Toiletten Kontrolle

Begonnen von Pitus, 08.05.2026 12:12

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Rheini

Zitat von: Tri in Gestern um 09:05Oh tatsächlich, das habe ich so gar nicht wahrgenommen.

Da wäre eine möglicherweise verhältnismäßigere Lösung statt direkter personenbezogener Überwachung ein kontrollierter Zugang zu den Sanitäranlagen, z. B. über eine Schlüsselausgabe beim Pförtner. Damit würde nicht unmittelbar der Toilettengang selbst überwacht, sondern lediglich der Zugang organisiert.

So ließe sich bei gemeldeten Verschmutzungen (durch Folgenutzer) der mögliche Nutzerkreis zumindest schneller eingrenzen, ohne eine permanente Kontrolle oder Protokollierung aller Toilettengänge einzuführen. Das wäre datenschutzrechtlich und im Hinblick auf die Privatsphäre deutlich weniger eingriffsintensiv als eine direkte Überwachung ,,wer wann auf welcher Toilette war", könnte aber im Ergebnis das selbe liefern.

Falls die Unterkunft aber aus hunderten Bewohnern besteht, wird das aber ein Gewusel an der Pforte ....

Tri

Wenn es eine solch große Unterkunft ist, sollte aber auch Pforte und Personal entsprechend dimensioniert sein, ist es das nicht, ist das erstmal das Problem des Betreibers. Zumal die andere ursprüngliche Idee wohl, als erstes Mittel rechtlich kaum zulässig sein dürfte.

Klar könnten sie auch agieren nach dem Motto "Wo kein Kläger, da kein Richter", aber das sollte man besser nicht tun, erst recht nicht als öffentliche Hand.

PS:
Außerdem muss es keine Dauermaßnahme sein, nur bis das Problem nicht mehr beseht. Blöd natürlich wenn es danach wieder kommt, aber im besten Fall hat man dennoch dadurch Hinweise, das man Jemanden persönlich die Leviten lesen kann.

Rheini

Ohne zu wissen was das nun für ne Unterkunft ist incl. der Größe und welcher Bereich "Probleme" macht, bleibt es beim stochern im Nebel ....

oberhaeo

Die Neuregelung mit dem TE soll bestimmt nur eine notdürftige Lösung sein!

Entschuldige, ich konnte mir das nicht verkneifen ... :)

Spaß beiseite ... Wie ist das denn mit der geschlechtlichen Trennung der Toiletten geregelt?! Darf da jeder Mann jederzeit in eine Damentoilette wandern? Oder anders herum eine Frau in eine Herrentoilette?
Was ist, wenn der Kundenstamm aus sehr jungen Menschen besteht?

Wird da der Anblick der und der Geruch aus der Schüssel nicht zur Nebensache?


MaLa

Zitat von: Tri in Gestern um 09:05Da wäre eine möglicherweise verhältnismäßigere Lösung statt direkter personenbezogener Überwachung ein kontrollierter Zugang zu den Sanitäranlagen, z. B. über eine Schlüsselausgabe beim Pförtner. Damit würde nicht unmittelbar der Toilettengang selbst überwacht, sondern lediglich der Zugang organisiert.

Hier sehe ich dann eher ein Verstoß gegen die Menschenwürde ggü. den mutmaßlichen Bewohnern in einer Unterkunft.
Insbesondere wenn der BEwohner auf den goodwill der MA angewiesen ist.
Zumindest muss immer sichergestellt sein, dass ein Mitarbeiter da ist, der Zugang gewähren kann, neben seinen anderen Aufgaben.

Möglich währe natürlich auch eine mögliche Zugangskontrolle über Transponder/Smartphone/QR-Code

Petar T.

Menschen, die nur einfache Lösungen auf komplexe Fragen haben, würden jetzt wahrscheinlich sinngemäß äußern, dass es wohl nicht wahr sein kann, darüber nachzudenken, technische Lösungen zu installieren, nur weil es für die Menschen, die nicht in der Lage sind, eine Toilette sauber zu hinterlassen, mit Blick auf die Menschenwürde unzumutbar ist, einen Toilettenschlüssel abzuholen.

Wobei ich mich vor allem frage, was genau mit den Kontrollen bezweckt wird.

@Pitus Wie stellt sich denn die Situation genau dar? Ist da ab und zu mal eine Toilette schmutzig und man sucht nach einem oder wenigen Übeltätern? Oder sieht es eher so aus, dass regelmäßig alle Toiletten am Ende des Tages verdreckt sind um man daher von einem grundsätzlichen Problem ausgehen müsste?



tiger

Zitat von: Pitus in 08.05.2026 12:12Liebe Forumsfreunde,

ich bin als Pförtner in einer kleinen Stadt in NRW eingestellt und arbeite in einer städtischen Einrichtung (welche Unterkunft, möchte ich anonym halten). Zu meinen Aufgaben gehört unter anderem, darauf zu achten, dass sich alle an die Hausordnung halten.

Bei unseren Kontrollgängen ist uns die Unsauberkeit der Sanitäranlagen schon öfter aufgefallen, obwohl diese täglich gereinigt werden. Die Gerüche führen dann auch zu Würgereiz. :(
Aufgrund der unhygienischen Zustände der Sanitäranlagen (Toiletten) im Gebäude soll ich nun überprüfen, wer die Toiletten benutzt hat und ob sie anschließend sauber verlassen wurden.

Ich persönlich finde es eine Unverschämtheit seitens des Arbeitgebers, dass wir die Toilettenkabinen kontrollieren müssen, nachdem die Toilette benutzt wurde.So etwas anzuordnen, finde ich unzumutbar.
Je nachdem, wie man die Toilette vorfindet, ist der Würgereiz vorprogrammiert.

Ist das eigentlich eine zumutbare Arbeit?
Muss ich solchen Kontrollen Folge leisten?
Wenn ich die Toiletten nicht ständig kontrolliere, ist das Arbeitsverweigerung?


Gruß Jasper


Hallo Jasper,

ich weiß gar nicht, worüber du dich eigentlich aufregst. Das ist doch wohl eine absolute Selbstverständlichkeit! Was hast du denn gedacht, was man als Pförtner im öffentlichen Dienst so macht? Den ganzen Tag freundlich nicken, Kaffee trinken und Schranken bedienen? Anfängerfehler!

Die Klotür ist schließlich auch eine Pforte, und als Pförtner bist du naturgemäß der Lord of the Doors. Wer, wenn nicht du, sollte die strategische "Sonderkommission Sanitär" leiten?

Eigentlich solltest du dem Dienstherrn dankbar sein für dieses Privileg. Andere müssen sich jahrelang im Verwaltungsapparat hocharbeiten, und du darfst direkt an die Front! Ich hoffe nur, man hat dich schon mit der nötigen taktischen Ausrüstung ausgestattet: Nasenklammer (natürlich zwingend DIN-genormt), ein laminiertes Klemmbrett für die lückenlose Stuhlgang-Dokumentation (in dreifacher Ausfertigung für die Akte) und eine Warnweste mit der Aufschrift ,,Sanitär-Sheriff".

Stell dir nur mal vor, was für ein unvergleichliches Gefühl von Autorität das ist, wenn du die Übeltäter direkt auf frischer Tat stellst! Du blockierst die Tür und rufst: "Halt! Im Namen der städtischen Hausordnung! Treten Sie sofort von der Schüssel zurück und legen Sie die Klobürste ganz langsam auf den Boden, wo ich sie sehen kann!" Da ist dir der Respekt auf den Fluren doch sofort gesichert.

Wenn ich das so lese, sehe ich da eigentlich nur massive Karrierechancen. Wenn du das richtig aufziehst und eine gewisse Routine in der Täterermittlung entwickelst, winkt bestimmt bald die Höhergruppierung zum Verwaltungsfachangestellten für angewandte Sanitärlogistik. Fehlt eigentlich nur noch, dass der Personalrat dafür eine ordentliche "Dienstvereinbarung zur systematischen Spül- und Geruchskontrolle" aufsetzt, damit alles seine bürokratische Richtigkeit hat.

Also, Nase zu und durch! Zeig ihnen, wer der wahre Boss im Gebäude ist.