Begrifflichkeit "dienstliche Belange"

Begonnen von Vollstrecker, Gestern um 11:00

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Vollstrecker

Guten Morgen in die Runde,

viele von Euch werden es kennen, dass in Dienstvereinbarungen oder Dienstanweisungen immer mal wieder die Begrifflichkeiten "dienstliche Belange" oder "zwingend dienstliche Gründe" auftauchen. Oft da, wo es darum geht, wo Arbeitnehmer irgendwas für sich beanspruchen oder beantragen können.

Diese Begriffe sind jetzt aber sehr dehnbar und Zustimmungen oder Ablehnungen könnten da schnell zum Nasenprinzip werden. Für den einen Vorgesetzten sind es dienstliche Belange, die gegen was sprechen, der andere Vorgesetzte sieht unter den gleichen Voraussetzungen keinen Grund. Eben weil es nicht genau beschrieben ist.

Google, KI usw. berichten von vielen Urteilen, dass Ablehnungen mit Gründen von "dienstlichen Belangen" oder "zwingend dienstlichen Gründen" am Ende sehr oft zugunsten des Arbeitnehmers gesprochen wurden. Personalmangel, Arbeitsrückstände usw. sind scheinbar oft keine Gründe und sogar eher "Organisationsversagen". Dies sind aber oft die häufigsten Gründe.

Habt ihr Erfahrungen damit?





MoinMoin

Zitat von: Vollstrecker in Gestern um 11:00Habt ihr Erfahrungen damit?
Also bei uns wird es so gehandhabt, dass natürlich in vielen Belangen der Vorgesetzte, das erste Wort hat.
Wenn der eine großzügiger ist als der Andere, dann ist das zunächst "Pech gehabt".
(Beispielsweise: Homeoffice: 40% Anspruch und der eine RL achtet drauf, dass man auch nicht mehr macht, der andere ist zufrieden, wenn die Kollegen einmal die Woche da sind.)

Wenn der eine es aber Strenger handhabt, als es es in der DV gemeint ist, dann heißt es Gespräch suchen mit dem PR, damit der mit dem RL oder Heeresleitung für Klärung sorgt.
Wenn z.B. ein RL sagt, er müssen jeden Tag wegen Dienstlicher Belange von 9-10 ein Meeting mit Anwesenheitspflicht machen, was die HO Regelung ad absurdum führt, dann muss dem RL dieser Zahn gezogen werden.
Wenn er einmal die Woche ein Teamtag ausruft, wo alle da sein sollen, dann ist das schon eher Grauzone aber nachvollziehbar.

ImöDBeschäftigt

Soweit ich es bei uns mitbekomme, handhaben die Fachbereichsleitungen und/oder Abteilungsleitungen unterschiedlich, was z.B. dazu führt, dass unser FBL uns hier und da mal sowas sagt wie "ihr könnt das so machen, aber hängt es nicht an die große Glocke, damit es keinen Unmut gibt, weil ich weiß, dass FBL X es so nicht zulässt".
Man kann bei uns also Glück oder Pech haben. Da geht es dann z.B. darum, wie flexibel die eigentlich festen Homeoffice Tage auch mal getauscht werden können oder ob man den Azubis auch mal online was beibringen kann o.ä.