Wahlumfrage Bundestagswahl

Begonnen von Onek, 06.05.2026 10:40

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Warnstreik

Zitat von: BAT in 08.08.2026 11:21Nein, ist doch jedem klar. Idioten gibt es überall ;)

Es sollte einem jedoch klar sein, dass in konsequenter Anwendung einer guten Umweltpolitik Flugreisen verteuert werden müssten (und nicht wie gerade mit EU-Recht vieles erleichtert wird) und vor allem Haustierhaltung extrem belastet werden müsste. Letzteres in diesem Sinne eher verboten.

Wollen Sie das?

Du weißt genau, dass das Quatsch ist. Konsequenterweise haben wir mindestens 4 Mrd Menschen zu viel auf der Welt - und nein, da will niemand ran.

Politik ist dafür da das Zusammenleben der Gemeinschaft zu steuern - und das am besten nicht mit Verboten. Oft reicht es zumindest dort, wo es Alternativen gäbe, Dinge zu verteuern oder diese Alternativen zu fördern. Und genau dabei bist du dann bei der Europäischen Abgabe auf unrecycletes Plastik oder eben die Zuckersteuer. Sich Extrembeispiele rauszusuchen um am Ende garnichts zu machen, ist reichlich albern.

Eines der Grundprobleme ist, dass Industrie im Kapitalismus rein auf den Profit schaut. Alles andere ist ihr egal - und das ist auch absolut ok, ihr Job ist es Kapital effizient zu allokieren. Die andere Seite der Medaille ist aber die Politik, die die Grenzen bzw. Rahmenbedingungen setzt.

BAT

Ich bitte um Erläuterung, was daran Quatsch ist, in diesen Zeiten einen CO2 - Abdruck, der halt bei Haustieren sehr hoch ist, zu bepreisen.

Und beim unrycleten Plastik und deiner hier angesprochenen Steuerung durch die Politik. Hat das Dosenpfand etwas gebracht? Wird politisch hier wirklich etwas gesteuert? Sind Umweltzonen noch sinnvoll.

Will sagen: es gibt durchaus gute politische Ideen, jedoch müssen die immer auch evaluiert werden.

Warnstreik

Zitat von: BAT in Heute um 09:06Ich bitte um Erläuterung, was daran Quatsch ist, in diesen Zeiten einen CO2 - Abdruck, der halt bei Haustieren sehr hoch ist, zu bepreisen.

Quatsch daran ist, dass Besteuerung von z.B. CO2 dort gemacht wird, wo es Alternativen gibt. Niemand will irgendwem Heimtierhaltung verbieten. So funktioniert dann aber Politik: Es wird abgewogen was man wie machen will. 

Zitat von: BAT in Heute um 09:06Und beim unrycleten Plastik und deiner hier angesprochenen Steuerung durch die Politik. Hat das Dosenpfand etwas gebracht? Wird politisch hier wirklich etwas gesteuert? Sind Umweltzonen noch sinnvoll.

Will sagen: es gibt durchaus gute politische Ideen, jedoch müssen die immer auch evaluiert werden.

Durchs Dosenpfand landet deutlich (wirklich deutlich deutlich deutlich) weniger Müll in der Botanik. Wir machen über den Angelverein zweimal im Jahr Säuberungsaktionen rund um unseren See. Früher haben wir da viele viele Müllsäche mit (vor allem) Dosen rausgeschleppt. Nach dem Dosenpfang ging das gegen Null (und das bei ~10km Uferlinie). Aber zum Thema Evaluierung: Was das Dosenpfang nich geschafft hat ist die Mehrqegquote ausreichend zu erhöhen. Die Dose hat grad ein Revival - landet aber dank des Pfands im Recycling statt in der Umwelt. Hier müsste man ggf. nachsteuern. 

BAT

Zitat von: Warnstreik in Heute um 10:43Quatsch daran ist, dass Besteuerung von z.B. CO2 dort gemacht wird, wo es Alternativen gibt. Niemand will irgendwem Heimtierhaltung verbieten. So funktioniert dann aber Politik: Es wird abgewogen was man wie machen will. 
 

Du bist mal wieder etwas wirr. Alternativen sind bei der CO2-Besteuerung kein einschlägiges Thema. Richtig ist, dass politsch dieses Thema keiner anfasst, weil Haustieren "Heilig" sind. Ändert aber nichts an der extremen Umweltbelastung derselben.

Das Hauptziel des Dosenpfands war eine Erhöhung der Mehrwegquote und wurde nicht erreicht; im Gegenteil, sie ist stark gestiegen. Wir kriegen übrigens heute noch pfandfreie Dosen aus Holland.

Aber worum geht es? Steuerungswirkung durch Steuern. Kann man machen, dann aber z. B. eine neue Zucker- und Plastesteuer durch Absenkung an anderer Stelle ausgleichen.

Warnstreik

Zitat von: BAT in Heute um 10:58Du bist mal wieder etwas wirr.

Schön, dass es neben deines Whataboutism auch deine persönlichen Anfeindungen über den Sommer geschafft haben.


Zitat von: BAT in Heute um 10:58Alternativen sind bei der CO2-Besteuerung kein einschlägiges Thema. Richtig ist, dass politsch dieses Thema keiner anfasst, weil Haustieren "Heilig" sind. Ändert aber nichts an der extremen Umweltbelastung derselben.

Haustiere sind nicht "heilig" sondern gehören zum Leben und der Gesellschaft dazu. Die CO2-Abgabe ist fast ausschließlich auf fossile CO2-Einträge in die Atmosphäre. Du zahlst für Brennholz oder Lebensmittel auch keine CO2-Abgabe. Und - damit schließt sich der Kreis: fossiles Brennstoffe lassen sich Großteils ersetzen - so man das auch will. Dasselbe Beispiel könnte ich mit Einfamilienhäusern aufstellen - diese verbietet trotz vergleichsweise geringer Effizienz auch niemand.

Zitat von: BAT in Heute um 10:58Das Hauptziel des Dosenpfands war eine Erhöhung der Mehrwegquote und wurde nicht erreicht; im Gegenteil, sie ist stark gestiegen. Wir kriegen übrigens heute noch pfandfreie Dosen aus Holland.

Kommt auf die zeitliche Betrachtung an: In den ersten Jahren nach Einführung des Dosenpfandes waren Dosen aus dem Handel (über Jahre!) faktisch verschwunden. Danach gab es ein Revival - was vielleicht Alternativen nötig macht.
Schaut man aber  mal in das Detail muss man fragen, wieso wollte man den Mehrweganteil erhöhen? Eine Glasflasche hat denselben CO2-Fußabdruck wie eine Aludose (pro Liter)  und deutlich mehr PET-Flaschen. Grade Dosen sind im Recycling sehr effektiv - daher ist der Umstand, dass die Rohstoffe durch eine (mMn zu niedriges Pfand) in den Umlauf zurückkommen, sehr positiv zu betrachen. (vom primären Umweltaspekt "Müll" mal ganz zu schweigen)

Zitat von: BAT in Heute um 10:58Aber worum geht es? Steuerungswirkung durch Steuern. Kann man machen, dann aber z. B. eine neue Zucker- und Plastesteuer durch Absenkung an anderer Stelle ausgleichen.

Nein, dann würde das nicht funktionieren. Du sollst ja nicht so weiterkonsumieren wie bisher sondern dein Verhalten umstellen. Besteuert man dich mit 10 Euro und gibt dir 10 Euro in die Hand - wieso solltest du etwas ändern? Es soll genug wehtun, damit (hauptsächlich) die Industrie reagiert.  Ein Sonderfäll wäre tatsächlich die CO2-Prämie gewesen, hier gäbe es eine Umverteilung. Hat die Regierung leider verkackt. 

BAT

Warnstreik. Ich möchte nicht unhöflich sein, aber ist ist wirr.

DU hast CO2 in Verbindung mit Haustieren eingebracht, nicht ich.

Selbstredend wären höhere Hundesteuern einschlägiger.

Wenn Du Wahtaboutism in die Diskussion einführst, bringe es nicht anschließend selbst. Das Ergebnis irgendeines Dosenpfandes mag irgendwo etwas positives bewirkt habe, das Ziel wurde nicht erreicht. Es ist sehr stark auf Plastikflaschen umgeschwenkt, die gab es früher quasi gar nicht.

Warnstreik

Zitat von: BAT in Heute um 12:15Warnstreik. Ich möchte nicht unhöflich sein, aber ist ist wirr.

Ist ist wirr? Klar doch :-)     Es geht um Steuern zum Steuern wie die Pastik- und Zuckersteuer und die CO2-Abgabe.

Zitat von: BAT in Heute um 12:15DU hast CO2 in Verbindung mit Haustieren eingebracht, nicht ich.

Und du hast Haustiere hier als Totschlagargument gebracht, nicht ich. Gut, du sprachst von "Umweltpolitik" nicht konkret von CO2 - was aber eben das große Thema in der Umweltpolitik ist. Oder wovon sprachst du zum Thema "Umwelt" und Flüge und Haustiere? Hundehaufen und Katzenhaare?

Zitat von: BAT in Heute um 12:15Wenn Du Wahtaboutism in die Diskussion einführst, bringe es nicht anschließend selbst. Das Ergebnis irgendeines Dosenpfandes mag irgendwo etwas positives bewirkt habe, das Ziel wurde nicht erreicht. Es ist sehr stark auf Plastikflaschen umgeschwenkt, die gab es früher quasi gar nicht.

Ich zitiere mal direkt aus dem Gesetz:

§ 1 Abfallwirtschaftliche Ziele
(1) Dieses Gesetz legt Anforderungen an die Produktverantwortung nach § 23 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes für Verpackungen fest. Es bezweckt, die Auswirkungen von Verpackungsabfällen auf die Umwelt zu vermeiden oder zu verringern. Um dieses Ziel zu erreichen, soll das Gesetz das Verhalten der Verpflichteten so regeln, dass Verpackungsabfälle vorrangig vermieden und darüber hinaus einer Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zugeführt werden. Dabei sollen die Marktteilnehmer vor unlauterem Wettbewerb geschützt werden.

Der Hauptzweck ist doch ziemlich eindeutig erreicht, oder? Der Weg dahin ist zwar (mittlerweile) eher die Kreislaufwirtschaft als die Stärkung der Mehrwegsysteme, aber dafür funktioniert dieses wirklich gut.

BAT

Wir kamen über die Steuern zur Wirkung von Belastungen. Ich kritisiere, dass Du offenbar hier keine Deckelung nach oben siehst, sondern für "die gute Sache" die Belastungen auch ins Unendliche steigen können.
Es ist an Dir hier eine besondere Situation für Deutschland zu belegen, da die Steuer- und Abgabenlast in D mit am höchsten ist. Eigentlich sind sich da alle einig und die Aufforderung an Dich besteht weiterhin, dies evtl. zu widerlegen.

Sollten Du offenbar weitere Belastungen befürworten, so wäre es völlig inkonsequent eine der stärkeren Belastungen, wie Haustiere, hier auszunehmen.

P.S.: Verpackungsabfälle, also Einweg, sind alle jenen, die nicht aus Glas sind. Die Masse an Plastikflaschen hat nach Einführung des Dosenpfands massiv zugenommen.

Warnstreik

Zitat von: BAT in Heute um 15:02Wir kamen über die Steuern zur Wirkung von Belastungen. Ich kritisiere, dass Du offenbar hier keine Deckelung nach oben siehst, sondern für "die gute Sache" die Belastungen auch ins Unendliche steigen können.
Es ist an Dir hier eine besondere Situation für Deutschland zu belegen, da die Steuer- und Abgabenlast in D mit am höchsten ist. Eigentlich sind sich da alle einig und die Aufforderung an Dich besteht weiterhin, dies evtl. zu widerlegen.

Blödsinn. Erstmal ist es nicht an mir irgendwelche Prozentzahlen als Deckel zu erklären oder dir hier irgendwas zu belegen. Ich habe auch nirgendwo geschrieben, dass ich die zunehmende Belastung nicht kritisch sehe. Im Gegenteil.
Ich wünsche mir, dass Dinge effizient, einfach und gerecht gelingen. Vor allem in den Sozialversicherungen gibt es hier jeweils Potential - die aber wohl nicht jedem schmecken würden. Auch der Progressionsverlauf in der Einkommenssteuer ist einfach Quark - die neueste "Reform" hat diesen Namen eher nicht verdient. Aber deshalb ins allgemeine Gemecker einzustimmen oder sich nen "letztes Hemd" an den Laternenmast zu hängen, halte ich für albern.
 
Zitat von: BAT in Heute um 15:02Sollten Du offenbar weitere Belastungen befürworten, so wäre es völlig inkonsequent eine der stärkeren Belastungen, wie Haustiere, hier auszunehmen.

Ich will weder weitere Belastungen noch will ich irgendwas ausnehmen? Wo nimmst du diesen Quatsch her? Meinetwegen können wir alle Haustiere an die Tafel liefern oder eine Kanarienvogelsteuer einführen - es ist mir absolut egal. Das war dein Thema, nicht meins.

Zitat von: BAT in Heute um 15:02P.S.: Verpackungsabfälle, also Einweg, sind alle jenen, die nicht aus Glas sind. Die Masse an Plastikflaschen hat nach Einführung des Dosenpfands massiv zugenommen.

Komisch - dabei wurde das Pfand auf Plastik-Einwegflaschen doch zeitgleich eingeführt? ;-)
 

BAT

Äh ja, gleichzeitig eingeführt. Dann starke Zunahme von Einweg. Da ist mir dein Erfolgsgejubel immer noch suspekt. Aber läuft ja super, jetzt ist ein großer Teil Einweg mit Pfand. Läuft. Und beim Plastik läuft das besser? Naja.

Ich kann deine Einstellung verstehen.

Aber ernsthaft. Eine wirkliche Neutarierung von Steuern und Abgaben bekommt dieser Staat nicht (mehr) hin. Daher mein Widerwille gegen alle neuen Belastungen. Können wir gerne machen: Zuckersteuer und Platsikabgabe. Dann aber aber im Gegenzug mit Angleichungen in anderen Bereichen. Im gleichen Zuge festgeschrieben.

Der Soli z. B. ist mit einem Fuß in der Verfassungswidrigkeit. Ich glaube nicht das der Gesetzgeber hier schneller sein wird als Karlsruhe. Das ist keine Politik, das ist Einnorderung durch Gerichtsbarkeit.