Einkommensrunde 2026

Begonnen von Hessenbub, 25.11.2025 07:15

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Hessenbub

Einkommensrunde
Öffentlicher Dienst in Hessen: Forderung beschlossen

7 Prozent, mindestens 300 Euro – das fordert der dbb für den hessischen Landesdienst.

,,Wir sehen unsere Tarifforderungen als Beitrag zur ,Investitionsoffensive für Hessen'", sagte dbb-Tarifchef Andreas Hemsing am 24. November 2025 in Richtung des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein. Dieser hatte bereits im Juni in einer Regierungserklärung vor dem Hessischen Landtag von einer entsprechenden Investitionsoffensive gesprochen. Hemsing machte deutlich: ,,Ein starkes Hessen braucht einen starken Landesdienst. Wenn der Ministerpräsident und Innenminister Roman Poseck es also ernst meinen mit der Investitionsoffensive, dürfen sie unsere Forderung nicht – wie üblich – als unrealistisch abtun. Sie müssen sie vielmehr als Chance begreifen, jetzt in die Beschäftigten und damit ins Land und seine Zukunft zu investieren. Es geht hier um nicht weniger als die Frage, was Hessen sein will: Vorbild oder Mittelmaß."

Die Kernforderungen lauten:

    Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens 300 Euro
    Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden (BBIG und Pflege) und Praktikanten um 200 Euro
    Eine Laufzeit von 12 Monaten hinsichtlich der Entgelte
    Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung
    Einbeziehung der studentischen Beschäftigten in den Geltungsbereich des TV-H

Der dbb sieht die Einkommensrunden im öffentlichen Dienst stets als ganzheitliche Aufgaben an. Das bedeutet konkret: Die Einkommensrunde ist erst beendet, wenn das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf Besoldung und Versorgung übertragen worden ist. Heini Schmitt, Vorsitzender des dbb Hessen, sagte: ,,Die ausgehandelten Ergebnisse der Tarifeinigung müssen selbstverständlich zeitgleich und systemkonform auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen werden. Nach jahrelang andauernder verfassungswidriger Unteralimentation darf etwas Anderes erst gar nicht in Erwägung gezogen werden." Deshalb fordert der dbb, dass das Land direkt zur ersten Verhandlungsrunde klarstellt, dass es die Beamtinnen und Beamten des Landes und der Kommunen nicht im Regen stehen lassen wird. Klare und frühzeitige Zusagen sind gefragt.



Hintergrund:

Die hessische Einkommensrunde startet am 27. Februar 2026 in Wiesbaden. Anschließend folgt am 9./10. März 2026 eine Zwischenrunde auf Arbeitsebene. Die soll dazu beitragen, dass im Rahmen der Verhandlungsrunde am 26./27. März 2026 ein Ergebnis gefunden werden kann.


https://www.dbb.de/artikel/oeffentlicher-dienst-in-hessen-forderung-beschlossen.html

Beamtibus

Da fragt man sich, wieso man das Gleiche wie im TV-L fordert, wenn man schon einen eigenen Tarifvertrag hat.

Bin gespannt zu wann die Erhöhung kommen wird und wie es für die Beamten laufen wird, nachdem es ja "erst" zum 1.12.25 eine Erhôhung gab.


NummerNull

Ich hoffe jeder hat den Widerspruch gegen seine Bezüge für dieses Jahr bereits erledigt oder hat dies noch vor.

Hessenbub


ImöDBeschäftigt

Ob es wohl morgen ein Angebot der AG-Seite gibt? Vermutlich nicht

Goofy

Hallo. Gibt es keine "Insider", die etwas wissen? In den Nachrichten steht nichts. Wurde ein Angebot vorgelegt?

ImöDBeschäftigt

Soweit ich gelesen habe, wurde kein Angebot vorgelegt...wie erwartet.
Ich mein auf der Seite des dbb stand was dazu

Hessenbub

Auf der Seite der Gewerkschaft der Polizei etwas zur ersten Runde

https://www.gdp.de/hessen/de/stories/2026/02/gdp-hessen-27.02.2026-tv-h-erste-runde-enttaeuscht

Das Landes-Ticket soll auf den Prüfstand.

Die Arbeitsgeberseite ist der Meinung, dass sich der Aufwand von jährlich 75 Millionen Euro nicht mit einem aktuellen Nutzungsverhalten deckt. Möglicherweise wäre ein pauschaler Zuschuss für alle Beschäftigten als Beitrag zum Deutschlandticket denkbar. Hier ist eure Meinung gefragt.
© GdP / verdi R. Kunze
GdP / verdi R. Kunze

Im Kontext der verfassungswidrigen Alimentation stellte die Arbeitgeberseite fest, dass ein möglicher Tarifabschluss zeit- und systemgerecht auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden sollte, um die verfassungskonforme Besoldung mittelfristig zu gewährleisten. Weitere Schritte sind hier erforderlich.

ImöDBeschäftigt

Das Landesticket wäre mir persönlich tatsächlich völlig egal. Ich hab es eine Hand voll mal privat am Wochenende genutzt, weil es für die Nutzung für Alltagswege zur Arbeit o.ä. hier viel zu schlechten ÖPNV gibt.
Aber das sehen Städter vermutlich anders.

LehrerinRLP

Bei der amtsangemessenen Alimentation bin ich wirklich gespannt. Sollte Hessen auch nur ansatzweise so abschließen wie die anderen Länder, bedeutete das für Lehrkräfte, dass hessisches A13 (was heute schon mehr als rheinland-pfälzisches A14 ist) bald Richtung A15 anderer Bundesländer entschwindet.

DoktorZaius

Zitat von: ImöDBeschäftigt in Gestern um 10:37Das Landesticket wäre mir persönlich tatsächlich völlig egal. Ich hab es eine Hand voll mal privat am Wochenende genutzt, weil es für die Nutzung für Alltagswege zur Arbeit o.ä. hier viel zu schlechten ÖPNV gibt.
Aber das sehen Städter vermutlich anders.

Es nutzt halt nur den Städtern, bzw. den Leuten die eine gute ÖPNV-Anbindung haben.
Ich arbeite im ländlichen Raum, dort nutzen vielleicht 5% der Beschäftigten das Landesticket für den Arbeitsweg, wenn überhaupt... und egal wie hoch die Benzinpreise sind, es wird keiner umsteigen weil der Zeitaufwand für den Weg zur Arbeit in den meisten Fällen inakzeptabel ist.

Fände es aber trotzdem irgendwie schade wenn man es abschafft. Hier und da habe ich es tatsächlich mal genutzt, für private Zwecke wohlgemerkt.

ImöDBeschäftigt

Zitat von: DoktorZaius in Gestern um 18:29Es nutzt halt nur den Städtern, bzw. den Leuten die eine gute ÖPNV-Anbindung haben.
Ich arbeite im ländlichen Raum, dort nutzen vielleicht 5% der Beschäftigten das Landesticket für den Arbeitsweg, wenn überhaupt... und egal wie hoch die Benzinpreise sind, es wird keiner umsteigen weil der Zeitaufwand für den Weg zur Arbeit in den meisten Fällen inakzeptabel ist.

Fände es aber trotzdem irgendwie schade wenn man es abschafft. Hier und da habe ich es tatsächlich mal genutzt, für private Zwecke wohlgemerkt.

Ja, geht mir ganz genauso. Ich hatte mal ausgerechnet, dass ich, wenn ich mit ÖPNV zur Arbeit will, max. 25h pro Woche arbeiten könnte und ein Auto bräuchte ich für den Alltag dann ja trotzdem noch. Es wär also einfach nur ein riesiger finanzieller Verlust.
Das Landesticket ist daher eben ein nice-to-have, aber ich würde es im Alltag nicht merken, wenn es nicht mehr da wäre.