EG 11 zu suchen.

Mit diesen renitenten Mitarbeitern wirst du nur Probleme haben. Organisationsentscheidungen des Arbeitgebers sind von den Beschäftigten schlicht und einfach hinzunehmen. Gerne kann man seine Bedenken sachlich über den Dienstweg vorbringen und zusätzlich die Personalvertretung einschalten.
Mitarbeiter sollen die Möglichkeit haben, ihre Standpunkte einzubringen. Das halte ich als Führungskraft für sehr wichtig. Dies gilt, solange der Entscheidungsprozess noch nicht abgeschlossen ist.

Wenn eine Entscheidung aber getroffen ist, und das ist sie in diesem Fall spätestens durch Abschluss des Änderungsvertrages, dann gibt es nichts mehr zu diskutieren.

Die Mitarbeiter dieses Teams sollten durch arbeitsrechtliche Maßnahmen an ihren Platz in der Hirarchie erinnert werden, auch wenn das sehr hart erscheinen mag. Was aber, wenn dieses Beispiel Schule macht? Dann könnten sich zukünftig noch andere Abteilungen gegen Entscheidungen auflehnen. Das muss im Interesse des Arbeitgebers unbedingt verhindert werden.

Vollstrecker

Ich sehe da nicht die Stelle als Problem, sondern eher das Team. Dein Arbeitgeber wird sich da schon was bei gedacht haben, diese einzurichten. Warum du das jetzt ausbaden sollst oder gar scheinbar auch willst, kann ich nur bedingt nachvollziehen. Da bedarf es mal einer ordentlichen Erklärung an die Mitarbeiter.