Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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Petar T.

Und ich dachte, der Sinn des Threads würde auch darin bestehen, über innovative Ansätze zu diskutieren.

Anscheinend verbringt man aber lieber seit Jahren die Zeit damit, beliebig Zahlen in den Raum zu werfen und sich anschließend nach dem jeweiligen Tarfiabschluss über das lächerliche Ergebnis und die Gewerkschaften auszulassen.

Bubi11

Zitat von: Petar T. in Heute um 07:53Und ich dachte, der Sinn des Threads würde auch darin bestehen, über innovative Ansätze zu diskutieren.

Anscheinend verbringt man aber lieber seit Jahren die Zeit damit, beliebig Zahlen in den Raum zu werfen und sich anschließend nach dem jeweiligen Tarfiabschluss über das lächerliche Ergebnis und die Gewerkschaften auszulassen.

Das musst du mit der Bundesregierung oder Landesregierung diskutieren.
Einfache Angestellte haben dazu nicht die Möglichkeit oder schießen sich durch Innovation ins eigene Bein.
Macht doch keiner. Lieber habe ich jemanden der Laufmappen verteilt als ob ich einen Mitarbeiter weniger habe.

MoinMoin

Zitat von: Petar T. in Heute um 07:53Und ich dachte, der Sinn des Threads würde auch darin bestehen, über innovative Ansätze zu diskutieren.

Anscheinend verbringt man aber lieber seit Jahren die Zeit damit, beliebig Zahlen in den Raum zu werfen und sich anschließend nach dem jeweiligen Tarfiabschluss über das lächerliche Ergebnis und die Gewerkschaften auszulassen.
Ich wüsste nicht wieso ich hier unsere Ansätze diskutieren könnte, denn die Probleme liegen nicht am Tarifsystem, sondern daran, dass der Schrödersche Satz "Fordern und Fördern" im öD nicht umgesetzt wird.
Wenn man durch Minderleistung das selbe Gehalt bekommt wie durch Mehrleistung, dann gibt es auf lange Sicht keine Motivation.
Wenn die AGs die tariflichen Möglichkeiten wie 16.5 nicht nutzen, weil sie Angst haben, dass dann ja jeder kommen würde, dann zeigt es genau die Unfähigkeit der Leitungsebene fair und offen die Leute, die was leisten (und nicht nur nach Nase) zu belohnen (immer kann er individuell 15% mehr Lohn den Leistungsträgern gewähren) und denn anderen Mitteilen, wenn du auch besser wirst kriegst auch mehr Geld.

Aber dann müsste man ja konfliktfähig im inneren sein (warum er und nicht ich!!!) und gegen den sozialisten gedöns alle kriegen das gleiche (ungerecht, hat doch gleiche Stunden rumgesessen)

Also die Instrumente sind theoretisch da, es muss nur in der Leitung ein entsprechendes Mindsetting aufgebaut werden.

Daher meine Forderung den 16.5 zumindest dahingehend zu ändern, dass die 20% auch ab Stufe 5 gewährt werden kann und die formalen Gründe entfallen (ich glaub im TV-V ist das so)

ElBarto

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 09:33Ok, also keine neuen Kosten, sondern nur Kosten die mit der Inflation berücksichtig sind.

Ich bezweifle, dass die Erhöhung des Essensbeitrags für die Kita bereits im Vorhinein korrekt berücksichtigt wird.
Und wenn doch, wieso wird dann nicht direkt höher verhandelt.

Und am Kernproblem ändert das auch nichts.

Die Tariferhöhungen bringen selten einen wirklich fühlbaren Mehrwert der auch über die  Tariflaufzeit hält.
Und eine bloße Anpassung an die Inflation ist keine Erhöhung.
Eine Anpassung um die Inflation inklusive deckt den Gewerkschaftsbeitrag nicht ab.
Das heißt Verdi müsste immer pauschal 4,5 Prozent rausholen um 1 Prozent Steigerung zu erreichen, aber nur, wenn die Inflation auch tatsächlich nur 2,5 Prozent beträgt.

BAT

Es gibt 16.5 im Regime des TVÖD VKA?

Bubi11

Was ist der 16.5? hab ich tatsächlich noch nie gehört.

Petar T.

§ 16 gibt es in zwei Varianten: § 16 (Bund) und § 16 (VKA).

Absätze 5 und 6 gibt es nur in der Variante für den Bund.

Absatz 5 regelt dort die Entgeltgruppe 1.

Absatz 6 beinhaltet Regelungen zur Stufenzuordnung bzw. Zulagen mit Blick auf die Deckung des Personalbedarfes und zur Bindung von qualifizierten Fachkräften.
Eine interessante Regelung, die ich mir auch für die Kommunen vorstellen könnte.

Ich stimme zu, dass es vielerorts am Mut oder der Bereitschaft scheitern würde, solche Instrumente tatsächlich auch einzusetzen.

Brutto Peter

Der ÖD ist nicht dafür da, Entwicklungen voranzutreiben, sondern bestehende Prozesse und Strukturen zuverlässig zu verwalten. Dieses grundlegende Verständnis sollte den Verantwortlichen klar sein. So war es bisher, und daran hat sich nichts geändert und das ist gut so.
Wer damit nicht klarkommt und ständig Veränderungen fordert, kann sich ja in die freie Wirtschaft verziehen.

UNameIT

Zitat von: Petar T. in Heute um 07:53Und ich dachte, der Sinn des Threads würde auch darin bestehen, über innovative Ansätze zu diskutieren.

Anscheinend verbringt man aber lieber seit Jahren die Zeit damit, beliebig Zahlen in den Raum zu werfen und sich anschließend nach dem jeweiligen Tarfiabschluss über das lächerliche Ergebnis und die Gewerkschaften auszulassen.

Das Problem mit deiner innovativen Idee ist, dass sie sich in vielen Teilen des ÖD nicht umsetzen lässt. Angefangen von der Müllabfuhr, über die Bürgerbüros bis hin zu der IT und dem Bauamt. Was für Leistungskennzahlen möchtest du da definieren?

Petar T.

#219
Ich habe doch bereits eingeräumt, dass sich der Vorschlag nicht für alle Bereiche einfach und für manche überhaupt nicht umsetzen lässt.

Bei der Müllabfuhr könnte man bspw. sagen, dass das Soll erfüllt ist, wenn die Tour abgefahren wurde.
Es wäre überflüssig, die Kollegen noch 37 Minuten die Zeit absitzen zu lassen oder mit einer sinnlosen Tätigkeit zu beschäftigen, nur weil die Sollarbeitszeit nicht erfüllt ist.

In Bürgerbüros oder Zulassungsstellen ist es vielerorts so, dass außerhalb der Öffnungszeiten Dinge "abgearbeitet" werden, die "liegengeblieben" sind, "vorbereitet" wird oder was auch immer - jedenfalls mehr oder weniger Zeit abgesessen. Unnötig, finde ich. Wer fertig ist, geht nach Hause.

Wenn man wieder eine Stufe herauszoomt, dann steht da der Gedanke, dass sich Leistung mehr lohnen muss. Leistungsunterschiede müssen sich auswirken. Es gibt bereits einige Instrumente, die aber nicht weit genug gehen.

Brutto Peter

Zitat von: Petar T. in Heute um 11:11Ich habe doch bereits eingeräumt, dass sich der Vorschlag nicht für alle Bereiche einfach und für manche überhaupt nicht umsetzen lässt.

Bei der Müllabfuhr könnte man bspw. sagen, dass das Soll erfüllt ist, wenn die Tour abgefahren wurde.
Es wäre überflüssig, die Kollegen noch 37 Minuten die Zeit absitzen zu lassen oder mit einer sinnlosen Tätigkeit zu beschäftigen, nur weil die Sollarbeitszeit nicht erfüllt ist.


Wer bezahlt die 37 Minuten? Wenn die Kollegen pro Woche 37 Minuten weniger auf dem Zeitkonto haben, müssen sie dies nachholen. Da wird keiner mitmachen. Am Ende werden sich die Arbeiter Zeit lassen, damit sie auf ihre Stunden kommen.
 Es gibt eine Wunschvorstellung und die Realität. Die Welt funktioniert nicht wie ein optimierbares Unternehmen.

MoinMoin

Zitat von: BAT in Heute um 08:47Es gibt 16.5 im Regime des TVÖD VKA?
Wollte Einführung 16.5 ala tv-l (oder 16.6 ala Bund) und Anpassung schreiben, gut aufgepasst.

MoinMoin

Zitat von: ElBarto in Heute um 08:46Die Tariferhöhungen bringen selten einen wirklich fühlbaren Mehrwert der auch über die  Tariflaufzeit hält.
Und eine bloße Anpassung an die Inflation ist keine Erhöhung.
Eine Anpassung um die Inflation inklusive deckt den Gewerkschaftsbeitrag nicht ab.
Doch fast.
Frage:
Eine Erhöhung um 5 Prozent bringt dir wieviel Prozent mehr Geld aufs Bankkonto?

Hugo Stieglitz

Zitat von: Petar T. in Heute um 07:53Und ich dachte, der Sinn des Threads würde auch darin bestehen, über innovative Ansätze zu diskutieren.

Anscheinend verbringt man aber lieber seit Jahren die Zeit damit, beliebig Zahlen in den Raum zu werfen und sich anschließend nach dem jeweiligen Tarfiabschluss über das lächerliche Ergebnis und die Gewerkschaften auszulassen.
Eine Diskussion erfordert unterschiedliche Positionen zu einem Thema, sonst ist es nur eine selbstreferenzielle Bestätigung der eigenen Position.
Ich finde Deinen Ansatz nicht innovativ oder attraktiv. Er birgt das grundsätzliche spieltheoretische Problem, dass obwohl diese Forderung eher arbeitgeberfreundlich ist, die KAV sich die Umsetzung mit dem Verzicht auf eine prozentuale Erhöhung bezahlen ließe. Bedeutet, für alle deren Arbeitszeit und Ergebnisse in Ordnung sind, würde sich überhaupt nichts verbessern. Vielleicht sogar eher verschlechtern, weil digitale Dashboards psychischen Druck auf Arbeitnehmer ausüben können, Kennzahlen zu erreichen. Stichwort Selbstausbeutung. Dein Vorschlag erweitert den Instrumentenkasten der Führungskräfte low performer von high performern zu unterscheiden und die einen zu belohnen und die anderen zu bestrafen. Es gibt aber bereits einen Instrumentenkasten, der in den Fällen, in denen es nicht klappt, meistens nicht genutzt wird. Weitere Instrumente zu ergänzen, die nicht genutzt werden, zulasten prozentualer Erhöhungen, ist ein schlechter Deal.