Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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KlammeKassen

Zitat von: andi1504 in 04.08.2026 14:22Also bei der VL sollte definitiv etwas getan werden. Ich würde die Übertragung der Regelungen im TV-V auf den TVöD sinnvoll finden. Beim TV-V gibt´s bis zu 50 € mtl. vom AG wenn die VL im Rahmen der Entgeltumwandlung verwendet wird und der AN zusätzlich mind. 13 € mtl. als Eigenbeitrag erbringt (§ 17 Abs. 2 TV-V). 

Hier wäre es auch schön, wenn die VKA überhaupt mal den Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung bei der Altersvorsorge zahlen würde. Was gesetzlich Pflicht ist (§ 1a BetrAVG), wird schön dadurch ausgehebelt, weil es tariflich nicht festgelegt ist. Leider ist durch Gerichtsurteile bestätigt worden, dass das rechtlich zulässig ist.
Wenn der Gesetzgeber schon Maßnahmen erlässt, die die Altersvorsorge stärken, sollten Arbeitgeber das im öffentlichen Dienst vielleicht mal umsetzen....zumal die andere Beschäftigtengruppe schöne Pensionen erhält.

Stattdessen steckt man sich die Erparnisse durch geringere AG-Sozialversicherungsbeiträge selbst ein und saniert den Haushalt damit.

Bund und Land haben das wenigstens gemacht. Die VKA nutzt wirklich jeden Euro, den sie sparen kann.

KlammeKassen

Zitat von: Johannes1893 in 04.08.2026 22:34Wunschliste:

- Erhöhung JSZ 100% für alle
- VL auf mind. 40€
- Erhöhung mind. nach Inflation rückwirkend ab Ende des Tarifvertrags (auch wenn das eigentlich unterambitioniert für Gewerkschaften ist)
- keine Sockel- oder Mindestbeträge
- Laufzeit max. 24 Monate


Ergebnis:

- unter 2% pro Jahr im Schnitt (durch Mindestbeträge weitere Stauchung der Tabelle) mit einigen Nullmonaten. Die letzte Erhöhung im Jahr 2029 1-2 Monate vor Auslaufen des Tarifvertrags.
- keine Änderung bei JSZ und VL
- Laufzeit mind. 30 Monate
- ggf. Schwächung Zusatzversorgung da der AG ab 2028 anteilig in die gesetzliche Kapitalrente einzahlen muss.
- Bedienung kleiner Sparteninteressen, die sich gut für Social Media verwenden lassen.


Abschluss durch Schlichtung im Juni, April, Mai und Juni daher safe wieder Nullrunde, AG möchten natürlich erst ab Oktober zahlen, damit das ja nicht noch die JSZ in dem ersten Jahr erhöht

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 05.08.2026 09:25Diese Runde ist für mich entspannt. Keine Wünsche.

Hoffnung in gute Tarifabschlüsse und mehr netto vom brutto: isch over.

Nur noch Steueroptimierung durch die Anzahl der Stunden und Höhe des Gehaltes. Punkt.

Das ist doch schön, wenn du wenigstens wnschlos glücklich bist  8)

KlammeKassen

Zitat von: MeTe in 05.08.2026 10:51Was bei solch "tollen" Aufrufen immer irgendwie ignoriert wird, ist, dass 'unsere' Gewerkschaft ja aktiv gegen einen Teil der eigenen Belegschaft arbeitet. Die Führung von Verdi hat ja selbst gesagt dass für sie alle >E9 unwichtig sind. In jeder Runde wird wieder eine weitere Stauchung der Tabelle zu Lasten aller >E9 gefordert - und von "Solidarität" gesprochen. Wenn dann ausnahmsweise die >E9 auch mal profitieren und bei der Jahressonderzahlung an die unteren Gruppen angeglichen werden ist es aber natürlich unsolidarisch.
Ich finde es albern da zu sagen man müsse ja einfach nur in die Gewerkschaft eintreten - wenn genau diese Gewerkschaft einen überhaupt nicht vertritt, ganz im Gegenteil, sogar gegen einen argumentiert.

Ich habe die Verhandlungen der letzten Runden dann doch halbwegs aufmerksam verfolgt und festgestellt, dass die Arbeitgeberseite meine Interessen teilweise mehr vertreten hat, als diese lächerliche Karikatur einer "Gewerkschaft". 

Gegenüber meinem Arbeitgeber hab ich schon den Wunsch geäußert aus dem Tarifvertrag austreten zu wollen um zukünftig direkt mit ihm zu verhandeln - leider ist das seitens AG nicht vorgesehen.



So ist es, ab EG9 aufwärts müsste man beim KAV eintreten  ::) ... was aber wohl nicht geht.

Die Arbeitgeberseite hat immer darauf hingewiesen, dass der Fachkräftemangel in den oberen EG das Problem ist und dort etwas getan werden müsste

KlammeKassen

Zitat von: Bildungskonfetti in 05.08.2026 13:23Na wenn das so ist...
*Traum an*
Meine persönlichen Forderungen für einen zukunftsfähigen TVöD:

- Schrittweise Einführung der 37-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich
    * 2027: 38 Stunden/Woche
    * 2030: 37 Stunden/Woche
        → mehr Vereinbarkeit, bessere Fachkräftegewinnung und Anpassung an moderne Arbeitswelten

- Stärkung der betrieblichen Altersversorgung
    * höherer Arbeitgeberanteil zur VBL
    * dynamische Weiterentwicklung der Zusatzversorgung
        → der öffentliche Dienst muss auch bei der Altersvorsorge konkurrenzfähig bleiben

- Modernisierung des Stufenmodells
    * dynamischere Stufenaufstiege bei nachgewiesener Leistung und besonderer Verantwortung
    * schnellere Entwicklungsmöglichkeiten für schwer zu gewinnende Fachkräfte
        → Erfahrung und Engagement sollten stärker honoriert werden

- Einführung von Funktionszulagen für besondere Verantwortung
    * z. B. für Fachbereichsleitungen, Projektleitungen oder vergleichbare Steuerungsaufgaben
        → Verantwortung, Führung und zusätzliche Belastung müssen sich stärker im Entgelt widerspiegeln
- ca. 4 % Tariferhöhung zur Sicherung der Kaufkraft und Ausgleich der gestiegenen Lebenshaltungskosten sowie zum Erhalt der Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber

Aus meiner Sicht sollte ein moderner Tarifvertrag nicht nur über Entgelterhöhungen sprechen, sondern über die Frage: Wie schaffen wir es, qualifizierte Menschen langfristig für den öffentlichen Dienst zu gewinnen und zu halten?

Damit wäre ich zufrieden, auch mit Teilen davon. 😄

*Traum aus*

VBL läuft ja immer noch über die 1,81 %, die eigentlich nur vorübergehend gezahlt werden sollten..... der AG Anteil ist seitdem schonmal reduziert worden... der AN-Anteil aber komischerweise nicht

KlammeKassen

Zitat von: UNameIT in 06.08.2026 08:43Ansonsten will ich (halbwegs) realistisch sein:
-2,5 % Erhöhung zum 1.6.2027 kein Sockel oder Mindestbetrag
-2,5 % Erhöhung zum 1.7.2028 kein Sockel oder Mindestbetrag


Das ist leider schon nicht realistisch....

Wenn es 2 Erhöhungen während einer Lauzeit gibt, ist eigentlich immer eine "MINDESTENS" Erhöhung dabei.

Sockel wäre noch besser als Mindestbetrag, da die Stauchung nicht so krass ist, wenn auf den Sockel noch Prozente kommen

KlammeKassen

Zitat von: Aleksandra in 06.08.2026 17:05Wenn wir Glück haben treiben Trump und die Mullahs noch mal kurz die Preise hoch und sie fallen erst wieder wenn die Tarifrunde um ist.
Aber das ist wohl sehr viel wishful thinking

Soll was bringen?
Dass die Inflation höher ist und der Arbeitgeber dadurch mehr bietet/bieten soll?

Der Staat schweigt lieber tot, dass er der absolute Gewinner ist durch die Inflation ;).
Umsatzsteuer lässt grüßen, insbesondere beim Tanken gerade. 8)

KlammeKassen

Zitat von: KurzeFrage in 07.08.2026 08:01Meine Wünsche wären folgende:

  • komplett vom AG finanzierte VBL
  • deutliche Aufwertung der VBL (z.B. Messbetrag 5 statt 4 Euro)
  • komplette Neugestaltung der Entgelttabelle mit Einführung Stufe 7 und deutlicher Entgeltsteigerung (wie im BG-AT)
  • Instrumente mit denen Leistung verpflichtend honoriert werden muss (keine Kann-Regelungen)
  • 100 Prozent Jahressonderzahlung
  • mind. 40 Euro VL monatlich
  • Sachbezugskarte mit 50 Euro monatlich (Bund)
  • Laufzeit 12 Monate, max. 18 Monate

Träumen darf man ja ;D

Noch eine 7. Stufe???

6 sind schon zu viel....


daseinsvorsorge

Zitat von: KlammeKassen in 08.08.2026 16:48So ist es, ab EG9 aufwärts müsste man beim KAV eintreten  ::) ... was aber wohl nicht
Wieso nicht- haben Sie schon angefragt?
Sie gründen einen AN-Flügel beim KAV - analog zur CDA. Und wenn die Gewerkschaften zum Streik aufrufen, protestieren Sie und Gleichgesinnte gegen die Gewerkschaften.Das nenne ich gelebte Demokratie.

Ein Problem bleibt wahrscheinlich: Sie müssen den Streiktag wohl aus eigener Tasche zahlen. Aber Sie können es den Gewerkschaften mal so richtig zeigen, anstatt hier nur Kommentare zu schreiben.

JahrhundertwerkTVÖD

Keiner will es der Gewerkschaft "zeigen".
Es geht schlichtweg darum, dass die Gewerkschaft öffentlich populistisch verkündet für alle Mitarbeiter/Angestellten des Öffentlichen Dienstes (+ Übertragung der Tarifergebnisse auf die Beamten) zu verhandeln.
Mit Verlaub wäre dies auch genau ihre "Aufgabe".
Ich erinnere daran dass Verdi aus einem Zusammenschluss von 5 Gewerkschaften (ÖTV, HBV, DPG, IG Medien, DAG) entstand.
Speziell im öffentlichen Dienst waren Angestellte und Arbeiter ca. hälftig als Mitglieder in den Gewerkschaften vertreten.
Diesem Auftrag "für alle Angestellte zu verhandeln", kommt Verdi nicht mehr nach.
Der eingeschlagene Weg ist sehr sozialistisch geprägt und aufgestellte Forderungen sind bewusst gegen einige Angestelltengruppen.
So wurden bewusst ab EG 9 vorhandene Leistungen zu Gunsten der niedrigeren Gehaltsgruppen gestrichen bzw. verringert (JSZ, geringere prozentuale Erhöhungen, Mindestbeiträge)
Die Abstände in den einzelnen EG´s wurden immer weiter verringert. In Kombination mit der geringeren JSZ war es quasi absurd eine höhere EG anzustreben.
Bildung, Verantwortung übernehmen sind keine Werte welche seitens der Gewerkschaft honoriert werden sollten.
Alle möglichst gleich bezahlen (Wunsch nach "Einheitsbreitabelle", keine Unterschiede mehr in den Eg´s)
Das entspricht nicht ganz meiner "Weltanschauung".
Vorschläge, Bemühungen der Arbeitgeberseite die Streichungen in den höheren EG´s wieder anzugleichen wurden von Bsirske als "krass unsozial" eingestuft.

M.E passt es so nicht mehr und daher stellt sich die Frage wer vertritt die Angestellten ab EG9?
Der Ruf nach einer weiteren Gewerkschaft ist Blödsinn. Verdi hat das Mandat für alle Angestellten des öffentlichen Dienstes zu verhandeln. Kommt allerdings diesem Auftrag nicht nach!

Wenn schon mit der Beamtenbesoldung verglichen und auch die Forderung nach Übernahme der Tarifergebnisse gestellt wird.
Das Bundesverfassungsgericht fordert aus dem verfassungsrechtlichen Grundsatz der amtsangemessenen Alimentation (Art. 33 Abs. 5 GG), dass der Abstand zwischen den Besoldungsgruppen ,,spürbar", ,,plausibel" und ,,funktionsgerecht" sein muss, um das Laufbahnprinzip und die Leistungsdifferenzierung zu wahren.
Eine Besoldungsgruppe darf jedoch nicht so flach ansteigen, dass die höhere Besoldungsgruppe in ihrer Wertigkeit funktionsleer wird oder eine ,,Einebnung" der Ämterfolge stattfindet. (Abstandsgebot in den Besoldungsgruppen)

Seltsam dass Verdi dies nicht auch so sieht im Tarifvertrag!

ElBarto

1. Abschluss der Verhandlungen zeitnah zum Ende der aktuellen Laufzeit
2. Umsetzung zeitnah zum Abschluss
3. 3% Erhöhung + Inflation ab Wirksamkeit im ersten Jahr, im 2. Jahr Erhöhung um Inflation der letzten 12 Monate
4. Keine erneuten Abgaben, Steuern usw. die das Plus gleich wieder auffressen
5. Rückkehr zur Altersteilzeit
6. Verpflichtung LOB voll auszuschöpfen und den Betrag auf alle Arbeitnehmer gleichmäßig zu verteilen. Auszahlung Ende Juli
7. Möglichkeit die Jahressonderzahlung anteilig, monatlich auszahlen zu lassen.
8. Anrechnung sämtlicher, verlorener Stufenlaufzeiten auf die Laufzeit von vorletzter auf letzte Stufe
9. Einführung einer zusätzlichen Stufe oder einen Aufstieg ehrenhalber nach jeweils 5 Jahren in der Endstufe der eigenen Gruppe.
10. Einführung eines Lebensarbeitszeitkontos auf das man Überstunden transferieren kann um ggfs. die Altersteilzeit zu verkürzen oder so.


Wie gesagt, WÜNSCHE.

Pädi07

Ihr seid euch schon bewusst, dass hier nahezu nur Leute über E9 (E11?) ihre Wünsche und damit Perspektiven mitteilen. Daher ist das hier ein sehr kleines, elitäres und geschlossenes System und bildet vermutlich nur einen sehr kleinen Teil der Realität bzw. echten Größenverhältnisse ab. Damit eine Traumfabrik. Just my two cents... aber schreiben kann man ja

Bastel

Zitat von: Pädi07 in Heute um 09:28Ihr seid euch schon bewusst, dass hier nahezu nur Leute über E9 (E11?) ihre Wünsche und damit Perspektiven mitteilen. Daher ist das hier ein sehr kleines, elitäres und geschlossenes System und bildet vermutlich nur einen sehr kleinen Teil der Realität bzw. echten Größenverhältnisse ab. Damit eine Traumfabrik. Just my two cents... aber schreiben kann man ja

Blödsinn.

Pädi07

Zitat von: Bastel in Heute um 09:33Blödsinn.
Ist es noch zu früh am Montagmorgen für einen angemessenen Ton und irgendeine Art der Argumentation?

Captain Einsicht

Hallo, ich schreibe mal einige Gedanken auf, die mich immer mal wieder beschäftigen. Vieles davon ist weder sonderlich durchdacht, noch würde ich es als realistisch bezeichnen. Es geht nur darum einige Gedanken zu teilen.
(Sicht Sparkassenmitarbeiter)

Fangen wir mal an:

Urlaubstage auf 30 reduzieren / entspricht ungefähr einer Lohnerhöhung von 1,38 % für Ausgleich. Umwandlung der Sonderzahlung in freie Tage kann bestehen bleiben für die, die es wollen.

Eingefrorenes Niveau für Berechnung der Prämie fallen lassen. Sonderzahlung auf 100 % für alle. (Sparkasse hat ca. 71 %, in Behörden glaube ich bei 85%?)

Keine Mindesterhöhungen bzw. Sockelbeträge. Das sage ich übrigens schon seit vielen Jahren, auch schon zu den Zeiten, in denen ich davon noch positiv betroffen war!

Erweiterung ab TVÖD 9c um Fachkräfte zu halten und Attraktivität zu steigern. Möglicherweise durch eine weitere Erfahrungsstufe?

Erfahrungsstufen insgesamt überarbeiten. z.B. Wegfall von Stufe 2 und 4, dafür hinten raus mehr Möglichkeiten bieten bessere Löhne zu zahlen für Wettbewerbsfähigkeit. Meinetwegen auch erst ab TVÖD 9 z.B.. AG können dadurch etwas länger niedrigere Löhne für Neueinsteiger bezahlen, dafür erreichen diese aber bereits nach 11 Jahren die aktuell letzte Stufe statt nach 15 Jahren und erhalten bei jedem Stufenausstieg ein höheres Plus als bei mehreren Kleinen.

Bsp. anhand von TVÖD 8 und 13:

           1        2      3      4        5       6
E 8   3486.40   3697.29   3843.36   3992.40   4153.50   4230.97

Neu: 
   
        1 (für 2 Jahre)   2 (für 4 Jahre)   3 (für 5 Jahre)    Endstufe
E 8     3486.40           3843.36           4153.50            4230.97

--------------------------------------------------------------------------------------------------         
           1        2       3         4        5          6
E 13   4901.11    5279.32  5709.87  6177.31   6727.38   7025.87

Neu: 
   
     1 (für 2 Jahre)   2 (für 4 Jahre)   3 (für 5 Jahre)               Neue zusätzlich erhöhte Endstufe
E 13     4901.11            5709.87         6727.38 oder 7025.87       z.B. 7900.00

Das ist jetzt natürlich nur etwas unreifes Wirrwarr und müsste professionell konzipiert und berechnet werden, hierzu habe ich mir noch keine Mühe gemacht. Mir geht es grundsätzlich auch mehr um den Gedanken wettbewerbsfähig zu werden und dafür Einschnitte in der Anfangszeit zu machen, die sich mittel bis langfristig aber bezahlt machen.

Weiterhin und beziehend auf das Beispiel mit den Erfahrungsstufen verdienen junge Menschen mMn nach der Ausbildung vom Einstiegsgehalt her sehr gut, bloß hinten raus ist der TVÖD zu unattraktiv. Ich bin der Meinung, dass man gerne beim Einstieg etwas AG-freundlicher werden kann, dafür sollten aber Facharbeitern und Leistungsträgern hinten raus deutlich mehr Möglichkeiten geboten bekommen.

Bsp. Sparkasse:

Ein frisch Ausgelernter bekommt nach der Ausbildung TVÖD 8/2, was beim Gehaltsfaktor 13,83 ein Jahresgehalt von 51.133 EUR ergibt. Der Median lag 2025 in Deutschland bei 54.066 EUR. Auch wenn es regionale Unterschiede gibt, so bin ich nicht der Meinung, dass man nach der Ausbildung mehr oder weniger beim Median starten muss. Hier sehe ich Entlastung bei den Arbeitgebern, welche sich dann aber wieder Pro Mitarbeiter entwickeln sollen, sobald diese ein paar Jahre im Betrieb sind.

Außerdem sollte mMn der Kündigungsschutz etwas aufgeweicht werden um Leistungsverweigerer auch kündigen zu können. Leistung und Eigenverantwortung sollte mehr im Vordergrund stehen ohne soziale Errungenschaften abzubauen. Der AG muss hier mehr Möglichkeiten bekommen, auch wenn ich mir mit der Passage wahrscheinlich wenig Freunde mache.

Wenn es dann um die blanken Zahlen geht würde ich mir folgendes Wünschen bzw. als fair erachten:

Inflation 2025 bei 2,2 %
Inflation 2026 bei schätzungsweise 2,8 %

Erhöhung zum 01.06.2027 - 3,9 % + Sonderzahlung auf 100%, was effektiv dann bei 5,11% wäre (Kürzung Urlaub mit verrechnet)

Erhöhung zum 01.06.2028 - 3,5 %

Laufzeit 24 Monate

Das wäre dann ein kleiner Reallohngewinn. Sieht vielleicht für manch einen so aus, als wäre das schon zu viel, aber ein anderer Deal wäre der nächste Reallohnverlust. Klar, will man die Urlaubstage behalten, dann reichen im ersten Jahr auch 2,5 % + Erhöhung Sonderzahlung für einen kleinen Gewinn, aber zumindest aus meiner Sicht kann ich auf die auch getrost verzichten und nehme lieber das Geld.