Lohnentwicklung TVL

Begonnen von Heupz, Heute um 02:38

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Heupz

Ich rechne gerne für die Zukunft. Also interessiert es mich, wie mein Gehalt in x Jahren aussehen wird.
Da ich selber in E11 bin habe ich die E11 Stufe 5 zur Berechnung angenommen.

Der Lohn von 2006 (3.635,00€) bis 2025 (5720,84€) ist um 57,38% gestiegen. Also jährlich um die 2,42% auf 19 Jahre.
Wenn man diesen %-Wert nimmt und als Ausgangsjahr 2025, kommt man auf ein Gehalt von 13.190,84€ im Jahr 2060.

Die gleiche Rechnung nochmal für die neueren Jahre 2020 bis 2024, da kommt ich jährlich auf um die 1,02%
Wenn man diesen %-Wert nimmt, kommt man auf ein Gehalt von 8.149,03€ im Jahr 2060.

Wenn ich nun von 2025 (5720,84€) auf 2028 (6058,63) kommen möchte, dann bekommt man einen %-Wert von 1,93%. Das wären 2060 in etwa 11.169,42€

Nun meine Frage. Welchen %-Satz könnt Ihr euch, im Durchschnitt, für die Zukunft vorstellen?
Ich bitte auch um Berichtigung, falls meine Berechnungen nicht stimmen =)

tb2022

Moment, ich poliere gerade meine Glaskugel...

DiVO

Von all den Themen, die mich noch nie interessiert haben, ist das ganz weit oben.

Warum ist das so?

Du wirst von diesem Gehalt, unabhängig davon wie es sich entwickeln wird, nicht reich werden oder in Saus und Braus leben können. Hier einige Tipps:

- Investiere in dich selbst und bilde dich regelmäßig weiter
- Behalte deine Ausgaben im Blick
- Sichere Risiken ab
- Investiere Überschüsse langfristig und breit gestreut in verschiedene Anlageklassen
- Nutze die Chancen der aktuellen Zeit und baue dir parallel zu deinem Job mit dem Wissen, das du dir über deine regelmäßige Weiterbildung erworben hast, ein zweites Standbein auf

Warnstreik

Ich glaube ich würde das ganz einfach rechnen: Du wirst auf lange Sicht im TV-L immer ungefähr den Inflationsausgleich bekommen. Bei Spitzen wie 2022 eher weniger, dafür einen Schnapps mehr in Jahren von niedriger Inflation. Damit Wirst du dir in Zukunft ungefähr das leisten können was du dir heute (bei gleicher Gehaltsgruppe) leisten kannst.

Alles andere regelt dann die Weltwirtschaft wie von DiVO beschrieben: Nicht alles ausgeben sondern breit differenziert anlegen, dann kommt ein nettes Zubrot aus Aktien- und Anleihemarkt (oder wer mag aus Immobilien).

Meierheim

Zitat von: Warnstreik in Heute um 09:06Ich glaube ich würde das ganz einfach rechnen: Du wirst auf lange Sicht im TV-L immer ungefähr den Inflationsausgleich bekommen. Bei Spitzen wie 2022 eher weniger, dafür einen Schnapps mehr in Jahren von niedriger Inflation. Damit Wirst du dir in Zukunft ungefähr das leisten können was du dir heute (bei gleicher Gehaltsgruppe) leisten kannst.

Alles andere regelt dann die Weltwirtschaft wie von DiVO beschrieben: Nicht alles ausgeben sondern breit differenziert anlegen, dann kommt ein nettes Zubrot aus Aktien- und Anleihemarkt (oder wer mag aus Immobilien).
Zitat von: Warnstreik in Heute um 09:06Ich glaube ich würde das ganz einfach rechnen: Du wirst auf lange Sicht im TV-L immer ungefähr den Inflationsausgleich bekommen. Bei Spitzen wie 2022 eher weniger, dafür einen Schnapps mehr in Jahren von niedriger Inflation. Damit Wirst du dir in Zukunft ungefähr das leisten können was du dir heute (bei gleicher Gehaltsgruppe) leisten kannst.

Alles andere regelt dann die Weltwirtschaft wie von DiVO beschrieben: Nicht alles ausgeben sondern breit differenziert anlegen, dann kommt ein nettes Zubrot aus Aktien- und Anleihemarkt (oder wer mag aus Immobilien).
Leider nicht. Von 2019 bis 2026 gab es einen Reallohnverlust von 5%.

DiVO

Zitat von: Meierheim in Heute um 09:40Leider nicht. Von 2019 bis 2026 gab es einen Reallohnverlust von 5%.

Und wo ist hier das Problem? Woran leitest du ein Recht auf Reallohngewinne ab?

Warnstreik

Zitat von: Meierheim in Heute um 09:40Leider nicht. Von 2019 bis 2026 gab es einen Reallohnverlust von 5%.

Das stimmt - das wird sich aber wieder glätten. In den 2010er Jahren lag die Tabellenerhöhung fast immer über der Inflation, bei weltwirtschaftlichen Extremen wie 2022/23 holt man das dann nicht direkt auf sondern zehrt von früheren Jahren bzw. holt dann im Nachhinein wieder auf.

Worauf ich hinauswollte: Die Jobs im öffentlichen Dienst haben nie mit den großen Reallohnsteigerungen aufwarten können - dafür fehlte oft das Potential für Produktivitätssteigerungen. Dafür gibt es Verlässlichkeit und ein wenig mehr Sicherheit. Wie ich denke auch in den Tarifabschlüssen...