Unbezahlter Urlaub für Auszeit

Begonnen von Entebla, 01.04.2026 08:46

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Entebla

Hallo zusammen,

Ich möchte gerne unbezahlten Urlaub für ein Jahr beantragen, um mir eine Auszeit für mich zu nehmen.

Hat hier jemand Erfahrung damit, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer das regeln können?
Die Stufenlaufzeit pausiert in der Zeit. Aber was passiert mit meiner Stelle? Blockiere ich diese oder kann mein Arbeitgeber sie anderweitig besetzen? Ich hätte kein Problem damit, die Stelle freizugeben, weil ich ohnehin gerne was anderes machen würde.
Wenn ich zurückkomme, muss mein Arbeitgeber mir dann entsprechend der Qualifikation eine Stelle anbieten? Also als Verwaltungsfachwirtin eine Stelle ab 9c?
Wie verhält es sich dann mit der Stufenlaufzeit. Ich dürfte die zuvor zurückgelegte Zeit aber beinhalten, oder?

Muss ich sonst noch etwas bedenken? 🤔

Vielen Dank vorab.

Organisator

Als erstes würde ich mit dem AG klären, ob er überhaupt eine solche Freistellung genehmigen würde. Als AG sähe ich erstmal keinen Grund dafür.

Grundsätzlich würde der Arbeitsvertrag ruhen und insofern würdest du nach Rückkehr einen gleich eingruppierten Job bekommen. Alles andere kann dann in einer entsprechenden Vereinbarung geregelt werden.

MoinMoin

Der AG kann wenn er will dir via §28 die Auszeit genehmigen. Er muss allerdings nicht. Es besteht nur ein Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung, nicht auf Bewilligung.

Der AG muss dir danach eine deiner EG entsprechende Stelle anbieten. Egal wo und egal mit was für Inhalte.
Sofern nichts anderes vereinbart wird.
Bis zu 3 Jahren sind die Unterbrechungszeiten mE unschädlich für §16.3 Stufenlaufzeit, danach uU schon, obwohl man das regeln kann.


Umlauf

Der AG kann, muss aber nicht, läuft über §28. Möglicherweise gibt es dazu eine Dienstvereinbarung bei euch.

Bei uns wurde so etwas gemacht. Z.B. der Partner für einige Zeit im Ausland arbeitet oder ein Sabatical.

Ansonsten gibt es bei uns noch kurzfristige Langzeitkonten. Man spart Arbeitszeit an. Max. 3 Jahre.
Beliebt z.B. 3 Monate volle Arbeit bei 50% Gehalt. 3 Monate frei mit 50% Gehalt.

UNameIT

Ich würde an deiner Stelle das Modell von Umlauf bevorzugen, der Vorteil daran ist, dass du weiter Krankenversichert bist und in die Rentenkasse einzahlst. Machst du ein Jahr Sabbatical (unbezahlter Sonderurlaub) musst du sonst diese Kosten selber tragen und dich freiwillig Krankenversichern.

Entebla

Hallo zusammen, schon mal danke für die zahlreichen Rückmeldungen. Das bedeutet also auch, dass mein Arbeitgeber meine derzeitige Stelle dann anderweitig besetzen kann, oder?
Oder wäre das auch einfach Teil einer freiwilligen Vereinbarung?

Organisator