Irgendein Laberthread über AfD und Co.

Begonnen von SonicBoom, 05.05.2026 12:06

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Fettschwanzmaki

Zitat von: NelsonMuntz in Gestern um 21:24Du meinst, wir sollten die Pommesbude öffnen, ein paar kalte Fritten auf das Pflaster werfen, und die herbeieilende Taubenschar ein wenig zanken? Ja, das könnte ein fröhlicher Zeitvertreib werden ;D

Letztlich habe ich aber tatsächlich Mitleid mit den in der Oblast Saksonsko‑Anhaltskaja verbliebenen Demokraten und hoffe, Niedersachsen hat (als Bundesland mit der einzig verbliebenen Grenze zur Feiheit) noch ausreichend Kapazitäten für Asylsuchende von dort.

"Oblast Saksonsko‑Anhaltskaja"  ;D

Ich halte nichts von der Einwanderung in unsere Sozialsysteme - das gilt natürlich auch für Bundesbürger. Außerdem unterliegt man hinsichtlich einer politischen Verfolgung ja der Darlegungslast. Genug Nonsens, eine ernste Partie Taubenschach wartet... (ich musste diesen Begriff tatsächlich erst recherchieren, im Normalfall versuche ich zumindest sittenkonform das WC aufzusuchen und mit äußerster Gewissenhaftigkeit keine Spielfiguren umzustossen...) i know, old school...


Organisator

Zitat von: Ozymandias in Heute um 15:21Das ist eine absolute Milchmädchenrechung, da man somit nur die Vorteile von Solar einbezieht, aber die Nachteile außer Acht lässt. Nämlich vor allem massive Überkapazitäten bei Netzen und kostenintensive Speicherung, wenn die Sonne nicht scheint. Sieht billig aus, wenn man diese zwei sehr sehr teuren Faktoren nicht einbezieht, nur zeigt die Praxis etwas anderes.

Nicht wirklich. Das Speichern von Strom kostet auch nur einstellige Centbeträge pro kWh und ist dann weiterhin deutlich günstiger als Atomstrom. Die dezentrale Erzeugung benötigt noch nicht einmal neue Stromleitungen, diese sind eher für Windkraft erforderlich.

Das sieht übrigens nicht die "linksgrüne Politik" so, sondern hauptsächlich die Betreiber solcher Kraftwerke, wie z.B. enbw.

Petar T.

Zitat von: NelsonMuntz in Heute um 13:25Petar, ich helfe Dir noch einmal kurz beim Verstehen der von mir formulierten Frage:

Von welcher die Verfassung schützenden Behörde wird die Linke rezent als "gesichert linksradikal" klassifiziert?

Ich sprach von gesichert linksextrem. Diese Klassifizierung beruht auf meiner persönlichen Einschätzung. Auf das Urteil weisungsgebundener Verfassungsschutzbehörden, die im Auftrag der jeweils regierenden Parteien Berichte über deren politischen Hauptgegner anfertigen, gebe ich nicht viel.

Man schaue sich Sachsen-Anhalt an. Dort ist die AfD als "gesichert rechtsextremistische Bestrebung" eingestuft. Begründet wird dies unter anderem damit, dass die Partei den Ethnopluralismus vertritt. Eine Vorstellung, bei der  jedes Volk in einem eigenen, ethnisch weitestgehend homogenen Staat gleichberechtigt mit andern Staaten und Völkern zusammenlebt. Dass dieser Standpunkt für sich genommen relativ wenig als Begründung taugt, sieht auch der Verfassungsschutz und legt sogleich noch Spekulationen und Mutmaßungen nach. Denn nach Einschätzung der Behörden läuft das bei der AfD langfristig darauf hinaus, dass Flüchtlinge, Migranten und generell Minderheiten ausgegrenzt und ausgewiesen werden sollen. Belegen kann man das, in der Natur der Sache liegend nicht, aber bestimmt ist man sich ganz sicher. Wir müssen das halt einfach mal glauben. Übersetzt: verfassungsfeindlich ist, wer gegen Multi-Kulti ist. Weitere "Belege" sind Kritik an Regenbogenfahnen oder der Vergleich der BRD mit Diktaturen. Überwiegend wird sich dabei auf Einzeläußerungen bezogen. Kritik am Staat oder gesellschaftlichen Entwicklungen ist also schlecht.
Laut Verfassungsschutz zielt das in der Gesamtheit darauf ab, die freiheitliche demokratische Grundordnung in ihrer jetzigen Form abzuschaffen oder massiv zu beschädigen. Wen das überzeugt - bitte.

Gleichzeitig haben wir mit der Linken eine Partei, die ein großes Antisemitismusproblem hat und unsere Gesellschaftsordnung ablehnt. Ziel ist irgendeine Form des Sozialismus, die man nur nicht genau definieren kann. Im parteilichen Umfeld bewegen sich mit Antifa-Aktivisten Menschen, die Gewalt als legitimes Mittel ansehen und regelmäßig Beispiele dafür liefern.
Es ist schwer vermittelbar, wie man hierin keine Gefahr für die fdGO sehen kann.


Faunus

#543
Um was geht es eigentlich?
Die AFD kann in Saxonia-Anhalten AKWs nicht bauen lassen/betreiben - ob mit ohne ohne absolute Mehrheit. Die Diskussion hier ist für's Klo - m.M. nach Gott sein Dank. Apropos: wo ist jetzt das Endlager für den bisher angefallenen hochradioaktiven Müll der letzten 60 Jahre angedacht?

Was die AFD aber könnte, wäre in der Bildungspolitik Änderungen herbeiführen. Ist ja wohl auch seit der letzten und aktuellen PISA-Studie ganz dringend nötig. Da sind die politischen Vorstellungen der AFD reine Migrantenklassen und reine teutonische Klassen mit Abschaffung der Schulpflicht besonders hilfreich und werden uns weit vor 2015  zurückführen  - und nach der 1. PISA-Studie, bei der D vor über 25 Jahren ebenso durchgefallen ist. Da waren die Wähler ca. 15 Jahre alt + 25 Jahre = ca. 40 Jahre heute. Ein Schelm, der Böses denkt 8)





Fettschwanzmaki

#544
Zitat von: Petar T. in Heute um 08:28Gleichzeitig zeigt sich, dass das linke Spektrum zunehmend nur noch in der eigenen Bubble diskursfähig ist. Wer überhaupt teilnehmen will, muss erst ein ideologisches Vokabular aus Identitätsbegriffen erlernen (Flinta, CIS, LGBTQ , BIPoC usw.) und sich einer künstlich erzeugten Gendersprache anpassen. Inhaltliche Argumente bleiben dabei meistens auf der Strecke.

Das scheint Dich wirklich in deinen moralischen Grundfesten zu erschüttern.

Als überzeugter CIS-Anhänger und alter weißer Mann nehme ich diese teils überempfindliche Nabelschau z. K., weil ich weiß, dass nach wie vor Diskriminierung stattfindet. Aber man kann es auch übertreiben (cancel culture, das "Umschreiben" von Märchen usw.usf.) - als ob das das grundlegende Problem lösen würde. Ich betrachte das als Diskursverengung, für die nächsten 30 Jahre benutzen wir einfach das generische Femininum, danach wechseln wir wieder, evtl. kreieren wir noch eine Zwischenlösung, das generische Zwitterninum - dann aber bitte ohne "* : Innen" usw.

Die "migrantische Lesung" sowie die Nennung der gewünschten Personalpronomen unter dem Namen könnte man sich auch sparen, vllt. sollte ich mir diesen Post auch sparen... zu spät!

Ich mache es mir einfach leicht: die Schnalle sieht nicht nur gut aus, sondern scheint sogar etwas im Kopf zu haben. Ich wünschte, meine Partnerin... ääh...

https://www.youtube.com/watch?v=aZaBzeVbLnQ

ZitatDiese Ablenkungsmanöver können jedoch immer seltener darüber hinwegtäuschen, dass man inhaltlich völlig blank dasteht.
Ob Migration und Kriminalität, die Explosion der Sozialausgaben, das marode Schulsystem oder unbezahlbare Energiepreise: Auf die drängenden Fragen unserer Zeit liefert Grün-Links keine Antworten. Über die eklatanten Leistungsunterschiede bei den PISA-Studien zwischen Schülern mit und ohne Migrationshintergrund schweigt man lieber.

Deine "Explosion" der Sozialausgaben lässt sich relativieren (bitte den ganzen Text gegenlesen), https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Finanzierung/Datensammlung/PDF-Dateien/abbII1a.pdf

Zum Anstieg der Kriminalität bitte die PKS und andere Publikation aufmerksam lesen ("TVBZ", gerade im Zeitverlauf 2000 bis 2025, und ja, die Gruppe junger Migranten ist stärker vertreten: https://de.statista.com/themen/13642/auslaenderkriminalitaet-in-deutschland/).

Die "unbezahlbaren" Energiepreise haben wir uns selbst eingebrockt und die humaniode Androidin (gegendert!) "brockt" fleißig weiter. Auch das hatten wir schon hier: 20 Jahre verdaddelt, Netzausbau wurde und wird nicht priorisiert, unzureichende Förderung von BatterieGROßspeichern, stattdessen "ich will Spaß, ich gib Gas...", https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/Kurzanalyse-Energieimporte-Kosten.pdf

ZitatAußer den altbekannten Rezepten von Enteignung, Umverteilung und dem naiven Glauben, mehr Sozialarbeit würde alle Probleme lösen, kommt da nichts. Ironischerweise sind es dann genau diese Menschen, die ihrem Gegenüber Begriffe wie "Taubenschach" um die Ohren hauen.
Gemeint ist der Vorwurf, der andere sei blind für sachliche Argumente und merke gar nicht, dass er die Diskussion längst verloren hat. Ein klassischer Fall von Projektion, um von der eigenen Diskursunfähigkeit abzulenken.

Hmmm, wer spielt denn hier jetzt Tschach?

"Steuerexperte Stefan Bach hat das AfD-Konzept für die ZEIT durchgerechnet. Ergebnis: Das Konzept ist ein Milliardengeschenk für die Reichsten, aber eine Farce für kleine und mittlere Einkommen. 116 Milliarden Euro würde das Konzept an Entlastung bringen. Während die ärmere Hälfte gerade einmal rund fünf Milliarden Euro an Einkommensteuer sparte, gingen 86 Milliarden an die reichsten zehn Prozent und davon 45 Milliarden allein an das reichste ein Prozent. Anders ausgedrückt: 75 Prozent der Entlastung geht nach oben, aber nur vier Prozent an die ärmere Hälfte.

Ein alleinstehender Geringverdiener mit einem Bruttoeinkommen von 28.000 Euro im Jahr würde 390 Euro sparen, ein Spitzenverdiener mit 231.743 Euro dagegen ganze 32.054 Euro entlastet. Je höher das Einkommen, desto größer die Entlastungen.

Tatsächlich würde die ärmere Hälfte sehr wahrscheinlich sogar schlechter dastehen, wenn man berücksichtigt, dass die Steuersenkung mit Kürzungen in Höhe von rund 100 Milliarden Euro gegenfinanziert werden soll. Wo genau, wie viel genau gekürzt würde, verrät die AfD nicht. Allerdings sollten Ausländer kein Bürgergeld mehr erhalten und Mittel für den Klimaschutz gestrichen werden, so der AfD-Abgeordnete König in der Bundestagsdebatte. ,,Diesen CO2-Schwindel hat Präsident Trump gerade beendet. Das können wir auch"
, fügte König noch hinzu.", https://www.geldfuerdiewelt.de/p/25-prozent-fur-alle-afd-plant-radikale

ZitatZur Kernkraft: (...) In einer ehrlichen Debatte müsste man aber ebenso kritisch über erneuerbare Energien sprechen. In den 2030er Jahren erreichen die ersten PV-Module ihr Lebensende. Eine gigantische Menge an Altmodulen muss entsorgt werden. Das Recycling ist zwar technisch möglich, die weltweite Infrastruktur ist aber noch gar nicht ausgebaut.

Jetzt muss ich glatt lachen, denn ein weltweites Endlager für den radioaktiven Müll ist ja noch gar nicht ausgebaut.

Im Gegensatz zu den Castorenmurks kann man die PV-Module wohl immerhin zu einem großen Anteil recyclen, zudem dürften diese auch im Fall einer Lagerung nicht ansatzweise die Kosten (und Sicherheitsrisiken) wie bei den radiokativen Abfällen verursachen.

https://www.kernenergie.ch/de/zahlen-und-fakten-_content---1--1079.html

"Wes Brot ich ess, des Lied ich sing...", sind ja nur ein paar Rappen...  ;D

https://de.statista.com/infografik/26886/stromgestehungskosten-fuer-erneuerbare-energien-und-konventionelle-kraftwerke-in-deutschland/

Und damit WEIT entfernt von den zwei €, trotzdem um ein Vielfaches teurer...

Mal sehen, wann ich zu den "Gefühlen und Befindlichkeiten" komme, die einer nüchternen Betrachtung anscheinend im Wege stehe.


Fettschwanzmaki

Zitat von: Faunus in Heute um 16:57Um was geht es eigentlich? (...)

Was die AFD aber könnte, wäre in der Bildungspolitik Änderungen herbeiführen. Ist ja wohl auch seit der letzten und aktuellen PISA-Studie ganz dringend nötig. Da sind die politischen Vorstellungen der AFD reine Migrantenklassen und reine teutonische Klassen mit Abschaffung der Schulpflicht besonders hilfreich und werden uns weit vor 2015  zurückführen  - und nach der 1. PISA-Studie, bei der D vor über 25 Jahren ebenso durchgefallen ist. Da waren die Wähler ca. 15 Jahre alt + 25 Jahre = ca. 40 Jahre heute. Ein Schelm, der Böses denkt 8)

Den letzten Aspekt hatte ich so noch nicht vor Augen, aber die Kausalität ist bestechend!  ;D

Seit den 1970er Jahren doktern wir am Bildungssystem herum (Herkunft/Elterhaus = Bildungserfolg). Auch hier gibt es im europäischen Umland wesentlich wirksamere Konzepte. Pisa 2026 überrascht mich kein bißchen, mein Sohn wurde 2016 eingeschult, 2015, 2020 und auch 2022 waren da Meilensteine, die noch heute im Weg liegen.

Ein großes Problem, und da macht die AfD tatsächlich einen Punkt, war die unzureichend vorbereitete Inklusion. Der Gedanke mag ja erstrebens- oder auch moralisch lobenwert sein, ist aber an der harten Realität eindrucksvoll zerschellt.

"Was letzter Preis Inklusion?"