Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion II

Begonnen von Rowhin, 16.01.2026 17:02

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

sebbo83

Zitat von: ignaz in Gestern um 15:18Wir "Arbeiten" auch daran... die Frage ist nur wie. Jede Maßnahme in diese Richtung muss erstmal den DSGVO Konformitätsprozess durchlaufen - dadurch sind alle brauchbaren Anbieter Raus...weder Google, noch MS, noch ChatGPT und co. Eigene lokale KI ist angedacht...aber ernsthaft, wer soll das finanziell stemmen, so das ein vernünftiges System dabei rausspringt. Zudem sind Behörden mit vielen Mitarbeitern ü50 eigentlich kaum digitalisierungsfähig.. die die digitalisieren sollen, glauben sie "verlieren" ihre gewohnte Arbeit und naja...für 3-7 Jahre nochmal umdenken, neue Prozesse lernen. Software Schulung...... der Druck von Oben fehlt. Da kommen zwar reichtlich BUZZ Words aus den Ministerien, aber wie man das praktisch umsetzen soll und konkrete Zielvorgaben fehlen. Zumindest bei uns.

Das so gut wie alle, die in ihrer Position durch KI einen "Turbo" in ihrer Tätigkeit gefunden haben -> Stichpunkte zu Mails, AGBs auf Unstimmigkeiten durchsuchen, Synopsen, Excel, Coding........... ist klar. Dennoch darf man eigentlich keins der brauchbaren (siehe oben) Produkte gem. DSGVO nutzen. Theoretisch ist nicht mal die Suche im Browser, wo Google einem direkt sein Gemini (ohne KI Modus) aufzwingt ist konform nutzbar. Außer man kauft Premium und sendet keine Daten über den Teich oder stellt diese als Trainingsdaten bereit.


Die Azure Cloud lässt sich DSGVO-Konform einbinden. Die Modelle wie gpt5.2 arbeiten unabhängig davon. Prompts werden natürlich deutlich anders erstellt/formuliert als, wenn man chatgpt verwendet. Aufgabenbereiche, siehe hier:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/buergerinitiative-gegen-windkraft-viele-einsprueche-wenig-menschen-100.html

Wer jetzt noch sagt, das sei alles ein Blase ... 400.000 Stellungnahmen zu sichten/erfassen benötigen 50 Personen etwa 4 Jahre. Ich glaube, die haben es jetzt unter einem Jahr geschafft. Mit unserer KI-Lösung sollte es in weniger als 2 Wochen zu schaffen sein (wenn wir nicht das "händische" Einscannen berücksichtigen). Aber, Adressen auslesen, gleichlautende Stn. Clustern, die Inhalte in Themen aufsplitten. Dazu würden bei 50 Personen nochmal locker 4 bis 10 Jahre drauf gehen. Mit KI weniger als ein Jahr.

ignaz

Zitat von: sebbo83 in Heute um 13:35Azure Cloud

Niemand sagt das KI eine Blase ist. Das Problem sitzt eher im geeigneten Personal, dem Willen der Leitung und der Mitarbeiter + das jede Behörde versucht ihre eigene KI Lösung sich auszudenken.

Hier wäre eine zum. Bundeslandweite, besser Bundesweite Lösung erforderlich, sonst wird das nie was. Nutzt im Grunde auch nix wenn ihr maximal effizient die Arbeit von 100 Mann mit 10 erledigt und die Ergebnisse dann in der nächsthöheren Behörde wieder ausgedruckt werden. Die gesamte Kette muss digitalisiert abgebildet werden...

Aber irgendwo muss man anfangen, von daher ist jeder Schritt in diese Richtung zumindest ein Anfang


Warnstreik

Zitat von: Zinc in Gestern um 17:15Den Kretschmer kann doch keiner mehr Ernst nehmen. Es ist echt traurig, wie solche Leute in diese Positionen kommen und alles gegen die Wand fahren.

Boah, was nerven mich solche Leute ab. Wenn er das doof findet, dann soll er doch aus der TdL austreten - niemand hindert ihn. Am Ende besser für alle - außer für ihn :-)

Niemand wird im öffentlichen Dienst wirklich reich - soll man auch nicht. Aber gute Löhne darf man durchaus zahlen, das färbt zwangsläufig auch auf die Wirtschaft ab. Mit der Lehrer-Diskussion sieht man ja, dass in Sachsen auch andere Leute als Kretsche in der Verantwortung sind - diese Diskussion ist nämlich gut und überfällig.

Mario Nette

Zitat von: Wabi Sabi in Heute um 12:31...
Eine "rückwirkende" Erhöhung der Tabellenentgelte, also mit Wirkung für Zeiträume vor der Tarifeinigung ist im Übrigen nicht ungewöhnlich, siehe hierzu z. B. die Einigungen der Jahre 2013, 2015, 2017 und 2019 (jeweils 2 bis 3 Monate Rückwirkung):

...

Den Punkt sollte man vielleicht nicht zu hoch hängen und ist am ende ja auch Verhandlungssache und -masse. Wenn ich stattdessen dauerhaft monatlich x Euro mehr bekomme, verzichte ich gerne rückwirkend auf die Erhöhung der drei oder vier Monate.