Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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MoinMoin

Zitat von: Petar T. in 17.08.2026 15:53Genau wegen Menschen wie dir kommen wir in der Verwaltung nicht weiter. Die Zeit wird damit verschwendet, darzulegen, weshalb etwas nicht funktioniert, statt Wege zu finden, etwas umzusetzen.
Davon abgesehen, dass es - wie gesagt - nur ein kleinerer Teil in der Verwaltung gibt, der Fallzahlen basiert gesteuert werden kann, wird es auch schon in Teilen der Landesverwaltungen praktiziert. Also dass vorgegebene Fallzahlen zu erreichen sind. Interessant ist natürlich der Punkt, dass man durch schnelleres abarbeiten mehr Freizeit bekommt.

Verwaltungsgustl

Ist ein schnelleres Dienstende durch schnelle Tonnenleerung bei der Müllabfuhr der Standard?

BAT

Ist doch nur ein Wunsch von Petar, kann ja die Praxis mal ausprobieren, wie es geht.

Besser ist es aber viele Aufgaben/ Leistungen abzuschaffen, als überflüssigen und teuren Kram schnell oder durch KI zu erledigen.

SchrödingersKatze

MMn sollte man schauen, dass man Forderungen stellt, die tatsächliche Probleme adressieren und einem Großteil der Betroffenen zugute kommt, da erfahrungsgemäß jedes entgegenkommen hart verhandelt werden muss und man sich deshalb nicht im klein/klein verlieren sollte.
Vergangene tarifrunden haben gezeigt, dass das meiste abseits der harten Bedingungen so schwurbelig verfasst war, dass es schade war, hierfür ab und zu zu geben (looking at you, jobrad, 42-stunden-woche, Lob...). Dann doch lieber auf die harten Fakten konzentrieren (tabellenentgelterhöhung, jsz, Reduktion wochenarbeitszeit etc).

Ramirez

Zitat von: Petar T. in 17.08.2026 14:55Meine Forderung für eine der nächsten Tarifrunden: das Ergebnis-Dienst-Modell.

Es belohnt Leistungsträger und beendet die versteckte Untätigkeit in Behörden.

Die fixe 39-Stunden-Woche wird aufgehoben. Stattdessen werden Aufgabenbereiche in der Sachbearbeitung in wöchentliche Arbeitspakete aufgeteilt. Wenn das Soll fehlerfrei (oder mit akzeptabler Fehlerquote) erfüllt ist, gilt die Arbeitszeit als erbracht, ...


Das würde leider die Leistung reduzieren. Kranke und langsame Mitarbeiter schaffen deshalb nicht mehr, man verzichtet aber auf eine Teilleistung der Träger, die früher gehen.

Petar T.

Also müssen Leistungsträger die Minderleistungen anderer Kollegen bei gleicher Bezahlung kompensieren?

troubleshooting

Zitat von: Petar T. in 18.08.2026 06:47Also müssen Leistungsträger die Minderleistungen anderer Kollegen bei gleicher Bezahlung kompensieren?

Um die Antwort der Vorgesetzten eines früheren Kollegen auf eben diese Frage (etwas anders formuliert) zu zitieren:
"Die Arbeit geht dahin, wo sie gemacht wird!"

ElBarto

Zitat von: MoinMoin in 17.08.2026 13:07Anfang 2025 war die Butter 65% teurer als 2020 jetzt nur noch 7% (was weit unter 2% ist) - also eine kleine Erleichterung für die Butterfraktion. 8)

Und wenn von deinem Lohnplus nur 50% für die folgen der Inflation draufgeht, dann ist doch alle palletti.

Allerdings verstehe ich immer noch nicht was du mit neuen Kosten meinst.
Matcha zusätzlich zum Espresso?
Oder meinst du gestiegene Kosten (wie z.B. höherer KV Beitrag o.ä.)


Nix Matcha  :P

Aber tatsächlich Dinge wie höhere KV/PV, sämtliche anderen Versicherungen die angepasst werden, mehr Essensgeld im Kindergarten usw. usf. Ist natürlich arg im Bereich der persönlichen Inflation, allerdings kommt man um die Dinge nicht herum wenn man sich an das hält was empfohlen wird.
Natürlich  braucht man keine BU bis man sie braucht und das Kind könnte natürlich nur etwas von zuhause mitnehmen und jeden Mittag wenn die anderen essen mit dem traurig sein. Trotz neuerem Auto braucht man keine Vollkasko und die eigentlich langt nur Haftpflicht.
Dann wird noch irgendwo das Hausgeld erhöht für die Rücklagen. Sind zwar keine "Ausgaben" da das Geld noch da ist, aber in meiner Tasche ist es nicht mehr.

BAT

Es gibt doch neue Kosten: Plastik- und Zuckersteuer.

Und andere werden erhöht.

MoinMoin

Zitat von: ElBarto in 18.08.2026 09:17Aber tatsächlich Dinge wie höhere KV/PV, sämtliche anderen Versicherungen die angepasst werden, mehr Essensgeld im Kindergarten usw. usf.
Ok, also keine neuen Kosten, sondern nur Kosten die mit der Inflation berücksichtig sind.

Bubi11

Zitat von: Petar T. in 17.08.2026 14:55Meine Forderung für eine der nächsten Tarifrunden: das Ergebnis-Dienst-Modell.

Es belohnt Leistungsträger und beendet die versteckte Untätigkeit in Behörden.

Die fixe 39-Stunden-Woche wird aufgehoben. Stattdessen werden Aufgabenbereiche in der Sachbearbeitung in wöchentliche Arbeitspakete aufgeteilt. Wenn das Soll fehlerfrei (oder mit akzeptabler Fehlerquote) erfüllt ist, gilt die Arbeitszeit als erbracht, auch wenn dafür nur 30 Stunden benötigt wurden. Das Gehalt bleibt unverändert bei 100%.  Die Messung der Arbeitszeit erfolgt nicht mehr über die Stechuhr, sondern über über Zielvereinbarungen und digitale Fallzahlen-Dashboards.

Die Sachbearbeiter werden so motiviert, die eigenen Arbeitsabläufe zu beschleunigen. Davon profitieren sowohl die Mitarbeiter als auch die Empfänger der jeweiligen Leistung.


Bei uns gibt es einige Stellen die wären dann am Montag schon fertig. Die verteilen ihre Arbeit halt auf die ganze Woche sonst hätten sie nix zu tun.

daseinsvorsorge

Zitat von: Bubi11 in 18.08.2026 14:55Bei uns gibt es einige Stellen die wären dann am Montag schon fertig. Die verteilen ihre Arbeit halt auf die ganze Woche sonst hätten sie nix zu tun.
Wie so häufig- unfähige Vorgesetzte, die den schlechten Ruf des öd in der Gesellschaft weiter befeuern.

Peter Kasimir Brutto

Wir ham das immer schon so gemacht und das ist gut so.
Wer das Rad neu erfinden will soll bitte in die freie Wirtschaft und sich im Hamsterrad verewigen.
Leute wie Patar bringen nur Unruhe ins Amt. Bei uns würden wir den mit Laufmappen eindecken bis er zur Besinnung kommt.

MoinMoin

Leute wie Patar, die mit undurchdachten Ideen und Haltungen aus dem letztem Jahrtausend daher kommen bringen in der Tat nichts voran.

Bubi11

Zitat von: daseinsvorsorge in 18.08.2026 16:08Wie so häufig- unfähige Vorgesetzte, die den schlechten Ruf des öd in der Gesellschaft weiter befeuern.

Naja ob das an den Vorgesetzten liegt wage ich zu bezweifeln. Es liegt in der Regel am System und das kann man gut oder schlecht finden.
Wenn ich in einer Abteilung zum Beispiel einen Personalschlüssel von 7 Vollkräften habe zum Beispiel 1 Abteilungsleiter, 3 Fachkräfte, 1 Sachbearbeiter, 2 Hilfssachbearbeiter
Durch die Digitalisierung sind halt extrem viele Arbeiten der Hilfssacharbeiter und auch Sacharbeiter weggefallen aber der Schlüssel ist gleich geblieben.
Was soll ich jetzt als Vorgesetzter machen? Einfach sagen das die 4 Teilzeit Hilfssachbearbeiter eigentlich keine Arbeit mehr haben und ausgestellt werden sollen oder versetzt werden sollen? Abgesehen davon das ich dann 2 Vollkräfte weniger habe und trotzdem keine Fachkraft bekomme hat da keiner was gewonnen. So einfach geht das auch nicht wenn die das nicht wollen und ich als Vorgesetzter will es ehrlich gesagt auch nicht.
Das die nicht so ausgelastet sind wie die Fachkräfte liegt also nicht an mir sondern an den Umständen.
Diese sind in EG 5 eingruppiert und sie sind auch nicht für höherwertige Arbeiten ausgebildet.